Der Autor Benjamin Prüfer: Das Privatleben in der Öffentlichkeit
Im Roman "Wohin du auch gehst - Die Geschichte einer fast unmöglichen Liebe" dokumentiert Benjamin Prüfer, 28, seine eigene Beziehungsgeschichte. Als 23-Jähriger begibt er sich auf einen Rucksack-Trip nach Südostasien. In einer Bar lernt er Sreykeo kennen, nimmt sie mit auf sein Hotelzimmer, um am nächsten Morgen zu erfahren, dass sie ihr Geld als Prostituierte verdient. Sie verlieben sich ineinander. Bald finden sie aber heraus, dass Sreykeo HIV-positiv ist – und bleiben trotzdem zusammen. Seit 2006 sind die beiden verheiratet; Prüfer machte Sreykeos und seine Geschichte als Buch öffentlich. jetzt.de sprach mit ihm über sein öffentliches Privatleben, die Opfer-Rolle von HIV-Kranken und die Ehrlichkeit, die ein Autor haben muss.
Was bringt einen Menschen dazu, ein Buch über sein Privatestes zu schreiben? Der erste Schritt an die Öffentlichkeit war eigentlich die Veröffentlichung für „Neon“, wo erstmals über meine Beziehung zu Sreykeo berichtet wurde. Das Buch selbst hat mich dann gar nicht mehr so viel Überwindung gekostet. Die Veröffentlichungen haben uns, mir und Sreykeo, das Leben aber viel einfacher gemacht. Man ist mit vielen Vorurteilen konfrontiert, wenn man mit einer asiatischen Frau zusammen ist. Man gerät leicht in ein Täter-Opfer-Schema. Der deutsche Mann ist der Täter, die asiatische Frau das Opfer. Das Buch gab mir die Möglichkeit, viele Dinge zu erklären und die ganze Geschichte zu erzählen. Es gab natürlich auch finanzielle Gründe. Und außerdem hat es uns auch das Zusammenleben mit den Menschen unserer Umgebung erleichtert. Auf einmal war mehr Verständnis da. Die Reaktionen aus meinem Bekanntenkreis auf die Veröffentlichungen waren eigentlich durchgängig positiv.

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Habe leider kein Fernseher, daher fand ich die Story nicht besonders überrespräsentiert. Habe sie nur in einer alten Neon gelesen.
25.01.2010 - 15:14 Uhr
chupa_chup
das buch hat mich sehr ergriffen. ich kenne zwar die zehne in phnom phen, aber ich bin kein sexturist.ich hatte bestimmt genau so gehandelt wie er. denn im grunde genommen ist er nie enttäuscht worden. alle die so na ja auch dafür sind --oder sogar gegen das buch sind---die kennen die cambodianer nicht.ich habe mich auf jeden fall auch oft in benjamin gesehen.aber ich war halt hier in cambodia noch nicht wirklich verliebt gewesen. es stimmt alles was er geschrieben hat. die menschen sind in ihrem herzen sehr ehrlich und treu.
ich habe selbst 2 gute freunde. die würden mich nie anbetteln um geld.
aber wenn ich ihnen helfen kann , dann würde ich das auch tun-oder bereits getan habe.
um grunde genommen sollte man hier alle sextouristen verbannen,
gerade hier-wo die menschen sehr aufrichtig sind.
idie können doch nach vietnam und thailand fliegen.
benjamin, ich habe dich bewundert für deine liebe zu deiner frau.
ich hoffe für mich , dass ich auch so eine starke liebe finden kann.
ich hoffe auch , dass ihr drei noch lange glücklich seid.
lass dich nicht durch den rummel des geldes deine liebe verlieren. du weisst am besten, dassohne deine liebe nichts gegangen wäre.
in voller bewunderung:
helmut grieser
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04.11.2007 - 20:02 Uhr
MissPancho
die kulturunterscheide machen jedoch am ende meist alles kaputt, und die einsicht, dass man letztendlich in eine aufregende story verliebt war, und nicht in eine person.
ich spreche aus erfahrung (meine und anderer) und tendiere heute zu gleich und gleich gesellt sich gern, und glaube nicht, das einen langfristige partnerschaft innerhalb von 2 sehr unterschiedlichen kulturen möglich ist. (ausnahmen bestätigen die regel)