"Zwiespalt zwischen Prüfung und Ideal"
School's Out forever: Zehn Freiburger Waldorfschüler bereiteten sich ein Jahr lang ganz ohneSchulunterricht aufs Abi vor. Die vier Klausuren sind geschrieben. Im Juni folgen die mündlichen Prüfungen.
Baden-Württemberg macht's möglich: Die Abi-Prüfung ist im Südwesten Deutschlands auch ohne Unterricht möglich - eine Lösung eigentlich für Berufstätige. Eine Zehner-Gruppe entdeckte diese Möglichkeit, mietete einen Raum, engagierte Privatlehrer. Das kostet insgesamt 50 000 Euro. Das Projekt geht nun zu Ende, nach den Klausuren rücken die mündlichen Prüfungen näher. Nach den Klausuren habt Ihr eine Woche Urlaub gemacht. Zusammen? Getrennt? Alwin Franke: Nicht zusammen. Jeder hat das so gehandhabt, wie er es wollte. Eure erste Urlaubsphase seit Beginn des Projektes? Nein, in den Herbstferien hatten wir eine Woche frei, und über Weihnachten anderthalb. Nichts hören, nichts sehen voneinander? Ich persönlich ja. Ich war mit meiner Familie weg, eine Woche in Italien.
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die suchen noch sponsoren, steht doch im text drin!
glaub den sinn versteht man nur, wenn man bedenkt das die schueler von einer wolldorfschule kommen. da wird, soweit ich weiss, nach der 12 klasse ein ,staatlich nicht anerkanntes walddorfabitur abgelegt. fuer die hochschulzulassung gibs es dann die moeglichkeit sich in der 13 klasse, die auf die abiturpruefung vorbereitet. da liegt die notwenigkeit einer solchen sache naeher alsauf regelschulen.
aber wenn die das sowieso extra machen müssen, okay.
waldorfabitur ist übrigens quatsch, das gibts nicht.
aber warum machen sie nicht normal einfach ihr abitur auf ihrer schule, sondern ziehen das ganze privat durch?!
und außerdem: muss man jetzt schon VOR dem studium arm werden und die eltern um finanzielle unterstützung bitten? ohje...
ich bin der Ansicht, dass ich mein Abi gut ohne das letzte Jahr geschafft hätte. Nur die mündliche vielleicht nicht, weil die Themen nicht zentral gestellt sind.
der unterschied zu einer normalen schule ist, dass sie selbst entscheiden wann sie was und wie lernen. dafür haben sie einige Lehrer engagiert, aber oft haben sie sich den stoff wohl auch selbst beigebracht.
ich dachte auch, dass es nicht nur waldorfschüler waren. An einer waldorfschule hätten sie auch ganz normal die 13.klasse machen können udn am ende dann prüfungen schreiben. Aber der Weg ist etwas anders. Ich finde die Idee gut und ich finde es gehört schon einiges dazu so ein Projekt überhaupt zu machen. Sowas ist mal selbstständiges Lernen.
amendederwelt sagte:
Enstaatlichung der Lehre führt dazu das Leute mit Geld ihren Kindern die Bildung erkaufen können. Das ist in keiner Weise gut.
das ist doch quatsch. das führt dazu, dass bildung auch für die bildungsferne unterschicht wieder zu einem hohen wert wird. und inhaltlich weniger vom obrigkeitsstaat überwacht werden kann.
und natürlich gehört zu jeder enstaatlichung auch eine drastische steuerliche entlastung der menschen. eben eine eine zurückverlagerung von verantwortlichkeiten, die immer auch weniger kontroll- und überwachungsstaat bedeutet.
relativ gut selbst das Tempo und die Schwerpunkte bestimmen.
abgesehen davon bleibt da, wie der Interviewte schon meinte, eh nicht mehr viel Zeit über sowas nachzudenken, weil man sich alles einfach möglichst schnell reinpauken muss.Von Unterricht gestalten nach individuellen Vorstellungen kann hier also keine Rede sein
-also kurz gesagt, mir erschließt sich der Sinn der Aktion auch nicht.
amendederwelt sagte:
das Leute mit Geld ihren Kindern die Bildung erkaufen können
Das war schon immer so, das wird auch immer so bleiben - unabhängig davon, ob Bildung staatlich organisiert wird oder nicht.
