15.02.2008 - 19:00 Uhr

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Industrie und Klimaschutz: Greenwashing und leerer Aktionismus

Text: johannes-graupner - Illustration: christoph-ohanian / Plakat-Motiv: klimaschuetzer.de / Plakat-Foto mit Fisch: Bauke Drees

Durch den öffentlichen Druck ist Klimaschutz auch für die Industrie zu einem wichtigen Thema geworden. Die vermeintlichen Erfolge und Zukunfts-Projekte sind aber oft nur leere Versprechen. Ein neues Blog zeigt auf, wo die Industrie lügt und Tatsachen verdreht

Im Dezember letzten Jahres wurde es richtig heiß in Deutschland. Schuld war der Klimawandel – oder zumindest die Diskussionen über ihn. Die Bali-Konferenz war der Höhepunkt der großen Klimaschutz-Debatte, die überall präsent war – Klimawandel war wie Fußball, Managergehälter und das Wetter: Jeder konnte irgendwie mitreden und hielt sich für halbwegs informiert. „Einmal gepinkelt, schon Urologe“, formulierte es ein deutscher Zeitungs-Korrespondent im Rückblick auf die Bali-Konferenz. Trotzdem hatten die Popularisierung und der Hype um den drohenden Klimawandel eine äußerst sinnvolle Funktion – Die Öffentlichkeit war für die Klima-Problematik sensibilisiert und die Konzerne zu einer Reaktion gezwungen.
Leider beschränkt sich die Initiative der Konzerne in den meisten Fällen auf Worthülsen-Rhetorik, geschönte Statistiken und bunte Bilder, wie die aktuellen Kampagnen zeigen. Aus dem kommunikativen Desaster im Rahmen der Bali-Konferenz scheinen die Konzerne also nicht viel gelernt zu haben. Schon Ende letzten Jahres waren die PR-Abteilungen der Konzerne überfordert: Ihr Diskurs-Monitoring und „Issue Management“ hatte das Ausmaß der öffentlichen Klimadiskussion im Vorfeld stark unterschätzt, die Eigendynamik der öffentlichen Empörung kam für die Wirtschaft sehr überraschend. Diese Einschätzung teilt auch Toralf Staud, 35, freier Journalist und verantwortlich für das Blog "Klima-Lügendetektor": „Ich habe mit einigen Leuten in großen Unternehmen und den verantwortlichen Agenturen gesprochen, die sind von der Entwicklung des Themas tatsächlich überrumpelt worden. Zwar haben die Konzerne um das prinzipielle Problem gewusst, aber doch gehofft, sie könnten das Thema aus dem öffentlichen Diskurs irgendwie herausdrücken.“ Doch in der Klima-Debatte war plötzlich das Firmen-Image in akuter Gefahr – und damit auch politischer Einfluss und finanzieller Gewinn. Ein Handeln seitens der Firmen wurde damit unumgänglich. Dieses „Handeln“ der Konzerne kann aber nicht als reuiges Einlenken verstanden werden, vielmehr hat sich die Taktik in der Öffentlichkeitsarbeit geändert. „Der Klimawandel wird öffentlich nicht mehr bezweifelt. Stattdessen schieben die Konzerne ihre sehr begrenzten Investitionen bei den Erneuerbaren Energien in den Vordergrund“, so Staud. Mit neuen und teuren Kampagnen versuchen die großen Firmen nun, sich gegen weitere Image-Schäden zu wappnen und die erlittenen Image-Kratzer aufzupolieren. Dafür übt sich die Industrie in blumiger Rhetorik, Aktionismus und dem so genannten „Greenwashing“. Greenwashing ist die Bezeichnung für den Versuch von Unternehmen, ihren Aktivitäten mit gezielten PR- und Werbe-Maßnahmen einen grünen Anstrich zu verleihen. Die Ankündigungen und Maßnahmen stehen dabei aber in keinem Verhältnis zu den verursachten Schäden. Wie klein und vertrocknet dieses PR-Feigenblatt des Klimaschutzes ist, dokumentiert seit Anfang dieses Jahres nun der Klima-Lügendetektor. Das Blog ist ein Projekt des Greenpeace Magazins in Kooperation mit wir-klimaretter.de. Großes