Natürlich zahl ich - eine neue nervige GEZ-Kampagne
Die Gebühreneinzugszentrale hat sich was Neues ausgedacht, um die Bevölkerung von Rundfunkgebühren zu überzeugen. Die Kampagne geht am eigentlich Problem weit vorbei
Es ist schon eine ganze Weile her, dass man sich gesehen hat. Man jagte in alten Autos durch die Stadt, sie saß auf der Rückbank und trug einen Cowboyhut. Ja, es war eine wilde, gute Zeit damals. Alle Jungs waren ein bisschen in sie verliebt. Dann erzählte irgendwer, sie mache jetzt Musik. Man selber quälte sich mit Seminararbeiten und sie war unterwegs mit umgehängter Gitarre. Das passte. Was nicht so recht passt: Dass man sich jetzt wieder trifft. An einem verregneten Montagmorgen auf dem Weg zum Zahnarzt steht sie plötzlich da und sagt: „Die Fahrscheine bitte.“ Und es ist kein Witz: Julia Hummer, das Mädchen aus wilden Zeiten, macht jetzt Werbung für die Gebühren-Einzugszentrale (GEZ).
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Dann mal die Pressemitteilung der GEZ zu dieser Kampagne:
"GEBÜHRENEINZUGSZENTRALE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN
RUNDFUNKANSTALTEN IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
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Informationen zur GEZ-Kampagne „Natürlich zahl’ ich.“
Die Strategie
Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) startet eine Gebühren-Informationskampagne mit dem
Slogan „Natürlich zahl’ ich.“. Diese wendet sich erstmals nicht nur an die Zielgruppe der
Nichtanmelder, sondern auch an alle zahlenden Rundfunkteilnehmer. Damit findet ein
Richtungswechsel in der Kommunikationsstrategie der GEZ statt. Die reine Pflichtenargumentation
wird um Informationsbestandteile, wie die Vielfältigkeit der Programme und
die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender, ergänzt.
Zudem findet eine gezielte Ansprache der Selbständigen, Gewerbetreibenden und
Mittelständlern statt, von denen bisher nur ein Drittel Rundfunkgeräte angemeldet hat.
Auch für die Zielgruppe der türkischen Rundfunkteilnehmer wurde ein eigenes Kampagnen-
Motiv entwickelt.
Die Inhalte
Die Gebührenzahler stehen zum ersten Mal im Mittelpunkt einer GEZ-Kampagne. Sie geben
in den einzelnen Motiven als bekennende Zahler der Rundfunkgebühren das Statement
„Natürlich zahl’ ich.“ ab. Mittels bekannter Persönlichkeiten, wie dem Hip-Hopper
Samy Deluxe, sowie Musik-TV Moderatoren, wie Caroline Korneli und Klaas Heufer-Umlauf,
aber auch durch normale Bürger, die in ihren Alltagssituationen und Berufen dargestellt werden,
werden positive Identifikationsfiguren geschaffen. Aus deren Bekenntnis wird ein
Selbstverständnis, dem sich auch die Gebührenverweigerer und bewussten Nichtanmelder
nicht entziehen können.
Die Botschaft
Die Botschaft der Kampagne vermittelt Werte wie Fairness, Gerechtigkeit und Solidarität
innerhalb der Gemeinschaft der Rundfunkteilnehmer.
Seite 2 Informationen zur GEZ-Kampagne „Natürlich zahl’ ich.“
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Die Ziele
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist „von allen für alle“. Mit der neuen Werbekampagne wird
der Sinn der Rundfunkgebühren erläutert und dargelegt, warum die Gebührenpflicht für alle
gerecht ist. Die gegebenen Informationen sollen in erster Linie die Gebührenakzeptanz positiv
beeinflussen. Nichtanmelder sollen auf eine für die GEZ innovative Art der Ansprache
zum Anmelden der Rundfunkgebühren bewegt und somit zu einem Teil eines funktionierenden
und gerechten Systems werden.
Die Kreativagentur
Die Kampagne wird mit der Münchner Werbeagentur Xynias, Wetzel durchgeführt. Diese
hatte sich im Jahr 2006 gegen sieben Konkurrenten in einem Wettbewerb durchgesetzt."
Du siehst Dirk, es geht gar nicht nur um die 4% sondern um alle Gebührenzahler. Und was hast Du gegen "Werte wie Fairness, Gerechtigkeit und Solidarität"?
Cheers!
Der Commodore
24.08.2007 - 20:23 Uhr
CommodoreSchmidtlepp
Nochmal Cheers!
sehr schön.
oceano_mare sagte:
ich zahle die gebühren nicht, also was solls`?
Super, ganz tolle Einstellung!
