Das Stermann&Grissemann-ABC
Ein neues Buch, endlich ein Kinofilm und ein neues Bühnenprogramm. Kaum ein deutschsprachiger Komiker ist so aktiv wie Dirk Stermann und Christoph Grissemann. Und da auch kaum einer so komisch ist wie die beiden - hier die wichtigsten Fakten über Stermann&Grissemann von A bis Z.
A wie Als wir noch nicht von Funk und Fernsehen kaputt gemacht geworden sind?Das Debüt des Autorenduos, ein Taschenbuch mit Radiotexten und laut Kundenrezension von daThomas bei Amazon unbedingt empfehlenswert: "Wer die Beiden nicht kennt, der sollte es einfach wagen und das Buch kaufen, vorausgesetzt er ist ein Fan von manchmal geschmacklosen Witzen und Beleidigungen." Diese Einschätzung ist grundsätzlich nicht falsch, aber halt veraltet. Mittlerweile sind Grissemann und Stermann so aktiv, dass der Einstieg in ihr Universum auch durch Werke aktuelleren Datums möglich ist (vgl. Debilenmilch, Immer nie am Meer und Kochshow).
Berlin
"Show Royal" heißt die Sendung von Grissemann und Stermann beim Berliner Sender radioeins. Der beschreibt Show Royal als "Antwort auf Rotation, Ramptalk und Räuspertaste. Mit ihrer konsequenten Ignoranz der Radiogesetze kann man Christoph Grissemann und Dirk Stermann entweder nur hassen oder lieben. Die beiden Wiener schmücken ihr zynisches Gerede mit grotesker Lyrik, amüsanten Terror-Anrufen und anderen radiophonen Leckerbissen." Das ist nicht nur deshalb wirrer PR-Quatsch, weil "radiophone Leckerbissen" schlecht "Radiogesetze ignorieren" können - und das auch noch konsequent. Darüber hinaus werden beide als Wiener geführt. Dabei stammt Dirk Stermann aus Duisburg (Ruhrgebiet) und Christoph Grissemann aus Innsbruck (Tirol).
Cordoba
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien traten im entscheidenden Spiel der zweiten Gruppenphase die deutsche und die österreichische Mannschaft gegeneinander an. Österreich siegte – das erste Mal nach Ewigkeiten – mit 3:2. Das Spiel ging als Schmach von Cordoba (Deutschland) bzw. als Wunder von Cordoba (Österreich) in die Fußball-Historie beider Länder ein. Stermann und Grissemann haben diese Begegnung durch einen Spiel-Bericht veredelt, den sie angeblich live aus Argentinien sprachen – als Kriegsverbrecher, die nach 1945 nach Südamerika ausgewandert waren. Sie kommentieren das Geschehen, bei dem sie 22 deutsche Spieler auf dem Platz sehen und bei einem Endergebnis von 5:0 lediglich bemängeln, dass der Zeugwart nicht in der Lage war, allen Spielern das gleiche Trikot zur Verfügung zu stellen.
Hier kann man sich übrigens die grandiose Radioreportage des österreichischen Reporters Edi Finger anhören, die ebenfalls sehr lustig ist.
Auf der nächsten Seite: Mehr über das neue Buch namens "Debilenmilch" und das schönste Ding der Welt. Was auch immer das sein mag.
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