17.03.2008 - 08:32 Uhr

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Die Geschichte vom kleinen Fuchs (Fortsetzung Teil IX)

Text: MountMcKinley in Kindheitsrecht (9)

IX.

Als ihm die Kälte des Schnees langsam in die Glieder kroch, war die Sonne hinter den Bergen schon untergegangen. Der kleine Fuchs hatte sich bereits an seinen neuen Schlafrhythmus gewohnt und die Müdigkeit schlich auf leisen Pfoten an ihn heran.
Er wollte noch eine Weile in die Abenddämmerung hineingehen, bevor er sich an einem geschützten Platz schlafen legen würde, um schließlich am nächsten Morgen seinen lang ersehnten Traum in Erfüllung gehen zu lassen: Auf einem Gipfel zu stehen und die Welt von einer ganz neuen Perspektive betrachten zu dürfen.

Er fand in einem alten, verlassenen Heuschober, der dicht gedrängt an einem Almhang stand Unterschlupf. Er kuschelte sich in das Heu, dachte an den morgigen Tag und versuchte einzuschlafen.

Doch es gelang ihm nicht recht.
Er wälzte sich von einer Seite zur Anderen,
aufgeregt,
freudig erwartend auf morgen,
aber auch angsterfüllt,
denn er wusste noch nicht wirklich, wie es nach der Erfüllung seines größten Traumes weitergehen sollte.
Er Zweifelte.
An sich selbst. An seinem Traum. An seiner Zukunft.

Wäre es tatsächlich besser gewesen, zu Hause zu bleiben?
Hätte er nicht auch in seinem kleinen Revier den Lebenssinn gefunden, den er so sehr suchte?

In diesem Moment kam ihm wieder sein bester Freund, die Eule, in den Sinn und die stundenlangen Gespräche mit ihr unter der großen Eiche:

Glaube an Dich und das was Du tust, denn auf deiner Reise zur Verwirklichung deiner Träume werden sich Möglichkeiten und Chancen ergeben, die Du niemals vorhergesehen, ja für möglich gehalten hättest.
Die Zweifel und Sorgen werden aber ständige Begleiter bleiben. Und manchmal wirst Du das Gefühl haben, dass sie Dich von innen heraus auffressen.
Wenn aber dein Glaube stark genug, dein Vertrauen den richtigen Weg zu gehen groß genug ist, werden deine Zweifel Stück für Stück von Dir abfallen.


Während dem kleinen Fuchs diese Unterhaltungen mit der Eule so durch den Kopf gingen, merkte er, wie sehr er sie vermisste.
Denn diese Art von Gesprächen, halfen ihm immer sehr, sich selbst zu finden und gaben ihm Mut, sich selbst zu verwirklichen.

Er hätte niemals geglaubt, dass die Eule mittlerweile zu einem solch festen Bestandteil seiner Selbst geworden war und viel weniger hätte er gedacht, dass allein die Gedanken an sie, ihn allmählich ruhiger werden ließen.

Es breitete sich eine Ruhe in ihm aus.
Schweigend legte sie sich über ihn.
Und ließ in schlafen...


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2 Kommentare

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frau_liebe
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Mag ich Mag ich nicht

0

17.03.2008 - 09:56 Uhr
frau_liebe

oh schön.
wiedermal von dem kleinen fuchs zu lesen, freut mich.

seleukos
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.03.2008 - 20:11 Uhr
seleukos

Schön, wieder was zu lesen.
Gibt fast nichts wichtigeres, als zu wissen, was man will :)
Und woran man glaubt!

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