28.02.2008 - 19:00 Uhr

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Filmkolumne (V): Wie schafft man es, dass der Film wie ein Film aussieht?

Text: nadine-gottmann

Nadine erzählt in acht Folgen von einem Projekt, aus dem nach eineinhalb Jahren ein echter Film wurde. In der vierten Folge erklärt sie, was man alles braucht, damit der Film auch wie ein echter Film aussieht. Und warum nicht das Essen, sondern die Technik am wichtigsten ist

Ein bisschen heruntergekommen, ansonsten ein x-beliebiges Haus, genau das, was wir gesucht haben. 1. Drehort: Wir brauchen für unseren Film ein Haus. Doch wo findet man ein leer stehendes Mietshaus, wenn man nicht in Mecklenburg-Vorpommern wohnt? Ralf, Sebastian und ich kommen alle vom Land. Da gibt es nicht mal bewohnte Mietshäuser. Und wenn doch, was machen wir mit den übrigen Bewohnern? Normalerweise bezahlen Produktionsfirmen den Bewohnern ihres Drehorts für die Drehzeit ein Hotel. Das können wir uns wie üblich nicht leisten. Eines Tages zeigt Sebastians Vater uns das Foto eines 6 Parteien-Mietshauses. „Ja, genau so eins brauchen wir“, sagt Sebastian und seufzt, weil wir so eines sowieso nie finden werden. „Das können wir haben“, sagt Sebastians Vater, „es steht sowieso leer.“ Da von Deutschland wohl keine akute Gefahr mehr ausgeht, haben die Amerikaner ihre Soldaten abgezogen und ihre leeren Wohnungen zurückgelassen. Die befinden sich in einem Mietshaus in Mendig, zehn Minuten von unserem Produktionsbüro. Nach fünf Telefonaten erhalten wir die Zusage. Wir bekommen das Haus- kostenlos, und hüpfen begeistert durch unser Büro. Als wir unser Haus das erste Mal betreten, stellen wir fest, dass es doch bewohnt ist. Von Spinnen. Seit 2 Jahren. Während ich mit dem Kehricht herumwedle, beschwere ich mich, dass ich nun für Sebastian immer das Mädchen mit den Spinnenweben im Haar sein werde. Auch den Boden müssen wir erstmal schrubben. Wir wollen schließlich nicht, dass es eine Staubexplosion gibt, wenn wir unsere heißen Lampen anschalten. Da ist zwar eine Luke, durch die man sich auf das Dach retten kann, wenn es brennt. Aber man kennt das ja. Meistens geht dann der Dickste zuerst und alle anderen kommen nicht mehr raus.
Kreative Arbeit unserer Ausstatter 2. Ausstattung: Wir sind froh, dass wir Sebastians Mama haben. Sie ist nämlich die Tine Wittler der Filmausstatter, nur nicht dick. Mit der Einrichtung haben wir Glück. Dadurch, dass die Bewohner unserer Wohnungen Studenten, Straßenmusikanten, Lebemenschen und alte Leute sind, treiben wir die meisten Möbel durch nächtliche Überfälle auf Sperrmüll, unsere eigenen Zimmer und die Zimmer unserer Omas auf. Für die Wohnung der Spießerfamilie erhalten wir Unterstützung von einem Möbelhaus. Unter anderem leihen sie uns einen 1000 Euro-Tisch, in den unser Filmkind später mit dem Geodreieck Löcher hämmern wird, als wir grad mal nicht hingucken. Na ja, Kratzer gehören zum Kolonialstil dazu. Trotz Unterstützung von allen Seiten mit allem möglichen Krempel dauert das Einrichten der verschiedenen Zimmer vier Wochen und Sebastians Mutter wird uns die letzte To Do-Liste zwei Tage vor Drehbeginn wohl niemals verzeihen: Bitte noch 45 qm Laminat bei Helene verlegen, eine Werkbank für die Werkstatt des Familienvaters und ca. 300 Bücher für Kilians Regale (keine Trivialliteratur!) besorgen! Regel 5: In den letzten Tagen vor Drehbeginn besser keine allzu großen To Do-Listen mehr verteilen!
Wenn der Hubschrauber zu teuer ist, nimmt man das Hausdach für die Vogelperspektive 3. Technik: Von der Technik hängt die Professionalität des Films ab. Wenn eine Requisite fehlt, geht das noch, wenn das Essen nicht kommt, ist das problematisch, wenn die Kamerabilder verwackelt sind, dann ist das eine Katastrophe! Telefonieren, Flüge buchen und ein bisschen Rumorganisieren kann jedenfalls jeder, dachten wir zumindest vor dem Dreh, einen Raum ausleuchten, damit es darin aussieht wie an einem regnerischen Spätnachmittag, nicht. An die technischen Positionen konnten wir daher keine Neulinge ranlassen. Einen guten Kameramann, Moritz, kennt Sebastian bereits von einem seiner Kurzfilme. Und wie es üblich ist, bringt der Kameramann seine Beleuchter-Freunde und eine Kameraassistentin mit. Einen Tonmenschen und eine Materialassistentin finden wir über www.crew-united.com. Beim Film ist es nicht wie beim Familienfoto. Der Kameramann sagt nicht: „Hey, gegen die Sonne kann ich aber nicht schießen“, oder: „Dreht euch mal mehr zur Kamera.“ Die Schauspieler dürfen sich frei bewegen und danach richtet das Technikteam die Beleuchtung und die Kameraperspektive aus. Die Kameraassistentin Lisa muss den ganzen Tag an einem kleinen Rad an der Kamera die Schärfe ziehen, da sich ja jedes Mal, wenn der Schauspieler sich bewegt, der Abstand zur Kamera ändert und still stehen wollen diese eigensinnigen Schauspieler ja nicht. Lisa ist total unkompliziert, mal davon abgesehen, dass sie Veganerin ist. Nun muss sich unsere gestresste Aufnahmeleiterin auch noch mit Tofu-Rezepten herumschlagen. So was gibt’s normalerweise nur im Film.


