11.04.2008 - 16:30 Uhr

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Das "Kommando Tito von Hardenberg" infiltriert Polylux

Text: sascha-chaimowicz

Es klingt ein bisschen wie im Krimi. Die RBB-Sendung Polylux ist gestern Abend angeblich vom „Kommando Tito von Hardenberg“ infiltriert worden. Im Dienste der Aufklärung schleuste das Kommando einen V-Mann als Interviewpartner in die Sendung. Der V-Mann namens „Tim“ war im Beitrag zur „Alltagsdroge Speed“ der Hauptdarsteller. „Tim“ war ein übergewichtiger Speed-Junkie, der mithilfe der Droge abnehmen wollte. Den drogenabhängigen Speed-Junkie spielte „Tim“ allerdings nur, in Wirklichkeit sei er eine Erfindung gewesen, so jedenfalls behauptet es das „Kommando Tito von Hardenberg“. „Wir haben die plumpe Internetrecherche von Polylux zum Anlass genommen, die Legende des Speed-Patienten „Tim“ zu erfinden und zum Drehtermin ein kleines Schauspiel vorzuführen“, heißt es auf der Homepage des Kommandos. Dass ausgerechnet Polylux für die Rolle des Bösen herhalten muss, war wohl keine Absicht des Kommandos. „Polylux war zwar Ziel der Aktion, steht aber stellvertretend für weite Teile der Medienlandschaft, für die Recherche in erster Linie einen Kostenfaktor darstellt. Zentrale Bereiche des Journalismus werden an unterbezahlte Praktikanten ausgelagert, denen es aufgrund prekärer Arbeitsverhältnisse und des daraus resultierenden Drucks schwer möglich ist, ausreichend Zeit und Ressourcen in ihre Arbeit zu investieren“, so das Hardenberg-Kommando. Der Sprecher des RBB, Ralph Kotsch, hält es für möglich, dass die Begründung von „Tim“ und seinem Kommando nachgeschoben ist, um auf eine im Rausch entstandene Idee einen höheren, moralischen Impetus draufzusatteln. Nach Angaben des Sprechers habe „Tim“ auch hinter der Kamera Drogen genommen: „Er hat gekokst“, sagt Kotsch. Außerdem halte er es für möglich, dass die Meldung auf der Kommando-Webseite Teil des Fakes ist. Im Bekenner-Video äußert das Kommando Eckpunkte seines Manifests gegen den „boulevard-medialen Komplex“: Es geht unter anderem gegen Praktikantenausbeutung, schlechtes Fernsehprogramm und „die ganze andere Kacke“. Das Kommando gehört zu einer Gruppe, die sich „Hedonistische Internationale“ nennt. Kernsatz der Gruppe: Hedonismus ist kein Motor einer dumpfen, materialistischen Spaßgesellschaft, sondern eine Chance zur Überwindung des Bestehenden. Im Flashmob-Stil tourte die Gruppe tanzend durch Einkaufspassagen oder organisierte zu Beginn des Irakkriegs Pro-Krieg-Demos, um der Provokation willen. Das Bekenner-Video des "Kommando Tito von Hardenberg" Während Polylux die Videos zu sämtlichen Beiträgen der gestrigen Sendung online gestellt hat, nahm die Redaktion das „Speed“-Video aus dem Netz. Es ist nicht einmal mehr als Thema auf der Seite zu finden. Die Redaktion wird in einem Beitrag in der nächsten Sendung Stellung zu den Vorfällen nehmen. Hier findest du das Blog der Gruppe "Tito von Hardenberg". Hier kommst du zur Homepage der ARD-Sendung Polylux. Und hier wurde das Thema bereits im jetzt-Kosmos erwähnt.


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natural_born_chiller
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Mag ich Mag ich nicht

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11.04.2008 - 17:06 Uhr
natural_born_chiller

hihi ... nette jungs...

hedonistische internationale... die raf der spaßgesellschaft ?!? cool!

bestgucci
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Mag ich Mag ich nicht

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11.04.2008 - 17:32 Uhr
bestgucci

Muss ich dass verstehen...?

HenniMe
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11.04.2008 - 17:37 Uhr
HenniMe

höhö. die sind ma kuhl.

kikuju
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11.04.2008 - 17:54 Uhr
kikuju

der beitrag selber war halt auch eher unspektakulär fand ich.

