Paris - Kein "Sandwiche grec" bestellen
Text: fraeuleinwunder
Bester Plattenladen
Leider gibt es in Paris nicht sehr viele Plattenläden. Empfehlenswert ist Bétinos Record Shop, 32 Rue Saint Sébastien. Einige Läden speziell für Hiphop findet man in der Nähe von Les Halles entlang der Rue St-Denis.
Bester Club
Gute Konzerte und das auch noch bei stets freiem Eintritt finden im
Flèche D’Or statt, 102 Bis Rue de Bagnolet. Ebenso im 20. Arrondissement befindet sich die Maroquinerie (23 Rue Boyer), literarisches Café, Bühne, Club und Biergarten. Sehr empfehlenswert, besonders im Sommer, sind die zahlreichen Partyschiffe mit richtig guten internationalen DJs. Der knallrote Anstrich ist beispielsweise das Markenzeichen von Batofar, das am Quai Francois Mauriac liegt und Electro-, Dancehall- und Indie-Abende im Programm hat.
Szene aus dem Film "Paris - je t'aime. Foto: ddp
Bester Platz für Rendez-Vous
Très romantique: Sich beim Pique-Nique näher kommen, etwa im Jardin de Plantes. Hier gibt es einen kleinen Zoo und einen botanischen Garten mit Labyrinth. Danach an der Seine entlang zum Institut du Monde Arabe schlendern und mit dem Aufzug auf die Dachterrasse fahren (kostenloser Ausblick über die Bastille, Notre Dame, bis zur Défense und Sacré-Coeur). Wer noch höher hinaus will, sollte seine/n Liebste/n auf einen Cocktail in die Bar des Tour Montparnasse einladen. Ein Sonnenuntergang vom 56. Stockwerk aus bleibt unvergesslich.
Soundtrack zur Stadt
Jacques Dutronc – Il est cinq heures, Paris s’éveille. So viel hat sich seit 1968, als dieses Lied veröffentlicht wurde, gar nicht verändert.
Buch zur Stadt
Raymond Queneau – Zazie in der Métro. Das Mädchen Zazie kommt für ein Wochenende nach Paris, und ihr großer Traum ist es, einmal mit der Métro zu fahren. Doch die Métro ist wegen eines Streiks geschlossen, was leider tatsächlich alle paar Wochen vorkommt.
Film zur Stadt
„Die fabelhafte Welt der Amélie“ ist einfach DER Paris-Film.
Die verhassten Provinzler
Eigentlich jeder, der nicht innerhalb des Métro-Netzes wohnt.
Satz, mit dem man sich zum Deppen macht
„Andere französische Städte haben auch was zu bieten.“
Was man niemals tun sollte
Ein Döner, bzw. „Sandwich grec“ bestellten. Das wird nämlich in der Regel nicht mit Fladenbrot, sondern mit Baguette zubereitet und statt Joghurtsoße gibt’s Majonäse. Und Salat fehlt meistens auch noch.
Unnütze Information
Auf dem Dach der Pariser Oper befindet sich ein Bienenstock und unter dem Gebäude ein unterirdischer See.
Dämlicher Superlativ
Mit 176 Kilometern Länge bildete sich der längste Stau der Welt im Februar 1980 zwischen Paris und Lyon.
Lebenswerteste Sache, die die Stadt hervor gebracht hat
Während der Sommerferien verlässt der Großteil der Bewohner die Stadt und fährt ans Meer. 2002 wurde für die Daheimgebliebenen „Paris-Plages“ ins Leben gerufen: Vor dem Rathaus befinden sich Beach Volleyball-Plätze, an der Seine zahlreiche Sandstrände, Cocktailbars und Liegeflächen. Jeden Tag gibt es dutzende Konzerte, Tanzkurse und Sportveranstaltungen.
Hochrangigstes Verkehrsmittel
Seit 1900 die Métro, seit 2007 Mietfahrräder mit Namen „Vélib“.
Eisdielen
Viele, herausragend die Kette Amorino, zum Beispiel gegenüber des Centre Pompidou. Hier werden nicht einfach Eiskugeln in die Waffel gedrückt, sondern filigrane (und wirklich leckere) Blumen daraus geformt.
Die erste Eisdiele der Welt soll übrigens 1668 von einem Koch des Sonnenkönigs Louis XIV in Paris eröffnet worden sein.
Unwahrer Mythos
Dass Baguette eine französische Erfindung ist. Das erste Baguette wurde zwar in Paris gebacken, allerdings von einem Österreicher. Und die heute übliche Art der Teigherstellung wurde von einem Polen entwickelt.
Obskurster Brauch
Sich im Café direkt an die Straße setzen und dafür auch noch extra bezahlen. Am billigsten ist der Kaffee im Stehen.
Wichtigster Satz
„Merci“ und „Pardon“ – auf Höflichkeit wird Wert gelegt.
Schlimmste Phrase
„Oh it’s so amazing!” Die Scharen von amerikanischen Touristen sind wirklich von allem und jedem in Paris fasziniert.
Das sagen die anderen
„Paris? Oh, wie romantisch...“
Wann sind alle Einwohner besoffen
Am 14.07., dem Nationalfeiertag. Morgens zur Militärparade und dem Präsidenten winken, abends Feuerwerk genießen. Dazwischen: Pastis, Wein, Bier, Kir.
Peinlichster Promi
Paris Hilton. Wurde angeblich hier im Hilton-Hotel gezeugt.
Studienfach, das es nur hier gibt
Sciences du Jeu – Spielwissenschaften.
Stadtteil, den man kennen muss
Marais – der Sumpf. Exotische Restaurants, tolle Shops. Ein jüdisches Viertel, zudem Treff der Lesben- und Schwulenszene und einst Sitz des Tempelordens. Jim Morrison zog 1971 in die Rue Beautreillis 17, wo er am 17. Juli 71 gestorben ist.
Einwohner
2,1 Mio, Großraum circa zehn Millionen
Durchschnittsmiete
19,50 Euro kalt pro Quadratmeter
Durchschnittstemperatur
10,8° C
Sonnenstunden
1798
Freibäder
5
Parks
15 Parks, 418 Gärten. Meistens ist es verboten, den Rasen zu betreten.
Fußballclub
Paris Saint-Germain
Textoptionen
0
28.01.2008 - 19:13 Uhr
DieDani
komisch.
aber schön ists da.