25.10.2007 - 19:00 Uhr

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Griasseich die Madln! Zwei mal zwölf Punkte für Austria

Text: max-scharnigg

Am 26. Oktober feiert Österreich seinen Nationalfeiertag - im Gedenken an den 26. Oktober 1955, dem ersten Tag, an dem in Österreich keine fremden Truppen mehr stationiert waren. Österreich ist aber nicht nur frei, sondern hat auch heute noch interessantes Kulturgut. Zwei Empfehlungen.

Die Musikerin Eine andere erstaunliche Wienerin ist die Folksängerin Clara Luzia, die gerade ein neues Album vorgelegt hat, das in der allgemeinen Veröffentlichungs-Flut leicht untergegangen wäre. Es ist sehr leise und melancholisch, was die Dame da mit berückender Stimme vorträgt, begleitet von einer vielseitigen, kleinen Folkband. Es ist kleine Musik, aber man verliebt sich darein, in jedes Lied einzeln und unbedingt. Es macht Spaß, dass es so was dann doch wieder gibt: Glockenspiele so unmittelbar eingesetzt, als hätte noch nie jemand vorher ein Glockenspiel benutzt, und das gleiche gilt für die Traurigkeit und Toughness von Clara Luzia. „Musik für Menschen, die reinen Herzens und trotzdem nicht naiv sind“, stand in der bereits erwähnten Wiener Stadtzeitung „Falter“ über Clara Luzias Debütalbum vor zwei Jahren. Das stimmt, und es ist noch viel mehr als nur ein kleiner liebenswerter Folk-Act, den man den paar wirklich wichtigen Menschen, die man hat, mit Nachdruck empfiehlt. Clara Luzia ist nicht nur ganz nett, sondern hat ein Format, das sie problemlos neben die Songwriter-Damen befördert, die derzeit auf den Musikzeitschriften vorne drauf sind. Meint: Diese herrliche Platte hat sehr wenig von Österreich und sehr viel von der restlichen Welt. Zum gefälligen Mitverlieben bitte dieses wunderbare Stück namens "Morninglight" beachten: "The Long Memory" von Clara Luzia ist in Deutschland beim Plattenlabel „Unterm Durchschnitt“ erschienen.
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