Kritik an den Kritikern: Warum das BildBlog nervt
Es passiert selten, dass Stefan Niggemeier das in Frage stellt, was er den ganzen Tag so tut. Der Mann, der für Bildblog und sein Privatblog bereits zwei Grimme-Online-Awards bekommen hat, inszeniert sich lieber so, als habe er allein den doofen Deutschen den Segen des Internets gebracht. Heute jedoch scheint Internet-Gott Niggemeier eine menschliche Regung in sich gespürt zu haben. Anders ist nicht zu erklären, wieso er sich - in Bezug auf seine Arbeit beim Bildblog - Fragen stellt wie: „Wen interessiert das? MSV-Duisburg-Fans? „Titanic”-Leser? Bildblog-Abonnenten? Sie?" Anhand der Geschichte um ein möglicherweise erfundenes Angebot an einen unbekannten Stürmer des ebenso unbekannten MSV Duisburg surft Niggemeier ein paar vermeintliche Quellen (Foren und Wikipedia) im Netz ab, kommt aber zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis und fragt sich schließlich: „Was mache ich hier eigentlich?“
- Gekommen, um zu gehen 27.02.2012
- Warum ich protestiere 13.02.2012
- Trostlose Helden: Bayern- vs. Kettcar-Fans im Club 27.01.2012
- Kater, Nuss und Mandelkern 23.12.2011
- Darf ich kurz stören? 08.12.2011
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Sorry, aber wenn die SZ selber so reflektiert sich mit der Bild auseinandersetzen würde, das wär mal was gutes und nicht einfach die Bild nachschreiben oder deren menschenverachtende und unjournalistisches Vorgehen zu ignorieren.
Vielleicht nimmt sich der BB etwas wichtig(der gute ) Tv Spot müßte nicht sein, aber man kann schon froh sein daß es ihn gibt
Was die Berichterstattung über BILD in der Süddeutschen angeht, solltest Du mal diesen Text von Hans Leyendecker lesen
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artike...
@kharma: Der Schlusssatz ist nicht der Leitgedanke des Textes
setzen sechs.
Die Bildzeitung ist, das hat schon Max Goldt vollkommen richtig erkannt, ein Organ der Niedertracht, jeder Widerstand egal welcher Form gegen diese Ausgeburt viel zu vieler Journalistenschulen ist legitim.
Sie Herr Winter gehören in einen Castor gesteckt und an einen sicheren Ort transportiert, ohne Internetanschluss, damit von ihrem Machwerk und Ihren verqueren Ansichten keine Gefahr mehr ausgehen kann...
Und Ihr, jetzt.de, die Ihr euch für einen Dirnenlohn an den Meistbietenden verschachert solltet nicht mit Kommerz oder sonst irgendwas anfangen, das glaubt man Euch eh nicht.
Cheers!
Der Commodore
Und Herrn Niggemeier sein Existenzrecht abzusprechen, nur weil es nicht ausreichend Spendengenlder und keine staatliche Förderung für dringend nötige Medienkritik gibt ist ziemlich daneben.
Man darf jetzt also nur noch in seiner Freizeit Gutes tun?
Und nenne mir doch bitte eine Anti-Organisation die nicht von dem Dreck lebt, den sie am liebsten ein für alle mal beseitigen würde!
Was wäre Greenpeace ohne Umweltsünder, AI ohne Menschenrechtsverletzungen und die Antifa ohne Nazis?
Aber am schlimmsten sind ja die Müllmänner:
Die machen unseren Dreck weg, aus rein kommerziellem Interesse.
Orangene Kapiralistenschweine, die!
irgendwie doof, ne?
er will vom bildblog leben, braucht also bild, die er kritisiert, um leben zu können. paradox, nicht wahr? und zutiefst unmoralisch. toll wäre es doch, wenn er entweder reich geerbt hätte, oder in einer einfachen hütte hausen würde und voller idealismus arbeiten würde. (so wie die jetzt.de redaktion, bestimmt!)
wieviele berufe bräuchten wir nicht, wenn es das, was sie "bekämpfen", nicht geben würde? Polizei, die Verbrechen bekämpft; viele Richter, die Verbrecher bestrafen; etc. etc. und ein großteil der schreibenden zunft schreibt doch nur gegen die konkurrenz.
