25.10.2007 - 19:00 Uhr

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"Jesus war der erste Antifaschist": Wie die katholische Jugend gegen Nazis protestiert

Text: roland-schulz

Die katholische Jugend spielt verrückt, sagt der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Köln – und zwar am Samstag: Der Jugendverband ruft zur „MobCologne“ auf, um ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus zu setzen.

jetzt.de sprach mit Christian Linker, dem Diözesanvorsitzenden des Kölner BDKJ, über katholischen Antifaschismus, den Unterschied zwischen Kirche und Fußball – und warum Nazis auch mit Blumen zu bekämpfen sind.

Spielt die katholische Jugend jetzt wirklich verrückt? Ja, wir spielen verrückt und das ist auch dringend nötig. Denn einige Dinge muss man verrücken, oder besser: gerade rücken. Was soll das heißen? Wir haben den Eindruck, dass im Moment in unserer Gesellschaft der Trend existiert, sehr einfache Antworten auf sehr komplexe Fragen zu geben, zum Beispiel bei der Globalisierungsthematik. Wir erleben, dass es deswegen durchaus Jugendliche gibt, die sich von rechtsextremen Parolen ansprechen lassen. Wir glauben, dass man dagegen eine positive Perspektive setzen muss – und gleichzeitig deutlich machen muss, dass wir für Rechtsextremismus kein Verständnis haben. Und was wollt ihr da unternehmen? Wir werden hier am Samstag Flash-Mobs bilden, erst in kleineren Gruppen, dann in immer größeren Gruppen, bis dann alle auf einem Fleck in Köln zusammenkommen – zur MobCologne. Wie läuft das ab? Die Leute – lauter katholische Jugendgruppen – kommen um 14 Uhr einzeln in die Stadt und wissen erstmal nichts. Dann warten sie auf eine erste SMS, in der drin steht, was zu tun ist. Sie laufen dann irgendwo auf, bekommen einen witzigen Auftrag, etwas zu tun, und stellen fest, dass plötzlich viele andere Jugendliche auch diesen Auftrag haben – und setzen dann in einer großen Gruppe ein Zeichen, das hoffentlich die Passanten im positiven Sinne verwirrt und so zum Nachdenken bringt. Was heißt das denn konkret? Alle Katholiken stehen zusammen auf einem Platz und rufen „Nazis raus“? Das wäre ein bisschen zu einfach. Wir haben einen Punkt, da werden die Leute plötzlich in einer Buchhandlung auftauchen und ohne Vorwarnung aus Büchern vorlesen, die von den Nazis verbrannt worden sind. Oder Menschen werden sich an eine Ampel stellen und unter den Passanten überraschend weiße Rosen verteilen. Was ist das – katholischer Antifaschismus? Ja, das kann man sagen. Wobei wir aber nicht nur anti sind – wir haben auch eine positive Vision: Wir wollen eine Gesellschaft, die frei und demokratisch und solidarisch lebt. Rechtsradikalismus ist ohne Zweifel ein großes Problem – aber kann man dagegen vorgehen, indem man aus Büchern vorliest oder Rosen verteilt? Es hat schon Revolutionen gegeben, die damit angefangen haben, dass man Blumen verteilt hat. In Portugal zum Beispiel wurde eine Diktatur dadurch gestürzt. Wenn man nicht mit kleinen Zeichen anfängt, kommt man nicht zu den großen Dingen. Der Rechtsextremismus beginnt ja auch im Kleinen. Okay. Und wie geht es dann weiter? Das müssen wir uns noch überlegen. Wir haben Anfang Dezember unsere Diözesanversammlung, sozusagen die Jahreshauptversammlung unseres Verbandes, und dort werden wir beschließen, was wir weiter tun. Es gibt den Plan, eine größere Kampagne zu starten, die die Kommunalwahl 2009 in den Blick nimmt hier in Nordrhein-Westfalen. Die NPD und andere rechtsextreme Parteien haben nämlich angekündigt, sich hier in NRW in den Kommunen verwurzeln zu wollen, so wie sie es ihnen auch schon in Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommern