07.04.2008 - 09:00 Uhr

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Ticker-Mobil: Sind die Autofahrer die wahren Bösen?

Text: meredith-haaf

Spätestens seitdem letzte Woche die Biospritoffensive des Bundesumweltministeriums so gründlich in die Hosen gegangen ist, kann man sagen, dass die Tage der Biomasse als Erdölersatz eindeutig angezählt sind. Nicht nur, weil so viele Autos das Zeug nicht vertragen. Nein: Biomasse macht die Menschheit hungrig. In Südamerika werden Urwaldbestände dem Rapsanbau geopfert, in Mexiko konnten sich die Menschen ihr Grundnahrungsmittel Mais nicht mehr leisten, als das Korn plötzlich nur noch an die Autos verfüttert wurde.

Nur: Mit Solarenergie werden so schnell die Autos nicht fahren können und deswegen beharren Konzerne wie BP darauf, so bald wie möglich überall Ethanol einzuführen.

Schon gemerkt: Immer geht es um die Autos. Autos gegen Menschen, Autos gegen die Luft, Autos gegen den Regenwald. So wie es aussieht, werden wir im Westen erst lernen müssen, auf unsere Karren zu verzichten, bevor es der Erde wieder besser gehen kann. Kann man nicht vielleicht sogar sagen, die Autofahrer sind an ziemlich viel schuld, was in den letzten Jahrzehnten schief gelaufen ist?

Die Deutschen gelten als das! Autofahrer-Volk! schlechthin! Als Kinder führen wir schon Grundsatzdiskussionen darüber, ob wir uns später mal ein Auto kaufen werden und wenn ja, was dann für eines. Manche Menschen sehen ihren Wagen als Ausdruck ihrer Persönlichkeit, andere finden genau das moralisch verwerflich. Autobesitzer erklären sich mit dem Argument, alles wäre einfacher mit Wagen, wenn man mal zum Baumarkt muss oder zum Skifahren will zum Beispiel. Stimmt schon, aber geht es nicht auch ohne? Und wäre es nicht langsam angezeigt, sich das Düsen abzugewöhnen?
Gehörst du zu den Menschen, die Autos für ein Grundrecht halten, oder bist du passionierter Nutzer des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs? Was bedeutet die dein Auto – oder umgekehrt deine Autolosigkeit?

Und apropos: Weiß eigentlich jemand, wo der New Beetle von VW hin ist? Auf welchen Straßen sieht man den noch? In München jedenfalls nirgends.


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alcofribas
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07.04.2008 - 09:14 Uhr
alcofribas

ich hab gar kein auto.
zum rest: irgendwann kommts zwangsläufig, daß man alternative antriebe auf breiter front haben wird, weil fossile brennstoffe entweder zu teuer, zu knapp oder wertvoller für andere anwendungen werden.

QuoteTheRaven
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07.04.2008 - 09:18 Uhr
QuoteTheRaven

ich hab nicht einmal einen fuehrerschein! die voellige abstellung auf individualverkehr ist der groessmoeglich vorstellbare verkehrsplanerische unsinn. aber da laesst sich wohl kaum mehr etwas daran drehen.

alcofribas
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07.04.2008 - 09:20 Uhr
alcofribas

weder bringts was, individualverkehr abzulehnen, noch auf netzgebundenen verkehrsträgern rumzuhacken, was für berlin richtig ist, muß für die oberpfalz noch längst nicht der weisheit letzter schluß sein.

QuoteTheRaven
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07.04.2008 - 09:22 Uhr
QuoteTheRaven

und um gleich mal vom thema abzulenken: hier schneit es wie verrueckt! passt eigentlich doch zum thema: und wieder werden sich dutzende menschen, die nicht in der lage sind ihr fahrzeug zu fuehren, das hirn einrennen und dabei noch einige unglueckliche mitnehmen.

alcofribas
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07.04.2008 - 09:22 Uhr
alcofribas

wie was schneit? wo?

special_kate
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07.04.2008 - 09:23 Uhr
special_kate

Ja, befreit die Oberpfalz!

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07.04.2008 - 09:23 Uhr
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hessen

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07.04.2008 - 09:24 Uhr
QuoteTheRaven

das ist allerdings dem gestrigen eisregen vorzuziehen.

smaennchen
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07.04.2008 - 09:24 Uhr
smaennchen

Ich bin auf jeden Fall dagegen, daß JEDES Familienmitglied ein eigenes Auto haben zu müssen glaubt - Selbst am Arsch der Welt muß es doch (bis auf ein paar Ausnahmen - Zugestanden!) andere Möglichkeiten geben, wie z. B. öffentliche Verkehrsmittel oder (wenigstens einen Teil des Weges) gemeinsam mit einem Auto in die Arbeit oder "in die Stadt" zum Shoppen fahren! Am besten fände ich es, wenn man gar keine eigenen Autos mehr hätte und sich nur im Falle der Fälle (Ausflug/großer Einkauf) eines mietet, aber das ist jetzt natürlich Fantasiegewäsch von mir und wird niemals Wirklichkeit werden! Autos sind ja schließlich auch Statussymbole (selbst in der sog. Unterschicht - "Armut" hin oder her) und daher bzw. darüberhinaus "lebensnotwendig"!

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meredith-haaf

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