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Sargobert
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Mag ich Mag ich nicht

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29.02.2008 - 11:19 Uhr
Sargobert

oh toll, wenn ich das nicht gelesen hätte wär ich echt aufgeschmissen!

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

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29.02.2008 - 16:38 Uhr
Digital_Data

Ziemlich zwiespältig die Kolumne. Auf jeden Fall stimmt die Überschrift diesmal wirklich gar nicht, denn man sieht es dem Film nicht an, ob ihr ein ganzes Mietshaus angemietet habt und ob ihr vier Wochen die Zimmer eingerichtet habt, dass denkt man nur. Wenn man aber dann Zuschauer befragt, die nicht bei der Produktion dabei waren, dann wäre wahrscheinlich keiner darauf gekommen.

Es mag sein, dass ihr am Set den Eindruck bekommt, dass ihr ungestört und viel einfacher arbeiten konntet, als wenn ihr einfach vorhandenes verwendet hättet. Nur wenn man überlegt wieviel man in den 4 Wochen in den eigentlichen Film investieren hätte können, dann muss man wirklich fragen, ob dieser Aufwand dem Film etwas bringt, nicht Euch. Hier muss die Produktion überlegen, ob das wirklich sein muss und ob es dem Film am Ende so viel bringt, dass es wirklich sichtbar wird, denn nur das zählt. Es zählt nur, was von der Leinwand auf den Zuschauer runterstrahlt.

Deshalb werden diese Aufgaben beim Film getrennt. Den Schnitt macht eine andere Position, weil er nicht weiß, wie viel Arbeit in der Szene steckt. Es interessiert ihn nicht, das man an dieser Szene einen halben Tag gearbeitet hat, er prüft ob sie in den Film paßt und wenn nicht wirft er sie vollkommen emotionslos weg.

