Kranke Seele, morsche Knochen: Depressionen schwächen das Skelett
Depressionen schlagen nicht nur aufs Gemüt. Eine krankhaft gedrückte Stimmung kann auch das Herz angreifen und das Immunsystem schwächen. Neuerdings finden Forscher immer mehr Hinweise dafür, dass Depressionen sogar auf die Knochen gehen. Psychiater, Hormonexperten und Orthopäden aus verschiedenen Kliniken der USA schreiben im Fachblatt Archives of Internal Medicine vom heutigen Dienstag, dass schon bei Frauen mit einer milden Depression die Knochenmasse abnimmt und die Anfälligkeit für Brüche steigt (Bd. 167, S. 2329, 2007). "Häufig sind Knochenbrüche die ersten Symptome einer Osteoporose, die Ärzte sehen", sagt Richard Nakamura, Direktor des Nationalen Instituts für seelische Gesundheit der USA. "Jetzt wissen wir, dass Depression ein Alarmsignal für brüchige Knochen sein kann."
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