30.08.2007 - 19:00 Uhr

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Die GEZ-Diskussion geht weiter: Der Erfinder der neuen Kampagne im Interview

Text: dirk-vongehlen

In der verganenen Woche hat die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) eine neue Werbekampagne gestartet. In der Berichterstattung darüber (hier den Text auf jetzt.de lesen) fühlte sich Kimon Xynias nicht ganz richtig verstanden. Der Chef der Münchner Agentur Xynias,Wetzel hat die Kampagne mit Julia Hummer und Sammy Deluxe entwickelt. jetzt.de hat mit ihm telefoniert.

Sie fühlten sich in dem heftig diskutierten Artikel letzte Woche mit dem Satz „Die militanten GEZ-Gegner werden wir nicht umstimmen können“ nicht ganz richtig zitiert... Die W&V hat mein Zitat etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Ich hatte gesagt: Die Kampagne wird bei den einen schneller funktionieren und bei anderen wird es länger dauern. Aber es geht uns nicht nur um die vier Prozent, die nicht bezahlen. Uns geht es darum, alle zu erreichen. Wir wollen zum Nachdenken anregen. Genau wie es in Ihrem Artikel passiert ist. Dass man sich fragt: „Julia Hummer und GEZ – geht das zusammen? Ist die nicht auch auf meiner Seite und zahlt keine Gebühren?“ Ich zahle übrigens Gebühren. Meine Kritik war etwas anders. Aber genau dieser Aspekt funktioniert trotzdem: dass wir einen Überraschungseffekt schaffen. Es werden in diesem Jahr etwa 800.000 junge Menschen 18 Jahr alt. Das ist eine Schnittstelle im Leben, an der man darüber nachdenkt, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Und genau da wollen wir erinnern: Vergiss es nicht, dich bei der GEZ zu melden.
Glaubwürdige Protagonistin: Julia Hummer wirbt für die GEZ Und schafft Ihre Kampagne das? Ihr Artikel und die Diskussion auf jetzt.de zeigt ja, dass sie wahrgenommen wird. Das freut uns natürlich. Aber Sie haben in einem Punkt schon auch Recht: Jedes System hat Schwächen und man muss anfangen, seinen Auftritt neu auszurichten. Und uns war wichtig, dass wir einen Auftritt finden, der mehr den Gedanken der Fairness transportiert und der mehr aus der Sicht derjenigen argumentiert, die das System gut finden. Dabei war es uns sehr wichtig, dass wir keine super teuren Werbestars bekommen, sondern eher glaubwürdige Protagonisten. War es leicht, diese Protagonisten zu bekommen? Hat Julia Hummer sofort gesagt: Super da mach ich mit – Werbung für die GEZ? Wir hätten keinen genommen, den wir für teures Geld hätten überzeugen müssen. Das wäre viel zu gefährlich geworden und wir hätten es uns auch nicht leisten können. Wir haben angefangen mit Sammy Deluxe und Julia Hummer – und die haben spontan zugesagt. Ist es leicht, eine Kampagne für eine umstrittene Institution wie die GEZ zu entwicklen? Ich muss Ihnen sagen, ich hatte anfangs auch Bedenken. Aber wir haben uns dann mit der GEZ näher auseinander gesetzt und da korrigiert sich dann einiges. Können Sie das genauer beschreiben: Die Leute in der Zentrale in Köln waren sympathischer als die Ermittler, die ungefragt vor der Tür auftauchen? Das System ist sicher komplex und es gibt sicher wie in jedem System auch Schwachpunkte. Aber die GEZ kommuniziert wesentlich offener und geht auch auf Kritik ein. Aber man muss auch bedenken, dass die GEZ sehr akkurat arbeitet und die Gebühren sehr wirtschaftlich einzieht. Wie geht es jetzt weiter mit der Kampagne? Sie wird jetzt in der Form bis 2008 laufen. Es werden aber weitere Maßnahmen entwickelt, die darüber aufklären: Was passiert eigentlich mit meinen Gebühren? Das war ja auch in den Kommentaren unter Ihrem Artikel zu lesen, dass damit auch Filmförderung gemacht wird. Das sind wichtige Aspekte, die noch stärker kommuniziert werden müssen. Mehr zu dem Thema gibt es hier