Ähnliche Interessenkonflikte sehe ich hier bei Euch. Wenn der Drehbuchschreiber mit in die Auswahl des Drehortes involviert ist, dann ist das grundsätzlich falsch. Das ist nicht die Aufgabe der Autorin. Drehorte sucht der Regisseur alleine aus und der Produzent prüft alleine ob das machbar ist und sinnvoll. Dabei wägt der Produzent ab, wieviel Arbeit ein Drehort mit sich bringt, wieviele Kosten und was auf der Habenseite als Vorteile stehen. Wenn 4 Wochen für die Vorbereitung des Drehortes auf der Sollseite stehen, dann kann die Habenseite nicht mehr überwiegen, da 4 Wochen schon ein ziemlich langer Dreh sind. Oder anders ausgedrückt, man hätte 8 Wochen Zeit an vorhandenen Orten zu drehen, mehr Zeit die Szenen einzurichten, noch einen weiteren Take zu drehen etc. Eine Zwischenszene zu machen, die gar nicht im Drehbuch steht und das bringt dem Film wesentlich mehr, als die Anmietung eines genzen Wohnhauses.

Und noch etwas zu vorhandenen Orten. Vorhandene Orte leben, denn sie werden bewohnt. Man geht an diesen Ort, entfernt alles, was nicht zum Film paßt, tauscht persönliches aus z.B. Fotos und das war es. Der Ort lebt dadurch, dass er in Jahren entstanden ist, dass kann manchmal mehr wert sein als ungestört zu arbeiten.

Digital_Data

Begunje62
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Mag ich Mag ich nicht

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29.02.2008 - 22:58 Uhr
Begunje62

ich mag diese kolumne.

RedMorpheus
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Mag ich Mag ich nicht

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01.03.2008 - 19:23 Uhr
RedMorpheus

Hallo Digital_Data,
Ich freue mich sehr über Dein Engagement diese Kolumne zu kommentieren. Du gehörst ja mittlerweile auch zu den Stammlesern, und das finde ich toll. Dennoch glaube ich, dass Du den Sinn dieser Kolumne missverstehst. Es geht hier nicht darum, eine Richtlinie für perfekte Drehs aufzustellen. Vielmehr soll es ein unterhaltsamer Erfahrungsbericht sein, gelegentlich zugespitzt, aber fußend auf einer echten Erfahrung.
Uns zu unterstellen, dass wir dies oder jenes "falsch" gemacht haben, ist dein gutes Recht, hilft aber letztlich niemandem. Dass es viele Wege zum Ziel gibt, ist ja unbestreitbar, und immerhin haben unsere Methoden dazu geführt, dass wir ohne Geld einen Langspielfilm drehen konnten, so schlecht können sie also nicht sein.

In diesem Sinne: viele Grüße aus dem Produktionsbüro

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

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02.03.2008 - 00:58 Uhr
Digital_Data

@RedMorpheus

Kein Problem, aber merke, man lernt nur aus der Diskussion. Deshalb ist es so wichtig, dass auf Filmfestivals auch über die Filme geredet wird, weil man durch diese Diskussion viel lernen kann. Das werdet Ihr auf den Festivals noch merken. Natürlich führen viele Wege nach Rom, trotzdem sollte man nicht ganz aus den Augen verlieren wie Film nun mal gemacht wird und warum das so ist. Und Film sieht eben nicht wie Film aus, weil mein ein Mehrfamilienhaus anmietet.