gelungen ist. Deren Ziel ist: 2009 möglichst breit in die Kommunalparlamente einziehen. Wir glauben, dass wir in der Lage sind, das zu verhindern. Wie? Wir wollen uns jetzt schon aufstellen, möglichst viele Partner suchen und das Ziel ausgeben: Rechtsextreme Parteien müssen 2009 unter einem Prozent bleiben – die Null muss stehen. Beim Kampf gegen Rechts denkt man zuerst an Jugendorganisationen politischer Parteien – warum richtet sich ausgerechnet die katholische Jugend jetzt so stark gegen Nazis? Na, einer muss es ja machen. Ich finde: Was uns als katholische Jugend auszeichnet, ist gerade, dass wir nicht einfach nur dagegen sind, sondern auch positiv was dagegenzusetzen haben. Wir hatten vor zwei Jahren den Weltjugendtag in Köln – und da hat man erlebt, wie Menschen auch zusammen agieren können: Jugendliche aus 180 Ländern waren hier, haben zusammen gefeiert, gebetet, natürlich auch über Politik diskutiert. Das ist die Vision, dass eine Welt möglich ist, in der alle gut miteinander leben können, ohne dass jemand unter die Räder kommt – und diese Vision möchten wir anbieten. Wir sagen ja nicht: Ihr Nazis, ihr seid alle scheiße, geht doch nach Hause. Wir sagen: Auch für euch gibt es einen Platz in der Gesellschaft, wenn ihr mit anderen friedlich zusammen leben wollt. Wie nennt man diese Taktik – zu Tode umarmen? Das würde ich nicht sagen. Es geht nicht darum, eine Kuscheldecke über alle auszubreiten. Wir stehen für Freiheit und Vielfalt, und wir glauben, dass das nicht Beliebigkeit bedeutet, sondern dass Vielfalt eine echte Meinung ist, zu der man stehen muss.
Christian Linker Foto: oh Das Echo des Weltjugendtags war gewaltig – aber dann war die Begeisterung schnell wieder weg. Ich glaube nicht, dass sich die Begeisterung des Weltjugendtags leer gelaufen hat. Ich mache da mal einen Vergleich: Es sagt niemand, dass sich der Fußball leer gelaufen hat, nur weil nicht jedes Jahr WM in Deutschland ist. Der Fußball ist aber auch nicht die katholische Jugend. Nein. Aber es ist ein guter Vergleich. Es gibt immer Top-Ereignisse, die für einen Moment alle Schlaglichter auf ein Thema richten – was man aber oft vergisst, ist, dass die Basis solcher Top-Events ist, dass eine Masse von Jugendlichen Woche für Woche an der Basis aktiv ist. Eine Gesellschaft kann nicht davon leben, dass sich Jugendliche alle paar Jahre mal zu Riesenereignissen zusammenfinden – eine Gesellschaft lebt davon, dass Jugendliche auch außerhalb der Schule Orte haben, wo sie sich organisieren können, wo sie ihre Freizeit autonom gestalten können. Die Webseite für eure Kampagne lautet www.krass-konkret-katholisch.de – was ist daran krass? Die Webseite haben wir schon länger. Krass finde ich, dass das, was wir tun, nicht alltäglich und auch nicht selbstverständlich ist. Und was ist konkret? Konkret ist, dass wir nicht sagen: „Es muss sich jetzt mal was ändern“, sondern dass wir selber versuchen, die Dinge anzupacken und möglichst viele Menschen dafür zu erreichen. Und das Katholische daran? Das Katholische daran ist: Der, von dem wir unsere Botschaft erhalten haben, Jesus Christus, ist derjenige, der als erster Mensch der Geschichte dafür gestanden hat, dass niemand ausgegrenzt wird – er ist immer zu denjenigen gegangen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Wenn das nicht so sehr nach freikirchlichen Bibelkreisen klingen würde, könnte man fast sagen: Jesus ist der erste Antifaschist gewesen. Jesus ist der erste Antifaschist - wenn Bischof Mixa das hört, dann fragt er sich sicher: Was zum Kuckuck macht nur der BDKJ in Köln? Das kann er sich gerne fragen. Er kann auch gerne anrufen, dann erkläre ich ihm das.


