04.11.2007 - 19:00 Uhr

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In den Schuhen von: Roberto Cavalli, dem King of Bling

Text: dana-brueller

Was sind das für Schuhe? Roberto Cavalli ist Florentiner, deshalb: mit Sicherheit handgefertigte Lederschuhe aus Italien. Warum auch nicht, schließlich macht sein Modeimperium einen Umsatz von geschätzten 150 Millionen Euro jährlich. Der Modeschöpfer trägt übrigens nur schwarz, denn das macht schlank – den Körper einer Kate Moss, die Cavalli als Erster nach ihrem Kokainskandal rehabilitiert hatte, kann der Maestro leider nicht vorweisen. Außerdem wirken Designer in Understatement-Chic ja immer so interessant. Vor allem im Kontrast zum Eisbärenfell, auf dem Cavalli hier posiert.
Roberto Cavalli. Bild: rtr Wo kommen diese Schuhe her? Roberto Cavalli wird 1940 in eine höchst künstlerische Florentiner Familie geboren. Die Malereien seines Großvaters können noch heute in den Uffizien besichtigt werden. Der Enkel besucht die Akademie der schönen Künste und will ursprünglich Architekt werden. In den sechziger Jahren entwickelt Cavalli ein neues Verfahren, um Leder zu bedrucken. Diese Technik verhilft ihm zum Durchbruch: Er wird mit seinen ersten Patchworkarbeiten in den siebziger Jahren berühmt. 1972 findet seine erste Modeschau im Palazzo Pitti in Florenz statt. Zu seinen Fans zählen Brigitte Bardot und Sophia Loren. In den achtziger Jahren wird es ruhig um Roberto Cavalli, seine extravaganten, bunten Kollektionen entsprachen dem strengen Zeitgeist weniger. Heute gilt er dennoch als einer der wichtigsten Designer weltweit, nicht zuletzt dank Cavalli-tragenden Stars wie PDiddy, Madonna und den Sex-and-the-City-Frauen.
Cavalli mit Paris Hilton mit, natürlich, Tiermuster. Bild: dpa Bis heute lässt sich der Modeschöpfer bei der Auswahl seiner Materialien von der Natur inspirieren: Felle, Pelze, Schlangenhaut und Leder oder zumindest Leoparden- und Zebra-Prints sind die Basis vieler Kollektionen. Typisch für Cavallis Mode ist zudem das freizügige Präsentieren möglichst großer, sonnengepeinigter Hautstellen. So unsubtil wie seine Mode, so unbescheiden sein Lebensstil: Der stets tiefgebräunte Cavalli trägt sein Hemd sehr weit aufgeknöpft, posiert vor seiner 41 Meter langen Yacht, seinem Hubschrauber oder mit Sharon Stone. Privat ist Cavalli mit der österreichischen Beinahe-Ex-Miss-Universe Eva Duringer (sie belegte 1977 Platz 2) verheiratet und hält viele Tiere und einige Kinder auf seinem Luxusanwesen. Er selbst sagt dazu: „Ich zeige der Welt meinen Lifestyle, weil sie ihn sehen will.“ Manche nennen ihn den Hugh Hefner der Modebranche.
Cavalli-Chic anno 2002. Bild: rtr Wo gehen diese Schuhe hin? Ab dem achten November wird Roberto Cavalli nach Kaiser Karl, Stella McCartney und Viktor&Rolf seine Kollektion für H&M präsentieren. Es werden etwa 45 Damen- und Herrenstücke gezeigt – der Großteil natürlich im Leopardenlook. Damit nicht genug: Vor einigen Wochen gab Melanie C bekannt, dass Roberto Cavalli auch alle Outfits für die kommende Spice-Girls-Welttournee entwerfen wird. Roberto Cavalli wird also weiterhin der bevorzugte Einkleider für Fußballergattinnen, Solariumsköniginnen, alle anderen Neureichen und Christina Aguilera sein. Und Roberto Cavalli wird auch weiterhin das bevorzugte Hassobjekt für alle PETA-Aktivisten bleiben.


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4 Kommentare

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diejodie
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Mag ich Mag ich nicht

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04.11.2007 - 20:11 Uhr
diejodie

Roberto Cavalli sieht aus wie Flavio Brigatore sieht aus wie Roberto Cavalli.

suey
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Mag ich Mag ich nicht

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04.11.2007 - 23:13 Uhr
suey

aka alternder italienischer playboy.

auf der h+m seite kann man sich die kollektion schon ansehen - ein paar sachen sind ganz nett, der rest zwischen untragbar und britney-billig. wenn es sogar an den schaufenster-goldmamsellen von h+m unvorteilhaft wirkt, will ich das gar nicht erst an lisa und chantal aus neuss-norf sehen.

shafty
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Mag ich Mag ich nicht

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05.11.2007 - 10:28 Uhr
shafty

Herr cavalli hat sich neulich auf einer Halloweenparty (!) als Karl Lagerfeld verkleidet, das fand ich irgendwie cool:
[http://www.lesmads.de/2007/11/cavalli_als_lagerfeld.html]

diejodie
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Mag ich Mag ich nicht

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05.11.2007 - 12:19 Uhr
diejodie

für das zu weit aufgeknöpfte hemd kann er übrigens nichts, das ist ein automatismus bei brusthaarigen italieniern, da kann er sich gar nicht gegen wehren. es ist stärker als er.


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