Ich stelle gerade was ähnliches zusammen, zwar zu einer Sportreportage, aber Film ist Film und ich glaube es wäre viel besser zu schreiben, was die Gründe sind. Z.B. ist die Geschichte mit dem Geodreieck interessant, weil solche Dinge eben passieren, aber Staubwischen hat nicht wirklich mit dem Film zu tun, da wäre wohl viel interessanter Einblick zu gewähren wie ermittelt wird, wer wo wohnt, wie die Wohnung der einzelnen Protagonisten gestaltet wird und auf welche Details Rücksicht genommen wird, z.B: Türschilder, Gardinen wegen Beobachtungsszenen etc. So erscheint mir das alles etwas oberflächlich.

Und das zieht sich durch die Ganze Kolumne. z.B. "Wie schreibt man ein Drehbuch ?" Damit assoziiere ich zumindest, dass da bei Euch ein Lernprozess war, es kann aber nicht sein, dass sich dieser Lernprozess darauf beschränkt, dass eine Seite im Drehbuch ne Minute Film ist und das man das 60 mal umschreiben muss. Ihr zeigt aber an keinem konkreten Beispiel, was sich warum geändert hat. Damit habe selbst ich Probleme irgendwie nachzuvollziehen, was da passiert ist. Und damit verkommt der Titel jedes Mal zu etwas, dass zwar eine netter Teaser ist, aber mit dem Inhalt nichts zu tun hat. Was aber gerade auch beim Film oft ein Problem ist (Titel Film).

Zwar kann man natürlich einfach schreiben, dass ist schön, aber wenn wir jetzt so darüber diskutieren, dann lernen wir womöglich alle was ;-) und damit meine ich auch explizit mich.

Digital_Data

riesenherz
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Mag ich Mag ich nicht

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02.03.2008 - 11:44 Uhr
riesenherz

@RedMorpheus: deinen Einwand verstehe ich nun wirklich nicht.
Ich finde die Kolumne sehr interessant, empfehle sie weiter (zum Bsp meinem an einer Filmhochschule studierenden Sohn), aber sie ist sicher doppelt so wertvoll durch die Kommentierungen von digital_data.
Es ist doch keine Kritik an dem, was ihr macht, sondern eine Ergänzung, aus der sehr viel Erfahrung spricht. Das könnte auch den Machern des Films, um den es hier geht, fürderhin durchaus nützlich sein.
@digital_data: ich hoffe, du gibst auch weiterhin deine Kommentare dazu.

Begreifer
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Mag ich Mag ich nicht

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04.03.2008 - 13:27 Uhr
Begreifer

Es mag Außenstehenden als unverhältnismäßig großer Aufwand erscheinen, dass dieser Film tatsächlich in einem Mietshaus mit sechs eingerichteten Wohnungen stattfand. Ich, der ich das Glück hatte, als Schauspieler mitwirken zu dürfen, kann dazu aber Folgendes sagen:
Man kam ans Set und war Teil der Geschichte. Man war im Haus. Ging in der Bude der alten Leute aufs Klo, Mittag gab`s beim Polizisten und wenn man mal richtig fertig war, haute man sich in der Homo-WG auf die Couch. Textprobe bei den Spießern gegenüber.
Das Haus hat uns komplett an Bord geholt. Jeden einzelnen - und für den Drehzeitraum nicht mehr losgelassen. Und ich glaube, das spürt der Zuschauer.

willywonka
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Mag ich Mag ich nicht

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06.03.2008 - 17:42 Uhr
willywonka