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lewis0815
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30.08.2007 - 19:32 Uhr
lewis0815

hmmm ganz schön viele Schwachstellen hat diese Institution wohl.
das weiß auch Kimon.

lp

ChristophThomas2000
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30.08.2007 - 20:16 Uhr
ChristophThomas2000

what auch ever! am coolsten waren immer noch die breakdancer mit der GEZ-kette!

provisorischernick
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30.08.2007 - 20:32 Uhr
provisorischernick

Wer GEZ Gebühr gern löhnt gehört schon zum Establishmönt

mondmadel
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30.08.2007 - 22:20 Uhr
mondmadel

die julia hummer hat ja mal ne fetzen-dysphonie?!

kulturgut
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30.08.2007 - 23:32 Uhr
kulturgut

zitat xynias: "Ich muss Ihnen sagen, ich hatte
anfangs auch Bedenken. Aber wir haben uns
dann mit der GEZ näher auseinander gesetzt
und da korrigiert sich dann einiges."

haha. schon klar, kimon. war in meinem früheren
leben ja auch mal werber. mit der größe des etats
und vor allem der prominenz des zu bewerbenden
objekts habt ihr euch auseinandergesetzt, das
überzeugt dann schon ;) und der sündenfall war
ja schon das engagement für die meinungsschänder
von der ard.

ich hätte die GEZ nie angefasst. dabei macht ihr
auch so schöne sachen:

http://www.xyniaswetzel.de/dtb/117451036...

tomtom77
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31.08.2007 - 00:40 Uhr
tomtom77

"Es werden in diesem Jahr etwa 800.000 junge Menschen 18 Jahr alt. Das ist eine Schnittstelle im Leben, an der man darüber nachdenkt, in eine eigene Wohnung zu ziehen."

Die Gebührenpflicht hat nichts mit 18 zu tuen, noch unbedingt etwas mit der ersten eigenen Wohnung


"den Gedanken der Fairness transportiert "

Welchen? Den das zu Hause wohnende Auszubildnde mit 300€ genauso viel bezahlen wie Julia Hummer oder Sammy Deluxe?

bulle
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31.08.2007 - 09:25 Uhr
bulle

puh das thema liegt mir schwer im magen, ich mein ich kann nichts dagegen tun das ich jetzt im vergleich zu früher propaganda und fehlinformation selbst bezahlen muss ,aber das mir das auch noch permanent von einer völlig prallen zicke so reingedrückt werden muss versteh ich einfach nicht.wann zieht ihr die schlinge eigentlich endlich zu ? diese ewige vorbereitungsphase geht mir auf den sack.
wann setzt ihr das netzwerk endlich wieder offen gegen das volk ein?

sue
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31.08.2007 - 10:03 Uhr
sue

Das ist ja eine nette Richtigstellung - das soll es sein, oder?
Für mich ändert sich im Vergleich zum Artikel davor nichts.
Und wenn sich eine eher zweifelhafte Sache darum bemüht, auch junge Anhänger zu erreichen, indem sie sich zwei Leute sucht mit Pseudo-Street-Credibility, dann ist das ungefähr so, wie wenn die CDU/CSU versucht, mit Hilfe von Bushido auf Stimmenfang zu gehen.
Geht leider gar nicht.

Und ansonsten: Das hätte man auch kreativer umsetzen können. Nicht nur dass die Protagonisten zweifelhaft sind, nein, der Spot ist ganz einfach auch noch schlecht. Und selbst Iris Berben oder Uschi Glas hätte man das dann leichter abgekauft.

octopussy
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31.08.2007 - 10:37 Uhr
octopussy

für mich funktioniert das nicht mit Frau Hummer. Man erkennt sie auch nur aufgrund ihrer Stimme

manic
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Mag ich Mag ich nicht

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31.08.2007 - 12:21 Uhr
manic

...und ich weiß immer noch nicht, wer diese julia hummer eigentlich ist.

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dirk-vongehlen offline

dirk-vongehlen

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.