Vorbild für die Idee war BILDblog. Ziel der Autoren ist es, die Greenwashing-Aktivitäten von Konzernen aufzuzeigen und ihre Arbeitsweisen zu entlarven: „Als Journalist bekommt man täglich einen Stapel Presseerklärungen mit Lügen und Tatsachen-Verdrehungen auf dem Tisch. Irgendwann geht einem dann der Hut hoch und man beschließt, mal konkret nachzufragen“, erklärt Staud die grundlegende Idee des Blogs. Oft seien die PR-Abteilungen von großen Konzernen völlig überrascht, wenn ein Journalist die Pressemitteilungen des Konzerns wirklich kritisch hinterfrage. Gerade das sei aus journalistischer Sicht natürlich besonders bitter, aber nicht jede Redaktion habe nun mal die Zeit und die nötigen Fachleute, um genauer nachzuhaken. Ein Gezeiten-Kraftwerk wird zerpflückt Ein besonders schönes Beispiel von Greenwashing ist der bekannte Eon-Werbespot zu einem Gezeiten-Kraftwerk, das mit der Meeresströmung Strom erzeugen soll. Der barfüßige Mann mittleren Alters erklärt dort mit charmant-sonorer Synchronsprecherstimme, wie Eon sich innovativ im Bereich der Erneuerbaren Energien einsetzt. Der Spot ist im Nachhinein von der ZEIT auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft und gekonnt zerpflückt worden. Geht man allein nach der Selbstdarstellung der Konzerne, dann hat so ziemlich jeder Großkonzern in Deutschland mittlerweile das holde Antlitz einer grünen Waldelfe – Insbesondere Energie- und Automobilkonzerne inszenieren sich als nachhaltige Welt- und Klimaretter. Allerdings wird auch weiterhin an ganz anderen Stellen Lobbying betrieben: „Die Konzerne machen zwar grüne PR und Werbung, sie kämpfen aber weiterhin gegen klimapolitische Beschränkungen. Zugeständnisse kommen nur langsam. Sie haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie die politischen Rahmenbedingungen nochmal kippen können“, erklärt Staud.
Image-Plakat des Deutschen Atomforums Große Hoffnung habe insbesondere die Energiewirtschaft auf eine neue, konservative Bundesregierung ab dem Jahr 2009 gesetzt – und damit auf die Rücknahme des Atomausstieges. Die deutsche Atom-Lobby, organisiert im „Deutschen Atomforum“, wurde 2007 mit dem "Worst EU-Greenwash-Award" ausgezeichnet. Die Organisation hatte sich die Internet-Domain "klimaschuetzer.de" gesichert und eine breite Image-Kampagne gestartet. Preisträger im „Worst EU Lobbying“ waren auch die deutschen Autohersteller BMW, Daimler und Porsche.
In einigen Berliner U-Bahn-Stationen wurden die Plakate von Unbekannten aus stummem Protest mit dem dreiäugigen Fisch aus den "Simpsons" beklebt, der in der Serie im Wasser am Atomkraftwerk lebt. Greenwashing ist auch ein Forschungsgebiet des Kölner Vereins LobbyControl. Im November 2007 hat er eine aufschlussreiche Studie mit Fallbeispielen veröffentlicht, in dem besonders anschauliche Fälle des Greenwashings aufgelistet und dessen PR-Instrumente analysiert werden. Auch wenn der knuffige Klimabotschafter Knut mittlerweile schmuddelgrau und fast erwachsen geworden ist – das Thema Klimaschutz wird nicht mehr vollständig aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden. „Es wird Höhen und Tiefen in der Berichterstattung geben, aber ich bin sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch viel über das Klima diskutieren werden“, urteilt Staud. Darum gehe auch das Greenwashing weiter, nicht noch einmal wollten die Konzerne ein klimatisches Kommunikationsdesaster erleben. „Aber wenn man ihre grüne, leere PR durchkreuzt, kann man die Konzerne vielleicht doch zu einem ehrlichen Engagement in den Erneuerbaren Energien bewegen.“


