Die Geschichte vom kleinen Fuchs (Fortsetzung Teil XI)
XI.Der kleine Fuchs wusste nicht wie ihm geschah.
Die Kälte hatte schon zu sehr von ihm Besitz ergriffen und sein Bewusstsein konnte ihn nicht mehr packen und ihn zurück ins Leben ziehen.
Das Jenseits lag nicht fern.
Das Diesseits verlor die Konturen.
Er verlor sich selbst und taumelte hilflos im leeren Raum.
Keine Orientierung.
Kein fester Bezugspunkt.
Kein Halt.
Einfach Verloren.
Der Adler spürte, wie dem kleinen Fuchs die Lebensenergie entwich.
Sein Flügelschlag wurde kräftiger und seine Entschlossenheit den kleinen Mitflieger wieder ins Leben zurückzuholen war ungebrochen.
Er flog mit dem Wind und dieser führte sie in den Süden.
Die Luft erwärmte sich, je weiter sie flogen.
Langsam fing die Eisschicht an zu tauen, die den kleinen Fuchs noch immer fest umschlossen hielt.
Dicke Tropfen bildeten sich und rannen am Rücken des Adlers hinunter, bis sie schließlich den weiten Weg durch die Luft auf die Erde fanden.
Der kleine Fuchs zitterte am ganzen Leib.
Doch sein Herzschlag wurde wieder kräftiger.
Sein Atem regelmäßiger.
Und sein Geist schien wieder näher am Leben.
Vorsichtig öffnete der kleine Fuchs die Augen, hob den Kopf und versuchte zu verstehen, wo er sich befand. Unter sich sah er Berge und Wälder vorbeiziehen, Flüsse und See. Er konnte seinen Augen nicht mehr trauen.
Er schloß sie.
Öffnete sie wieder.
Mehrmals hintereinander.
Aber die Aussicht war immer die Selbe.
Er flog.
Träumte er?
Oder war er doch in das andere Reich eingetaucht?
Sein Herz fing vor Aufregung an zu rasen.
Er versuchte sich hochzustemmen, aber er war noch zu schwach.
Der Adler merkte, dass das Leben nun endgültig seinen Weg zurück in den kleinen Fuchs gefunden hatte, drehte seinen Kopf zur Seite, sah den kleinen Fuchs an und fragte mit sanfter Stimme
„Gefällt Dir, was Du siehst?“
Erst jetzt realisierte der kleine Fuchs, dass er sich die ganze Zeit über auf dem Rücken eines großen Adlers befand und durch Zeit und Raum schwebte.
Tausende Fragen schossen dem kleinen Fuchs durch den Kopf.
Wie er auf den Rücken des Adlers gekommen ist?
Wohin er fliegen würde?
Wie lange er schon hier lag?
Warum er ihm geholfen habe?
Aber der kleine Fuchs war noch zu schwach.
Er nickte nur, legte den Kopf auf das weiche Federkleid, sah die Welt von oben und fing an zu weinen...
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ein ehrlicher text.








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23.03.2008 - 20:57 Uhr
seleukos