14.04.2008 - 10:19 Uhr

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Die Geschichte vom kleinen Fuchs (Fortsetzung Teil XVI)

Text: MountMcKinley in Kindheitsrecht (9)

XVI.

Der kleine Fuchs wartete noch lange in die tiefe, stille Nacht hinein, bis ihn schließlich die Müdigkeit umschlich und in einen traumlosen Schlaf entführte.

Die ersten Sonnenstrahlen sickerten am Horizont in den neuen Tag. Der kleine Fuchs war längst erwacht, denn sehnsüchtig erwartete er diesen neuen Morgen.
Er hörte dem Gesang der Vögel zu und jedes Mal, wenn ein Schatten am Himmel über ihn herüberflog, schlug sein Herz höher, denn voller Verlangen hoffte er auf die Ankunft der Eule.

Doch von ihr fehlte jede Spur.

Er fühlte sich einsam, leer und verlassen.

Und obwohl er eigentlich allen Grund zur Freude hätte, konnte dieses Gefühl nicht in ihm aufkeimen. Es blieb verborgen, weit unten im tiefsten inneren seines Herzen, fest verschlossen.

Ein letztes Mal blickte er in die weite Ferne, bevor er sich langsam aufmachte, in eine fremde, ferne Zukunft, von der er nicht wusste, wie sie aussah. Weit hatte ihn der Adler über die Berge getragen.

Weit weg von zu Hause.
Weit weg von seinen gewonnenen Freunden.
Weit weg in ein unbekanntes Leben.

Doch trotz der Einsamkeit, die sich in ihm erstreckte wie ein endlos scheinendes Meer und trotz der Sehnsucht, der Eule von seinen Erlebnissen zu erzählen und ihren Rat zu hören, verirrte sich kein bisschen Verzweiflung in sein Vakuum der Zurückgezogenheit.

Im Gegenteil.

Die Leere, die ihn innerlich festhielt, wurde befreit durch die Fülle des Lebens, welches er gerade durchwanderte.

Sein Weg führte ihn durch lichte, sonnendurchflutete Laubwälder, die vom Duft des Frühlings geradezu durchströmt würden. Vorbei an bunten Teppichen kleiner Waldblumen, die ihre Köpfe dem wärmenden Sonnelicht entgegenstreckten. Entlang an gurgelnden Gebirgsbächen deren Wasser sich spielerisch um die Steine schmiegte.

Als der kleine Fuchs schließlich an eine Waldlichtung kam, musste er an zu Hause denken. An seine vertraute Lichtung, in der er so viele schöne Stunden verbracht hatte, träumte. In der ihm die Eule Mut machte, seine Träume nicht nur in der Phantasie zu leben, sondern sich ein Herz zu fassen und die Gewohnheit von sich zu schütteln, sie hinter sich zu lassen und das zu Leben, wonach im gerade ist. Er setzte sich eine Weile und fing wieder an zu träumen...


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1 Kommentar

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frau_liebe
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Mag ich Mag ich nicht

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14.04.2008 - 14:08 Uhr
frau_liebe

wieder ein stück aus der wunderbaren welt des kleinen fuchses.
danke und immer wieder gerne gelesen.

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