23.01.2008 - 19:22 Uhr

0 118 Über Twitter weiterempfehlen

Düstres Bild vom Lehrer-Studium: Für sehr viele ist es eine Notlösung

Text: peter-wagner - Foto: dpa

Viele Lehramtsstudenten studieren ihr Fach nur aus Verlegenheit. Und viele, die später über einen Burn-Out klagen, waren schon im Studium wenig engagiert. Eine Studie aus Frankfurt zeichnet ein verheerendes Bild von der Motivation, auf ein Lehramt hin zu studieren

Lehrer haben es nicht leicht. Sie werden von allen Seiten mit Anforderungen bestürmt, sollen Schülern die Erziehung angedeihen lassen, die sie im Elternhaus nicht bekommen haben und sollen auch noch helfen, sie zu guten Schülern zu machen. Damit Deutschland beim nächsten PISA-Test international besser abschneidet. Die Anforderungen sind groß, kein Zweifel, und immer wieder ist vom Burn-Out die Rede, von der Kapitulation engagierter Lehrer vor ihrem eigenen Beruf. Forscher aus Frankfurt stellen nun mit einer Studie in Frage, ob man bei manchen Lehrern überhaupt von Burn-Out sprechen könne. „Die über besondere Belastungen Klagenden haben vermutlich nie ‚gebrannt’“ sagt Bildungsforscher Udo Rauin von der Goethe-Universität in Frankfurt. Er hat mit seinem Team 1.100 Lehrer von Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg zwölf Jahre lang vom Studium in den Beruf begleitet und die Ergebnisse nun in dem Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“ veröffentlicht. Eines der Ergebnisse: Wer in Deutschland studiert, weil er Lehrer werden will, macht das sehr oft aus Verlegenheit.
Der Studie zufolge waren 60 Prozent all jener, die im Beruf über die Belastungen klagen schon im Studium überfordert. Im Vergleich dazu haben sich von denen, die im Studium schon voll bei der Sache waren später nur 10 Prozent über die Job-Belastungen mokiert. Andere Prozentzahlen aus dem Studienergebnis machen noch klarer, dass die Ausbildung zu einem der für die Gesellschaft wichtigsten Jobs oftmals Abiturienten angehen, die keine bessere Idee von ihrer Zukunft haben: * 25 Prozent aller Studienanfänger, die in der Studie befragt wurden, gaben an, das Studium sei eine Notlösung. Sie wollten eigentlich nicht wirklich Lehrer werden. Die Hälfte dieser Gruppe studierte trotzdem weiter. * 27 Prozent der Befragten gaben sich zum Beispiel selbst schlechte Noten in Fragen von Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Menschen, Engagement oder beruflicher Motivation. Trotzdem hielten sie an ihrem Berufsziel fest. * Über 50 Prozent der Studenten gaben an, dass a) der Wunsch, in der Nähe des Heimatortes studieren und später arbeiten zu können ihre Entscheidung beeinflusst habe; oder dass b) die Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz und ein überschaubares Studium bei der Studienwahl eine Rolle spielte. Eine große Rolle bei den Motiven spielten auch sehr eigennützige Interessen. „Etwas überspitzt könnte man formulieren“, so Professor Rauin, „nicht nur geborene Erzieher drängen ins Lehramt, sondern oft auch Pragmatiker oder Hedonisten.“ Geringe Anforderungen im Studium und damit mehr Zeit für persönliche Interessen sind nach den Ergebnissen von Rauin und seinem Team auch wichtig bei der Berufswahl. Damit verknüpft ist die Erkenntnis, dass bei etwa 60 Prozent aller Lehramtsstudenten der Abischnitt im unteren Drittel liegt. Bequem, wenig engagiert, Lehramtsstudent aus Verlegenheit – die Studie der Frankfurter Bildungsforscher zeichnet ein düstres Bild, das im besonderen den Zustand bei den Studenten für das Lehramt an Haupt- und Realschulen skizziere. „Dieser Bereich wird häufig als ein Verlegenheitsstudium gewählt, weil man bestimmte andere Studiengänge nicht wählen konnte“, so Rauin. Ursachen für diese Ergebnisse gibt es freilich viele. Viele Schüler glauben, keinen Beruf so gut zu kennen wie den des Lehrers – sie haben ihn schließlich 13 Jahre live erlebt. Eventuell ein Trugschluss: Viele haben eine falsche Idee vom Lehrerberuf, weshalb Experten längere Praxisphasen schon zu Beginn des Studiums fordern, um die eventuell absehbare Frustration nicht auf den Berufsstart zu verschieben. Darüber hinaus müsse wohl die Beratung besser werden. Forscher von der Universität Potsdam haben deshalb schon einen Fragebogen entwickelt ("Fit für den Lehrerberuf?!"), mit dem jeder seine Motivation testen kann. Echte Optimisten träumen davon, dass der Job eines Lehrers dereinst so angesehen ist wie vielleicht der Beruf eines Juristen oder eines Mediziners. Die Idee dahinter: Nur die besten und engagiertesten eines Jahrgangs sollen in die Lehrerausbildung einsteigen dürfen. Um schließlich an einen Platz zu gelangen, der vielleicht der wichtigste Platz überhaupt in einer Gesellschaft ist: der Platz vor der Tafel und vor der Schulklasse.


Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Textoptionen
Mehr Texte von
peter-wagner
Mehr Texte zum Label
Redaktionsblog
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
118 Kommentare

speichern
fraeuleinwunder
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 14:44 Uhr
fraeuleinwunder

Ich sags doch schon lange: Viele werden nur deshalb Lehrer, weil ihnen nichts besseres einfällt und weil sie Angst vor der Arbeitssuche haben. Lehramtsstudenten müssen sich nicht lange überlegen, was genau sie mal werden wollen.
Aber natürlich gibts auch angehende Lehrer, die für diesen Job geschaffen sind, und genau die werden ihn auch mal gut machen... aus dem anderen Teil der Lehramtsstudenten werden dann leider genau die frustrierten Lehrer, die mir schon während der Schulzeit leid getan haben.

ShesSoHigh
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 14:45 Uhr
ShesSoHigh

hahahaa, lustig.

shyet
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 14:47 Uhr
shyet

hui...hatte mich angesichts der großen anzahl von lehramtsstudenten in meinem umfeld (und im schlechteren drittel meiner abiklasse) immer mit meiner meinung zurückgehalten. Schön das (wie auch immer) wissenschaftlich bestätigt zu finden.

euridice
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 14:49 Uhr
euridice

der artikel spiegelt aber genau das wieder, was sich in unserem kaff nach dem abi abspielte:
30% gingen gar nicht studieren, 30% machten eine ausbildung, 30% wurden lehrer. in den unis der beiden nachbarstädte.
wobei das mit der "nur die besten werden lehrer"-meinung ja wohl völlig schwachsinnig ist.
ein guter nc garantiert doch noch lange keinen "brennenden" lehrer, wie ihr es bezeichnet. genauso wenig wie bei anderen berufen.
man sollte vielleicht einfach nen einstiegstest/fragebogen oder mündliches auswahlverfahren machen, um das ganze einzugrenzen...

farilari
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 14:51 Uhr
farilari

ein weiteres argument für eine liberalisierung des schulrechts.

wobei ich selbst im wesentlichen ziemliches glück mit lehrern hatte, muss ich sagen.

_Chulpan_
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 15:15 Uhr
_Chulpan_

äh und was ist mit denen, die einen 2,7 abi schnitt haben, aber trotzdem begabte lehrer sind ... dann können wir das gleich für alle einführen. alle schlechter als 2,0 gar nicht studieren lassen. am besten so.

milagro
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 15:31 Uhr
milagro

in meinem freundeskreis machen fast alle inzwischen auf lehramt ... meist auch aus mangel an alternativen. klar, da kann man sich drüber aufregen oder sich lustig machen. aber fakt ist, dass sie sich oft daran klammern, dass wenigstens das klappt weil sie sonst weiter im call center sitzen oder sonstwas. ob die darum schlechte lehrer sein müssen, weiss ich nicht. ich frag mich eher, wen die ganzen englisch- und erdkundelehrer mal unterrichten wollen. die braucht doch kein mensch.

vigezzo
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 15:37 Uhr
vigezzo

Was auch oft vorkommt: Kinder von Lehrern werden auch oft Lehrer. Ebenfalls aus reiner Bequemlichkeit.

Beru
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 15:38 Uhr
Beru

bringt nichts. dann ist irgendwann die rede vom "schlechteren drittel" derer die studieren. ...

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 15:39 Uhr
Beru

@ chulpan

Bellevue
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:00 Uhr
Bellevue

Ich wollte am Anfang auch nicht Lehrer werden, hatte lediglich Interesse an meinen Fächern. Hat sich aber geändert im Laufe der Zeit. Heute kann ich mir einen anderen Beruf nciht mehr vorstellen, was daran lag, dass ich Praktika in der Wirtschaft absolvierte und eniges ausprobiert habe. Meine Zeugnisse waren gut, etliche hätten mich gerne im Studium schon übernommen, aber letztendlich wurde mir klar, dass der Lehrerberuf "mein Ding" ist. Klar, gibt viele Verlockungen, die zum Lehramtsstudium animieren. Allerdings kenne ich keine Leute, die nunr auf Lehramt studieren, weil es bequem wäre und sie sich ein einfaches Leben vorstellen. Im Übrigen studiere ich auf Lehramt für Realschulen und hatte exzellente Noten in Fremdsprachen und habe den Bundeswettbewerb in Latein gewonnen. Das Studium ist auch kein Spaziergang. Ich weiß nicht, ob ein künftiger E-Techniker einen französischen Text so gut ad hoc übersetzen könnte. Bei uns mussten eben deshalb viele ihr Studium aufgeben. Und...die unbeseeltesten Lehramtsanwärter habe ich in den gymnasialen Lehramtsstudiengängen erlebt. Die habe ich übrigens als wissenschaftliche Hilfskraft unterrichtet. Ergo, wir sind gar nicht so blöd, wie künftigen Realschullehrer.

cosmashiva
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:00 Uhr
cosmashiva

keine macht den doofen!

