Natürlich zahl ich - eine neue nervige GEZ-Kampagne
Die Gebühreneinzugszentrale hat sich was Neues ausgedacht, um die Bevölkerung von Rundfunkgebühren zu überzeugen. Die Kampagne geht am eigentlich Problem weit vorbei
Es ist schon eine ganze Weile her, dass man sich gesehen hat. Man jagte in alten Autos durch die Stadt, sie saß auf der Rückbank und trug einen Cowboyhut. Ja, es war eine wilde, gute Zeit damals. Alle Jungs waren ein bisschen in sie verliebt. Dann erzählte irgendwer, sie mache jetzt Musik. Man selber quälte sich mit Seminararbeiten und sie war unterwegs mit umgehängter Gitarre. Das passte. Was nicht so recht passt: Dass man sich jetzt wieder trifft. An einem verregneten Montagmorgen auf dem Weg zum Zahnarzt steht sie plötzlich da und sagt: „Die Fahrscheine bitte.“ Und es ist kein Witz: Julia Hummer, das Mädchen aus wilden Zeiten, macht jetzt Werbung für die Gebühren-Einzugszentrale (GEZ).
- Gekommen, um zu gehen 27.02.2012
- Warum ich protestiere 13.02.2012
- Trostlose Helden: Bayern- vs. Kettcar-Fans im Club 27.01.2012
- Kater, Nuss und Mandelkern 23.12.2011
- Darf ich kurz stören? 08.12.2011
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
Wirkliche Unabhängigkeit kann es wohl nur durch eine solche Einrichtung geben. Wenn man nur die Privatsender machen lässt, läuft schnell nur noch sensations-Fernsehn für die breite Masse. Und das was man vielleicht selber schauen möchte wird nahezu aussterben oder Unbezahlbar.
Das schlimme an Gerichtsschows z.B. ist das die Mehrheit sie sehen Will. Genauso wie versteckte dauerwerbesendungen wie Gallileo.
Ein gutes Beispiel für den vernünftigen Einsatz der GEZ-Gebühren sind die Tagesthemen.. und das Webportal www.tagesschau.de
@Nordzucker:
Es gibt sowas wie eine Gesellschaftliche Verantwortung. Sie macht sich bei dem Einzelnen nicht bemerkbar. Es ist wie ein Fisch der in einem kleinen See wohnt und die Fische müssen sich Absprechen wann sie pinkeln damit der See nicht umkippt.
Genauso ist das mit den GEZ-Gebühren und dem Fernsehprogramm. Man muss etwas machen das an der gelangweilten Masse nicht "vorbeiredet". Also möglichst viele ansprechen, und bei möglichst vielen die Neugier wecken. Sich weiterzubilden oder das ein oder andere Kulturstück zu futtern. Ach ich greif nach Sternen. Wohl eher sich seriöse Tagesthemen anzuschauen UND Gedanken um die Gesellschaft machen.
Es ist fast so wie bei den Krankenkassen... ein System kann nur "gerecht" sein wenn es Ausgeglichen ist. Alles andere ist für jeden beteiligten pure Abzocke.
na, ich weiß nicht.
welche leute sitzen denn in den rundfunkgremien, bzw. welche parteien haben da ihren daumne drauf ?
meinst du, die sind unabhängig ?
aber das mit dem restaurant ist ein ganz und gar unpassender vergleich. als ob die GEZ ein service-unternehmen wäre.
im gegenteil - die GEZ ist wie mutti:
gegessen wird was auf den tisch kommt. ist auch wurscht ob es schmeckt. hauptsache gesund! fragt sich natürlich ob man ein leben lang wie ein kleinkind behandelt werden möchte.
aber im grunde finde ich es sehr gut, wenn die GEZ nicht mehr zu den bösen gehören möchte. bringt natürlich alles nix, wenn das nur ne PR kampagne ist, und nix dahinter.
aber vielleicht kommen die ja auch noch eines tages drauf, werbeprämien zu verteilen, statt kopfgeldjäger zu bezahlen...
einfallsreich wäre z.B. ein radio als willkommensprämie. dann muß die GEZ auch nicht immer vorbei kommen und nachsehen ob man schon eins hat. toll wäre auch wenn das radio bei den privaten sendern automatisch die werbung wegschaltet, damit die nicht das GEZ-radio nutzen können um geld zu verdienen :)
dass eine rein private programmlandschaft niveaulos und einseitig aussehen müsste stimmt nicht. das kommt vor allem auf die markteintrittshürden für kleine anbieter an, die eben auch durch struktur und dominanz des öffentlich-rechtlichen sektors künstlich hochgehalten werden.
dass sich die bereitschaft zum zahlen von GEZ-gebühren durch einen verbesserten dialog zwischen unfreiwilligen "kunden" und "anbietern" verbessern würde finde ich putzig. auch dadurch liesse sich der zwangscharakter des gesamtsystems nicht wegleugnen, der sein konstituierendes element ist - und nicht nur in hinsicht auf seine finanzierung, sondern auch in hinsicht auf seine themenfindung und -setzung.
aber ich nehme an die dinge werden sich, fast von selbst, ändern, gewaltig ändern.
übrigens, im vergleich zu UK und den methoden, die beim durchsetzen der zahlungen für die tv licence verwendet werden sind die GEZ leute fast humanitär zu nennen. und schon beim kauf eines fernsehers speichert der händler name und anschrift - und man hängt im netz der öffentlich-rechlichen krake. trotzdem gibt es natürlich auch dort nichtzahler, die noch etwas rabiater auf ihre unverzeihlichen versäumnisse aufmerksam gemacht werden.
Alle Kommentare anzeigen








0
25.08.2007 - 01:51 Uhr
nordzucker
gehoerten fussball live uebertragungen, gute zeiten schlechte zeiten, das musikantenstadel, wetten dass, das internetportal der ard und zdf zur grundversorgung der bevoelkerung?
welcher staatsauftrag verpflichtet die oeffenlich rechtlichen zu einem internetportal fuer das zusaetzlich gebuehren erhoben werden?