Ich liebe die bayerische Sprache
Servus mitanand,Ich liebe die bayerische Sprache, denn sie ist mehr als nur ein Dialekt, sie hat, was viele nicht wissen, auch einen eigenen Wortschatz. Einige Beispiele:
Bulldog = der Trecker
Bleschel = die Zunge
Kracherl = weißes Zitronenlimo (nicht Sprite !)
Luser = die Ohren
Graffel = persönliche Habe
Außerdem ist die bayerische Sprache sehr dem englischen angelehnt.
I bin a Mo = I am a man.
Weiter verlieren viele Worte in der bayerischen Sprache ihre Härte. Sagt man im Deutschen zu seiner Frau Alte, dann ist das schon fast beleidigend, dagegen ist des Wort Oide im bayerischen schon fast liebevoll und hochachtungsvoll. Wie z.B.
Je weniga Zähn mei Oide hat, desto bissger werds.
Weiter ist die bayerische Sprache von vielen farbigen Elementen durchzogen, die den Ausdruck in seiner Wirkung noch verstärken. Das ist auch notwendig, da die bayerische Sprache das kleine Wort "sehr" nicht kennt:
Man sagt nicht einfach die Wäsche ist trocken sondern sie is strohtrockn oder war vorher eben patschnoss. Der Sepp is zaundürr ('is' vergleiche englische Sprache), strohdumm und schiach (=häßlich) wia'd Nacht finster (=unglaublich häßlich). Da Kodar (=Kater) is maustod, die Straß is pfeigrad und des Auto is blitzschnei gfahrn. Ma sogt ober ah, den hot er pfeigrad überdüber gfahrn (=voll erwischt, mit mehreren Überschlägen).
Am interessantesten sind aber Redewendungen, bei denen Wörter mit scheinbar vollkommen gegensätzlicher Bedeutung verwendet werden um die Tragweite noch zu erhöhen.
des is a scheens Sauwetter
a gschaider Bledsinn
Für die, die jetzt nur noch "Ha ?" (=Wie bitte, können Sie das bitte noch einmal wiederholen) sagen können, Fragen werden im Kommentar gerne beantwortet.
Pfüad God Digital_Data
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Viele Grüße
Jacqueline + P.s. einen schönen Gruss von meiner Mutschgerl Sissy
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10.06.2008 - 15:27 Uhr
Jaali