Natürlich lese ich auch voller Interesse jede neue Episode der Kolumne. Ich finde diese ergänzenden Kommentare von Digital_Data zwar interssant, aber teils doch etwas engstirnig argumentiert. Man hat zum Team, das den ersten Aussendreh gemacht hat, ja nicht gesagt: "Jungs, ihr macht das falsch, baut das als Kulisse im Studio!" Und zum ersten Greenscreen-Film hat auch niemand gesagt: "Nee, die Kulisse muss physisch vorhanden sein, sonst geht das nicht."
Soll heissen: Inidividuelle Vorgehensweise schadet doch nicht. Und auf welche Weise die Gesamtkreativität eines Teams, das gemeinsam einen Film erschafft, dadurch positiv beeinflusst wird, lässt sich als Aussenstehender wohl nicht bewerten. Und sofern diese positive Beeinflussung stattfand, kann geschehen was will und der Zuschauer wird diese am Ende auch - als fertiges, bestmögliches Gesamtergebnis - mitbekommen.
Den Punkt mit den Kosten hat Nadine ja erläutert - es gab nunmal diese fast unglaubliche Chance, das Haus kostenlos zu bekommen. Also warum soll man diese nicht nutzen? Dann darf man doch auch etwas Zeit in die Ausstattung und Säuberung stecken. Zudem finde ich gerade diese Details immer interessant zu lesen. Wie viel Vorarbeit und wirklich individuelle Hingabe in diesem Projekt steckt, was man einfach merkt, wenn man sich vor Augen führt, wie sich das staubige Haus der amerikanischen Soldaten dadurch in das lebendige Domizil der Bewohner im Film verwandelt hat.
RedMorpheus muss ich insofern zustimmen, dass diese - vielleicht unbewusste - Benennung "falscher" Vorgehensweisen nicht sonderlich produktiv ist. Nirgendwo muss man soviele Kompromisse finden und mit sovielen Umwegen, Tricks und innovativen Ideen den Weg zum erträumten Gesamtergebnis gehen wie bei einem Low-Budget-Projekt. Und in dieser Kolumne erzählt Nadine, wie sie und ihr Team diesen Weg bestritten haben - und zumindest ich (und ganz offensichtlich genug andere auch) finde(n) das sehr interessant!

better_dressed
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Mag ich Mag ich nicht

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09.03.2008 - 18:03 Uhr
better_dressed

mir geht es so ähnlich wie willywonka. ich, als bezüglich der filmemacherei sehr unerfahrene und gleichzeitig aber auch sehr sehr neugierige person, lese diese kolumne gerade deshalb gerne, weil mir beschrieben wird, was man braucht, wie es ungefähr abläuft. weil ich also informationen zu einem thema bekomme, das mich interessiert. dass digital_data darauf mit einem etwas kritischeren blick sieht, ist natürlich verständlich. nur können wir anderen leser ja nicht mit den vorkenntnissen digital_datas an die sache herangehen.

daher finde ich sowohl die kommentare digital_datas als auch die kolumne an sich lehrreich, wir lernen doch bei der diskussion besonders viel, wenn auch teilweise ein wenig zu sehr kritisiert wird - denn RedMorpheus hat doch recht, wenn er sagt viele wege führen nach rom. ein wenig unperfektionismus und innovation hat doch noch nie geschadet, solange das ergebnis hinterher so ist, wie es sein soll, ist doch der weg völlig unentscheidend.

baedemantel
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Mag ich Mag ich nicht

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14.03.2008 - 17:22 Uhr
baedemantel

Ich finde, ihr habt alle ein wenig Recht...
Zum einen, Digital data, weil es für mich persönlich teilweise auch zu wischi-waschi ohne Detail geschrieben ist... auch wenn ich insgesamt diese Kolumne sehr mag, hätte ich mir als Filmstudentin mehr Detail gewünscht.
Teilweise finde ich Datas Kommentare, die zwar sehr lehrreich sind, ein wenig zu sehr mit erhobenen Zeigefinger geschrieben. Man macht Fehler, aber man kann auch lächelnd auf sie zurückblicken und draus lernen...
Und Begreifer macht mit seinem Kommentar meiner Ansicht nach deutlich, dass sich die Ausstattung im Miethaus tatsächlich gelohnt hat: Wenn die Schauspieler sich so ins Drehbuch reinversetzt fühlen, wie er es beschrieben hat, dann hat sich auch der Aufwand gelohnt, wie ich finde. Auch wenn ich wahrscheinlich wirklich eine Wohnung von Bekannten o.ä. als Drehort gewählt hätte...


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