Bellevue
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:01 Uhr
Bellevue

Ich wollte am Anfang auch nicht Lehrer werden, hatte lediglich Interesse an meinen Fächern. Hat sich aber geändert im Laufe der Zeit. Heute kann ich mir einen anderen Beruf nciht mehr vorstellen, was daran lag, dass ich Praktika in der Wirtschaft absolvierte und eniges ausprobiert habe. Meine Zeugnisse waren gut, etliche hätten mich gerne im Studium schon übernommen, aber letztendlich wurde mir klar, dass der Lehrerberuf "mein Ding" ist. Klar, gibt viele Verlockungen, die zum Lehramtsstudium animieren. Allerdings kenne ich keine Leute, die nunr auf Lehramt studieren, weil es bequem wäre und sie sich ein einfaches Leben vorstellen. Im Übrigen studiere ich auf Lehramt für Realschulen und hatte exzellente Noten in Fremdsprachen und habe den Bundeswettbewerb in Latein gewonnen. Das Studium ist auch kein Spaziergang. Ich weiß nicht, ob ein künftiger E-Techniker einen französischen Text so gut ad hoc übersetzen könnte. Bei uns mussten eben deshalb viele ihr Studium aufgeben. Und...die unbeseeltesten Lehramtsanwärter habe ich in den gymnasialen Lehramtsstudiengängen erlebt. Die habe ich übrigens als wissenschaftliche Hilfskraft unterrichtet. Ergo, wir sind gar nicht so blöd, wie künftigen Realschullehrer.

special_kate
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:17 Uhr
special_kate

Ich kenn einige, die nach dem Abi nicht wissen, was sie machen wollen und sich dann halt im September in der nächstgelegenen Uni für Gymnasiallehramt Deutsch („Muss man ja nicht so viel lernen.“ und Erdkunde („Hat mich schon immer interessiert.“) einschreiben.
Viele stellen sich das halt einfacher vor als es ist. Und das Argument, „wenn ich auf Magister studier, bekomm ich doch keinen Job“ zählt ja wohl auch nicht. Kommt immer aufs Engagement an.
Und ich (als Nicht-Lehrer mit Job) kann nur von anderen Vorteilen berichten: ich kann frei entscheiden wann ich frei habe und ich kann mir v.a. auch raussuchen, wo ich arbeite. Solche Sachen werden einem aber meist erst bewusst, wenn man arbeitet.
Achja, als E-Techniker muss ich so gut wie nie französische Texte ad hoc übersetzen.

KiraP
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:19 Uhr
KiraP

Unsere beiden Kinder sind Schüler. Die Ergebnisse der Studie wundern einen überhaupt nicht, sie entsprechen der tagtäglichen Erfahrung, mit nur sehr wenigen, die Regel bestätigenden Ausnahmen.

Lehrer, die ihre Schüler inspirieren, motivieren, ihnen Mut machen und Interesse wecken, die Eltern beraten, d.h. fachlich kompetente Ratschläge über Allerweltsweisheiten hinaus geben, usw. - Fehlanzeige...

deine_Eltern_sind_auf_einem_Tennisturnier
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:26 Uhr
deine_Eltern_sind_auf…

@shyet. Genau das hab ich auch gedacht.
Bevor ich Abi gemacht hab, dachte ich immer, jeder, der nicht weiß, was er machen soll, studiert BWL...

Ich möchte auch noch etwas anderem zustimmen, was hier schon gesagt wurde. Klar sind da dann auch die guten, tollen Lehrer dabei, aber bei manchen von meinen Ex-Abikollegen kann ich mir schwer vorstellen, dass sie sich überhaupt mal durchsetzen können/Leute für ihr Fach begeistern können/zufrieden mit ihrer Berufswahl sind.

musicus
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:45 Uhr
musicus

eine andere frage:

wer soll denn dann lehrer werden, wenn die, die's nicht werden sollen, es nicht mehr werden?

(und wie soll das erreicht werden? - das würde mich ja mal interessieren.)

soylentyellow
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:47 Uhr
soylentyellow

Sind Juristen angesehen?

musicus
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:49 Uhr
musicus

soylentyellow sagte:
Sind Juristen angesehen?


das hab ich mich auch gefragt. seh ich nicht so.

Wanninger_von_der_Au
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:53 Uhr
Wanninger_von_der_Au

" 25 Prozent aller Studienanfänger, die in der Studie befragt wurden, gaben an, das Studium sei eine Notlösung. Sie wollten eigentlich nicht wirklich Lehrer werden. Die Hälfte dieser Gruppe studierte trotzdem weiter"

Das trifft sicher auf viele Berufe zu, in die man so hineinrutscht.

Sagt die Studie auch etwas darüber, ob diese Studienanfänger/innen überhaupt wissen, was sie beruflich machen wollen würden - oder gehören sie zu den vielen Menschen, die (wie ich) nie so recht wissen, was für ein Beruf der richtige für sie wäre?

25 % sagen: "Notlösung". Davon macht die Hälfte weiter. Ergibt 12,5´%. Wie viele schaffen den Abschluss, wie viele werden wirklich eingestellt?

Auch die anderen Punkte würden bei anderen Studiengängen sicher nicht allzusehr anders ausfallen: Viele Menschen möchten in der Nähe ihres Heimatortes arbeiten, viele möchten Sicherheit. Die Studie sagt ja auch nur, dass diese Wünsche die Entscheidung BEEINFLUSST haben. Was heißt das schon? Das ist doch ganz normal.

Mir fehlt hier der Vergleich zu anderen Berufen, Studienrichtungen und auch zu anderen Ländern.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 16:54 Uhr
Wanninger_von_der_Au

" 25 Prozent aller Studienanfänger, die in der Studie befragt wurden, gaben an, das Studium sei eine Notlösung. Sie wollten eigentlich nicht wirklich Lehrer werden. Die Hälfte dieser Gruppe studierte trotzdem weiter"

Das trifft sicher auf viele Berufe zu, in die man so hineinrutscht.

Sagt die Studie auch etwas darüber, ob diese Studienanfänger/innen überhaupt wissen, was sie beruflich machen wollen würden - oder gehören sie zu den vielen Menschen, die (wie ich) nie so recht wissen, was für ein Beruf der richtige für sie wäre?

25 % sagen: "Notlösung". Davon macht die Hälfte weiter. Ergibt 12,5´%. Wie viele schaffen den Abschluss, wie viele werden wirklich eingestellt?

Auch die anderen Punkte würden bei anderen Studiengängen sicher nicht allzusehr anders ausfallen: Viele Menschen möchten in der Nähe ihres Heimatortes arbeiten, viele möchten Sicherheit. Die Studie sagt ja auch nur, dass diese Wünsche die Entscheidung BEEINFLUSST haben. Was heißt das schon? Das ist doch ganz normal.

Mir fehlt hier der Vergleich zu anderen Berufen, Studienrichtungen und auch zu anderen Ländern.

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:03 Uhr
Guenther_Hetzer

Genauso isset. Text + Kommentare. Schlimmes Volk. Selbstgerecht und völlig verzerrte Selbstwahrnehmung. Wenn ich's schon immer aus der PH-Ecke hab' stöhnen hören wie anstrengend das Studium doch ist.

der_onkel
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:04 Uhr
der_onkel

* 25 Prozent aller Studienanfänger, die in der Studie befragt wurden, gaben an, das Studium sei eine Notlösung. Sie wollten eigentlich nicht wirklich Lehrer werden. Die Hälfte dieser Gruppe studierte trotzdem weiter.

bleiben also noch 12.5% unmotivierte, das finde ich nicht uebermaessig schlimm. ein weg, die unmotivierten frueh genug auszufiltern, sind lehrpraktika in den ersten semestern, was ja mittlerweile auch standard in der lehrerausbildung ist. fast genauso wie das fruehe aufschnippeln von leichen, um die aerzte rauszufiltern, die kein blut sehen koennen.

lemar2
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:12 Uhr
lemar2

*Über 50 Prozent der Studenten gaben an, dass a) der Wunsch, in der Nähe des Heimatortes studieren und später arbeiten zu können ihre Entscheidung beeinflusst habe;

Kann mir das mal bitte einer erklären? Ich bin an meinem Studienort, der nicht mein Heimatort ist, selbst zu Hauf mit dem Phänomen konfrontiert, dass bestimmt mehr als zwei Drittel aller Studenten aus einem 25-45 km Umkreis stammt und auch immernoch dort wohnt.
Was ist so toll daran, sein gesamtes Leben immer am selben Fleck zu verbringen? Bis Ende zwanzig bei Mama zu wohnen? Finanzielle Gründe können es ja kaum sein, es studieren ja sowieso fast nur die Kinder von Besserverdienenden. Zumindest sprechen die ganzen Autos der zu Hause wohnenden Studenten in der Uni-Tiefgarage eine eindeutige Sprache.

Aniya
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:12 Uhr
Aniya

Bei mir ist es anders rum : Weil ich mir nicht sicher war, was ich werden möchte, habe NICHT Lehramt studiert. Da hätte ich mich nämlich direkt auf Lehrer festlegen müssen. Das hätte ich nicht gewollt.
Obwohl Praktika bzw. Arbeiten an meiner Schule damals mich sehr motiviert hatten.

