"Lass dich nicht von schlauen Kommilitonen einschüchtern!"
Das System Uni ist sowieso schon kompliziert, jetzt aber gibt es auch noch diese famos vielen Studiengänge, den Bologna-Prozess, die Studiengebühren. Im Buch "Das Uni-Einmaleins" sortiert Madlen Ottenschläger das Tohuwabohu. Abiturienten schrieb sie das Buch, das sie selbst gern gehabt hätte
Madlen, dein Buch ist eines unter vielen im Bereich der Uni-Ratgeber. Was hast du versucht, anders zu machen? Ich habe das Buch geschrieben, das ich als Studienanfängerin gern gehabt hätte, aber nicht gefunden habe. Ich habe mir immer einen bunten Studienführer gewünscht, in dem ganz unterschiedliche Menschen zu Wort kommen. Das Uni-Einmaleins ist deshalb ein Genre-Mix geworden: Es gibt Interviews mit Professoren, Studienberatern und Arbeitsmarktexperten; Absolventen, Studenten und Professoren berichten von ihrem Unialltag und geben den Lesern Tipps, dazwischen erzähle ich die Geschichte einer fiktiven Hauptfigur, begleite sie in ihre erste Vorlesung und beschreibe ihre Ängste und Erfolge. Dazu kommen Sachkapitel, in denen ich auf aktuelle Themen wie Studiengebühren oder Aufnahmetests eingehe. Es gibt also harte Zahlen und Fakten, aber auch sehr persönliche Geschichten.


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ich_schlampe_bin_muede
"Stattdessen beschäftigten wir uns zwei Wochen mit abstrakten Themen wie 'Raum und Ort'. Wir mussten extrem schwierige Texte lesen. Die waren so heftig, dass die meisten sie gar nicht mehr gelesen haben. Ich auch nicht."
Und jetzt will sie Psychologie studieren. :)
Am Anfang weiß man nix, das ist keine Schande. Aber das liegt nur daran, dass man noch so viel gelesen hat, nicht, dass man es nicht könnte. Ich hätte mir als Erstsemester eher die Zunge abgebissen, als mit stolzem Unterton verkündet, dass mir zu Bücher zu schwierig sind, und ich sie deshalb nicht lese - so sehr hätte ich mich dafür geschämt...
ging mir aehnlich!
den bericht habe ich ebenfalls gelesen und mich doch sehr gewundert. sie muss sich eingeschrieben haben ohne auch nur einen einzigen blick auf das profil des faches geworfen zu haben.
(Ich wünsche mir eine Edierfunktion für eigene Kommentare...)
Was noch fehlte: der Hinweis, daß den wenigsten Schülern bewußt ist, wann sie sich ans Informationensammeln und Bewerben machen müssen: für ein grundständiges Studium im Ausland etwa sollte man sich schon im Dezember zuvor bewerben, d.h. man müßte schon in der 12 (oder beim G8 demnächst in der 11) sich um Auswahl und Informationen bemühen. Dieser Vorlauf und die Auseinandersetzung damit lohnen.
06.04.2008 - 09:48 Uhr
afrirali
"Am Anfang habe ich mich auch mal gemeldet, später gar nicht mehr. Mir war das dann einfach zu blöd, etwas zu sagen, was ich eigentlich für irrelevant halte. Um es kurz zu fassen: Ich habe mich gelangweilt."
Klar, wenn man die Texte auch nicht gründlich liest... aber dann sind es die anderen, die nur Unsinn reden. Meine Güte... ich bin gespannt, wie es wird, wenn ich vor den Studis stehe.
06.04.2008 - 09:53 Uhr
afrirali
danke für den link, echt klasse.
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04.04.2008 - 14:53 Uhr
ich_schlampe_bin_muede
Dazu passend ein Zitat von einer ehemaligen Kommunikationsstuden tin namens Verena Wild mit einem larmoyant anklagenden Ton:
"Stattdessen beschäftigten wir uns zwei Wochen mit abstrakten Themen wie 'Raum und Ort'. Wir mussten extrem schwierige Texte lesen. Die waren so heftig, dass die meisten sie gar nicht mehr gelesen haben. Ich auch nicht."
Und jetzt will sie Psychologie studieren. :)
Am Anfang weiß man nix, das ist keine Schande. Aber das liegt nur daran, dass man noch so viel gelesen hat, nicht, dass man es nicht könnte. Ich hätte mir als Erstsemester eher die Zunge abgebissen, als mit stolzem Unterton verkündet, dass mir zu Bücher zu schwierig sind, und ich sie deshalb nicht lese - so sehr hätte ich mich dafür geschämt...