seegedanken.
Text: frau_liebe
nimm mich bei der hand, oh welt und wenn es zieht und schwer wird, lass los.
nur so können sich unsere hände immer und immer wieder ineinander fassen, wie zwei teile die perfekt zusammen passen.
dein summen im ohr, der klang unserer schritte, spielen wir ein lied, vom leben geschrieben.
wasser klarer als nichts und schneeweisse zuckerwattenwolken auf hellblauer weite. stehen wir auf der einen seite vom see, schauen auf die grün, glitzernde fläche und lesen am grund, was das leben so schreibt. warten, bis die liebe verweilt, sich um uns hüllt und immer wieder neu unsere körper auffüllt.
sind wir gewillt zu fallen, zu fliegen, aufprallen und siegen, wie die möwen, die kreischen. einen antrieb, der kraft und mut schafft.
das sein, dass uns durch die finger rinnt, wo wir es an ort und stelle an die es tropft, wieder aufkratzen wollen. auf der suche nach der taste, die das band zurückspulen kann.
von krampfhaften spuren, die sich unter den nägel festhaften geschrieben.
was geblieben ist, ein leeres gefühl, umschlungen umschlängelt von monotonie, etwas, das wir dachten, das gibt es nie.
wie das gras unter unseren füssen, in dem ein halm wie der andere aussieht, beissend, schon fast, dieses giftige grün.
umarmen wir unseren verstand, damit das herz wieder luft kriegt und das wasser aus dem körper gewunden werden kann.
wie regen, der von glatten flächen aufgesammelt wird um sich zu verbinden und so langsam vom rand tropft.
als grosse starke körper, wie masten im see, stehen wir nebeneinander und berühren uns kaum, im einssein unserer seelen.
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26.11.2007 - 22:56 Uhr
teufelsgeigerin