Sillium
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:14 Uhr
Sillium

Das ist genau das, was mir in den letzten Jahren an der Schule aufgefallen ist. Zig Lehrer oder Referendare, die ich hatte, haben nie etwas anderes gemacht, als auf die Schule zu gehen, studieren, Lehrer werden. Aber teilweise ohne jegliche selbsteinschätzung. Natürlich ist es scheiße, so jemanden zu haben und ich frag mich oft, ob denen im Bekanntenkreis nie jemand mal gesagt hat: Du, überleg dir das nochmal, bitte.
Trotzdem, ist doch irgendwie kein Wunder. Wie soll man jemals, wenn man nicht unbedingt irgendwelche herausragenden Fähigkeiten oder sonstwoher rausgefunden hat, was man mal werden könnte überhaupt wissen, was man mit sich und seinem weiteren beruflichen Leben anfangen soll? Kriegt man denn jemals irgendwie praxisnahen Unterricht am Gymnasium? Nimmt sich denn irgendwannmal jemand an der Schule Zeit dafür, Schüler wirklich (nicht nur diese ein- zwei mal Berufsbesprechung in der K13) mit beruflichen Möglichkeiten vertraut zu machen? Hauptsache, das Abi so gut wie möglich, für den Rest musst du schon selber sorgen.

jonnie
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:17 Uhr
jonnie

Lehramt an Haupt- und Realschulen!
aha..
rütli-schule und Co. lassen grüßen!
traurig, traurig!

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:26 Uhr
Guenther_Hetzer

Juristen sind nicht angesehen. Ich bin ja auch einer.

ABERdas ist ja auch scheissegal: Wir versauen keine Generationen.

special_kate
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:28 Uhr
special_kate

@Guenther: Trotzdem wär meiner Mutter ein Jurist als Schwiegersohn lieber als ein Lehrer.

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:32 Uhr
alcofribas

ich hatte nach dem studium auch ein halbes jahr jobsuche, bekannte meiner eltern, lehrer, rieten mir dann, doch noch ein lehramtsexamen drauf zu setzen, dann fände ich gleich nen job.

ichso: ich halte mich nicht für geeignet, junge menschen aufs leben vorzubereiten
dieso: das ist wurscht. hauptsache nen job.

q.e.d.

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:34 Uhr
Guenther_Hetzer

@special_kate

dann heirate mich. dann hat mutti wenigstens einen in der familie.

Schroedel
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:34 Uhr
Schroedel

Frage mich gerade, warum diese Studie ausgerechnet bei Lehrern durchgeführt wurde. Ich habe bei kaum einer Berufsgruppe, mit der ich in Kontakt trete das Gefühl, dass ihre Vertreter ihren Beruf aus Berufung ausüben oder dafür brennen; weder bei Klempnern, noch bei Busfahrern, noch bei Zahnärzten, noch bei KassiererInnen, noch bei Gärtnern, noch bei Innenministern, noch bei Diktatoren, noch bei KindergärtnerInnen, noch bei Henkern, Bankangestellten, Anwälten, Kellnern, Zoohändlern, Bauern oder Nachrichtensprechern ... jedenfalls nicht bei mehr als 60% davon ...

Völlige Identifikation und absolutes Aufgehen in seinem Beruf scheint mir heute eher allgemein ein Privileg zu sein ... Lehrer eher die, an denen man es gerne bemerkt ...

katakis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:35 Uhr
katakis

Danke für diesen Artikel, vor allem den letzten Abschnitt - genau dies ist der Aspekt, der gerne vergessen wird: "Der wichtigste Platz überhaupt in einer Gesellschaft."
Und dies sagt einer, der aus Überzeugung unterrichten will und dennoch den "Beruf" als einen "Job" sieht - denn ich glaube, dass es letztlich darum geht, den Job gut zu machen. Lehrer, die ihre "Berufung" darin sehen, vor der Tafel zu stehen, werden mindestens genauso enttäuscht wie Studenten aus Verlegenheit. Ein Fließbandarbeiter bei Bosch will schließlich auch nicht die Fließbandarbeit revolutionieren, nicht wahr?

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:36 Uhr
Guenther_Hetzer

@schroedel

weil die anderen berufsgruppen nicht unseren nachwuchs versauen.

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:38 Uhr
alcofribas

katakis sagte:
Danke für diesen Artikel, vor allem den letzten Abschnitt - genau dies ist der Aspekt, der gerne vergessen wird: "Der wichtigste Platz überhaupt in einer Gesellschaft." Und dies sagt einer, der aus Überzeugung unterrichten will und dennoch den "Beruf" als einen "Job" sieht - denn ich glaube, dass es letztlich darum geht, den Job gut zu machen. Lehrer, die ihre "Berufung" darin sehen, vor der Tafel zu stehen, werden mindestens genauso enttäuscht wie Studenten aus Verlegenheit. Ein Fließbandarbeiter bei Bosch will schließlich auch nicht die Fließbandarbeit revolutionieren, nicht wahr?


der arbeiter bei bosch kann nur zündkerzen verkorksen, der lehrer, wenn er schelcht ist, verkorkst im schlimmsten fall den ganzen menschen. und ich behaupte: jeder kann "ausnahmen, die die regel bestätigen" nennen, super lehrer, die was können und denen man was verdankt, ich ja auch. aber es sind immer die "ausnahmen", die da genannt werden. als hätte man es schon hingenommen, daß das gros der "pädagogen" eben nix kann

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:40 Uhr
Guenther_Hetzer

@alco

so isset.

Solitaire100
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:40 Uhr
Solitaire100

Es wird aus diplomatischen Gründen nur gestreift, als Lehrer ist man oftmals"verbeamtet" hat viel Ferien und der Beruf ist bequemer als andere, so ist doch die Einstellung. Abhilfe würden Eignungstests, wie sie in anderen sehr viel anspruchsvolleren Berufen, schaffen.
Im Grunde genommen werden die Urteile vieler Eltern bestätigt.

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:46 Uhr
alcofribas

Solitaire100 sagte:
Es wird aus diplomatischen Gründen nur gestreift, als Lehrer ist man oftmals"verbeamtet" hat viel Ferien und der Beruf ist bequemer als andere, so ist doch die Einstellung. Abhilfe würden Eignungstests, wie sie in anderen sehr viel anspruchsvolleren Berufen, schaffen.Im Grunde genommen werden die Urteile vieler Eltern bestätigt.


jawoll, so langsam kommt pfeffer rein. und ich behaupte: lehrer sind gegenüber anderen beamten noch bevorzugt. für ähnliche besoldungen müssen in anderen posten des höheren dienstes erheblich mehr leistungen und qualifikationen abgerufen werden.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:54 Uhr
alcofribas

ich korrigiere, kurze recherche hat ergeben, lehramt ist gehobener dienst, insofern ist das von mir grade geschriebene quatsch.

lemar2
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 17:56 Uhr
lemar2

Die Verbeamtung betrifft allerdings meist nur die Westdeutschen Lehrer, an meinem sächsischen Gymnasium war außer dem Direktor und seinem Stellvertreter niemand Beamter.
Ob das nun der Qualität der Lehrer sonderlich geholfen hat, vermag ich nicht zu sagen. Immerhin haben wir schon immer nach 12 Jahren das Abitur mit landesweit gleichen Prüfungen gemacht und das auch alle recht erfolgreich.

webs
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 18:42 Uhr
webs

Ich störe die allgemeine Mobbingrunde ja nur ungern, aber der Artikel vergisst, etwas grundlegendes deutlich zu sagen:
An einer PH studieren in Baden-Württemberg NUR zukünftige Grund/Haupt-, Real- oder Sonderschullehrer. D.h. keiner der Befragten wird in einem Gymnasium unterrichten, d.h. weiter auch, das düstere Bild skizziert nicht "im besonderen den Zustand bei den Studenten für das Lehramt an Haupt- und Realschulen", sondern ausschliesslich.

Das ändert natürlich nichts an dem erschreckenden Ergebnis, es ist aber nicht zulässig, die Ergebnisse einfach auf ein Gymnasiallehramtsstudium zu übertragen. Das ist nämlich in Baden-Württemberg nämlich fast identisch mit einem Magisterstudiengang (plus Pädogogik- und Fachdidaktikscheine und einem 3monatigen Praktikum), und hat die gleichen NC. Von geringem Anspruch kann also keine Rede sein.
Und da wohl ziemlich alle, die hier über ihre Lehrer gejammert haben, auf dem Gymnasium sind/waren, sage ich einfach mal:
Wenn man keine Ahnung hat, bitte Klappe halten!
Danke.

Fabien_Philip_Meunier
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 18:45 Uhr
Fabien_Philip_Meunier

Wow. Und das kurz nachdem ich mich für den Lehrerberuf entschieden habe. Perfektes Timing! ;)
Ich halte trotzdem dran fest, 100% ist natürlich nie was im Leben, aber gefallen würde es mir schon.

frittenjunge
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 18:52 Uhr
frittenjunge

diese ergebnisse bestätigen in weiten teilen meine erfahrungen während meines studiums. lauter unmotivierte menschen, die rotzfrech schlechte referate halten und am ende des studiums bestenfalls ein wenig theoretisches wissen haben.
andererseits muss auch gesagt werden, dass das studium kaum etwas mit dem späteren beruf zu tun hat.

tinytuff
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 18:53 Uhr
tinytuff

Tiny stellt fest: Ich bin anscheinend ein Glückspilz.