Leica
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11.04.2008 - 18:17 Uhr
Leica

Habe das ganze unter Usertexte gesehen und finde es gut, dass ihr es aufgreift.
Das erste, was ich (selbst im Medienbereich tätig) dachte, war: Hätte mir auch passieren können. Wenn einer kommt, der Dir mit Absicht was unterschiebt, und das ganze auch noch eher unideologisch oder nicht wie Werbung daherkommt, dann prüft man das nicht auf Herz und Nieren. Sonst gäb' es keine Tagesschau, sondern höchstens noch 'ne Wochenschau.
Da sind schon ganz andere routinierte Rechercheure - u.a. von der New York Times oder der Washington Post - auf Lügner reingefallen. Dass die Aktion gegen die - real existierende - Ausbeutung von unterbezahltem, halb ausgebildeten Personal hilft, bezweifle ich allerdings. Sie sorgt höchstens dafür, dass Journalisten für noch dümmer gehalten werden, als es ohnehin schon der Fall ist.

schokoprinzessin
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11.04.2008 - 18:34 Uhr
schokoprinzessin

kikuju sagte:
der beitrag selber war halt auch eher unspektakulär fand ich.

fand ich auch, mal wieder die alte geschichte von der leistungsgesellschaft und mitten drin der arbeitslose, der sich ein jahr lang von speed ernähren möche um abzunehmen. rtl explosiv lässt grüssen

diejodie
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11.04.2008 - 18:54 Uhr
diejodie

polylux hat eh immer diesen schrecklichen unterton, irgendwie guck ichs immer und ärger mich danach. so "hu hu, wir sind berlin, und auch voll hip, aber gleichzeitig so ironisch".
das magazin wirkt immer so wie die klischeehafte selbstdarstellung einer trendy webeagentur. so eine mit playstation und tischtennisplatte.

getupkid
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11.04.2008 - 19:18 Uhr
getupkid

top idee.

electrolux
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11.04.2008 - 19:21 Uhr
electrolux

>Der Sprecher des RBB, Ralph Kotsch, hält es für möglich, dass die Begründung von „Tim“ und seinem Kommando nachgeschoben ist, um auf eine im Rausch entstandene Idee einen höheren, moralischen Impetus draufzusatteln. Nach Angaben des Sprechers habe „Tim“ auch hinter der Kamera Drogen genommen: „Er hat gekokst“, sagt Kotsch.

Wie kommt das Schwein eigentlich dazu, den Typen öffentlich als Kokser hinzuhängen (egal ob's denn nun so war), um von eigenen Fehlern abzulenken?

Die Recherche sah doch so aus, dass die in Drogenforen jemand gesucht haben, der genau zu der VORGEGEBENEN storyline passte.

Na, und den haben sie dann eben gefunden.

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11.04.2008 - 19:26 Uhr
electrolux

Lustig finde ich ja, dass der sascha-chaimowicz in der Aufzählung "Es geht unter anderem gegen Praktikantenausbeutung, schlechtes Fernsehprogramm und „die ganze andere Kacke“. ", die im Original vorkommenden Elemente "Staat und Kapital" verschämt unterschlägt.

Ich dachte, im Internet gäbe es keine Probleme mit dem Platz im Layout. Hihi.

luftschachtspringer
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11.04.2008 - 19:27 Uhr
luftschachtspringer

dass "tim" möglicherweise nur ein erfundene figur war, die zur untermauerung "ihrer" geschichte hinter der bühne kreide schnupft, ist die eine sache und verzeihbar.
dass sich aber nahezu die komplette polylux sendung aus einem artikel der zeitschrift de:bug (vgl.: http://www.de-bug.de/musik/4209.html ) speist, ist schlicht und ergreifend peinlich und hat mit selbständigem, unabhängigem journalismus nicht mehr viel zu tun.

nixbewiesenausserich
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11.04.2008 - 19:30 Uhr
nixbewiesenausserich

kool. polylux suxx so hard ...

electrolux
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11.04.2008 - 19:39 Uhr
electrolux

Polylux = Mittetussies und deren Luschenfreunde mit Freitag-Taschen
http://cartman.trackitdown.net/preview/2...

__xxx__
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11.04.2008 - 21:36 Uhr
__xxx__

Gute Sache, das ist mal was kreatives.

AxelDesBoesen
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11.04.2008 - 21:49 Uhr
AxelDesBoesen

Schlechte Recherche ist schlechte Recherche. Da hilft auch keine nachträgliche Verleumdung des Protagonisten durch Ralph Kotsch. Wer eine Krise auf diese Weise löst, hat keine Ahnung von Krisenmanagement.

scribble
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11.04.2008 - 21:58 Uhr
scribble

Toll... Fernsehen ist doof und die größten Deppen wollen da rein.

