17.04.2008 - 14:00 Uhr

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Carpe Freizeit! Die Seite freitimer koordiniert das Cliquenleben

Text: wlada-kolosowa

Beim Online-Freizeitplaner freitimer kann man weder neue Leute kennen lernen noch gruscheln. Eines kann man dafür aber richtig gut: Sich mit Freunden verabreden. Mit den echten, nicht mit den Onlinebuddies.

Wenn man die Clique zusammentrommeln will, glühen oft die Leitungen und schmilzt das Kontingent der Frei-SMS. Mit freitimer soll sich das ändern: Die Seite ist eine Mischung aus Terminkalender und einem Tool, das hilft, das Cliquenleben zu koordinieren. Seit letzten Freitag kann man dort mit wenigen Klicks Einladungen zum Fußball, zu Shoppingtouren und Kaffeeklatsch verschicken. Wer Zeit hat und wer nicht, ist sofort sichtbar. Ein Autorisierungssystem sorgt dafür, dass nur echte Freude in Kontakt treten können - so soll Zeitverschwendung durch oberflächliche Online-Freundschaften vermieden werden. Die Macher wollen dir Zeit im Internet und am Handy sparen, damit du deine Freunde "in Echt" länger sehen kannst. Dazu ein paar Fragen an Fabian Angerer, einer der Gründer der Website:

jetzt.de: Was hast du am Wochenende gemacht?
Fabian: Am Freitag waren wir in München weg. Ansonsten stand Fußball und Essengehen an.

Hast du das per "freitimer" ausgemacht?
Ja. Zweimal wurde ich eingeladen, einmal war ich der Initiator. Inzwischen sind 15 Freunde von mir angemeldet.

Wie viele Freunde hast du denn bei StudiVZ?
Ungefähr 100. Aber das ist das Problem: Die Plattform ist gut, um zum Beispiel Kontakt zu alten Schulfreunden zu halten. Für Freizeitplanung ist sie sinnlos. Ich würde ja nur mit einem Bruchteil meiner StudiVZ-Freunde was unternehmen, die meisten sind oberflächliche Bekannte. Ab und zu kommt es mir vor, als würden manche Nutzer nur Buddys anhäufen, um sich zu profilieren. Frei nach dem Motto: 'Schau an, wie beliebt ich bin'.

Bei "freitimer" sollen sich also nur wahre Freunde versammeln?
Oder zumindest Leute, mit denen man so vertraut ist, dass man ihre Handynummer kennt. Wenn du bei freitimer jemanden als Freund hinzuzufügen willst, musst du seine Handynummer eintippen und er muss dich autorisieren. Fremde werden also nie von deiner Existenz erfahren. Klar, die Plattform wächst dadurch nicht so schnell. Aber dafür wird man auch nicht von seltsamen Unbekannten gegruschelt.

Männer, die unsere Freizeit retten wollen. Die Macher von freitimer von links: Ralph Buchfelder, Alexander Fischer, Fabian Angerer. (Foto: privat)

Euer Ziel ist es ja, die Leute von den Rechnern und von den Handys weg zu holen, damit sie mehr Zeit für ihre realen Freunde haben. Ist das aber nicht absurd, dass sie sich dafür in einer weiteren Online-Community anmelden müssen?
Erstmal: freitimer ist keine Community, eher ein Tool, eine Dienstleistung. Man kann weder Nachrichten schreiben, noch Bilder hoch laden. Unser Ziel ist nicht, die Leute so lange wie möglich auf unserer Seite zu halten - die Nutzer sollen nicht stundenlang von Profil zu Profil klicken, sondern sich gezielt verabreden.

Aber das kann man doch auch per SMS machen.
Ja, aber bis man alle abtelefoniert und durchgesmst hat, dauert das wieder Stunden. Früher war das noch einfacher. Einer sagte am Freitag in der Schule: Sonntag, 17 Uhr, kicken. Und alle, die wollten, waren tatsächlich da. Heute heißt es immer: Lass uns nochmal telefonieren. Irgendwie sind wir nicht mehr fähig, eindeutige Zusagen zu geben. Vielleicht, weil wir uns alles offen halten möchten. Und es inzwischen zu viele Möglichkeiten gibt, miteinander in Kontakt zu treten.

So wirklich neu ist die Idee aber nicht. Es gibt ja schon "amiando", "invyte", "doodle" …
Wir sind aber die ersten mit einem ausgeklügelten Autorisierungssystem. Und auch die einzigen, die den Service mobil anbieten.

Habt ihr denn jetzt wirklich mehr Freizeit?
In den letzten Wochen müssen wir jeden Tag von 8 bis 20 Uhr an unserem Projekt arbeiten. In unserem Fall hat freitimer wohl das komplette Gegenteil bewirkt. Aber wir sind ja auch die Macher.


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ich_schlampe_bin_muede
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Mag ich Mag ich nicht

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17.04.2008 - 16:07 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Eine elektronische Freundeverwaltung?

Sorry, aber das finde ich grässlich. :(

freitimer
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Mag ich Mag ich nicht

0

17.04.2008 - 16:44 Uhr
freitimer

Nach deiner Auffassung müsste ja auch jede Community und dein Handy eine "elektronische Freundeverwaltung" sein.

Wir sehen uns nicht als elektronische Freundeverwaltung, sondern wollen die Freizeitplanung mit deinen Freunden erleichtern...
Und dazu hast du, genau wie in deinem Handy, deine "Freundesliste", um damit schnell und einfach mit deinen Freunden etwas auszumachen.

wlada-kolosowa
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17.04.2008 - 17:23 Uhr
wlada-kolosowa

Verwaltung ist vielleicht tatsächlich nicht das richtige Wort. Ist jetzt geändert.

keos
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Mag ich Mag ich nicht

0

17.04.2008 - 18:08 Uhr
keos

ich hab auch sofort an doodle gedacht. naja. autorisierung hin oder her, doodle tut auf jeden fall seinen job und ich seh jetzt nicht wirklich, wieso es das hier noch braucht...

Ralph_Buchfelder
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Mag ich Mag ich nicht

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17.04.2008 - 20:13 Uhr
Ralph_Buchfelder

ich finds ganz praktisch, dass man auch unterwegs sieht, wer kommt oder absagt

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Mag ich Mag ich nicht

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17.04.2008 - 20:14 Uhr
Ralph_Buchfelder

ich finds ganz praktisch, dass ich auch unterwegs sehen kann, wer zu oder absagt

gibts sonst so nirgends

franck_hans_
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Mag ich Mag ich nicht

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17.04.2008 - 20:52 Uhr
franck_hans_

george orwell hat uns doch gewarnt.

anna_fernweh
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Mag ich Mag ich nicht

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17.04.2008 - 21:28 Uhr
anna_fernweh

und wo ist der profitpunkt? hinter jeder geschäftsidee ( die wirklich gut ist...) steckt schließlich ein geschäft.

schmagg
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Mag ich Mag ich nicht

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17.04.2008 - 22:47 Uhr
schmagg

Mal schnell was mit Freunden unternehmen artet bei mir auch immer wieder in Arbeit aus. Finde die Idee ganz interesant.

Werde es mal ausprobieren!

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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17.04.2008 - 23:47 Uhr
ein_oxymoron

hach, ich will auch mal so viele freunde haben, dass ich zum verabreden einen koordinationsservice brauche...

oder vielleicht doch nicht.

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ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.