Klar kenne ich LehrerInnen, da denke ich nur: Äh?!, aber im Prinzip staffelt es sich - meiner bescheidenen Erfahrung nach - so:

- die Champions League - man kann sie auch Halbgötter in Beamtenform nennen ;) (wie KiraP sie beschrieb: motivierend, inspirierend.. tja, sie "brennen" eben.. die sind auch wirklich selten, leider)
- die UEFA-Cup-Plätze (kompetent und sympathisch, aber nicht ganz so auffällig wie die Halbgötter)
- das gesunde Mittelfeld - UI-Cup bis etwa 14. Platz (ab und zu mal nen schlechten Tag, aber insgesamt verträglich)
- die erweiterte Abstiegszone - 15. bis 18. Platz (auch da gibt es Abstufungen der Antipathie, aber das sind dann eben die in der Studie beschriebenen "Fehlgeleiteten")

Die Abstiegszone schlittert - klopf auf Holz - meist glücklich an mir vorbei.

frittenjunge
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 18:53 Uhr
frittenjunge

und @ webs:

mein persönlicher eindruck von den loa-studenten ist keinen deut besser als der von den grumis

tinytuff
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 18:54 Uhr
tinytuff

P.S.: Ich bin 11. Klasse an einem niedersächsischen Gymnasium. Wir sind der letzte Jahrgang bei uns mit noch 13 Jahren Schule. Die nach uns haben schon nur noch 12 Jahre Zeit.

grand_ouvert
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:21 Uhr
grand_ouvert

Es ist immer einfach, über Dinge zu schimpfen, von denen man selbst nicht wüsste, wie es besser zu machen ist. Anders ausgedrückt, wer von den Ingenieuren, Ärzten und all den anderen Berufen, die sehr wohl auch eine sehr verantwortungsvolle Funktion ausüben, geht denn jeden Tag brennend zur Arbeit, um die Probleme der Menschheit zu lösen? Sicherlich einige, doch auch die nicht jeden Tag. Und es wird immer Menschen geben, die ihren Beruf verfehlen. Aber Lehrer sind ja grundsätzlich inkompetent, weil man selber in der Schule nur geschlafen hat, und die Pubertät nicht vorbeiging. Als ob wir das nicht schon alle gewusst hätten.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:21 Uhr
grand_ouvert

Es ist immer einfach, über Dinge zu schimpfen, von denen man selbst nicht wüsste, wie es besser zu machen ist. Anders ausgedrückt, wer von den Ingenieuren, Ärzten und all den anderen Berufen, die sehr wohl auch eine sehr verantwortungsvolle Funktion ausüben, geht denn jeden Tag brennend zur Arbeit, um die Probleme der Menschheit zu lösen? Sicherlich einige, doch auch die nicht jeden Tag. Und es wird immer Menschen geben, die ihren Beruf verfehlen. Aber Lehrer sind ja grundsätzlich inkompetent, weil man selber in der Schule nur geschlafen hat, und die Pubertät nicht vorbeiging. Als ob wir das nicht schon alle gewusst hätten.

riesenherz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:28 Uhr
riesenherz

ich habe unter den juristen übrigens mehr wenig motivierte getroffen als unter den lehramtsstudenten.

allerdings: während bei lehrämtern für die primarstufe und die sekundarstufe I viele zu finden sind, die pädagogen werden wollen; tummeln sich in der gymnasisalen ausbildung mehr, die eigentlich nur ihre guten schulfächer weiter haben wollen.

wer sich aber vor dem studium mal die ausbildungsordungen der referendare anschaut, sieht gleich, wie anspruchsvoll das werden kann. da mag sich mancher seine entscheidung noch einmal überlegen.

es gibt kaum eine branche, in der sich das berufsbild in den letzten jahren derart dramatisch wandelt. (stichwort: vom lehrenden zum lernberater). leider sind sich viele junge menschen darüber nicht im klaren.

was das burnout-syndrom angeht: veränderte lernbedingungen an den schulen lassen eine lehrkraft mit den methoden aus der konserve rasch an den rand geraten. weswegen es sehr wichtig ist, daß lehrer nicht nur dreißig jahre bis zur pensionierung den didaktikstand ihrer abschlußprüfung fortführen, sondern sich stets fortbilden. solches beugt auch dem burnout vor.

zur ehrenrettung vieler lehrkräfte sei angeführt: in den kliniken, die sich bspw. auf die behandlung von burnout und begleitenden symptomen (etwa tinnitus) spezialisiert haben, finden sich überproportional viele patienten, die aus pädagogischen berufen stammen: was einerseits für die enorme belastung dort spricht, aber auch für den anspruch auf engagement, dem sich menschen in diesen berufen stellen.
juristen und ökonomen finden sich eher selten.

letzte bemerkung: wenn ich sehe, wieviele juristen unter den unsäglichsten politikern zu finden sind, dann bin ich mir nicht sicher, ob auch dieser berufsstand nicht dazu beiträgt, erheblich negativen einfluß auf die junge generation auszuüben.
welche wirkung hat ein innenminister schäuble auf diese gesellschaft und das staatsverständnis der jungen menschen?

Der_Klabautermann
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:31 Uhr
Der_Klabautermann

Hier haben sich schon andere ihre Gedanken gemacht

Meine Freundin, die Sonderpädergogig studiert, (Sonderpädagogen sind noch ein Fall für sich)
meint zu dem Video nur:
"Gemein aber wahr"

hell_rebel
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:33 Uhr
hell_rebel

66 % mehr Wandertage
36,6 % mehr Kunstunterricht
24 % längere Schullaufbahn
Milchbestellungen und Milchpause bis zum Abschluss
Für jede Klasse:
Eine(n) Psycholog(i,e)n
Eine(n) Sozialarbeiter(in)
Eine(n) Pysotherapeut(i,e)n
Eine(n) Clow(n)
und einen Androiden-Buttler
Testoteronblocker für alle männlichen Lehrer
Kopftücher für alle weiblichen Lehrer

tinytuff
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:39 Uhr
tinytuff

Was ich nicht verstehe: wenn das Klischee anscheinend so oft auf Erdkundelehrer hinausläuft.. wo landen die dann alle?! Jedenfalls nicht bei uns, wir sind chronisch unterbesetzt...

das_schlechte_gewissen
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:43 Uhr
das_schlechte_gewissen

Der_Klabautermann sagte:
Meine Freundin, die Sonderpädergogig studiert,


und was hast du studiert? deutsch sicherlich nicht.

legalize_ultra
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:45 Uhr
legalize_ultra

man gut das bei uns die ganzen Möchtegern-Erdkundelehrer gleich im ersten Semester dank der tollen Ringklausur ausgesiebt wurden o_O

davon ab, ich werde mich als Lehrämtler jetzt einfach mal selbst nicht von den Studienergebnissen ausnehmen, da ich anfänglich tatsächlich aus Mangel an Alternativen mit dem Studium angefangen habe, aber das problem ist doch einfach das die Lehrerausbildung in Deutschland schlichtweg scheiße ist!
Ich hab jetzt 3 Praktika gemacht, dabei insgesamt vor exakt 4 Klassen gestanden und das wars dann...dafür kann ich jetzt aber noch ein siebenwöchiges(!) Betriebspraktikum(!!!) machen. Hallo?

Wenns mehr Praktika gäbe würden wohl auch mehr Leute checken das sie nicht zum Lehrer taugen..

Der_Klabautermann
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:46 Uhr
Der_Klabautermann

Nicht ganz...
..bin ein halber Legasteniker daher hat Design besser zu mir gepasst.

Begunje62
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 19:51 Uhr
Begunje62

ich denke auch, dass es nicht nur an der unfaehigkeit der studenten liegt... die art der ausbildung laesst doch zu wuenschen uebrig!

webs
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 20:23 Uhr
webs

frittenjunge sagte:
und @ webs:

mein persönlicher eindruck von den loa-studenten ist keinen deut besser als der von den grumis


Vielleicht erbrächte eine Untersuchung mit Gymnasiallehrämtlern ja ähnliche Ergebnisse. Aber eine (notwendige) Diskussion mit falschen Fakten zu beginnen halte ich trotzdem für falsch.

tomsen
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 20:46 Uhr
tomsen

milagro sagte:
in meinem freundeskreis machen fast alle inzwischen auf lehramt ... meist auch aus mangel an alternativen. klar, da kann man sich drüber aufregen oder sich lustig machen. (...).


Was heißt hier Mangel an Alternativen? Es gibt zig verschiedene Studiengänge in Deutschland. Ich glaube ganz einfach, daß in der Oberstufe zuwenig über Studienmöglichkeiten geredet wird. Als ich z.B. mein Abitur in der Tasche hatte, kannte ich nichts anderes als die Klassiker Jura, Medizin, BWL und co. Dabei gibt es die interessantesten Studiengänge, wenn man darüber nur informiert wäre.
Um zum Lehramtstudium zurückzukommen: Ich finde, daß man zum Lehrerberuf besonders berufen sein sollte. Nicht jeder hat den passenden Charakter für so einen stressigen Job mit pubertierenden Kindern.

hansmoleman
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 20:56 Uhr
hansmoleman

Tsjoa, zur Zeit kriegen die Studenten ja ganz schön ihr Fett ab: Die BWLer und Juristen neigen zu Alkoholproblemen, die Lehramtler studieren nur aus Verlegenheit...