Meyer_Lansky
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11.04.2008 - 22:04 Uhr
Meyer_Lansky

Im Grunde gibt es hier doch gar kein Problem. Das Problem würde es geben, wenn Polylux sagen würde, dass da ein Typ ist, der Speed nimmt und dass sie das aufgedeckt haben. Das ist aber hier so nicht der Fall. Wenn man das Ganze nämlich mal etwas aufdröselt, dann kommt dabei folgendes heraus: Polylux sagt, es könnte da ein Problem geben. Der Zuschauer fragt: Wieso? Und im Rahmen der nachfolgenden Erklärung kommt ein Mann zu Wort, der behauptet, er würde Speed nehmen, um abzunehmen und so weiter und so fort. Das Problem ist allenfalls, dass die Menschen beim Fernsehen noch weniger in der Lage sind zu differenzieren, als dies bei Zeitungen der Fall ist. Wenn eine Zeitung schreibt: "Person XYZ sagt zu diesem Vorfall", dann ist es erst einmal scheißegal, ob das, was die Person sagt, auch die Wahrheit ist. Wichtig ist nur, dass es die Wahrheit ist, dass diese Person das gesagt oder behauptet hat. Und so erscheint es doch etwas sonderbar, wenn man mangelhaften Journalismus ankreiden möchte. Eher ist auf diese Weise das selbstzerstörerische Verhalten von Mediengesellschaften herauszustellen bzw. die sonderbare Vorstellung, die von den Medien in der Gesellschaft vorherrscht. Denn anstatt die Medien als Möglichkeit zu betrachten, Informationen zu verbreiten, bemüht man sich lieber, diese in ihrer Funktionsweise und ihrer Glaubwürdigkeit zu demolieren. Das ist in etwa wie ein V-Mann in der rechtsradikalen Szene, der als erster den Molotow-Cocktail auf das Asylantenheim schmeißt.

suesswarenabteilung
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11.04.2008 - 22:28 Uhr
suesswarenabteilung

meyer, find ich gut. auch wenn ich da erst drüber nachdenken musst. stimmt aber.

Crushed_on_You
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11.04.2008 - 22:31 Uhr
Crushed_on_You

electrolux sagte:
Lustig finde ich ja, dass der sascha-chaimowicz in der Aufzählung "Es geht unter anderem gegen Praktikantenausbeutung, schlechtes Fernsehprogramm und „die ganze andere Kacke“. ", die im Original vorkommenden Elemente "Staat und Kapital" verschämt unterschlägt.

Ich dachte, im Internet gäbe es keine Probleme mit dem Platz im Layout. Hihi.

Haha, vorauseilender post-politischer Gehorsam.

Ansonsten Top-Aktion, alles richtig gemacht.

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12.04.2008 - 03:29 Uhr
Crushed_on_You

Leica sagte:
Habe das ganze unter Usertexte gesehen und finde es gut, dass ihr es aufgreift.
Das erste, was ich (selbst im Medienbereich tätig) dachte, war: Hätte mir auch passieren können. Wenn einer kommt, der Dir mit Absicht was unterschiebt, und das ganze auch noch eher unideologisch oder nicht wie Werbung daherkommt, dann prüft man das nicht auf Herz und Nieren. Sonst gäb' es keine Tagesschau, sondern höchstens noch 'ne Wochenschau.
Da sind schon ganz andere routinierte Rechercheure - u.a. von der New York Times oder der Washington Post - auf Lügner reingefallen. Dass die Aktion gegen die - real existierende - Ausbeutung von unterbezahltem, halb ausgebildeten Personal hilft, bezweifle ich allerdings. Sie sorgt höchstens dafür, dass Journalisten für noch dümmer gehalten werden, als es ohnehin schon der Fall ist.

wohl nicht ganz zu unrecht.

strikingback
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12.04.2008 - 12:19 Uhr
strikingback

Und auf indy verweist wieder keiner?

http://de.indymedia.org/2008/04/212965.s...

kharmapolizei
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12.04.2008 - 19:03 Uhr
kharmapolizei

@meyer: ich sehe da schon ein problem. klar ist das viel harmloser als etwa bei politischer berichterstattung oder tatsachenbehauptungen über personen des öffentlichen lebens und wasweißichwas.
ich seh da aber das problem, das hier gesellschaftliche probleme benannt werden (wie du ja sagst), aber vollkommen wurscht ist, ob die tatsächlich existieren, oder wenigstens, ob die so schlimm sind, wie behauptet. und es ist dann nett, wenn auf die weise mal der finger in die wunde gelegt wird. weil es zwar wirklich unerheblich ist, ob der typ jetzt wirklich drogen nimmt oder nicht, aber man deutlich sieht: das ist eigentlich kein journalismus, sondern fiktion, weil sich die redaktion was ausdenkt und dann leute sucht, mit denen man das illustrieren kann.

marksu_
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12.04.2008 - 21:08 Uhr
marksu_

der ganze bericht war so seicht wie ein teller suppe!!

ich kann auch das gelaber von frau Hardenberg oder der senffrau nicht besonders leiden

DerWetterfrosch
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13.04.2008 - 01:34 Uhr
DerWetterfrosch

wer bin ich?

