31.03.2008 - 15:35 Uhr

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Die Geschichte vom kleinen Fuchs (Fortsetzung Teil XV)

Text: MountMcKinley in Kindheitsrecht (9)

XV.

Wortlos und den Tränen nahe, sah der kleine Fuchs dem Adler nach, dessen Worte

Gefühle sind die Ketten des Verstandes und das Herz legt sie Dir an.,

in ihm widerhallten.

Immer und immer wieder.

Die Sonne war mittlerweile untergegangen und die ersten Sterne trauten sich schüchtern auf die Bühne des Firmaments. Mehr und mehr füllte sich das Sternenzelt und ihm war, als würden die Sterne flüstern, vernahm er doch leise Stimmen, die zu ihm sprachen:

Je länger man durchs Leben geht,
allein
und nicht den Sinn versteht,
verliert man Blick und Kraft
für’s Sein
das Herz hört auf zu schlagen,
wird zu Stein.

Bist Du
im Nichts und Nirgendwo gefangen,
zwischen
Zuversicht und Bangen,
hält sie für Dich die Arme offen
weit
lässt sie Dich glauben und auch hoffen.

Die Rede von der Liebe ist,
zweifelst, hoffst, sie nie vergisst,
bewahrst sie tief in deinem Herzen
mit all der Freud’ und all den Schmerzen,
denn füllt sie Dich mit Herzlichkeit
und gibt Dich frei,
in Ewigkeit…


Während dessen huschten immer wieder Sternschnuppen an ihm vorüber.
Zogen einen langen Schweif hinter sich her.
Bis sie schließlich endgültig verblassten und die Stimmen wieder verstummten.

Der kleine Fuchs war verwirrt, denn er selbst geht seinen Weg doch allein.
Bisher hatte er nie ernsthaft darüber nachgedacht, sich auf die Suche zu machen.
Er glaubte bislang immer, die Liebe, sie käme von alleine.
Aber war dem denn wirklich so?

Er sehnte sich nach der Eule.
Ihre Erfahrung, ihr Wissen, ihre Art und Weise, wie sie einem selbst Mut zusprechen konnte. Ihre Fähigkeit, aus tiefer Traurigkeit die Kraft zu schöpfen, um doch positiv zu empfinden...das fehlte dem kleinen Fuchs.
Sehr sogar.
Und in diesem Moment fiel ihm ein, was ihm die Eule in der Waldlichtung damals sagte:

Ich werde Dich auf deiner Reise begleiten.
Wann immer Du das Gefühl hast, mit mir reden zu wollen, schicke mir ein Blatt.
Erzähle ihm deinen Kummer, deine Sorgen...
Es wird den Weg zu mir finden...
...denn ich trage Dich in meinem Herzen, Freund.


Der kleine Fuchs stand auf, hob ein Blatt auf, erzählte ihm all seine Sorge und bat es, behutsam in den Wind legend, schnellstmöglich den Weg zur Eule zu finden...


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2 Kommentare

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seleukos
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Mag ich Mag ich nicht

0

04.04.2008 - 16:30 Uhr
seleukos

*nachdenklich*

frau_liebe
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

07.04.2008 - 10:37 Uhr
frau_liebe

wow.
wunderschön.

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