Abgesehen davon - in einer Marktwirtschaft schafft finanzielle Bewegungsfähigkeit besseren Zugang zu Gütern und Leistungen. Wenn ich viel Geld verdiene, kann ich hochwertigere Nahrung zu mir nehmen, besser wohnen, Bücher kaufen und in Museen gehen. Was ist falsch daran, wenn das auch die Bildung betrifft?
Es ist ungerecht??
und es ist wenn schon nicht vermeidbar, dann zumindest mit einem nicht 3-gliedrigen Schulsystem möglich, es einzudämmen.
...aber wenn's schon immer so war, dann muss es ja seine Berechtigung haben...
Henriettesbimmelbahn sagte:
@schlampe:
Es ist ungerecht??
Tja, die Welt ist nun einmal ungerecht... So wie ich das sehe, profitieren wir als Gesellschaft mit einer freien Marktwirtschaft allesamt ziemlich gut von dieser Ungerechtigkeit zu Lasten der nicht entwickelten Welt, inklusive übrigens sogar der ALG-II Empfänger; im weltweiten Vergleich gesehen, leben wir allesamt ein absolutes Luxusleben. Zu diesem Luxusleben gehören auch Gratis-Bildungschancen, nach denen sich z.B. ein Bewohner einer südafrikanischen Township oder der Slums von Rio de Janeiro alle zehn Finger lecken würde. Ich weiß nicht so ganz, wo dein Problem ist?
Geht es irgendwie um etwas weniger Ungerechtigkeit aber doch nicht so viel weniger Ungerechtigkeit, dass es uns ungerechten Nutznießern schadet? ;)
und es ist wenn schon nicht vermeidbar, dann zumindest mit einem nicht 3-gliedrigen Schulsystem möglich, es einzudämmen.
...aber wenn's schon immer so war, dann muss es ja seine Berechtigung haben...
Das eine hat doch mit einem anderen nichts zu tun. Auch wenn Kulturgut jetzt wahrscheinlich vehement protestiert - ich bin durchaus für Subventionierungssysteme im Bildungssystem für wirtschaftlich benachteiligte - an Leistung geknüpfte Stipendien etc. - weil ich das für eine gesamtgesellschaftlich gesehen sinnvolle Investion mit guten Renditehoffnungen halte.
Allerdings verstehe ich nicht so ganz, warum du nun den Vorteil für finanziell Leistungsfähigere beschneiden willst. Und weiter gedacht - wie sollte das konkret aussehen? So eine Art Vorteilsausgleich? Ein Kauf- und Handelsverbot für Bildungsgüter und -leistungen? Wie soll das bitte gehen? Und wie soll man das rechtlich begründen?
Ich weiß ja, in welche Richtung du denkst. Ich vermute mal, du greifst etwas unreflektiert diesen fürchterlich dummen Spruch von linken Studentengruppierungen auf, dass "Bildung keine Ware sei". Das ist natürlich Quatsch, die haben ihren Marx nicht richtig gelesen und fallen deshalb auf die Positionen des deutschen Idealismus zurück, gegen die sich der kritische Materialismus sehr sinnvoll gewandt hat. Man muss halt etwas weiter denken als bis zum Beginn der Phrasendrescherei.
In diesem Sinne - ja, die ökonomischen Grundbedingungen der menschlichen Gesellschaften waren immer die gleichen und deshalb hat man alle Berechtigung der Welt, innerhalb dieser Parameter nachzudenken.
klar, sie hatten "normal an der waldorfschule" abitur machen koennen.
diese 13 klasse wird sich wohl schon von einer regelschule als auch vom normalen walddorfunterricht unterscheiden muessen.
waere schon interressant ob da auch nichtwaldorfschueler dabei waren. die moeglichkeit, so den abiturschnitt zu erhoehen koennte fuer einige ja durchaus interessant sein.
auch sonst wirkt das interview sehr hölzern. schade eigentlich.








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21.04.2008 - 17:51 Uhr
diejodie