Aber mal im Ernst: Es ist eben schwer, die top-motivierten potentiellen Erzieher und Wissensvermittler auch zum Lehramtsstudium zu bewegen. Unser Bildungssystem hat nun mal einen schlechten Ruf. Übervolle Klassen, veraltete Materialien und Bücher, Reformen wie G 8, die ohne Augenmaß innerhalb von kürzester Zeit durchgeprügelt werden, zu volle Lehrpläne, etc. etc.
Das kann einen abschrecken, auch wenn man an sich idealistisch ist.
Schon wieder ein Platz mehr für einen weniger motivierten Verlegenheitsstudenten. Denn eines ist klar: Der Bedarf an Lehrern wird auch in Zukunft nicht abnehmen. Es ist nur die Frage ob man so ein Studium den motivierteren Kandidaten auch schmackhaft machen kann. Momentan siehts da eher mau aus...

Begunje62
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 21:05 Uhr
Begunje62

waere es nicht vielleicht auch gut, wenn man nicht von anfang an "auf lehramt" studieren muesste? z.b. wenn man schon ein abgeschlossenes Studium hat und mit der Zeit merkt, dass man gerne unterrichten wuerde, nach jahrelanger erfahrung in einem anderen beruf... manchmal hat man mit ende 20 halt noch keine lust, wieder in die schule zu gehen, wofuer auch immer. vielleicht geht das nicht in jedem fach, aber zum beispiel als musik- oder kunstlehrer? Musik auf Lehramt ist HAMMERHART. Deswegen macht das ja keiner. Warum kann das nicht auch ein Berufsmusiker mit Berufserfahrung machen, OHNE Lehramtsstudium?

Nyarlathotep
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 21:06 Uhr
Nyarlathotep

Ich wusste es schon immer.

das_schlechte_gewissen
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 21:25 Uhr
das_schlechte_gewissen

oh, sorry. (klabauter)

und wieso eigentlich schon wieder diese ganzen anmeldungen unter neuem namem hier? angst vor dem mobb?

luftleer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 22:08 Uhr
luftleer

war doch schon ewig so. am traurigsten ist es, wenn im eigenen umfeld plötzlich, zwei jahre nach dem abi, die kunststudentinnen auf lehramt kunst, die nur germanistikstudentinnen auf lehramt deutsch und sozialwissenschaftler auf lehramt englisch/deutsch mit sozialkunde als ergänzungsfach umsatteln. und alle, die sich dadurch ihre zukunft sicher machen wollen, schon während dem nun umgesattelten studium mehr als unglücklich scheinen.

als wäre ein gesicherter arbeitsplatz das wichtigste auf der welt. lieber arm und glücklich als lehrer, wenn man sich nicht dafür interessiert.

mr_mulilo
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 22:32 Uhr
mr_mulilo

Nicht wirklich überraschend :-)

Crushed_on_You
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 22:50 Uhr
Crushed_on_You

Ich bin auch alarmiert von dieser Studie - wenn man nix kann, kann man doch immer noch Journalist werden, es muss ja nicht das Lehramt sein.

Gast08
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

23.01.2008 - 23:36 Uhr
Gast08

Ich oute mich jetzt als Lehrer, der den Job(!) schon ein paar Jahre macht, und zwar gern!
Da die Diskussion hier leider zum Teil wieder in Richtung "faule Säcke" läuft, möchte ich aus meiner subjektiven Sicht einige Anmerkungen machen.

Woher soll ein Abiturient, der gerade die Schule verlässt, wissen, was im Lehrberuf auf ihn zukommt? Mehr als Klischees (siehe einige Meinungen hier) hat er doch nie gehört. Wer will nicht gern einen Job mit einem Vorstandsgehalt und mindestens einem halben Jahr Urlaub? Da das Studium (siehe unten) auch nicht gerade eine Offenbarung darstellt, erleben viele dann in der Praxis einen regelrechten Schock. Und dann? Was soll man mit einem Lehramtsstu-dium sonst anfangen?

Das Studium ist, wie schon von manchen angesprochen, wirklich eine Katastrophe, es hat mit der Praxis eines Lehrers kaum etwas zu tun. Im Gegensatz zu vielen anderen hier, bin ich der Meinung, dass fast jeder ein ganz passabler Lehrer werden kann, wenn man ihm nur sagen würde, was er dazu tun muss. Leider wird einem im Studium 90% reines Fachwissen einge-trichtert, das man nie wieder braucht, außer einen wirklich winzigen Teil im Leistungskurs, und somit komplett vergessen kann. Der restliche Stoff, der einem Lehrer was bringen würde, wird oft von Dozenten unterrichtet, die noch nie in ihrem Leben vor einer Klasse standen.

Noch eine Bemerkung zum lockeren Lehrerjob, ich kann aber nur die Situation in Bayern beschreiben. Es brennt an fast allen bayerischen Schulen lichterloh, Unterrichtsausfälle im zweistelligen Prozentbereich sind normal. In den meisten Fächern werden händeringend Leh-rer gesucht, der „Markt“ ist leergefegt, es gibt weitaus weniger Absolventen als offene Stel-len. Mittlerweile werden sogar Ingenieure und Wirtschaftler aus den Betrieben abgeworben. Da frage ich mich jetzt aber schon, wieso bei diesen traumhaften Bedingungen – Lebensstel-lung mit Vorstandsgehalt, Halbtagsjob und fast das ganze Jahr Ferien – den Beruf offensicht-lich einfach keiner machen will? Wenn jetzt die Studienanfängerzahlen wieder kräftig steigen, liegt das daran, dass das Kultusministerium in den Oberstufen der letzten Jahre massiv Wer-bung für den Lehrberuf gemacht hat. Wie man so hört, mit der Überzeugungskraft des Kli-schees. Die nächste Generation der „Praxisgeschockten“ wächst heran!

In diesem Sinne, morgen um acht in alter Frische!

Crushed_on_You
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 00:10 Uhr
Crushed_on_You

Dass sich leute für ein Lehramtsstudium wegen der relativ attraktiven ökonomischen Aussichten entscheiden ist kein Argument, sondern eine Trivialität. Rational Choice, Klassenerhalt. Wer meint, dass jeder seines Glückes Schmied sei und doch alles studieren und erfolgreich sein könne, wenn er sich Mühe gibt, glaubt wohl auch noch an den Weihnachtsmann und hat noch nie ein soziologisches Buch gelesen.

emilpohl
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 00:16 Uhr
emilpohl

Mit einer Studie ...? Wer kennt die Studie? Wer kennt die Qualifikation der Autoren und wer kennt deren Interessen und Absichten? Ich denke, wir sollten uns da lieber auf unsere eigenen Erfahrungen verlassen und dann darüber - aber auch nur darüber - Bewertungen abgeben. Dass die problematischsten Schüler gern in diesen Chor einstimmen und sich kritisch zu Wort melden, ist natürlich. Karl Dall ist da ja nur ein Beispiel.

Ich habe beide Seiten - Lehrer und "Nichtlehrer" über 40 Jahre hautnah erleben können und komme zu einem differenzierteren Bild. Dass überdurchschnittlich ehrgeizige und möglicherweise auch begabte Menschen versuchen, in eine Position mit Spitzeneinkommen zu gelangen - sehr oft nachdem sie zuvor jahrelang Lehrer waren, ist doch plausibel. Denn - Spitzengehälter werden im Schuldienst nun mal nicht bezahlt. Dass die Einkommen sicher sind und dass diese Überlegung bei der Entscheidung für den Beruf berücksichtigt wird, spricht nicht gegen die Lehrer. Eine Entscheidung für Sicherheit hat besonders für die Menschen einen hohen Stellenwert, die für andere dauerhaft Verantwortung zu tragen bereit sind. Mir fiel auf, dass überdurchschnittlich viele Lehrer Kinder adaptierten und dass sehr viele extrem erfolgreiche Menschen in allen möglichen Berufen aus einem Lehrerelternhaus kommen und darauf gern zurück sehen. Natürlich gibt es auch beliebig viele Gegenbeispiele. Aber das ändert nichts daran, dass der Lehrerberuf (Ausbilder, Erzieher usw. eingeschlossen) der wichtigste Beruf der Spezies Homo sapiens überhaupt ist. Menschen beherrschen nun mal die Welt auf Grund ihrer tradierten - nicht genetisch erworbenen - Fähigkeiten. Wenn wir einen 60-Jährigen treffen, der noch nie einen Richter, Staatsanwalt, Chirurgen oder Psychiater bemüht hat, merken wir es ihm nicht an - ist er aber noch nie einem Lehrer begegnet, sieht das doch schon erheblich anders aus. So wird man ja bei einer Einstellung auch nicht nach konsultierten Ärzten, sondern nach besuchten Schulen gefragt. Oder?

vedder
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 01:00 Uhr
vedder

mich wundert vor allem diese nc-debatte. nur die besten sollen lehramt studieren können? hauptsächlich abiturienten mit schlechtem nc studieren lehramt? wohl vor allem deshalb, weil es in vielen anderen fächern quotierungen gibt, die zu einem elitecharakter des jeweiligen studiengangs beitragen, was natürlich die leute mit besserem abischnitt aus prestigegründen anzieht. wäre es da nicht besser, zuzusehen, dass der nc abgeschafft wird? es ist ja nicht so, als ob dann plötzlich jeder kowi o.ä. studieren wollte. die jobaussichten, interessen und begabungen regeln die gesunde verteilung von studenten auf fächer auch ohne quoten ganz gut.

nucleus
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 01:12 Uhr
nucleus

ich hab anscheinend das glueck einige mehr als nur motivierte Lehrer fuer die diversen Schulstufen zu kennen. Alle von denen haetten ohne Probleme in der Wirtschaft was gefunden, aber deren faehigkeit mit Kindern und Jugendlichen umzugehen und ihnen etwas beizubringen hat sie einfach Lehrer werden lassen. Und das ist gut so.

