Das Klamottenpaar der Woche: Marvin und Megan
Text: dana-brueller - und sascha-chaimowicz
Irgendwas muss man ja anziehen: Ein Mädchen und ein Junge verraten uns jede Woche, was sie anhaben und was das gekostet hat. Außerdem sprechen sie über Fehlgriffe oder darüber, was ihnen Kleider bedeuten. Sie sind unser Klamottenpaar der Woche, aber in echt nicht notwendigerweise zusammen.
Marvin, 23, Grafik-Student
Regenschirm: 20 Euro
Die Jeans ist von einem Freund ausgeliehen
Die Tasche: 100 Euro
Hallo Marvin, wie wichtig ist dir Mode?
Mode ist mir unheimlich wichtig. Ich studiere nämlich Grafik-Design mit Schwerpunkt Mode.
Wie nennst du deinen Stil?
So einen richtigen, also durchgängigen, Stil habe ich nicht. Heute sehe ich eher so „Junkie meets Bonze“-mäßig aus. Ich kleide mich nach Tageslaune, wenn ich gut gelaunt bin, habe ich eher Lust, aufzufallen. Deswegen wollte ich auch nie einen Job, in dem ich Berufskleidung tragen müsste.
Ist dir ein gewisses Stilbewusstsein bei Anderen wichtig?
Überhaupt nicht. Leute, die sagen, dass es ihnen egal ist, was sie anhaben, finde ich sehr sympathisch. In Modedingen bin ich eher egozentrisch und lege nur Wert auf das, was ich trage. Was mich allerdings nervt, sind Menschen, die wahnsinnig viel Geld für ihre Kleidung ausgeben und trotzdem blöd aussehen.
Und wo kaufst du ein?
Ich kaufe viel Second Hand, aber ich finde auch erstaunlich viele tolle Sachen in den großen Ketten wie H&M oder Zara. Wichtig ist es aber, die Sachen etwas abzuwandeln, sie also in den eigenen Stil zu integrieren, sonst sieht es zu beliebig aus. In der letzten Zeit kaufe ich übrigens immer mehr in der Frauenabteilung, mittlerweile bestimmt 20 Prozent meiner Kleidung. Die Stücke dort sind schmaler geschnitten und stehen mir deshalb besser.
Wenn wir schon einmal einen Experten vor uns haben: Was kommt diesen Sommer?
Auf jeden Fall noch mehr Lack, vor allem im Accessoire-Bereich. Ich habe mir neulich auch eine Lackhose bestellt. In einem Fetischversand, übrigens.