06.02.2008 - 14:13 Uhr

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Essen mit Lea: heute - süße, süße Süßigkeiten

Text: lea-hampel

Zitrone, Karamell, Erdbeer, Schokotäfelchen, völlig egal. Einfach nur viel, noch mehr, am meisten. So ähnlich denken eigentlich fast alle Menschen und schämen sich dabei ein wenig. Zum Glück lässt sich dieser Hang zur Schweinerei mit ein bisschen Biologie erklären.

1. Erklärstück I Die Präferenz für Süßes ist angeboren und je jünger ein Mensch, desto stärker ist sie ausgeprägt. In der Steinzeit brachten besonders reife und damit süße Früchte einen Vorteil, weil sie mehr Energie lieferten. Wenn eine Frucht süß war, war außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass sie giftig war, besonders gering. Heute können wir zwar nicht mehr behaupten, einen evolutionären Vorteil aus drei Packungen Gummibärchen am Tag zu ziehen, aber eine Vorliebe für eine bestimmte Süßigkeit hat fast jeder. 2. Erklärstück II - Schokolade Bitterschokolade muss mindestens 60% Kakaoanteil haben, herbe und Zartbitterschokolade mindestens 50%. Der Kakaoanteil an Milchschokolade liegt bei 20%, und Vollmilchschokolade hat 30% Milchanteil. Auch weiße Schokolade ist Schokolade, weil ihr Aroma von der Kakaobutter stammt. Mehr Informationen rund um die Schokolade gibt es zum Beispiel hier oder man geht einfach gleich nach Köln ins Schokoladenmuseum. 3. Essen lesen Allgemeine Informationen und schöne Zitate zum Thema Schokolade gibts in bitter & zart. Schokolade hat in diesem Buch einen Stellenwert wie gute Weine - es wird erklärt, wie man sie am besten verkostet und woran man besonders gute Qualität erkennt. Außerdem gibt's eine Erklärung, welcher Typ Mensch eine Vorliebe für Zartbitter-, Vollmilch- oder weiße Schokolade hat. Hier finden sich außerdem nicht nur außergewöhnliche Rezepte (Schoko-Tagliatelle mit Gorgonzola-Rahm), sondern eine Ganzkörperverwendung von Schokolade: wie stelle ich ein Schokoladenschaumbad her oder mache aus Schokolade ein Körperpeeling? Ebenfalls unterhaltsam, aber eher ein Geschenkbuch ist: Schokolade ist gesund, im Tafelformat und mit vielen Argumenten, warum Schokolade auf keinen Fall einen roten Punkt kriegen sollte. Ein besonderes Buch und vom "Institut für Koch- und Lebenskunst" zum Kochbuch des Monats Januar gewählt ist Larousse: Schokolade von Pierre Hermé. Aufgebaut wie ein wirklich gut gemachtes Lehrbuch, enthält es eine Einführung in die Geschichte von Kakao und Schokolade, stellt die verschiedenen "Partner" von Schokolade (Kaffee und verschiedene Gewürze) vor und beinhaltet eine Unmenge an Rezepten, von Desserts über Hauptspeisen bis zu ganzen Schokoladenmenüs. Besonders toll: im hinteren Teil hat das Buch einige Basisrezepte versammelt, zum Beispiel für die heimische Herstellung von Zuckerfäden. Weniger schokoladenzentriert und auch sehr schön gemacht: Das süße Leben. Es enthält schöne Geschichten rund um Zucker, Honig und Schokolade außerdem Rezepte für Klassiker wie Crème Brûlée oder Sahnekaramellen. 4. Erklärstück III - rund um die kleinen Bärchen Zuerst das Eklige: tatsächlich wird Gelatine aus Knochen, Sehnen und Haut von Tieren hergestellt. Aus diesen Materialien wird das sogenannte Kollagen gewonnen, dass den Gummibärchen ihre spezielle Konsistenz gibt. Die guten Nachrichten: laut Experten besteht keine Gefahr, dass zum Beispiel BSE-Erreger den Produktionsprozess überleben. Und außerdem gibt es mittlerweile sinnvoll Bio-Alternativen wie Apfelpektin und Agar Agar. Übrigens: die grünen Gummibärchen, wie es sie bis Ende Sommer 2007 in den Packungen gab, sollten angeblich die Sorte "Erdbeere" repräsentieren. Jetzt ist Erdbeere hellrot, und die grünen Bärchen schmecken nach Apfel und tragen ein Lächeln. Sonstige Antworten auf Fragen rund um die Goldbärchen - zum Beispiel, warum es keine blauen Bärchen gibt - gibt es hier. 5. Küchenquatsch Ja, bis jetzt sind sie etwas zu kurz gekommen, die Kekse, ich gestehe es. Das wird an dieser Stelle zumindest kurz nachgeholt. Denn der Brigitte-Keks-Ausstanzer ist es wert. Individuelle Botschaften auf den Keks, das Ganze funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie früher das Kinderdruckereiset - eine Buchstabenleiste, die individuell zusammengestellt werden kann.
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ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.