Die Globalisierung schreitet voran und wir alle schauen zu.
Und beteiligen uns. Natürlich, als Deutscher ist Kritik an der Globalisierung wahrscheinlich unangebracht, schließlich profitieren wir mit am meisten von den Vorzügen. Doch genau darin liegt auch unsere Verantwortung die Soziale Marktwirtschaft nicht mit Füßen zu treten. Große Unternehmen sind die Träger der Globalisierung, sie betreiben internationalen Handel und gezielte Investitionspolitik im Ausland. Durch strategische Allianzen werden sie zu sog. „global players“. Der Nachteil dieser Allianzen ist, dass die freie Preisbildung auf dem Markt ausgehebelt wird, da der Handel nur noch Konzernintern durch Verrechnungspreise betrieben wird. Sobald ein anderer Produktionsstandort billiger erscheint und mehr Profit verspricht, wandert der Konzern ab. Zurück bleiben die ersetzbaren Arbeiter, geschockt und hilflos, der Staat kann nicht viel machen, außer subventionieren, subventionieren, subventionieren Angefangen hat alles mit den Verbesserten technischen Bedingungen, sie ermöglichten erst die direkte Einflussnahme auf nationale Märkte, sowie den schnellen Transport von Gütern und Produktionsmittel. Die Politik hilft mit, indem sie ihre nationalen Märkte liberalisiert und Handelshemmnisse abbaute. Die Funktion des Staates im demokratischen System bleibt auf der Strecke. Die Gewinne werden ins steuerfreundliche Ausland geschafft, das Produzentenland hat nicht viel davon. Somit sind die Hochsteuerländer gezwungen, ihre Steuern zu senken, die staatliche Souveränität wird dadurch erheblich beeinträchtigt. Seit mehreren Jahrzehnten kann man durch die Globalisierung auch eine zunehmende Homogenisierung der Weltmärkte erkennen. Der Italiener isst seinen Cheeseburger ebenso bei McDonalds, wie der Chinese oder der Pole. Die Märkte in der ganzen Welt werden über kurz oder lang gleichgeschaltet. Gut für McDonalds, schlecht für die Kulturen. Die Globalisierung schreitet täglich voran, wir nehmen aktiv daran teil, kaufen billig produzierte Ware aus Ländern, die das Wort „Menschenrechte“ nicht kennen. Es ist uns egal, Hauptsache wir sparen. Schließlich geht es uns Deutschen ja auch nicht gut, so viele Arbeitslose und wenn man dann Arbeit hat, ist das Gehalt auch nicht mehr das, was es einmal war. Also: Geiz ist geil, China ist geil! Auf der strecke bleiben ganz klar die Entwicklungsländer. Mit einer globalisierten Welt mitzuhalten geht nicht mehr, der Anschluss ist längst verloren. Afrika ist der große Verlierer. Egal wie viele Konzerte Herr Geldof noch organisiert. Der Wettbewerb wird härter, die Soziale Marktwirtschaft wird weichen müssen für den Superkapitalismus. Staatsinterventionismus war gestern, morgen heißt es „alle gegen alle“. Schließlich sind wir alle Wettbewerber, die sich in der globalisierten Welt behaupten müssen, also müssen wir kämpfen, gegeneinander. Wer zuerst Arbeit hat, hat gewonnen. Vielleicht schaffen wir es ja noch die Notbremse zu ziehen. Niemand will zurück in den Protektionismus, aber eine Gegenbewegung zur Globalisierung muss nicht gleich das Gegenteil der Globalisierung bedeuten. Reformen sind nötig, die unseren Sozialstaat in dieser Zeit schützen und die wirtschaftlich Schwachen weiterhin unterstützen. Zur Zeit sieht es aber nicht danach aus, als würde Ludwig Erhardts Wirtschaftsordnung noch lange standhalten.
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2. sag ich doch!!
3. es geht nicht darum, dass durch die steuersenkung die souveränität des staates eingeschränkt wird, sonder dass die globalisierung den staat dazu bringt, sein system abzuändern, sprich die steuern zu senken. und das ist natürlich ein ganz gewaltiger eingriff in die souveränität, schließlich gibt der staat entscheidungsfreiheit ab bzw. bekommt sie aberkannt
4. ich habe nicht von zwang gesprochen, und außerdem ist mir nicht ganz klar, ob bei den suchtstoffen in den burgern nicht doch ein zwang besteht.








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16.02.2008 - 15:34 Uhr
TomJones
2. Subventionen sind verantwortlich für so manche Pleite, siehe Nokia in Bochum. U.a. sind sie für Afrikas Armut verantwortlich.
3. Staatliche Souveränität ist nicht bedingt durch Steuern. Vielen Länder mit geringer Staatsquote geht es besser als denen mit hoher.
4. McDonalds et al sind eine Möglichkeit, sich zu ernähren, kein Zwang.