Fuer mich das allerallerschlimmste sind die Lehramtsquereinsteiger, die eben in der freien Wirtschaft gearbeitet haben und einfach mehr Urlaub und einen Beamtenstatus haben wollen. So einen hat ich einmal und hab selten weniger gelernt, als in diesen Stunden. Ich hab ja insgeheim sogar den Verdacht, dieser Unterricht hat mein Wissen eher gemindert als gesteigert. Wahrscheinlich einen Haufen Ahnung von dem Stoff, den sie unterrichten, aber eben keine Ahnung wie man das rueber bringt.

Ein Auswahlverfahren fuer Lehrer faende ich auf jeden Fall sinnvoll und angebracht. Wie bei vielen anderen studiengaengen auch. Sonst wuerden wohl noch viel mehr Architektur und aehnliches studieren, aber zum glueck scheitern die unmotivierten eben an den diversen auswahlverfahren!

farilari
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 07:48 Uhr
farilari

auswahlverfahren bringen im endeffekt wenig, glaube ich. man braucht einfach zuviele lehrer, als dass man alle unmotivierten aussortieren könnte, auch wenn das wünschenswert wäre. was man machen könnte, ist den lehrerberuf attraktiver machen, damit sich mehr talentierte leute diesem zuwenden. ob das geld alleine reicht, wage ich zu bezweifeln.

maehkuh
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 08:48 Uhr
maehkuh

ich bin einer der bösen lehramtsstudenten (kunst und englisch). und ich finde, man kann und soll sein studium auch nach berufschancen und bequemlichkeit aussuchen dürfen. Ich studiere auf Lehramt, weil man mit freier kunst nicht wirklich viel anfangen kann. Ich studiere englisch, weil ich da in der schule gut drin war.ich studier auf lehramt, weil ichs schön fand wissen vermittelt zu bekommen und weil ich auch wissen vermitteln möchte. zu meinen pädagogischen fähigkeiten.....naja... wo ich auf jeden fall zustimme: es müssen mehr praxiserfahrungen gesammelt werden können am anfang. was wir so gerade machen hat wenig mit schule zu tun. man studiert nicht lehrer zu werden sondern generell das fach. es muss auf jeden fall aber schon zu anfang eine mischung aus praxis und theorie her, sonst haben wir am ende lauter "lehrer" die sich wie studenten aufführen....

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 08:53 Uhr
alcofribas

gabs oder gibts hier nicht mal nen club / gruppe, in dem sich lehrer hier über ihre ach so blöden schüler austauschten? wieso äußert sich von denen keiner?

Plakativa
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 09:18 Uhr
Plakativa

Ich bin der Meinung, dass nicht nur ein Problem der Studienentscheidung Grund für das Burn-Out-Syndrom vieler Lehrer ist.
Das ganze System, das Lehrer zu dem machen soll was sie später so immens wichtig werden lässt, ist durchzogen von Strukturproblemen und falschen Vorstellungen. Im Studium werden Studenten mit einer fülle an Fachwissen überschüttet, welches oftmals einfach nicht relevant für den Lehrerberuf ist. Praxiserfahrungen bleiben wenigstens die ersten 4-6 Semester auf der Strecke und in Pädagogikseminaren fragt man sich oft, ob es in Ordnung ist, dass sämtliche Schwierigkeiten und Probleme mit einer geschickten Auswahl der Vermittlungsstrategien und Fragetechniken erledigt sind.
Der Schüler steht überhaupt nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses. Wichtiger scheint die im Schüler (gleichsam Kind) gespeicherte Arbeitsenergie zu sein, die immer früher zur Ausschüttung kommen soll. Da fragen sich zurecht bereits 7. Klassen ob es richtig ist als Kind mit 11 oder 12 Jahren schon so unter Druck zu stehen. Was für ein Potential steckt in Kindern, die einen solchen Grad an Selbstreflexion bereits in jungen Jahren aufweisen, erschreckend ist deren erwachsenheit oft genug für mich.
Mit 11 war ich jeden Mittag ab 15 Uhr im Wald beim Baumhaus bauen...

Kleiner_Fisch
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 09:29 Uhr
Kleiner_Fisch

dass ich nicht lache! aus welchem geist entspringt denn dieser quatsch? das lehramtstudium mag zwar meist locker sein, aber spätestens am ende beim examen bekommt man die quittung. verlegenheitsstudierer kommen meist gar nicht soweit.

aussagen wie von diesem superhirn: „Die über besondere Belastungen Klagenden haben vermutlich nie ‚gebrannt’ kann man schon fast als menschenverachtend bezeichnen. Lehrer sollten die massiven Erziehungsfehler der Eltern ausbügeln, G8-mäßig durchpowern und haben bei Disziplinarmaßnahmen von Kindern gleich den Rechtsanwalt der "modernenen" Eltern, oder besser Erziehungsversager, im Haus.

Frechheit, so einen Quatsch zu verzapfen. Liebe jetzt.de, wollt ihr mit den "lehrerhassern" sypathisieren? Dann empfehle ich eine zusammenarbeit mit anderen BRAVOröseren Teitrschriften.

farilari
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 09:35 Uhr
farilari

kleiner fisch, hoffentlich bist du kein lehrer, bei soviel wut und aggressivität, wie aus dir herausströmt...

special_kate
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:12 Uhr
special_kate

Ich oute mich hier mal als Ingenieurin. Ich hab das gemacht, weil es mir Spaß macht. Ok.
Vor einem Jahr hat mich eine Abiturientin gefragt, wie es denn so ist als Frau in diesem Männerberuf, wie die Studienbedingungen sind etc. Sie hat nämlich Mathe-Physik-Leistungskurs und interessiert sich auch für neue Entwicklungen.
Letzte Woche hab ich sie wiedergetroffen und was studiert sie? Gymnasiallehramt Mathe-Physik. Begründung: ich möchte später ja mal Kinder haben und in so nem Job wie du hast, hab ich nachmittags ja nicht frei.
So viel dazu.

hin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:15 Uhr
hin

"hab ich nachmittags ja nicht frei".

Hahaha, nachmittags frei - die ist lustig. Abgesehen davon, dass es beim G8 Nachmittagsuntericht gibt muss sie Stunden vorbereiten, Korriegieren, sich mit Kollegen und Eltern herumplagen... Kein Wunder, dass so ein verzerrtes Bild herrscht...

molchreis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:18 Uhr
molchreis

Die gleiche Diskussion gabs auf dieser Seite vor kurzem schonmal. Schön, seine subjektiven Eindrücke halbwegs empirisch belegt zu bekommen. Die Argumente der Lehrerseite (vgl. Kleiner Fisch) sind auch immer die gleichen. G8 mosermoser unfähige Eltern mosermoser Kultusminister grummel früher alles besser.
Viele Grüße
ein Elternteil

special_kate
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:19 Uhr
special_kate

@hin: eben. Ich wollte damit auch sagen, dass viele, die anfangen Lehramt zu studieren, gar nicht wissen, was da auf sie zukommt. Die sehen halt die Ferien, die 4-Stunden Unterricht am Tag und sagen: "In den Fächern war ich schon immer gut, kann ich sie ja auch auf Lehramt studieren."

molchreis
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:20 Uhr
molchreis

@hin
es heißt korrigieren ;-) ohne ie

hin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:24 Uhr
hin

molchreis,

tatsächlich, hab ich mich doch glatt vertippt. Tja, da war dann in früheren Jahren wohl mein Deutschlehrer überfordert :-)

Crushed_on_You
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:36 Uhr
Crushed_on_You

molchreis
ein Elternteil

War ja klar, hahahaha

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:38 Uhr
Crushed_on_You

Es bringt überhaupt nichts dieses Thema zu diskutieren. Niemand hier hat auch nur für ein Fünferl Ahnung von Soziologie und Erziehungswissenschaft. Totale Aufklärungsresistenz.

hin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 10:50 Uhr
hin

Crushed_on_You sagte:
Es bringt überhaupt nichts dieses Thema zu diskutieren. Niemand hier hat auch nur für ein Fünferl Ahnung von Soziologie und Erziehungswissenschaft. Totale Aufklärungsresistenz.

Ahja... das Problem ist doch: angehende Lehrer haben leider auch nur ein Fünferl Ahnung.

belzebub99
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 12:26 Uhr
belzebub99

Nichts Neues.
Das sah ich schon an der Qualität der Lehrer vor 40 Jahren.
Die heutige Einstellung ist nicht besser, nur die Lehrmittelausstattung ist moderner.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 12:30 Uhr
belzebub99

@ Crushed_on_You

Von wegen. Ich bin ein Großneffe von Prof. Dr. Dr.h.c. Grzimek. Da ist Sozoologie latent genetisch mutiert.

webs
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 12:43 Uhr
webs

Die Diskussion an dieser Stelle muss grundsätzlich an drei Dingen scheitern:

1. Der Artikel ist als Diskussionsgrundlage unzureichend, weil er wichtige Fakten verschweigt. Ich habe weiter oben schon darauf hingewiesen, aber das interessiert wohl niemanden.
2. Die meisten, die sich hier äußern, wollen nicht diskutieren, sondern sich über ihre Lehrer/Erfahrungen mit (angehenden) Lehrern auskotzen, und/oder ihre Vorurteile bestätigt bekommen.
3. und grundlegend: das Thema ist aus einer Reihe von Gründen unheimlich komplex, und bedürfte einer enorm differenzierten und "erwachsenen" Diskussion. Und weil das nicht einmal die Bildungsministerien hinbekommen, wäre es utopisch, es hier zu erwarten.
Ein Beispiel für die Komplexität: Bildungspolitik ist Landespolitik.
Und die damit einhergehende Ausbildungsfreiheit nutzt jedes Bundesland weidlich aus. Die Unterschiede sind teilweise riesig.
Das heisst auch, dass diese Diskussion nicht einmal den grundlegendsten Anspruch erfüllt: auf einer gesicherten gemeinsamen Basis geführt zu werden.
Für Baden-Württemberg kann ich sagen, dass es dort vor allem beim Gymnasiallehramt in den letzten 10 Jahren grundlegende Änderungen gab. Das Ergebnis, bessere Lehrer, kann man in Ansätzen schon jetzt, in der großen Masse aber wohl erst in den nächsten Jahrzehnten beobachten, wenn der Generationenwechsel in den hiesigen Gymnasien vollzogen ist.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 12:45 Uhr
webs

Und damit verabschiede ich mich auch wieder aus dieser "Diskussion".
Habe nämlich besseres zu tun. An meinen pädagogischen Skills zu feilen zum Beispiel.