übrigens wäre es ja falsch zu meinen, dass es besser wäre, wenn es bild nicht mehr geben würde. es braucht in diesem land einfach beides, und beides sollte ermöglichen, geld zu verdienen.
ich wiederhole, was berlinoid sagte.
Auch wenn der BildBlog vielleicht manchmal zusehr auf Gutmenschtum macht und sich irgendwie finanzieren muss, glaub ich mal nicht daß Stefan Niggemayer und seine Mitarbeiter vom BildBlog leben und sich finanzieren.
Der Gute Zweck, der aber leider Geld kostet ist meinem Gefühl nach schon gegeben. Mir kommts nicht vor daß journalistische Aufbereitung von Bildlügen eine Marktlücke ist wofür Menschen Geld zahlen(und andere reich werden wollen.)
Es zahlen vielleicht Unternehmen die den BB-Lesers Werbung anbieten wollen. Und die Werbung ist ja freiwillig.
Sonst wär schon seit 2004 mit großem Tamtam und Werbung der Blog gestartet und mit viralem Marketing und was weiß ich.
Laß die doch machen. Die werden schon keine Millionäre damit.
Außerdem weiß jeder, der mal Fußball gespielt hat: Gegen einen übermächtigen Gegner ist alles erlaubt, einschließlich kratzen, beißen und spucken.
lektuereempfehlung: guenther wallraff: der aufmacher. ist schon ziemlich alt liegt aber immer noch im ziel.
Niggemeiers Frage "Was mache ich hier eigentlich?" ist für ihn eine gute Frage, die zu stellen überfällig ist, und zwar spätestens seit es einen Werbespot vom Bildblog gäbe. Was das eine jetzt mit dem anderen zu tun hat, bleibt der Autor leider schuldig – würde man mit gleichem Argument die "Süddeutsche Zeitung" infrage stellen, nur weil sie mal Werbung macht?
Naja, welche Argumente zur Befragung der Sinnhaftigkeit des Bildblogs fallen noch ein. Aha, da ist eins: Niggemeier, so heisst es lebt (zumindest indirekt) von dem Dreck, den die Bildzeitung täglich verbreitet. Für jemanden mit seinem moralischen Standard, finde ich das zumindest fragwürdig. .
Donnerwetter. Da hat stefan-winter aber sicherlich lange drüber nachgedacht. Der moralische Standard von Stefan Niggemeier und seinen anderen Bildbloggern wäre also höher einzustufen, wenn er keinen Bildblog betreiben würde? D. h. derjenige, der einen Missstand anzeigt, hat einen niedrigeren moralischen Standard, wenn er diesen publiziert (und – nebenbei – damit Geld verdient)? Dann wäre ja beispielsweise die Polizei, die Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Richter ähnlich zu beurteilen: Leben sie nicht auch von dem Dreck? Oder – einmal einfach nachgefragt: Denkt dieser stefan-winter auch einmal gelegentlich nach, bevor er etwas niederschreibt?
Weiter geht's: Was den Aufklärer des Aufklärers auch noch stört ist – das er so gemocht wird; Charlotte Roche habe irgendwann mal ein T-Shoirt des Bildblogs getragen. Ein tolles Argument. Es herrsche Eintracht; unreflektierte Zustimmung in der Blogosphäre. Wie so oft, wenn jemand pauschal über Blogosphäre schreibt, steckt da wenig bis keine Recherche dahinter, denn es gibt sehr wohl kritische Stimmen – nicht zuletzt auf Niggemeiers eigenem Blog. Wobei er sich – das ist mein Eindruck – sachlicher Kritik nie entzieht und stellt. Wo ist also genau das Problem, lieber stefan-winter?
Zum Abschluss soll dann ein Hinweis auf die Werbebanner-Aktivitäten des Bildblogs dessen Legitimation befragen. Zweifellos ist dieses Thema heikel. Und wieder: es ist genauso heikel wie bei FAZ, SZ und all den anderen "Qualitätsprodukten", die mit einem gewissen Anspruch Journalismus betreiben. Warum befragt dies keiner? Die Abhängigkeiten zwischen Anzeigenkunden und Verlag sind bekannt. Niggemeier wird wissen, worauf er sich einlässt.
