Französische Minister bekommen Noten. Was für ein Unfug
In Frankreich bekommen die Regierungsminister in den nächsten Tagen ein Zeugnis. Im Auftrag von Präsident Nicolas Sarkozy legte eine Beratungsfirma für jedes Ministerium 30 Punkte fest, anhand derer festgestellt wird, ob es mit der Arbeit auch voran geht. Einwanderungsminister Brice Hortefeux wird unter anderem daran gemessen, wie viele Ausländer ohne Aufenthaltsgenehmigung er ausweist. Bei der Bewertung von Kulturministerin Christine Abel spielt die Entwicklung der Zahl der Museumsbesucher genauso eine Rolle wie die Zahl der französischen Filme, die im Kino gezeigt werden. Hochschulministerin Valerie Pecresses hat ein besseres Ansehen, wenn es ihr gelingt, möglichst viele Hochschulen dazu zu bewegen, ein Reformstatut anzuwenden. „Es ist ein Steuerungswerkzeug, um die von Sarkozy gewünschte Ergebniskultur umzusetzen“, sagt Premierminister Fillon.
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natürlich interessiert es den wähler herzlich wenig, ob ein politiker gute politik macht. aber das ist doch gerade die scheisse.
was soll denn dieses bauchgefühl sein? jetzt mal im ernst: aussehen, rhetorik, mediale gewandheit... also genau das, was keine rolle spielen sollte (!) (sorry, aber das mit den idealen ist doch albern. wenn ein politiker seine ideale nicht umsetzt, dann ist das auch egal, ob er sie hat)?!
das blöde an den zeugnissen ist meiner ansicht nach, dass politiker etwas weiter in die zukunft schauen sollten als einige monate und dies dann schwer zu bewerten ist. die kriterien mögen blöd sein. viele jedenfalls. und dies macht die idee meiner ansicht nach abstrus.
das menschen möglicherweise politiker trotz schlechter arbeit toll findet, dass ist vielleicht einfach ein problem. aber ein anderes.








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05.01.2008 - 08:29 Uhr
ruediga
Ich bin aber auch gegen diesen Artikel: Ehrlich gesagt hab ich erwartet, dass hier nicht mehr kommt als das "Bauchgefühl". Politiker stehen nicht für ein Bauchgefühl. Dieses Bauchgefühl ist doch völlig individuell.
Man kann einem Politiker keine generelle Note geben, denn jeder bewertet einen Politiker anders. Ein gutes Poltiker kann für mich bedeuten, dass er durch sein Handeln eine Gesellschaft tolerant und dabei international gestalten kann. Das geht nicht durch Ausweisungen sondern durch Aufrufe für Toleranz, Ausgaben für Integration etc. Ein konservativer Wähler misst den Politiker aber an einer schwindenden Zahl von Ausländern, die ihn ja scheinbar belästigen.
Ich möchte bei einer Wahl aber nicht auf ein Bauchgefühl hören, dass mich dazu verleitet Menschen mit guter Rethorik Menschen mit guten Ideen vorzuziehen.