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kulturgut
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18.02.2008 - 07:54 Uhr
kulturgut

ich bin übrigens wirklich verblüfft, dass die ozonloch-geschichte noch so bedingungslos geglaubt wird. aber gute, solide propaganda-wertarbeit ist eben auch was nachhaltiges ;)

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Mag ich Mag ich nicht

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18.02.2008 - 08:35 Uhr
kulturgut

so, hier nochmal zum thema...mir hat vor kurzem jemand aus diesem umfeld erklärt, dass die fckw-these praktisch tot wäre, aber es aus einer ganzen reihe von erwägungen, die nicht direkt mit der wissenschaft zu tun haben, nur schrittweise widerrufen werden könne.

http://www.fz-juelich.de/portal/index.ph...

puster
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Mag ich Mag ich nicht

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18.02.2008 - 11:43 Uhr
puster

@hend

selbstverständlich spielt die dämmung eine rolle. die schimmelbildung wird ja nicht nur durch "stehende" luft, sondern auch durch wärme/feuchtigkeitsgehalt der luft beeinflusst. letzteres wird durch die dämmung begünstigt.
ich kenne genügend architekten, die genau aus diesen gründen stärkere dämmungen kritisch gegenüber stehen. allerdings kann es durchaus sein, dass diese sich irre.

30cm ist ein witz, hend. nimm' ein handelsübliches lineal und sieh' es dir mal an. worin sollte das problem liegen einen deich um ein paar cm zu erhöhen?

die normal-null-linie der nordsee (und aller anderen meere) wird von jedem staat anders definiert. die niederländer anders als die briten, die briten anders als wir und wir anders als die dänen. gleiches gilt für das mittelmeer. es gibt schlicht kein objektives normal-null. ein meer hat keine durchschnittliche "höhe", sondern schwankt in einem mehr oder weniger genau bestimmbaren bereich, der zudem von strömungen, geographischen gegebenheiten, schwerkraftbedingungen etc. abhängt.

rohöl wird in tausenden produkten eingesetzt. na und? was ändert das an der grundlegenden problematik, daß diese "aufbewahrung-für-unsere-kinder"-argumentation schwachsinnig ist. die müssten es ja auch aufheben etc. pp.

auch ein argument, man müsse weniger verbrauchen, damit das öl (für welchen zweck auch immer) länger reicht, ist augenwischerei. was macht es für einen unterschied, ob eine generation mehr oder weniger das zeug zur verfügung hat? irgendeine muss ohne öl auskommen. da erst knappheit (signalisiert über den preis) innovationsdruck auslöst, würde durch so ein "aufheben/sparen" der innovationsdruck zur erforschung alternativer energiegewinnung verringert bzw. verhindert, dass dieser steigt. das öl reicht dann vielleicht länger, aber es dauert auch länger alternativen dazu zu entwickeln.

wenn der einfluss der paar zehntelgrade in der oberflächenwassertemperatur solche auswirkungen auf die kraft und häufigkeit von hurrikanen hat ... warum steigen kraft/anzahl nicht? immerhin wurde das wasser doch wärmer.

das ipcc zu diesem thema:
“There is no compelling evidence to indicate that the
characteristics of tropical and extratropical storms have
changed. Changes in tropical storm intensity and frequency
are dominated by interdecadal to multidecadal variations, ...
... In the Southern Hemisphere, fewer
analyses have been completed, but they suggest a decrease in
extra-tropical cyclone activity since the 1970s. ...”

herzliche grüße
puster

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18.02.2008 - 11:59 Uhr
puster

@riesenherz

3.
und puster, welcher logischen figur ordnest du eine solche antwort zu? die wärmebedingte veränderung bei der fischbrut solle unberücksichtigt bleiben, weil in anderen gebieten andere faktoren wie der raubbau am fisch auch eine rolle spielen. häh?

du wirst vermutlich feststellen, daß gerade jene sich auch für befischungsobergrenzen und strenge fangkontrollen aussprechen, die zugleich mahnen, der temperaturanstieg z.b. in der nordsee sei ernstzunehmen.