Meyer_Lansky
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13.04.2008 - 11:32 Uhr
Meyer_Lansky

@kharmapolizei: Und eben der Beweis, dass die Redaktion hier eben nur eine "Fiktion" illustriert hat, ist bislang noch nicht belegt worden. Dass es sich dabei insgesamt nicht um Fiktion handeln kann, kann insofern schon einmal angenommen werden, da die anderen Personen des Beitrages offenbar nicht "erfunden" waren. Somit scheint das Problem wohl in einem gewissen Rahmen real zu sein. Dein Einwand würde zutreffen, wenn das Thema selbst Fiktion wäre. Dies ist nur eben nicht der Fall. Und daher ist die Idee/Kritik der Tito-von-Hardenberg-Gruppe eben totaler Stumpfsinn und verfehlt die Sache eben. Anders gesagt: Es werden die falschen Fragen für die richtigen Antworten gestellt. Formuliere die Frage, die dem Beitrag zugrunde liegt, einfach mal folgendermaßen: Wie äußern sich die Protagonisten dieser Gesellschaft zum Thema Drogenmissbrauch? Stattdessen wird immer lieber die Frage gestellt, ob es das denn gibt. Doch was hat der Beitrag damit zu tun? Es gibt doch offenbar gewaltige Unterschiede zwischen der Frage, wie sich Protagonisten der Gesellschaft zu einem Thema äußeren und der Frage, ob es den jeweiligen Gegenstand gibt. Wäre das Thema "Ufos über Berlin" gewesen, dann käme schließlich auch niemand auf die Idee zu überprüfen, ob da nun einer wirklich das UFO gesehen hat. Warum nicht? Weil es irrelevant ist. Relevant ist, wie sich die Gesellschaft zu dem Sachverhalt äußert. Und hier die "Gesellschaft" gewissermaßen zu manipulieren, indem man vorsätzlich bestimmte Akteure vorschickt, ist schlichtweg die Dummheit der Gesellschaft an sich - und eben diese wird sich dann auch in den Beiträgen niederschlagen. Und daher ist es dann letztlich auch ganz einfach: Jede Gesellschaft bekommt die Medien, die sie verdient.

Gehen wir jetzt mal davon, der Beitrag hätte die Existenz einer Sache dokumentieren sollen, dann hätte man keine Interviews mit Nicht-Experten und Einzelpersonen geführt und diese im Fernsehen präsentiert, sondern man hätte auf gesellschaftlich anerkannte Experten, Autoritäten, Statistiken, etc. verwiesen. Man hätte also Belege angeführt, die eine Verallgemeinerung erlauben, denn nur dann gibt es ja überhaupt ein Problem, über das berichtet werden muss.

Die Relevanz dieser Geschichte kannst Du dir klar machen, wenn Du folgendes überdenkst: Wird eine Statistik erstellt, bei der die Leute beispielsweise Auskunft zu ihrem Sexualverhalten geben sollen. Dann wird auch dort gelogen werden ohne Ende. Doch mit genau denselben Statistiken wird später argumentiert werden. Denn auch dort ist der Sachverhalt ähnlich. Wenn die Gesellschaft so dämlich ist, die eigenen Medien zu manipulieren, dann hat sie selbst schuld. Wenn bei einer Statistik über den Drogenkonsum von Jugendlichen jeder 16-Jährige aus Spaß angibt, dass er Crack konsumiere, dann wird auf der Grundlage dieser Statistik jede Razzia gerechtfertigt werden. Und so wie die Statistik nach der Äußerung von Personen zu einem Thema fragt, so wird dies auch von Redakteuren getan, die einen solchen Beitrag verfassen.

ShesSoHigh
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13.04.2008 - 16:11 Uhr
ShesSoHigh

diejodie sagte:
polylux hat eh immer diesen schrecklichen unterton, irgendwie guck ichs immer und ärger mich danach. so "hu hu, wir sind berlin, und auch voll hip, aber gleichzeitig so ironisch".
das magazin wirkt immer so wie die klischeehafte selbstdarstellung einer trendy webeagentur. so eine mit playstation und tischtennisplatte.


Ja! Ja! Ja! :-)
Besser hätte ichs nicht sagen können.

tyler_durden
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16.04.2008 - 20:28 Uhr
tyler_durden

ohjeh.. was für spacken! :D


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sascha-chaimowicz

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