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_xxx_
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Mag ich Mag ich nicht

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30.10.2007 - 19:14 Uhr
_xxx_

Ach gottchen, wie süß :)

wringle
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Mag ich Mag ich nicht

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01.11.2007 - 12:57 Uhr
wringle

erstens kann man nicht sagen, dass das Übel von der Religion ausging, sondern von den Anhängern der Religion.
zweitens handelte es sich zumeist nicht um Religionskriege (wobei das Mittelalter, stark von Religion geprägt schon einige schlechte Beispiele zeigt), sondern um Machtkriege, von verschiedenen Herrschern teilweise auch dem Papst (nicht gleich Kirche, sondern auch nur ein Bestandteil dieser!), die von diesen teilweise mit Religion gerechtfertigt wurden.
drittens sollte man Fehler von Menschen (nicht von einer kompletten Einrichtung, der die heutige Gesellschaft sehr viel verdankt (was dir wenn du als begnadeter Historiker ;) mal in die Vergangenheit vor Christi guckst auffallen sollte) auch mal vergessen können oder glaubst du, dass alle deine Vorfahren brave Engel waren?

mr_mulilo
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Mag ich Mag ich nicht

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01.11.2007 - 14:59 Uhr
mr_mulilo

@wringle
Das ist der Punkt!
Im Mittelalter gab es, vereinfacht ausgedrückt, kaum etwas was nicht von der Religion beeinflusst wurde. Deshalb ist es schwer da abzuschätzen was wirklich von der Religion und was von der Gier der Herrscher bedingt war.

Nach der Theorie "Fast alles Böse geht von der Religion aus" hätte sich mit der vermehrten Aufklärung die Welt zunehmend friedlicher entwickeln müßen.
Gerade die linken Herrschaftssysteme, die sich sehr klar gegen Religion positioniert haben, zeigten aber das Gegenteil.

_xxx_
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Mag ich Mag ich nicht

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01.11.2007 - 15:11 Uhr
_xxx_

Das ist weil Kommunismus auch zu einer Art Religionsersatz wurde und so praktiziert wurde, siehe Stalin, Tito und co. Die waren so was wie ein Gott-Ersatz.

Und natürlich sind es die Menschen, aber Religion ist nun mal ein äußerst mächtiges Instrument in falschen Händen und hat sich immer den gegebenheiten angepasst, also den Stärksten unterstützt.

Nochmals, ein wahrer Gläubiger braucht keine Institution die für ihn spricht und seine Meinung steuert. Und hier liegt der Fehler.

mr_mulilo
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Mag ich Mag ich nicht

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02.11.2007 - 09:32 Uhr
mr_mulilo

Ach so, mit Religionsersatz sind natürlich alle Fragen geklärt ;-)
Da muß ich dan passen *schmunzel*

wringle8
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Mag ich Mag ich nicht

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02.11.2007 - 14:34 Uhr
wringle8

_xxx_ Folglich gründet sich deine ganze Kritik darauf, dass du etwas gegen eine Autorität hast, die versucht irgend einen Einfluß zu nehmen (sei es nun im Sinne von Werten vorgeben die für die Gesellschaft sinnvoll und gut sind oder wie auch immer) und schließe ich richtig, dass du lieber Anarchie auf dieser Welt sehen würdest?
Oder gefällt dir die evangelische Kirche besser? diese haben nicht die festgefahrenen Strukturen und sind in diesem Sinne keine solche Instutitution mit einer Führungsperson?

löl "Glauben braucht keine Institution", sieht man darin wie viele Generationen "der Glaube" überlebte nachdem sich die Menschen von der Kirche mit diesem Argument im Laufe der Aufkläung abgewendet hatten. Mal abgesehen davon, dass der christliche Glaube (und somit die christliche Religion) von vornerein gewisse feste Formen hatte (Kreis der Jünger, Gemeinschaft etc.) was so von Jesus auch gewollt war.