Viel Spaß noch.

neophil
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 12:49 Uhr
neophil

"Echte Optimisten träumen davon, dass der Job eines Lehrers dereinst so angesehen ist wie vielleicht der Beruf eines Juristen oder eines Mediziners. Die Idee dahinter: Nur die besten und engagiertesten eines Jahrgangs sollen in die Lehrerausbildung einsteigen dürfen"

Das ist ja nicht so schwer zu erreichen: Etwas mehr Konkurrenz einführen in Verbindung mit der Hierarchie, starke Gehaltssteigerungsmöglichkeiten, für Berufseinsteiger 50 Tsd Euro Jahresgehalt, mit Doktortitel 70 Tsd.

Crushed_on_You
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 13:24 Uhr
Crushed_on_You

Blablabla. Das einzige was man dem Thread entnehmen kann, ist die alte Feststellung, dass das Internet der Kotzkübel der vermeintlich zu kurz gekommenen ist. Das bietet höchstens Aufschluss darüber, wie sich manche Leute ihr faktenfreies und stringenzloses Weltbild zusammenschustern.

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 13:39 Uhr
Guenther_Hetzer

@Crushed

Du klingst wie ein Lehrer den man genau an der richtigen Stelle angepiekst hat.

Faktenfrei ? Ich war 13 Jahre in der Schule.

Fakten Fakten F... you ! :-)

special_kate
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 13:48 Uhr
special_kate

Crushed, komm doch mal zu nem Klassentreffen unseres Abiturjahrgangs und unterhalt dich mit den Lehramtsstudenten und frag sie nach ihrer Motivation. Da bekommst du die Antworten, die im Artikel stehen. Aber das sind natürlich alles Ausnahmen.

Schwebewieeinschmetterling
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 15:09 Uhr
Schwebewieeinschmette…

definitiv - da bleibt nichts gegen zu sagen. Ich bin da ein Zeuge.

hin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 15:13 Uhr
hin

Es ist ja nicht so, dass es keine guten Lehrer gäbe, ich hatte durchaus das Glück ein paar motivierende, motivierte und fähige Lehrern zu begegnen. Erschreckend ist nur, dass diese subjektive aber auch den Statistiken nach (noch) in der Minderheit sind - mit fatalen Folgen für Schüler und die Lehrer selbst.

musicus
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 16:05 Uhr
musicus

1. Meine Erfahrung: Die meisten Neu-Lehrpersonen sind sehr motiviert. Die grosse Schwierigkeit liegt darin motiviert zu bleiben.

2. Viele gute & motivierte Lehrpersonen (vorwiegend jüngere) verlassen den Beruf und suchen sich was anderes, wo sie mehr Perspektiven haben.

3. Die theorielastige Ausbildung bereitet nur beschränkt auf die praktische Arbeit vor. Was zur Folge hat, dass die ersten Unterrichtsjahre für viele eine sehr grosse Herausforderung sind, die nicht jeder unbeschadet übersteht (siehe Punkt 1). Andere ziehen aus den Erfahrungen ihr Konsequenzen (siehe Punkt 2).


Daraus folgt: Der gute Lehrer ist am besten schon am Anfang seiner Karriere gut und Idealist muss er auch noch sein, damit er den Schülern erhalten bleibt.
Dass es davon nicht so viele gibt, erstaunt mich eigentlich nicht.

ich_schlampe_bin_muede
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 16:43 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Dass der Lehrerberuf oft eher wenig wagemutige Naturen anzieht und der Kreislauf Schule-Uni-Schule zu oft auftaucht, ist wahr. Dennoch:

„nicht nur geborene Erzieher drängen ins Lehramt, sondern oft auch Pragmatiker oder Hedonisten.“

Über die Hedonisten mag man ja diskutieren, aber ich halte es für ENTSCHIEDEN sinnvoll, dass Pragmatiker ins Lehramt drängen, die vernünftige Zielvorstellungen haben, die auch durch- und umsetzbar sind. Die ach so "brennenden" Idealisten haben seit den 70ern immerhin den Karren Schule brutalstmöglich vor die Wand gefahren und stehen dringenden Reformen mit ihrer monadischen "pädagogischen Freiheit" steifnackig im Weg!

Zu verlangen, dass Berufs- und Gehaltsaussichten keinen Faktor bei der Studienwahl darstellen sollen, ist reichlich naiv. Natürlich ist die Festverbeamtung ein wichtiger Punkt bei der Berufswahl und das ist überhaupt nicht verwerflich, ebensowenig wie die Arbeit hin auf ein krisensicheres A12/A13-Gehalt.

"Die Besten" eines Jahrganges gehören mit Verlaub nicht an die Schule sondern in Spitzenforschungsgruppen in der Wissenschaft sowie an die wesentlichen Schaltstellen in Wirtschaft, Politik und Recht. Vielleicht sollte man mal ein wenig Größenwahn aus der ideologiegesättigten Debatte um den Lehrerberuf rausnehmen. Schulen haben eine allgemeinbildende und eine wissenschaftsPROPÄDEUTISCHE Aufgabe. Dafür reicht fachlich gutes Mittelmaß bis das untere Ende des oberen Drittels des fachwissenschaftlichen Leistungsspektrums - verbunden mit soliden didaktischen, methodischen Kompetenzen und einem gerüttelt Maß an Sozialkompetenz.

Abgesehen davon - wirklich nett, wie schön man auch bei jetzt.de die Stammtische am Rotieren sieht...

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 16:44 Uhr
Guenther_Hetzer

und viele wollen einfach den geilen kleinen schnittchen (mindestens) in den ausschnitt starren.

irrgaertnerin
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 16:56 Uhr
irrgaertnerin

als jemand der aus einem land ohne (offiziellem) nc kommt, kann ich nur sagen: hier in österreich trifft das mit dem "hm. ich weiß nicht was ich studieren mag, ich studier mal ..." nicht bloß auf der lehramtsstudium, sondern sehr auch stark auf jura und medizin zu. das sind eben die studien, bei dem sich einE schulabgängerIn ungefähr glaubt sich vorstellen zu können, was danach dabei rausschaut. ich glaube, das spielt eine große rolle.
"studier was gscheidts" läuft meistens auf solche studien hinaus, weil was bitte soll denn das kind mit einem englisch studium das nicht mit dem lehramtsstudium kombiniert wird machen?
meine mutter (selber lehrerin) und der rest der familie waren nicht sonderlich begeistert, als ich verkündete etwas brotloses wie theater/film/medienwissenschaft studieren zu wollen. bei lehramt wären die um einiges glücklicher gewesen, oder medizin, oder von mir aus architektur, weil da kann sich otto normalbürger zumindest ungefähr vorstellen wo das hinführt. also ich glaube, der punkt nach dem studium einen konkreten job zu haben, während des studiums ein ziel vor augen zu haben, trägt maßgeblich zu der entscheidung bei.

(und ich bin schlussendlich in meinem zweitstudium auch unter die lehrenden gegangen, als Deutsch als Fremdsprache Lehrerin. das hat mama beruhigt und mir die möglichkeit gegeben neben dem haupstudium wirklich direkt mit menschen zu arbeiten. ja. )

joni
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 17:31 Uhr
joni

ja ich fühl mich in meiner meinung auch bestätigt...

"Provinz ist dort, wo Lehrer als Intellektuelle gelten"

;)

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 17:32 Uhr
Guenther_Hetzer

@joni

sehr schön... hehe

alcofribas
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 17:58 Uhr
alcofribas

@joni

ich bin so frei und nehme den satz in mein repertoire auf

riesenherz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 18:02 Uhr
riesenherz

wenn doch alle beiträge zum thema so wären wie die von irrgaertnerin oder musicus oder webs.

momentan geschieht sehr viel in dem bemühen, die lehrerausbildung praxisgerecht zu gestalten. aber wie immer, es geschieht auch halbherzig, weil zugleich finanzielle ressourcen gespart werden sollen. wenn ich also einerseits die pflicht zur fortbildung für lehrkräfte festlege, dann aber verfüge, daß fortbildungen nur noch nachmittags, am wochenende, in den ferien und auf kosten der lehrkräfte absolviert werden dürfen, muß ich mich nicht wundern, wenn es weiterhin hakt.

in schleswig-holstein gibt es ein neues schulgesetz, in dem die individuelle(!) förderung eines jeden schülers verbindlich festgelegt wird. aber die entsprechenden umsetzungen für schulen und die lehrkräfte, methoden-, didaktikschulung etc.: dafür interessieren sich vor allem GHS, RS, Gesamtschulen, Förderschulen.
die Gymnasien halten sich "unfein " zurück. lobbyarbeit der konservativen funktioniert auch da.

Crushed_on_You
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 19:06 Uhr
Crushed_on_You

joni sagte:
ja ich fühl mich in meiner meinung auch bestätigt...

