Auf wen setzt du beim Kommunal-Roulette?
Text: meredith-haaf
Nächsten Sonntag wählt München. Aber wen? Als Entscheidungshilfe haben Topkandidaten und Parteinachwuchs unseren Fragebogen ausgefüllt
Hep Monatzeder, 57, Die Grünen, Listenplatz 1
Bild: Andreas Heddergott
Wie definieren Sie Jugendkultur?
Kulturelle und musikalische Innovationen gehen oft von Jugendkulturen aus. Deshalb muss mehr für junge Kulturschaffende getan werden, etwa sollten gerade auch junge Bands in München, von denen es etwa 1.000 gibt, besser gefördert werden. Dazu gehören Probenräume und Auftrittsmöglichkeiten.
Was werden Sie dagegen tun, dass es in München zu einer einwandererfeindlichen Stimmung kommt?
Ich werde immer deutlich machen, wie wichtig die Migrantinnen und Migranten für unsere Stadtgesellschaft sind: ihre Arbeitsleistung und ihre Kultur sind eine Bereicherung. Mit dem „Bündnis für Integration“ will ich die interkulturelle Öffnung der Stadt vorantreiben.
Warum sollte man als junger Münchner nicht nach Berlin ziehen?
Natürlich macht es Sinn, für einige Zeit in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land zu leben. Beim direkten Vergleich zwischen München und Berlin würde ich mich auch als junger Mensch immer für München entscheiden. München ist gelassener. Berlin ist viel aufgeregter und hysterischer.
Was war Ihre erste Platte und wo haben Sie die gekauft?
„I wanna hold your hand“ von den Beatles in einem Plattenladen in Ingolstadt, wo ich zur Schule gegangen bin.
Was entspricht Ihrer Vorstellung von Spießigkeit?
Immer zu tun, was andere erwarten.