aber stimmt schon eine Kirche (nicht eine Religion - Religion ist was die Meinschen glauben) in den falschen Händen kann große Macht ausüben

_xxx_
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Mag ich Mag ich nicht

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02.11.2007 - 15:06 Uhr
_xxx_

Nein, keine Anarchie. Ich sehe nur nicht gern wenn Macht so rücksichtlos missbraucht wird, wie es die Kirchen (also alle so weit sie konnten) immer wieder getan hat und immer noch tut.

Was mir hier besonders weh tut, ist dass sich das ganze auf einem schlechten Witz von einem Kindermärchen aufbaut (Bibel, Koran und co.) und die Leute so dumm sind, wie schafe jeden Scheiß zu gehorchen.

Letzte Beispiele Bosnienkrieg, Al Quaida mit ihrem Jihad und die gegenteilige Bewegung in USA (Google mal nach Museum of Creation, das ist der Lacher des Jahrhunderts), Katholiken gegen Protestanten in Nordirland, Pakistan/Indien, und und und. In den meisten Fällen handelt es sich um die Völker die eine gemeinsamer Herkunft haben und sich lediglich durch die Religion unterscheiden, diese wird dann als das Hauptkriterium für die nationale unterscheidung genommen.

Ich will gar nicht so weit zurückschrauben bis zu Hexenverbrennungen, Kreuzzügen, islamischer Invasion mit Mohammed, einzug der Türken nach Europa, verbrennungen von Wissenschaftlern weil sie sagten dass sich der Himmel nicht um die Erde dreht etc. Ganz zu schweigen dass die ganzen Märchensammlungen immer wieder umgeschrieben und geändert wurden um diverse Ziele zu unterstützen etc.

Tatsache ist, in jedem harten Regime, sei es Deutschland im 2. Weltkrieg oder AlQuaida heute oder sonst was stand die Kirche immer in den ersten Reihen mit Unterstützung des Mordens, Vertreibungen und ethnischen Säuberungen. Immer, ohne eine einzige Ausnahme.

Und ja, es liegt natürlich an den Menschen, aber so einem kranken, labilen Haufen wie die "Geistlichen" dürfte man niemals so eine Macht in die Hand geben.

Ich habe also nichts dagegen wenn jemand gläubig ist, das ist eine rein persönlicvhe Sache. Wenn ich an dasd Nudelmonster glauben will, fein, geht ja niemanden was an. Aber wozu die Kirche?

Und nochmals die Frage: wozu braucht ein Gläubiger eine Institution die ihm die Meinung eindrescht? Da warte ich immer noch auf eine konkrete Antwort. Die weiß ich ja bereits, aber wisst ihr es bzw. wollt ihr es zugeben?

wringle
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Mag ich Mag ich nicht

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02.11.2007 - 17:42 Uhr
wringle

ähmm wollen sie jetzt wirklich eine antwort haben wozu man/die christen kirche brauchen, was sich auf wissenschaftlicher Sicht kaum erklären lässt, da diese Thematik tief in den Glauben reinwächst? ich denke mal nicht, da sie diese vermutlich in ihrer festgefahrenen Position entweder nicht verstehen oder einsehen würden (Weitergabe des für den Glaubenden einzig richtigen Glauben, Gegenwart Gottes in der Gemeinschaft der Gläubigen als entscheidendes am Glauben, Festlegung in der Kirche wenn Streitfragen aufkommen um EINE Gemeinschaft zu erhalten etc.).
Naja ich glaub die Diskussion macht wenig Sinn, weil wir beide von verschiedenen Bildern und Interpretationen von Kirche und Religion ausgehen (wie dies leider heute zumeist der Fall in Dialogen ist) und sie mit Sciherheit nicht einsehen würden, dass es sich dabei um die für uns Gläubigen wichtigsten Institutionen handelt um diesen Glauben zu leben und zu verkündigen.