Was ist also der Grund für das missgünstige Auftreten? Ist es der Erfolg, der einige "Kollegen" neidisch werden lässt? Wer kann denn ernsthaft eine Hinterfragung der Bild-Zeitung für überflüssig erachten? Natürlich ist einiges im Bildblog kleinkariert – aber seit Bildblog kann niemand mehr sagen, er habe es nicht gewusst.
Und natürlich besteht immer ein bisschen die Gefahr, dass sich Antipoden im Verhalten gegeneinander ein bisschen annähern. Ein bisschen wird dann manchmal der Bildblog wie Bild. Der Unterschied: Die "Fehlerquote" ist beim Bildblog – um es freundlich für die Bild-Zeitung auszudrücken – offensichtlich wesentlich geringer.
Den Schlüssel zum Ende des Bildblogs liegt – das ist eine Banalität – bei der Bild-Zeitung selber. Berichtete sie korrekt, wäre der Bildblog unnötig und bliebe nur noch Lektorat. Pseudoinvestigative Journalistenimmitationen, die nur ihr Mütchen kühlen wollen, sollten sich lieber lohnendere Ziele ihrer Zerstörungslust suchen. Und sie sollten ein bisschen besser recherchieren. Das könnten sie von Niggemeier & Co. zum Beispiel lernen. Wenn ihnen schon nicht die Kollegen der SZ helfen.
Was er vergaß zu erwähnen ist: es gibt da einen Button, mit dem man die (ohnehin spärliche) Werbung ausblenden kann. Sowas hatte ich zuvor noch nicht gesehen, eine richtige Innovation. Aber warum sollte man das auch erwähnen, es würde ja die bereits sehr dünnen Argumente noch mehr verwässern.
Man kann übrigens nicht nur die Werbung ausblenden, sondern sogar das ganze Bildblog. Einfach den Browser schließen.
Herr Winter, ein paar kurze Fragen, die Sie sicher eloquent beantworten können:
- Was soll Herr Niggemeier machen? Bildblog einstellen? Alle Einnahmen spenden? Oder anonym arbeiten, um der Prominenz zu entgehen?
- Sind Sie der Meinung, dass die Fehler und Kampagnen der BILD dokumentiert gehören? Wenn ja, was würden Sie denn anders machen als Bildblog?
- Ist die Notwendigkeit solcher Blogs wie Bildblog nicht eine Bankrotterklärung Ihrer Zunft, die ein Blatt wie BILD toleriert, seine Kritiker aber mit Häme überzieht?
Meine Empfehlung: Heute abend beim Bier einfach mal eine Runde schämen.
er muß nur provo-miert haben.
Ach so. Dementsprechend ist ein Journalist, der einen politischen Skandal aufdeckt, an diesem mitschuldig (Feigheitsklausel: "Zumindest indirekt"), weil er durch die Aufdeckung dieses Skandals Geld verdient. Ziemlich schwachbrüstige Logik. Im übrigen bin ich der Ansicht, dass die BILD maßlos und übertrieben dämonisiert wird.
Was ich auch anstrengend finde ist die Annahme, dass Blogs nicht kommerziell sein dürfen. Oder zumindest nicht kommerziell und gut. Blödsinn.
Am dämlichsten in Ihrem Artikel ist aber der Abschnitt, in dem Sie sagen, dass Stefan Niggemeier indirekt von Bild lebt und dass Sie das moralisch fragwürdig finden. Genau, Tageszeitung bereichern sich ja auch indirekt an Verbrechen oder Verkehrsunfällen. Wenn das mal nicht moralisch verwerflich ist.
Au weh...
Mal kurz nachgefragt: Haben -sie eigentlich beim Recherchieren auch mal versucht, Stefan Niggemeier anzurufen und ihn nach seiner gottgleichen Selbstinszenierung gefragt? (oder haben Sie nur kurz in Wikipedia und Foren recherchiert - die Zitatauswahl lässt es vermuten). Und haben Sie mal darüber nachgedacht, was der Unterschied zwischen eigenem Tun und fremder Verantwortung ist, als Sie so ganz pauschal Herrn Niggemeier dafür in Haftung nahmen, von schlechtinformierten Medien zum Internet-Gott gemacht zu werden?