was nützte es, sich über ein problem den kopf zu zerbrechen, dass man nicht beeinflussen kann? wenn erwärmung der nordsee natürlich ursachen hat, kann (und sollte) der mensch nichts daran ändern. das spricht nicht dagegen, diese veränderung ernst zu nehmen, sich die folgen zu vergegenwärtigen und sich zu überlegen, wie man damit umgeht.

nur wäre es idiotisch, geld für wirkungslose status-quo-erhaltungsmaßnahmen aus dem fenster zu schmeißen. das überfischungsproblem hingegen ist menschengemacht und kann daher gelöst werden. und genau darauf sollten wir uns konzentrieren: lösbare probleme.

es geht doch darum, daß noch nie in der erdgeschichte eine temperaturveränderung dieses ausmaßes in so kurzer zeit (sic) geschehen ist.


Paläoklimatologen Prof. Augusto Mangini (Uni Heidelberg): "Wir verfügen über Daten, die zeigen, dass es während der letzten zehntausend Jahre Perioden gab, die ähnlich warm oder sogar noch wärmer waren als heute. Tatsache ist, dass es während der letzten zehntausend Jahre erhebliche globale und vor allem genauso schnelle Klimawechsel gegeben hat, die die Menschen sehr stark beeinflussten."
(Quelle: http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,151...)

hend
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18.02.2008 - 12:33 Uhr
hend

@ puster
Eben weil Schimmelbildung durch den Feuchtigkeitsgehalt in der Luft begünstigt wird, müssen gedämmte Häuser gelüftet werden - das sollte aber auch zwei bis dreimal am Tag völlig ausreichend sein. Gerade wenn geheizt wird sinkt ja mit Neuerwärmung der kalten Außenluft der Feuchtigkeitsgehalt rapide.

Mit einem Geodreick wird Dir vielleicht auffallen, was passiert, wenn Du einen Deich um 30 cm erhöhst und dabei die Winkel zwecks Erhalt der Stabilität einhalten musst: Du musst überall "draufpacken". Das ist aber nicht ganz trivial, weil Du dafür auch das Funademnt des Deichs verstärken musst - am Ende sind 30cm im Deichbau ein Riesenaufwand - den wir uns vermutlich werden leisten können. Andere Länder eben nicht.

Betreffend NN: da hast Du recht - die nennen das immerhin sinnvollerweise anders. Was natürlich im Falle der bekannten Brücke nicht viel gebracht hat.

Himmel, Puster, ich will niemanden davon abhalten Rohöl zu nutzen. Ich weise aber darauf hin, dass Verschwendung in dem Maße wie es gerade geschieht (Verscwhendung ist ersteinmal nichts negatives) vielleicht dazu führen wird, dass wir zu unseren Lebzeiten einen derben Ölengpass erleben werden - und wir uns deswegen schon jetzt Gedanken über alternative Ressourcen machen müssen - vielleicht wäre es auch einfach sinnvoll, sich ein wenig im Verbrauch zurückzunehmen, um einfach mehr Zeit zur Entwicklung entsprechender Technologien zu haben.

In den vergangenen 30 Jahren gibt es in der Karibik eine deutliche Häufung von starken Hurricans (die Anzahl ist nicht gestiegen - das ist auch nicht zu erwarten.).
http://web.mit.edu/newsoffice/2005/hurri...
Der Zusammenhang mit warmen Oberflächenwasser und der Hurricanstärke ist ja nun evident, allerdings ist der Beobachtungszeitraum zu gering, um verlässlich sagen zu können, dass dieser Anstieg der Anzahl starker Stürme eben nicht einfach eine Periodische Entwicklung ist und nicht unbedingt der globalen Erwärmung zugeschrieben werden kann - was nichts daran ändert, dass warmes Oberflächenwasser eben die Entstehung stärkerer Hurricans unterstützt (nicht ihre Anzahl, lediglich die Stärke).

Schöne Grüße, Hend.

