All you can hear
Die Zukunft der Musik soll eine Flatrate sein – in Wahrheit ist das Hören ohne Grenzen bereits Gegenwart
Floyds Traum ist wahr geworden. In dem Film „Absolute Giganten“ wünscht sich die Hauptfigur: „Es müsste immer Musik da sein, bei allem, was du machst.‘ Der Film ist keine zehn Jahre alt und doch wirkt Floyds Wunsch seltsam anachronistisch in einer Zeit, in der Musik im Überfluss vorhanden zu sein scheint. Zahllose Plattformen im Internet verdanken ihre Popularität vor allem der Tatsache, dass sie kostenlos und unablässig Musik spielen. Niemand setzt sich in Zeiten von MySpace, LastFM und YouTube noch vor den Fernseher oder gar ein Radiogerät und wartet auf den aktuellen Clip oder den neuen Song einer Band. Fans und Musikfreunde haben die Lieder, für die sie sich interessieren, bereits im Netz gehört und die dazugehörigen Videos ebenfalls dort angeschaut – und zwar völlig legal, nicht selten sogar auf den Webseiten der Plattenfirmen. Ständig und überall da: Musik Auch wer sich nicht in vermeintlich bösen Tauschbörsen rumtreibt, findet mittlerweile völlig legale Möglichkeiten, fast jeden verfügbaren Song der Welt im Netz anzuhören. Das ist das Neue an der bekannten Krise der Musikindustrie: Floyds Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Musik ist immer da, völlig legal. Und genau das ist jetzt das größte Problem der Musik – ihre neue Allgegenwart. Was ständig und überall verfügbar ist, lässt sich nur schwer zu Geld machen. Der Unternehmensberater und Musik-Experte Jim Griffin hat dieses Problem unlängst so zusammengefasst: „Die Musikindustrie funktioniert im Moment wie eine Trinkgeld-Büchse“, sagte er im Rahmen der South by Southwest Music Conference vergangene Woche in Texas, USA. „Wenn man will, wirft man freiwillig etwas hinein. So funktioniert Kultur aber nicht. Wir müssen es so anstellen, dass man auch unfreiwillig zahlt.“ Muss man das wirklich? Wäre es nicht schöner, ein Modell zu finden, das so komfortabel und an den Interessen der Kunden orientiert ist, dass diese nicht nur freiwillig, sondern vielleicht sogar gerne zahlen? Funktioniert nicht so jedes gute Geschäft – freiwillig und zur Zufriedenheit der Verhandlungspartner?

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a._fernweh
30.03.2008 - 23:33 Uhr
MorbusBahlsen
Die Damen und Herren Musikbusinessleute legen in dem Zusammenhang eine erstaunliche Wahrheitsresistenz an den Tag.
Also nix für mich, auch wenn es nicht die DRM-verseuchte Kacke wäre (allein das reicht schon als Killerkriterium - kommt mir nicht ins Haus).
31.03.2008 - 14:03 Uhr
__xxx__
Aber ich hab auch CDs im Regal stehen. Einige muss man einfach haben... viele aber auch nicht ;-)
Wenn ich nämlich vergleich was die diversen Flatrate Anbieter (z.B. hier: http://www.musikanbieter-vergleich.de/) verlangen, dann wundere ich mich schon ein wenig.








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30.03.2008 - 19:16 Uhr
john_doa