Haben Sie auch mal darüber nachgedacht, warum Stefan N. erfolgreich ist, während Stefan W. lahme Selbstgerechtigkeit auf jetzt.de absondert?
Dass man die Bild mit Vorsicht genießen sollte, weiß eigentlich jeder, und mit Sicherheit die Leserschaft des Bildblogs. Man kann auch alles für bare Münze nehmen und sich so unbewusst verarschen und verblöden, oder man behandelt die Bild einfach wie nen Witz, was jedenfalls mein Ansatz ist.
01.09.2007 - 18:24 Uhr
TomJones
Von daher finde ich, dass dieses Argument in diesem Zusammenhang nicht überzeugt.
dass stefan winter zu solch relevanter kritik nicht mal ansatzweise fähig ist, ist etwas anderes, weil sein kosmos (und das ist eher nicht der jetzt-kosmos) wiederum ganz woanders und sehr rasch rotierend um ein schwarzes loch kreist, welches jegliche banalität anzieht und automatisch in texten wie diesem hier verwurstet.
merke: auch und gerade in zeiten des internet, lassen sich freak-meinungen vermarkten. ein einschlägiger ruf ist besser als gar keiner.
Und siehe da: Herr Niggemeier hat sich gestern, am 31. August 2007, die Internet-Adresse "bildblogblog.de" bei der DENIC reservieren lassen.
Will er sich nun selber im Auge behalten, weil er diese Aufgabe keinem anderen zutraut oder will er Leute wie Stefan Winter daran hindern, seinen Beitrag zu einer Dauereinrichtung auszuweiten und sperrt er deshalb diesen griffigen Domänennamen?
zeigt Ihr Euch eigentlich auch mal gegenseitig Eure Sachen, bevor Ihr sie hier reinstellt?
"Ihr wisst aber schon, dass es Stefan Winter gar nicht gibt? Das ist ein Pseudonym, das bei jetzt.de immer benützt wird, wenn sich keiner aus der Redaktion traut, seinen richtigen Namen zu schreiben."
Gibt es etwa einen Maulwurf in der jetzt.de-Redaktion?
Dagegen zensiert Herr Niggemeier immer wieder kritische Kommentare oder löscht sie, so dass außer den Kommentatoren selber niemand davon erfährt.
Was er neulich Alice Schwarzer vorwarf, sie lösche Einträge in ihrem Gästebuch, betreibt er selber. So stelle ich mir einen Heuchler vor. Senator Craig lässt grüßen.
Informier dich erst bevor du sonen Blödsinn schreibst
Dann überleg dir jetzt mal, ob du nicht mit diesem artikel nun auch davon profitierst, was bild und deiner argumentation nach auch bildblog für einen Dreck verkaufen...
tja so läuft das halt... vllt kann darüber mal jemand einen artikel schreiben?!?
Tatsache ist, dass Herr Niggemeier Frau Schwarzer in einem Artikel in seinem Blog vorgeworfen hat, sie würde kritische Einträge über ihre Teilnahme an einer Werbekampagne der Bildzeitung (nach einem Monat) löschen. Er selber zensiert und löscht aber selber Kommentare auf seinem Blog.
Kritik über seine Arbeit lässt Niggemeier sehr wohl zu. Er editiert und/oder löscht Kommentare m. W. nur, wenn sie persönlichkeitsverletzend oder beleidigend sind. Das ist normal und sogar seine Pflicht. Es gibt nämlich nicht nur Artikel 5 Absatz 1 GG, sondern auch Absatz 2! Und: Nicht jede Pöbelei ist durch "Meinungsfreiheit" gerechtfertigt.
Ein Feuerwehrmann lebt davon, dass anderen ihre Existenz oder ihr Leben in Flammen aufgeht.
Ein Polizist lebt davon, dass andere zusammen geschlagen werden.
Ein Arzt lebt davon, dass andere krank werden.
Pfui Deibel!!!
Schreibst du hier ehrenamtlich? Nein? Schade. Das Gehalt für die Zeit, die du in diesen Artikel investiert hast, verdankst du dummerweise dem Dreck, den die Bildzeitung täglich verbreitet. Aber dein moralischer Standpunkt scheint mir weit weniger erstrebenswert als der von Niggemeier.
