10.12.2007 - 08:58 Uhr

21 10 Über Twitter weiterempfehlen

Eil+++Eil+++Sensationeller Durchbruch auf dem EU-Afrika-Gipfel++Eil+++Eil+++

Text: clausen

(Sperrfrist bereits durchbrochen) Lissabon: Wie aus Verhandlungskreisen bekannt wurde, haben die Regierungschefs der EU und der Afrikanischen Union die Basis für eine neue Zusammenarbeit geschaffen. Der neue Grundlagenvertrag soll wirtschaftliche Interessen und die Frage der Menschenrechte enger miteinander vernetzen. Die Kontinente wollen nach eigenen Angaben künftig auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Das Papier soll aber auf Wunsch Äthiopiens erst nach dem Abendessen ratifiziert werden. Aus Verhandlungskreisen hieß es, man streite außerdem noch mit einigen Diktatoren, ob bei der Unterzeichnung Waffen und Goldschmuck getragen werden dürfen. Kernstück des Vertrages mit dem Namen „Mehr Flexibilität bei Wettbewerb und Menschenrechten“ ist die Devise „fördern und fordern“. Die EU versprach, sich mit mehr Geld in Afrika zu engagieren, wenn die Rendite stimme. Die AU sagte zu, alle Litfasssäulen zwischen Kairo und Kapstadt mit der Genfer Menschenrechtskonvention zu plakatieren. Zudem sollen Toleranzfilme und Anti-Rassismus-Spots (mit Gerald Asamoah) in allen afrikanischen Cinemaxx-Kinos gesendet werden. Bono wird im kommenden Jahr mindestens eine Charity-Gala in Swasilands Hauptstadt Mbabane besuchen, gemeinsam mit König Mswati III. In Aussicht gestellt wurde den Afrikanern auch ein Friedensnobelpreis. Dafür erklärten sich die Afrikanischen Staaten bereit, endlich auf der Basis internationaler Standards zu kooperieren. So sollen die Rahmenbedingungen für den ungeschützten Sex-Tourismus für europäische Frauen verbessert werden. Kenia und Nigeria sagten zu, denjenigen Afrikanern, die entsprechende Dienstleistungen anbieten, gesundheitliche Versorgung und sauberes Trinkwasser anzubieten. Damit soll verhindert werden, dass gesunde europäische Frauen so genannte Buschkrankheiten nach Norden schleppen. Um den Service zu verbessern, wird die Stiftung Warentest künftig Qualitätsprüfungen durchführen und die Ergebnisse der Vermessungen auf ihrer Homepage veröffentlichen. Vertreter der TUI und von Thomas Cook hatten diesen Kompromiss mit ausgehandelt. Ein TUI-Sprecher sagte dem Fachmagazin Focus, mit der Maßnahme könnten die Bums-Bomber-Preise stabil gehalten werden. Britische Frauen müssen für den All-Inclusive-Service aus optischen Gründen allerdings weiterhin Zuschläge zahlen. Thomas Cook rief Thailand und Kambodscha, sich an dem Kompromiss ein Beispiel zu nehmen und auch die Rahmenbedingungen für die Kinderprostitution wettbewerbsfähig zu machen. Für den freien Zugang zu den Diamantenminen in Simbabwe hat Frankreichs Präsident Sarkozy seinem Amtskollegen Mugabe den Bau mehrerer Atomkraftwerke zugesichert. Gegen den Protest von EON und RWE, die mit dem Verlust von einer Milliarde Arbeitsplätzen gedroht hatten, gehen die Aufträge hierfür ausschließlich nach Frankreich. Einwände von Umweltschutzorganisationen, Solarenergie könne auf dem Kontinent sinnvoller sein, wurden von Ex-EnBW-Chef Utz Claassen zurückgewiesen. Vattenfall reagierte auf diese Aussage mit einer Gewinnwarnung und erhöhte die Strompreise rückwirkend zum 1.1. 2005 um 42 Prozent. Sarkozy und die österreichische Svarovski-Dynastie versprachen, eine internationale Amnestie für Diktator Mugabe zu organisieren, sollte der einen Maximallohn von 0 Euro fünf für die Minenarbeiter erlassen. Österreichs Kanzler Gusenbauer sagte, schwerste Menschenrechtsverletzungen ließen sich sehr wohl mit Diamanten aufwiegen. Gegen die Stimme Deutschlands beschlossen die Delegierten außerdem, energischer gegen Landminen und Streubomben vorzugehen. Mit knapper Mehrheit wurde erreicht, dass das Betreten solcher Granaten in manchen Staaten ab dem 1.11.2012 verboten ist. Ehemalige Mitarbeiter der insolventen PIN-Group sollen die entsprechenden Areale abfahren und Betreten-verboten-Schilder aufstellen. Die Grünen setzten sich mit ihrer Forderung durch, dass dies klimaschonend mit Fahrrädern geschehen soll. Da PIN dort an keine Lohnvorgaben gebunden ist, zahlt es seinen Beschäftigten 0 Euro sechs pro Stunde. Äthiopien und Somalia, die Länder, die wegen der Zahl der Landminen vom Betreten-verboten-Erlass besonders profitieren, stocken die Gehälter um noch einmal vier Cent auf. Dies sei für beide Staaten finanziell zu stemmen, so EU-Superkommissar Stoiber, so viel Entgegenkommen müsse man erwarten dürfen. Somalia zeige zudem Interesse am Bau mehrerer Transrapidstrecken, die die Aids- mit den Bürgerkriegsgebieten verbinden soll. Die nordafrikanischen Länder sollen mit einem Milliardenprojekt dichter an Südeuropa herangeführt werden. Spanien, Griechenland, Malta und Zypern kündigten die Schaffung von drei Millionen Arbeitsplätzen für Afrikaner an. Geplant ist ein riesiges Bauprojekt mit dem Namen „Mauer der Toleranz“. Sie soll die Küsten Portugals mit dem Bosporus verbinden und das unkontrollierte Einreisen auf dem Seeweg aus Drittländern verhindern. Gebaut wird ausschließlich von der Südseite. Mit Algerien und Marokko wurde vereinbart, die Mauer der Toleranz gen Mekka auszurichten. Ägypten hatte sich an den architektonischen Planungen beteiligen wollen. Dies konnte der Hochtief-Konzern in letzter Minute verhindern, nachdem er mit dem Wegfall von 1,6 Milliarden deutschen Arbeitsplätzen und einem großen Mauer-Projekt in China gedroht hatte. Auch für die Selbstschussanlagen wird deutsches Know-how gefragt sein, freute sich die Kanzlerin in Lissabon während des Kaffeetrinkens. Zudem könne man darüber nachdenken, die von den Sanktionen arg gebeutelten deutschen Landminenhersteller an den Aufträgen beteiligen. Dies sei, so Wirtschaftsminister Glos, schließlich im Interesse aller. Einzige Enttäuschung des Gipfels ist die starre Haltung Südafrikas. Präsident Mbeki weigert sich weiter, die Apartheid für ungültig zu erklären. Darauf hatten vor allem Großbritannien und die Niederlande gehofft. Dafür wird die Hauptstadt von Deutsch-Südwestafrika in Hermannstadt umbenannt und alle Strände des Landes für den deutschen Markt geöffnet. Lidl sicherte sich den Zuschlag für die Grundstücke, sie sollen noch vor Ostern in den Handel kommen. Auch die Bundesagentur für Arbeit soll in den Immobiliendeal eingebunden werden. Sie fördert ab dem 1.1. Langzeitarbeitslose aus den Kreisen Mittweida, Magdeburg und Mügeln, die an den afrikanischen Stränden als Gastarbeiter eine neue Existenz gründen wollen. Bedingung ist der Besuch eines Existenzgründerseminars und ein Test in togolesischer Leitkultur. BA-Chef Weise sagte, kurze Haare seien bei den dort herrschenden Temperaturen kein Nachteil. Nach Ansicht der deutschen Delegation sind die Abmachungen ein großer Fortschritt. Man sei den Afrikanern weit entgegen gekommen und habe eigene Interessen zurückgestellt. Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul sagte der BILD-Zeitung, die Frage der Menschenrechte seien von entscheidender Bedeutung. Sie hoffe, dass die strengen Vorgaben zügig umgesetzt würden. Die Zeiten, in denen die Afrikaner materielle Interessen über Menschrechte stellten, müssten endlich vorbei sein. Die CDU kritisierte die Ergebnisse des Gipfels. Generalsekretär Pofalla meinte in einem Bild-Interview, grundsätzlich habe er nichts gegen Geschenke an Schwarze. Diese Art von großzügiger Entwicklungshilfe sei aber ein Linksruck, der ihn an die DDR erinnere. Er forderte eine kostenneutrale Regelung. Zudem schade das Landminenverbot der deutschen Wirtschaft und vernichte vier Milliarden Arbeitsplätze. Arbeitgeberpräsident Hundt sagte, er werde trotzdem weiter einen schwarzen Chauffeur beschäftigen, schließlich seien in Deutschland kaum qualifizierte Fachkräfte zu bekommen. Kanzlerin Merkel lobte dagegen vor allem die Reform des Sextourismus. Zentralafrika, so Merkel bei RTL, liege schließlich - den Kontinent betrachtet - genau in der Mitte.