Eben, die ganze "Diskussion" hier ist die pure Selbstreferenz.
Ihr seid in eurer Borniertheit leider symptomatisch für meine Generation. Dabei gäbe es ja wirklich ernste, grundsätzliche Probleme mit dem Erziehungssystem, aber einer derart aufklärungsresistenten Öffentlichkeit sind diese wahrscheinlich nicht mehr kommunizierbar.

ich_schlampe_bin_muede
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:21 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Guenther_Hetzer sagte:
und viele wollen einfach den geilen kleinen schnittchen (mindestens) in den ausschnitt starren.


Soviel dann von den Stammtischen. Ich hätte geistreicheres erwartet, Guenther Hetzer...

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:22 Uhr
Guenther_Hetzer

hab ich nur an mir selber gemerkt als Assistent an der Uni. Dass man da echt die beste Aussicht hat wenn sich die jungen Dinger vorüberbeugen. Impressive.

ich_schlampe_bin_muede
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:26 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Nicht impressive sondern nervig. Und unprofessionell (sowohl das öffentlich-Möpse-durch-die-Gegend-schieben als auch das Schielen danach) Und im schulischen Bereich ein Erziehungsauftrag - eben den zur Professionalität (der Unterschied zwischen dem Auftreten in einer Arbeitsumgebung und dem in erotisch aufgeladener Abendstimmung muss erlernt werden.)

Ja, auch diese Reflexionsschichten gehören zu den Lehrerkompetenzen....

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:28 Uhr
Guenther_Hetzer

Ach Blödsinn. Das war einfach freie Auswahl, wir reden ja nicht von 13-jährigen sondern 10 Jahren drauf. Erstaunlich was so ein Examen ausmacht. Auch wenns keiner glaubt. Meine AG war die beliebt. Hehe.

ich_schlampe_bin_muede
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:32 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Ist schon lustig - über unfähige Lehrer schimpfen, über "verdorbene Generationen", über angeblich inkompetente PH-Absolventen; und dann nicht einmal zu trivialster professioneller Distanzierung in der Lage...

Tja, die Stammtische rotieren.

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:33 Uhr
Guenther_Hetzer

Ja was soll ich machen, Scheuklappen ?

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:33 Uhr
Guenther_Hetzer

Wenn die verbotenen Früchte schon so schön präsentiert werden.

ich_schlampe_bin_muede
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

24.01.2008 - 20:42 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Das ist genau das Problem - für den Lehrerberuf braucht man eben eine gewisse charakterliche Festigkeit. Sich davor zurück zu halten, Abhängige auszubeuten, die sich aufgrund von psychologisch einfachen Mechanismen potenziell anbieten, gehört dazu - genauso wie bei Ärzten und Autoritätsfiguren. Das gilt für Lehrer genau so wie Hochschuldozenten - ob es sich nun um 19jährige Abiturientinnen oder 20jährige Erstemesterinnen oder 22jährige Schülerinnen am Abendgymnasium handelt, ist doch gleichgültig.. Profis sind sich dieser Komplexe bewußt und handeln entsprechend.

Es mag ja persönlich für dich zutreffen, dass du zu so einer Professionalität nicht in der Lage bist, fair enough, und mit einem Lehrauftrag an der Uni genießt du vielleicht auch noch Amateurstatus. Aber wenn du schon so offen sagst, dass du nicht einmal diese relativ einfachen Anforderungen in einem Teilsaspekt persönlich erfüllen könntest, solltest du dich in deinen Kommentaren über das, was Lehrer so können müssen und was nicht, doch deutlich zurückhalten...

jinxjordan
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

25.01.2008 - 11:42 Uhr
jinxjordan

joni hat recht. bitter wird es für den lehrer, wenn er aus der provinz in urbanere gefilde kommt ...

Guenther_Hetzer
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

25.01.2008 - 12:36 Uhr
Guenther_Hetzer

@ich schlampe

aus dieser bitteren selbsterkenntnis heraus habe ich ja auch meine persönlichen konsequenzen gezogen und meine atemberaubende wissenschaftliche karriere beendet.

Waegele
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

30.01.2008 - 13:32 Uhr
Waegele

von Hannibal Wägele
Wer die erreichbare Veröffentlichung von Herr Rauin liest, der hat bemerkt, dass seine Untersuchung auf der Basis von "die 1100 nach einer Zufallsstichprobe ausgewählte Studierende an Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg erfasst". Das PH-Studium in Baden-Württemberg besteht aus einem Fachspezifischen Teil und einem pädagogisch-didaktischen Teil. Alles zusammen dauert 6 Semester. In dieser Zeit kann weder das Fach, noch Pädagogik oder Didaktik in befriedigendem Umfang studiert werden. Dazu kommt, dass der Lehrkörper Baden-Württembergischer PH's zum großen Teil aus ehemaligen Grund-, Real- und Sonderschullehrern besteht. PH-Professoren sind in der Regel keine habilitierten Professoren. Wenige PH's haben das Recht zu promovieren.
Als ich im Jahre 1966 (in einer baden- württembergischen PH-Stadt) das Abitur bestand, gab es bei uns am Gymnasium einen "Aufbauzug". Dort konnten "Mittelschüler" mit gutem Abschluss das fachgebundene Abitur nachholen, welches sie zum Studium an einer PH qualifizierte. Es war eine Zeit, in der die Lehrkörper der Schulen quasi verdoppelt wurden. Wenn einer ein "schlechtes" Abitur hatte, so wurde ihm geraten, auf die PH zugehen oder die gehobene Beamtenlaufbahn einzuschlagen, dort bräuchte man kein Fachwissen.
Kurz, die Untersuchung wurde mit einem Teil von Versuchpersonen angestellt, wie weder repräsentativ für "den deutschen Lehrer" (den's ja mindestens 16 Mal gibt - dem deutschen Förderalismus sei Dank), noch gibt er ein richtiges Bild der baden-württembergischen Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrer her. Die Studie zeigt allenfalls indirekt an, mit welchem Dilettantismus in Baden-Württemberg (seit Hahn, Mayer-Vorfelder bis heute) Bildungspolitik (hier: Lehrerausbildung) betrieben wird. Ich kann nur vermuten: das ist gewollt.
Schade an der Studie ist nur, dass sie nun von alle möglichen Journalisten zum Lehrer-Bashing benutzt wird. Ob das der Spiegel oder die taz ist, offenbar brauchen alle einen Buhmann. HaWä

kulturgut
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

30.01.2008 - 13:40 Uhr
kulturgut

es gäbe eine einfache lösung: die totalprivatisierung der bildung. markt und wettbewerb ergäben eine unglaubliche vielfalt an bildungsoptionen und würden auch die geistigen eliten animieren, sich in diesem bereich stärker zu betätigen - schon auch, weil es zum teil lukrativer wäre. heute haben wir nur wenige ernsthaft engagierte, deren motivation durch die realität obrigkeitlicher lehrpläne und aufsichtssysteme nach und nach zerstört wirde.

da dies aber von der mehrheit heute noch abgelehnt wird werden wir einen schleichenden verfall öffentlicher schulen sehen. wer kann, rettet seinen nachwuchs auf privatschulen, wenn möglich sogar auf ausländische, die nicht den oftmals skandalösen vorgaben der deutschen bildungsaufsicht in den bundesländern unterliegen.

parkplatz
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.02.2008 - 14:09 Uhr
parkplatz

Ne Freundin von mir war im Abi die Durchschnittsbeste. Als sie sagte, sie wolle Lehrerin werden, war der Direx entsetzt. Sie könne doch was viel Besseres leisten. Wenn ein Schuldirektor sogar so eine Haltung gegenüber dem Lehrerberuf einnimmt, sagt das ja schon alles. Der Beruf ist zum Spargelstecher unter den Studis geworden. Insofern legt die Studie genau den Finger in die Wunde.

AndrewHighfield
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

08.02.2008 - 19:29 Uhr
AndrewHighfield

Wie dumm seid ihr eigentlich? Wer sich für den Beruf des Lehrers / der Lehrerin entscheidet hat in der Regel eine ideelle Vorstellung davon, was mit diesem Beruf zusammenhängt. Was in der Vorstellungskraft nicht enthalten sein kann, weil die Erfahrungen dazu fehlen, sind die oftmals katastrophalen Arbeitsbedingungen, unter denen die LehrerInnen zu schaffen haben. Keine Sozial- oder Ruheräume, überdurchschnittlich hohe Wochenstundenarbeitszeiten, wenig Unterstützung / z.T. massiver Gegenwind aus den Elternhäusern (jeder war ja mal in der Schule, kennt sich dort aus und verarbeitet sein persönliches Trauma, indem er / sie es den blöden Paukern mal so richtig zeigt) und Rahmenbedingungen seitens der Politik (den `Gestaltern´, die schneller `ne neue Sau durchs Dorf treiben, als jemand den Ausführungstext des Erlasses lesen kann) und zu guter Letzt so fundierte Vollidioten, wie besagter Professor, der durch die Aussage`" Wer ein burn-out erleidet hat nie gebrannt!" ganze Gruppen von engagierten LehrerInnen denunziert, die durch ihren engagierten Einsatz an der pädagogischen Front an den Rahmenbedingungen stumpf werden und scheitern und dadurch viele Hohlköpfe in ihren negativ vorgefertigten Meinungen noch ein scheinbar wissenschaftliche Basis für ihre Stammtischargumente liefert. ("Glaube keiner Statistik, die du nicht selber mainpuliert hast!")
Wenn du dieses lesen kannst, dann dank deinem Lehrer!!!


Speichern
Mehr lesen:

Jetzt-Mitglied

peter-wagner unbekannt

peter-wagner

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.


München