Griff ins Klo. Setzen, 6.
Ich erkenne an, dass Herr Niggemeier zusammen mit Herrn Schultheis die richtige Idee zur richtigen Zeit gehabt hat, dass sie Ausdauer bewiesen haben. Ich halte es auch für gut, dass die Bildzeitung (aber nicht nur sie) kritisch beobachtet wird. Hier leistet der Bildblog eine notwendige Arbeit.
Ich las die Artikel von Herrn Niggemeier schon in der SZ und lese sie jetzt mit Interesse in der FAZ/FAS. Für einen "glänzenden" Journalisten halte ich ihn nicht, aber in meinen Augen gehört er nicht zu den "schlechteren".
Wer allerdings sein Blog liest, merkt, dass die Blogossphäre weniger vom "Glanz" als vom "Elend" geprägt ist. Sein Blog zähle ich zu den "besseren", aber diese "Überhöhung" durch seine Fans kann ich nicht nachvollziehen.
Insofern hat Stefan Winter jetzt.de ja einen Riesengefallen getan und mit vereinter Kraft zusammen mit seinen Gegnern einen Haufen Karteileichen produzieren, die jetzt.de dann in seinen Mediadaten wieder zur Illustration seiner Wichtigkeit als User ausgeben kann. Wenn man drüber nachdenkt, ein ganz schön perfider Mechanismus. Deshalb: Gratulation, Stefan Winter.
Zum einen bin ich seit Ende letzten Jahres dabei, zum anderen verbitte ich es mir, wegen des fehlenden Userbildes als Neuling diskriminiert zu werden. Es soll Leute geben, die einfach keine Lust haben, auf jeder Website, auf der sie einen Account haben, großartige Bildchen hochzuladen.
Abgesehen davon hast du natürlich einen interessanten Gedanken geäussert. Steckt hinter der sinkenden Qualität von Jetzt.de womöglich ein Masterplan? Ist die Jungenfrage/Mädchenfrage-Reihe Teil einer Verschwörung zur Rückverdummung? Ist Stefan Winter Mitglied der APPD? Und wer zum Geier hat mein Bier leergetrunken?
Fragen über Fragen...
Komischerweise behauptet dies auch kaum jemand...:-)
Nach der Lektüre des Artikels frage ich mich, auf welchem Planeten Sie leben. Süddeusche.de? Ach so. Das erklärt es.
Toll.
Ich wollte lediglich auf den Widerspruch hinweisen, dass Bildblog von dem Dreck lebt, den die Bild-Zeitung täglich produziert. Mit meinen Moralvorstellungen ist das nicht vereinbar, ich kann mir nicht einreden, dass das moralisch gut sei.
Um darüberhinaus ein paar Fakten zu klären:
a) Ich bin nicht neidisch auf Stefan Niggemeier. Im Gegenteil: Alles, was ich bisher von ihm gelesen habe, empfinde ich als extrem unsympathisch.
b) Gutes Tun und Kommerz schließen sich in der Tat nicht aus. Darum geht es aber nicht. Meine Kritik bezieht sich darauf: "Er lebt (zumindest indirekt) von dem Dreck, den die Bildzeitung täglich verbreitet."
schon der konsum des BILDblogs hingegen ist für das ausgangsprodukt gold wert im sinne der aufmerksamkeitsökonomie. er erhöht die relevanz der BILD, indem er sie in frage stellt. ganz unabhängig davon, ob sich das ding für niggemeier und co. selbst lohnt.
inhaltliche fehler, dilettantismus, propaganda der übelsten sorte findet man im übrigen auch in anderen publikationen in beträchtlichem umfang, nur lohnt sich da eben die kritische zweitverwertung nicht.
Und diese Leute sind dadurch auf diesen Artikel von Herrn Winter aufmerksam geworden. Nun wollen sie sich hier dazu äußern. Das ist doch völlig in Ordnung.
Die meisten "Neuen" verteidigen ihren Blogayatollah ("Stefan ist Stefan. Es gibt keinen Stefan außer Stefan. Und Niggemeier ist sein Prophet.") sehr vehement.
