Echos 2
Text: haruki
Die Nacht war erbarmungslos. Dunkelheit ist immer stiller. Es war eine dieser Nächte. Sie traf mich unerwartet. Dabei hatte ich ein Gefühl dafür.
Mein Großvater hat im Krieg seinen Arm verloren. Er wusste wann es schneien würde. Eine Stunde im Voraus. Durch einen Juckreiz im Rest seines Armes. Ein Stumpf, der aus seiner Schulter ragte. So fühle ich diese Nächte voraus. Dieses Gefühl. Ich bereite mich vor um es leichter zu machen. Menthol Zigaretten und Gin. Nicht so sehr, aber doch. Aber dieses Mal kam es unvermittelt, beim Schneiden einer Gurke, für einen simplen Salat mit Tomaten und Feta.
An allen anderen Tagen, kann ich mir glauben, dass es ein Traum war. Meinem Hang zur Einbildung geschuldet. Aber in diesen Nächten, weiß ich, dass es wahr ist und geschehen.
Ich habe niemals wieder jemand wie Jason getroffen. Keiner der konnte was er konnte und es tat, weil er es konnte. Alles was er noch sagte war
//Sag Jonas, dass er wichtig war.
Ich habe Jonas nie getroffen. Ich habe eine Zeit versucht ihn zu finden, aber das Telefonbuch war mir keine Hilfe und so ließ ich es sein. Es dauerte zu lange die Nummern abzugehen. Und fremden Stimmen zu sagen, dass sie wichtig waren. Ohne selbst zu verstehen was der Sinn hinter diesen Worten ist.
Ich möchte immerzu sagen, dass es mir Leid tut.
// Es tut mir leid.
// Das ist nicht wichtig.
Ich habe Jason auf den Gleisen getroffen. Ich sah ihn von der Brücke aus auf den Schienen liegen. Ich behalte dieses Bild von ihm. Es ist mir wichtig.
Neue Texte zum Label 'echos':
Textoptionen
0
17.04.2008 - 10:23 Uhr
mrsbratmaxe
"Juckreis"
!? lecker...