Ich finde den Artikel gut. Natürlich soll (und ich hoffe auch will) man zahlen. Aber es wäre eben schön, sein Geld besser angelegt zu wissen, und nicht ständig des Betrugs bezichtigt zu werden...wobei mir die komische Julia ans sich, ziemlich egal ist. Ich hab die Frau noch nie gesehen..
Natürlich ärgere ich mich auch darüber, dass ich eben nicht mitbestimmen kann, wofür die Gebühren genutzt werden und das wird mir mit jedem Hansi Hinterseher Auftritt klar. Auf der anderen Seite verfliegt dann der Ärger ganz schnell, wenn ich in die funkelnden Augen meiner lieben Omama schaue, die ein paar glückliche Minuten hat, wenn der Hansi im Fernsehen auftaucht. Dann sorgen die Gebühren eben auf die Weise für ein tolles Programm in meinem Leben.
ps. Es ist schön, dass es die Julia gibt.
Ja - allerdings kommt fm4 aus Österreich.
Der Rest ist unzumutbarer Dudelfunk der aus mehr Jingles, Gewinnspielen und Morningshows besteht als ein normaler Mensch vertragen kann.
Und was GEZ angeht: ich bin nicht davon überzeugt. Ehrlich gesagt schaue ich fast nie die Öffentlich-Rechtlichen. Und seit sie auch jeden mit einem Internetanschluss blechen lassen wollen... nicht gut.
Als Student mit meinem jetztigen Budget würde ich nicht zahlen. Aber ich lebe in einem Haushalt, in dem jemand anderes, der moralisch andere Werte hat, zahlt. Also am Ende alles paletti.
Letztens war eine GEZ-Mitarbeiterin in der WG von 2 Freunden(beides Studenten) von mir, die beide Studenten sind und hat ganz dreist gelogen: Studenten könnten sich nicht von den gebühren befreinen lassen. Und das ist einfach mal nicht wahr.
Krass ist auch, dass man GEZ-Gebühren bezahlen muss, wenn man nichts weiter als ein Internetfähiges Handy hat. Egal, ob man das Internet nutzt oder nicht.
Nichts gegen die öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme und den Rundfunk etc. Aber zahlen ohne was davon zu haben? Was soll das?
bisschen weit hergeholte Argumentation; was soll eine Anzeigenkampagne für diejenigen, die ihre Gebühren (zähneknirschend) bezahlen für Leistungen, die sie nicht unbedingt in Anspruch nehmen?
Meine Gebühren werden also für unsinnige Anzeigenkampagnen und für den Beamtenapparat der GEZ verwendet!
Ich werde konsequenterweise zu den 4% Nichtgebührenzahlern überwechseln, dann bin ich ja von der Anzeigenkampagne nicht mehr betroffen!
der werbespot passt mir auch so gar nicht, obwohl ich die gebühren für gerechtfertigt halte, wenn sie denn beim richtigen empfäger landen...
im übrigen ist es ein rechtlich nicht anerkanntes, aber doch aller ehren wertes motiv, aus gewissensgründen die beteiligung am honorar von johannes baptist kerner zu verweigern.
Danke
http://www.gez-abschaffen.de/
mehr braucht man nicht zu wissen.
gehoerten fussball live uebertragungen, gute zeiten schlechte zeiten, das musikantenstadel, wetten dass, das internetportal der ard und zdf zur grundversorgung der bevoelkerung?
welcher staatsauftrag verpflichtet die oeffenlich rechtlichen zu einem internetportal fuer das zusaetzlich gebuehren erhoben werden?
Wirkliche Unabhängigkeit kann es wohl nur durch eine solche Einrichtung geben. Wenn man nur die Privatsender machen lässt, läuft schnell nur noch sensations-Fernsehn für die breite Masse. Und das was man vielleicht selber schauen möchte wird nahezu aussterben oder Unbezahlbar.
Das schlimme an Gerichtsschows z.B. ist das die Mehrheit sie sehen Will. Genauso wie versteckte dauerwerbesendungen wie Gallileo.
Ein gutes Beispiel für den vernünftigen Einsatz der GEZ-Gebühren sind die Tagesthemen.. und das Webportal www.tagesschau.de
@Nordzucker:
Es gibt sowas wie eine Gesellschaftliche Verantwortung. Sie macht sich bei dem Einzelnen nicht bemerkbar. Es ist wie ein Fisch der in einem kleinen See wohnt und die Fische müssen sich Absprechen wann sie pinkeln damit der See nicht umkippt.
Genauso ist das mit den GEZ-Gebühren und dem Fernsehprogramm. Man muss etwas machen das an der gelangweilten Masse nicht "vorbeiredet". Also möglichst viele ansprechen, und bei möglichst vielen die Neugier wecken. Sich weiterzubilden oder das ein oder andere Kulturstück zu futtern. Ach ich greif nach Sternen. Wohl eher sich seriöse Tagesthemen anzuschauen UND Gedanken um die Gesellschaft machen.