Ich halte Herrn Niggemeier für sehr geschäftstüchtig. So viel Lob muss sein.
Wiederholung eines fehlenden Arguments (!) macht die Sache auch nicht besser. Wenn Du Dich schon in den Kommentaren äußerst, könntest Du wenigstens inhaltlich auf diese eingehen. Die Gegenseite hat ein paar gute Argumente gebracht, warum da moralisch alles in Ordnung ist. Wo sind die Begründungen für Deine Meinung?
Außerdem handelt es sich dabei um ein sehr zynisches Argument. Nach dem Motto eines berühmten Werbefritzen: "Mir ist egal, ob Sie Gutes oder Schlechtes über mich schreiben. Hauptsache, Sie schreiben meinen Namen richtig." (frei nacherzählt)
Totschlagargument. Der Kabarettist dürfte demnach nichts mehr anprangern, jegliche Kritik bedeutete dann eine Überhöhung des Kritisierten.
Mag sein, dass es einen solchen Automatismus gibt. Dann wäre aber dieser das moralisch Fragwürdige, nicht Kritik als solche.
und was hat das mit dem moralischen standards zu tun? das einzige was man bildblog ankreiden könnte wäre, dass er nur die anspricht, die eh schon seiner meinung sind. das ist leider aber meistens so.
Schlecht geschrieben und schlecht argumentiert.
"Wenn Stefan Niggemeier das Bildblog als seine Arbeit bezeichnet und davon leben will, heißt das: Er lebt (zumindest indirekt) von dem Dreck, den die Bildzeitung täglich verbreitet. Für jemanden mit seinem moralischen Standard, finde ich das zumindest fragwürdig."
Werd erwachsen!
naja und wer einen blog für diejenigen macht die sich über die lustig machen die den ahnungslosen trash vorsetzen verdient anerkennung.
zumindest einmal für die idee die er mit dieser dienstleistung hatte.
kulturgut sagte:
wer die BILD nicht mag, der soll sie nicht lesen. nur ignoranz schmerzt die BILD wirklich.
schon der konsum des BILDblogs hingegen ist für das ausgangsprodukt gold wert im sinne der aufmerksamkeitsökonomie. er erhöht die relevanz der BILD, indem er sie in frage stellt. ganz unabhängig davon, ob sich das ding für niggemeier und co. selbst lohnt.
inhaltliche fehler, dilettantismus, propaganda der übelsten sorte findet man im übrigen auch in anderen publikationen in beträchtlichem umfang, nur lohnt sich da eben die kritische zweitverwertung nicht.
stimmt.
...der Artikel ist ja wohl ein Witz!








0
31.08.2007 - 19:35 Uhr
kharmapolizei
sicher muss man sich fragen, ob an einem einhellig gefeierten medienphänonem wie bildblog nicht irgendwas faul ist. sicher macht das skeptisch. und als reflex ist das auch sehr gesund.
aber als schlusssatz, ich würde sogar sagen: leitgedanke eines ganzen artikels ist das SEHR dünn.
zumal die meisten deiner punkte eher... schwach sind.
du unterschlägst, dass die recherche über wikipedia und foren hinausging; dass foren und wikipedia (wenn man den urheber eines internetgerüchts sucht) ziemlich gute quellen sein können; und, dass es eben KEINEN bildblog-eintrag dazu gibt. wohl aus guten gründen.
und tinzis kommentar: geschenkt. leuten einen strick daraus zu drehen, mit den 'falschen' leuten zusammen zu arbeiten, was tinzi wiederum ausschließlich an seinem persönlichen geschmack fest macht.
und das zitat zum geld ist... nun, vieldeutig.
das ist umso seltsamer, als es ja tatsächlich genug punkte gibt, die am bildblog (z.t. erst mittlerweile) nerven können, sogar sehr. die beckmesserische art, mit der zunehmend immer irrelevantere themen zerpflückt werden zum beispiel.
oder immer wiederkehrende beiträge, die die ganze schlechtigkeit nochmal zusammen tragen - für die, die's nicht gemerkt haben? na danke.
das wären z.b. punkte gewesen. INHALTLICHE.