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18.02.2008 - 12:45 Uhr
hend

@ kulturgut

Achso. Ja, richtig. Man behauptet immer, der "ideologische Gegner" gehe von falschen Grundlagen aus.
Was ignoriere ich denn ? Wo sind denn die Fakten, die gegen eine globale ERwärmung sprechen ? Mehr als "Ui, so komplexe Systeme, da sollten wir lieber keine Aussagen drüber machen" kommt offensichtlich bisher nicht dabei rum.
Ich habe mich nicht als "Skeptiker" verkauft. Ich bin nach wie vor nicht davon überzeugt, dass der anthropegene Anteil an CO2 in der Atmosphäre Auslöser einer globalen Erwärmung ist - ich bin aber davon überzeugt, dass er diese durchaus begünstigt. Dass ich nun die globale Erwärmung als solche nicht bezweifle, weil sie eben nachgewiesen werden kann, tut mir nicht leid. Man darf ja gerne auch darüber reden, ob es sich hierbei um ein peridodisch auftretendes Phänomen handelt - auch dann sollte darauf reagiert werden - wenn auch nicht unbedingt mit krampfhafter CO2 Vermeidung.
"Klimaregime" ist übrigens eine sehr tolle Terminologie. Taugt natürlich auch nur zur billigen Polemik, aber sei mein Gast.

Schöne Grüße, Hend.

puster
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18.02.2008 - 12:52 Uhr
puster

@hend

was du zur dämmung sagst, klingt plausibel. ich kenne mich da nicht sonderlich aus, wusste halt nur, was ein paar architekten in meinem freundeskreis dazu gesagt hatten.

natürlich weiß ich, welchen aufwand eine 30cm höhere deichkrone bedeutet - ich lebe doch im land der deiche ;)
aber technisch ist es kein problem, finanziell ist es kalkulierbar und ich halte es für sinnvoller, armen ländern beim deichbau zu helfen, anstatt geld für sinnlose klimaschutzmaßnahmen zu verplempern. dann bitte lieber die milliarden in deiche in bangladesh verbauen.

naja, es ist doch gut, wenn öl "verplempert" wird. dann wird es schnell knapp und schnell teuer. und schon rechnen sich eine vielzahl alternativer energieformen, ohne dass man den staatsapparat um subventionen, steuern und verwaltungsmaßnahmen bemühen muss. vor allem kann sich dann im wettbewerb erweisen, welche alternative energie die beste ist. :)

die meisten technologien müssen ja nicht mehr neu erfunden werden. sie sind nur noch nicht wettbewerbsfähig, weil öl wettbewerbsfähiger ist - zur zeit!

das schlimmste an den hurricans ist nicht ihre stärke, sondern der umstand, daß die gebiete in denen sie auftreten immer stärker besiedelt werden.
allerdings muss ich deiner aussage, die stärke der hurricanes würde zunehmen, widersprechen. bzw. nicht widersprechen, sondern korrigieren: man weiß es nicht.

http://www.aoml.noaa.gov/hrd/tcfaq/G3.ht...

herzliche Grüße
puster

hend
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18.02.2008 - 13:02 Uhr
hend

@ puster

Hm. Ehrlich gesagt würde ich jetzt Deichbau exakt unter "klimaschutzmaßnahmen" summieren. Ich vermute, du meinst damit "CO2 Reduktionsmaßnahmen".

Betreffend der Hurricans: Beachte bitte, dass ich aus gutem Grund von karibischen Hurricans schrieb, sich das Paper aber auf globale Tropenstürme bezieht. Über die Entstehung von Taifunen zum Beispiel würde ich ersteinmal keine Aussage treffen wollen, weil das andere Bedinungen sein können.

Schöne Grüße, Hend.

puster
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18.02.2008 - 13:06 Uhr
puster

ah. o.k. - sorry, die unterscheidung hatte nicht mitbekommen. gut, wie es sich speziell bei karibischen stürmen verhält, weiß ich nicht.

ich habe mich mißverständlich ausgedrück. mit "klimaschutzmaßnahmen" meinte ich natürlich jene, die man in anführungstriche setzen muss, um ihren pseudo-charakter zu unterstreichen. also: ökosteuer, mineralölsteuer, eeg, co2-zertifikate-handel, fahrverbote, abgasnormen etc. pp.

miwe
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18.02.2008 - 19:28 Uhr
miwe

Hm, aber diese Anzeige der Klimaschützer/Atomkraftwerde war meines Erachtens auch in der Süddeutschen zu sehen.

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