Studieren ist super! Nie wieder wird Geld so unwichtig sein
Sind Studenten, die kaum Geld haben vom studentischen Leben ausgeschlossen? Kann nicht sein, sagt unser Autor, der finanzielle Klammheit für studiumstypisch hält und einem Selbsterfahrungsbericht auf spiegel.de entgegnet
Auf der Website des UniSPIEGEL erschien am Dienstag der Text einer 25-jährigen Berliner Studentin, „ein zorniger Zwischenruf“ mit dem Titel „Meine Armut kotzt mich an“. Julia, so ihr Name, berichtet dort von ihrem Studentenleben, das für sie manchmal einer Qual gleicht, weil das Geld fehlt, um sorgenfrei dabei sein zu können. Ihre familiäre Situation verhindert einen Bafög-Anspruch, der wohl berechtigt gewesen wäre. Sie arbeitet nebenher in zwei Jobs und das Kindergeld überlässt sie ihrer Mutter, die Arbeitslosengeld II bezieht. Julia verzichtet auf jede Verallgemeinerung ihrer Lage. Aber weil ihr Einzelschicksal in einem journalistischen Kontext auftaucht, raunt es den Leser aus dem Zwischenraum der Zeilen zu: Schaut her und schließt von diesem einen Fall auf das große Ganze! Aber stimmt es denn, dass Julia in ihrer Wut ausspricht, was viele empfinden? Dass Studenten (vor allem seit Einführung der Studiengebühren) zu viel nebenbei arbeiten müssen und deswegen nicht mehr in Ruhe studieren können: Ja, das ist möglicherweise wahr. Dass es immer wieder Fälle gibt, in denen das BAföG-System nicht greift: Auch das ist ein Problem. Aber Julia operiert in ihrem Zwischenruf kaum mit hard facts. Es scheint ihr eher um ein Gefühl zu gehen, um ein Gefühl des Nichtdazugehörens. Vergangenes Jahr wurde die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks veröffentlicht, in der die Finanzlage der Studenten empirisch ausgeleuchtet wird. Widerlegen die Zahlen und Daten Julias Gefühl? Bestätigen sie es?
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MissCellaneous sagte:
genau. die faulen studenten habens doch gut. können zig rabatte nutzen und müssen kein geld für businesskostüme ausgeben etc.
und sie haben vor allem: zeit. die ist unbezahlbar....
Zeit? hahahahahaaaaaa. Klar. In welcher Welt? In der der Langzeitstudenten?
Na klar.
Was für ein Quatsch, wirklich.
aber was uns studentinnen vor allem von anderen mit ähnlichem monatlichen "einkommen" unterscheidet, sind die perspektiven... das studium ist nur ein übergang, weswegen also die "armut" durchaus erträglich ist und nicht in depressionen stürzen lässt...
und das studenten seit der einführung von bachelor und master viel zeit zur freien verfügung haben, halte ich für ein gerücht, im gegenteil kommt ein bachelor-student doch häufig auf eine 40-stunden-woche mit zwei wochen jahresurlaub
16.04.2008 - 19:34 Uhr
ShesSoHigh
umweltschuetzer sagte:
was heißt denn hier bitteschön faule studenten?
und das studenten seit der einführung von bachelor und master viel zeit zur freien verfügung haben, halte ich für ein gerücht, im gegenteil kommt ein bachelor-student doch häufig auf eine 40-stunden-woche mit zwei wochen jahresurlaub
Ein magisterstudent mit nebenjob und Plan, die Regelstudienzeit irgendwie einzuhalten, auch.
ach so busy, ach so arm. ich lach mich tod.
wir hatten alle genug geld, sind gereist und wer keinen anwesenheitspflicht hat und schnell kapiert braucht nur 2 monate im jahr richtig lernen. ich hatte so unendlich viel zeit, da habe ich fast vor langeweile einen nebenjob angefangen.
wer natürlich nichts rafft muss halt 40 h die woche lernen.pah.
jetzt mit meinem job kann ich über die diskussion hier echt nur lachen, echt.
16.04.2008 - 20:21 Uhr
MissCellaneous
ich überleg mir gerade, vielleicht noch einen master draufzupacken demnächst, damit ich das studentenfeeling wieder bekomme...
als ich noch vollzeit gearbeitet habe hatte ich definitiv mehr freizeit, faszinierenderweise aber auch weniger geld.
und mehr spaß habe ich jetzt, das ganz eindeutig.
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16.04.2008 - 19:21 Uhr
MissCellaneous
und sie haben vor allem: zeit. die ist unbezahlbar....