übrigens wird die Meinung nicht dem Gläubigen eingedrescht, sondern nahgelegt so empfinde ich es zumindest und ich stehe durchaus nicht allem positiv gegenüber was die Kirche als Lehrmeinung vertritt und finde es auch gut Dinge grundsätzlich zunächst einmal kritisch zu hinterfragen

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Mag ich Mag ich nicht

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02.11.2007 - 17:51 Uhr
wringle

vielleicht nochmal ein kleines Beispiel um es zu verdeutlichen:
Angenommen sie wären felsenfest davon überzeugt davon, dass es das Nudelmonster gibt und hätten eine genaue Vorstellung von diesem. Daraufhin würden sie um ihre neue Entdeckung zu teilen anderen Menschen davon berichten und diese würden ihre Ansicht und somit ihren Glauben übernehmen. Daraufhin würden diese dann aber plötzlich meinen es hätte keine roten Augen wie sie es in einer Offenbarung was auch immer gesehen hätten sondern es hätte blaue. Nun würden sie doch sagen nein das eine große Nudelmonster hat rote Augen es hat sich mir gezeigt blabla (ok jetzt kein so gutes Beispiel). Jedenfalls so ähnlich verhält es sich mit der Kirche die offiziell direkt auf Jesus zurückführt und dessen Lehrmeinung weiter vertritt und daher kaum akzeptieren kann wenn jemand sagt das war irgend nen Spinner oder ähnliches, halt von der ursprünglichen Wahrheit die offenbart wurde abweicht ;)

plechikov
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Mag ich Mag ich nicht

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12.11.2007 - 16:06 Uhr
plechikov

_xxx_, deine Quellen oder deine Recherchen sind unzureichend. Die Kirche stand ausnahmslos in den ersten Reihen? Ich weiß nicht, ob du weißt, wer Clemens August GRaf von Galen war. Der Bischof von Münster - während des Regims der Nazis in Deutschland. Er hat, wie du es wohl bezeichnen würdest, seine Macht als Bischof misbraucht um politisch zu agieren und öffentlich die Nazis anzugreifen. Seine Popularität und "Macht" hat ihn wohl davor bewahrt, dass er inhaftiert wurde. Ich denke, wir sind uns einig, dass es zu dieser Zeit viel zu wenig Gegner der Nazis gab. Aber ich bin mir sicher, dass es in Münster noch viele weniger gewesen wären ohne ihn. Jetzt braucht mit keiner kommen und erzählen, was die katholische Kriche gleichzeitig alles böses getan hat. Das weiß ich selbst. Aber es zeigt, wie unsinnig eure pauschalen Wahrheiten sind.
Und jetzt mal unabhängig davon: Irgendwie verspüre ich hier soviel Antipathie gegenüber der Kirche. Woher rührt die eigentlich? Haben hier alle Linken Angst an Bedeutung zu verlieren? Seid ihr nicht die größten Feinde der ewig Gestrigen? Jetzt sprecht ihr der Kirche die Möglichkeit ab sich zu wandeln und hättest wohl am liebsten, wenn sie noch so wäre, wie zu der Zeit als nicht unbedignt ihre Sternstunde war. Und noch viel schlimmer: Ihr sprecht den Jugendlichen, die an dieser Aktion teilgenommen haben das Recht ab, sich ernsthaft gegen Rechts zu engagieren und werft Heuchelei vor. Das ist in meinen Augen beleidigend. Von dem ein oder anderen von euch würde ich vermutlich eins in die Fresse bekommen, wenn ich euch vorwerfen würde, ihr heuchelt nur politisch links zu sein und wollt nur Krawall machen oder so.
Dieses Interview ist in der Tat an vielen Stellen fragwürdig. Aber noch fragwürdiger ist eure Einstellung und der Ton zu dem ihr hier greift um Kritik zu üben. Zumal man mal zwischen Interview und Aktion unterscheiden sollte - oder am allerbesten einfach den Mund zu halten, wenn man sich nur unqualifizert äußern kann.

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