11.03.2008 - 13:10 Uhr

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Der Abschied

Text: MountMcKinley

Vor ein paar Monaten hatte ich versucht, den Abschied dichterisch festzuhalten. Entstanden ist folgendes (auch im Label „Gedichte“ zu finden): Über den Abschied Kalt und einsam steht er dort, still, schweigend ohne Wort, allein, für sich und abgeschieden, ruhelos und stets getrieben, ist es schwierig ihn zu lieben, denn er schickt Dich immer fort. Kummer, Schmerz und Traurigkeit, begleiten ihn zu jeder Zeit, ihn zu vergessen, ihm entschwinden, oder ihn gar überwinden, keine Chance, wird er Dich finden, und Dir bringen immer Leid. Doch positiv sollst Du empfinden, das Trauern, mit den Tränen ringen, birgt sich in seinem innern Kern, neue Welten, von nicht fern, die Dir wohl und allzu gern, das Leben wieder näher bringen. Mein Kollege ist gegangen. In die wohlverdiente Freistellungsphase. Ein Mensch, der mich unglaublich geprägt hat. Mit dem man über alles reden konnte. Er hat mich aufgebaut, wenn ich am Boden lag. Er hat mich bestärkt, wenn ich Zweifel hatte. Er hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Es war ein seltsames Gefühl, als ich heute in meinem Büro saß. Ich kam mir verlassen vor, einsam...irgendwie nackt. Niemand kam kurz nach mir gut gelaunt ins Zimmer in der Früh: „Guten Morgen Hr. R.!“ „Wie war ihr Abend?“ „Haben sie noch eine kleine Tour gemacht?“ Interessiert an allem und Jedem. Wissen sog er auf wie ein Schwamm. Und keine Frage, die man ihm stellte blieb unbeantwortet. Seine Hobbys: Religion, Philosophie, Sprache, Rechtswissenschaft, Sport, Kunst... Einfacher gesagt: das Leben! Sie fehlen mir. Sehr sogar...


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2 Kommentare

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soundless
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Mag ich Mag ich nicht

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11.03.2008 - 13:49 Uhr
soundless

schön geschrieben.
jeder abschied ist auch ein anfang. eigentlich das ende, aber ich denke beim abschied ist es nicht großartig anders.

hendiadyoin
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.03.2008 - 20:54 Uhr
hendiadyoin

mh, das kommt mir bekannt vor, mein derzeitiger chef ist ähnlich, 2 tage hab ich noch mit ihm....


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MountMcKinley

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„De Dosis macht`s, vastehst! Wennst da a Überdosis Leb`n gibst, vareckst. Und wennst da z’wenig gibst, vareckst a. Du muaßt genau des Mittelmaß da'wischen und dann muaßt as genießen!“ (Hans Söllner)