Neue Texte zum Label 'Luxusproblem':
Textoptionen
Mehr Texte von
clausen
Mehr Texte zum Label
Luxusproblem
Abonniere Kommentare oder Texte von clausen
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
10 Kommentare

speichern
Fink
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

10.12.2007 - 10:13 Uhr
Fink

sehr gut!

DerHerrAlbert
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

10.12.2007 - 13:46 Uhr
DerHerrAlbert

hehe :)

DagnyTaggart
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

10.12.2007 - 14:48 Uhr
DagnyTaggart

Realsatire at its best

Ein_Hauch_von_Glueck
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

10.12.2007 - 22:35 Uhr
Ein_Hauch_von_Glueck

Genial! Abo.

Yaguar
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

10.12.2007 - 23:12 Uhr
Yaguar

haaaaaaaaaaaahaha...!

AllesOderNichts
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

11.12.2007 - 08:18 Uhr
AllesOderNichts

kann dpa sich mal dreiundzwanzig schreiben von abschneiden.

Monfiwi
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

11.12.2007 - 09:08 Uhr
Monfiwi

gutes handwerk, herr clausen. respekt!
*

reload
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.12.2007 - 09:30 Uhr
reload

!

StateOfMind
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

19.12.2007 - 10:18 Uhr
StateOfMind

Ey. Seit wann hast Du n ddp-Ticker zu Hause ??!

***

Yngaren
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

05.09.2011 - 10:37 Uhr
Yngaren

Was ich sehr toll finde ist, dass endlich die ICE Bahntrasse Kapstadt - Kuala Lumpur via Timbuktu und Waja Djaja gebaut wird. Durch Quotenregelung dürfen sich auch Euroweisse als Schaffner bewerben.
Afroafrikaner sind ausschliesslich als Zugvorsteher vorgesehen.


Speichern

Jetzt-Mitglied

clausen unbekannt

clausen

ist jetzt-User und hat diesen Beitrag verfasst.