22.11.2007 - 19:00 Uhr

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Wohnungsschau (III): Frisches Umzugs-Chaos mit Edelkaffeemaschine

Text: christian-helten

Eine Wohnung und ihre Einrichtung verrät manchmal viel über ihre Bewohner. jetzt.de besichtigt jede Woche ein anderes Zuhause und fragt die Mieter nach ihren GeWohnheiten. Alle Folgen der Serie findest du im Label Wohnungsschau.

Steffen ist vor einer Woche in eine circa 70 Quadratmeter große Wohnung im Münchner Westend gezogen. Er hat sie spontan von einem Freund übernommen, der mit seiner Freundin zusammengezogen ist. Die drei Zimmer mit Gang, Küche, Bad und einem ganzen Dach als Terasse kosten Steffen 350 Euro kalt.

Das Haus von der Straße aus. Steffens Fenster sind aber allesamt in den Innenhof gerichtet. Ein großer Vorteil gegenüber früher, wo direkt vor seinem Fenster die Straßenbahn vorbeifuhr.
In der Küche fehlt noch ein zweiter Kühlschrank. Bei dem bereits vorhandenen ist das Gefrierfach defekt. Außerdem trennt Steffen gerne: Ein Kühlschrank für Essen, einer für Bier.
Die mechanische Espressomaschine von La Pavoni hat Steffen von seinen Eltern. Pumpen muss man hier noch selber. Aber der Kaffee schmeckt, und sie ist schick.
Das Wohnzimmer. Hier fehlt noch eine Couch und ein zweiter Schrank. Deshalb ist die derzeitige Position auch nur vorläufig
Der zweite Teil des Wohnzimmers. Mit Esstisch und Gasheizung
Steffen, du bist gerade ganz frisch eingezogen. Wie bist du an die Wohnung gekommen? Mein Freund Valli hat hier vorher gewohnt, mit einem uralten Mietvertrag, weswegen der Preis ziemlich human ist. Ich zahle hier kalt 350 Euro, habe aber doppelt so viel Platz wie in meiner alten, teureren WG. Würde man diesen Mietvertrag beenden, wären diese günstigen Bedingungen ein für allemal futsch. Deswegen hat der Valli jemanden gesucht, der schnell als Untermieter einziehen kann. Das kleine Zimmer will er noch behalten, quasi als Abstellkammer. Und wer weiß, vielleicht auch als Zufluchtsort. Schließlich zieht er mit seiner Freundin zusammen. Was ist der Hauptvorteil der neuen Wohnung gegenüber der alten? Die alte war einfach zu klein. Mein Zimmer hatte 16 Quadratmeter. Hier dagegen habe ich ein Wohnzimmer! Ich finde es wahnsinnig geil, diese Trennung zwischen den Lebensbereichen zu haben: Einen Platz nur zum Wohnen und Leben, und einen zum Arbeiten und Schlafen. Es ist ein Riesenplus, nicht alles im selben Zimmer zu machen. Und im Gegensatz zur alten Wohnung kann ich nach draußen – den Grill anschmeißen, mich in die Sonne setzen... Was erwartest du dir davon, jetzt alleine zu wohnen? Weiß ich noch nicht so genau. Es könnte fast ein bisschen langweilig werden. Aber auch einfacher in der Hinsicht, dass ich keine Rücksicht mehr nehmen muss. Ich kann das Geschirr mal stehen lassen, ich kann auch spät abends noch lauter Musik hören, wenn mir danach ist, ich kann rauchen, wo ich will. Auch wenn ich eigentlich vorhabe, das auf die Küche zu beschränken. Werde ich aber wohl nicht schaffen. Das mit der Rücksicht hört sich fast danach an, als könnte das Alleinewohnen schlechte Auswirkungen auf deinen Lebensstil haben. Ich sehe dich gerade zwischen Geschirrbergen verwahrlosen... Naja, ein gewisses Maß an Selbstdisziplin traue ich mir schon zu. Vielleicht tritt ja auch das Gegenteil der Verwahrlosung ein, weil ich hier mehr Bock habe, alles sauber und ordentlich zu halten. Ich glaube, ich habe hier mehr das Gefühl, in meinen eigenen vier Wänden zu leben. Deshalb wird es mir leichter fallen, Zeit zu investieren. +++ Auf der nächsten Seite seht ihr die Abstellkammer, die keine ist und die Terasse, die keine ist. Und ihr erfahrt, was Steffens Bett mit mathematischen Formeln zu tun hat.
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christian-helten

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.