Es ist fast so wie bei den Krankenkassen... ein System kann nur "gerecht" sein wenn es Ausgeglichen ist. Alles andere ist für jeden beteiligten pure Abzocke.
na, ich weiß nicht.
welche leute sitzen denn in den rundfunkgremien, bzw. welche parteien haben da ihren daumne drauf ?
meinst du, die sind unabhängig ?
aber das mit dem restaurant ist ein ganz und gar unpassender vergleich. als ob die GEZ ein service-unternehmen wäre.
im gegenteil - die GEZ ist wie mutti:
gegessen wird was auf den tisch kommt. ist auch wurscht ob es schmeckt. hauptsache gesund! fragt sich natürlich ob man ein leben lang wie ein kleinkind behandelt werden möchte.
aber im grunde finde ich es sehr gut, wenn die GEZ nicht mehr zu den bösen gehören möchte. bringt natürlich alles nix, wenn das nur ne PR kampagne ist, und nix dahinter.
aber vielleicht kommen die ja auch noch eines tages drauf, werbeprämien zu verteilen, statt kopfgeldjäger zu bezahlen...
einfallsreich wäre z.B. ein radio als willkommensprämie. dann muß die GEZ auch nicht immer vorbei kommen und nachsehen ob man schon eins hat. toll wäre auch wenn das radio bei den privaten sendern automatisch die werbung wegschaltet, damit die nicht das GEZ-radio nutzen können um geld zu verdienen :)
dass eine rein private programmlandschaft niveaulos und einseitig aussehen müsste stimmt nicht. das kommt vor allem auf die markteintrittshürden für kleine anbieter an, die eben auch durch struktur und dominanz des öffentlich-rechtlichen sektors künstlich hochgehalten werden.
dass sich die bereitschaft zum zahlen von GEZ-gebühren durch einen verbesserten dialog zwischen unfreiwilligen "kunden" und "anbietern" verbessern würde finde ich putzig. auch dadurch liesse sich der zwangscharakter des gesamtsystems nicht wegleugnen, der sein konstituierendes element ist - und nicht nur in hinsicht auf seine finanzierung, sondern auch in hinsicht auf seine themenfindung und -setzung.
aber ich nehme an die dinge werden sich, fast von selbst, ändern, gewaltig ändern.
übrigens, im vergleich zu UK und den methoden, die beim durchsetzen der zahlungen für die tv licence verwendet werden sind die GEZ leute fast humanitär zu nennen. und schon beim kauf eines fernsehers speichert der händler name und anschrift - und man hängt im netz der öffentlich-rechlichen krake. trotzdem gibt es natürlich auch dort nichtzahler, die noch etwas rabiater auf ihre unverzeihlichen versäumnisse aufmerksam gemacht werden.
Insofern gibt es für die GEZ keine Rechtfertigung.
Zechprellerei basiert übrigens auf nichteinhalten eines Vertrages (Betsellen, Essen, nicht-bezahlen) - wenn mir jemand meine Unterschrift auf einem Vertrag zeigen kann, den ich mit ARD/ZDF geschlossen habe, dann bin ich bereit diese Gebühr zu bezahlen. Sonst nicht.
25.08.2007 - 11:52 Uhr
DagnyTaggart
- Das Internet ist für (unzensierte) NAchrichten eh das Medium Nummer 1. Hier kann man sich wesentlich besser und detailiierter informieren.
- Für Informationen würde ich CNN, n-tv oder Al-Jasiera sehen. Die sind alle privat.
- Die Privaten (SAT1, RTL...) senden deshalb keine Nachrichten, weil diese von ARD/ZDF zu einem, weil von Gebühren finanziert, konkurrenzlosen Preis angeboten werden können.
Fällt dies weg, so würde das interesse an RTL_Nachrichten sofort sprunghaft ansteigen und der Sender dieser Nachfrage begegnen.
die gez, finde ich, lehnt sich ab und zu etwas zu weit aus dem fenster. wofür ne werbekampagne wenn doch alle zahlen????
wofür um himmels willen soviel geld zu fenster rauswerfen aus dem man sich lehnt??? versteh ich nicht, aber ich freu auf das nächste unfreundliche telefonat mit der gez, wo ich alles doppelt und dreifach erklären muss.
mfg ein GEZ-nicht-zahler, mit erlaubnis der gez. HA HA HA!
Was erwarte ich?
- tagesaktuelle Nachrichten
- dazu passende Hintergrundinformationen wie in den ARD-Brennpunkten
- die Allgemeinbildung fördernde Informationssendungen (Dokus usw.)
- und verd... noch mal endlich ein Regionalprogramm, das auch Menschen unterhalb des Rentenalters anspricht.
Mehr will ich nicht, und für mehr bin ich auch nicht zu zahlen bereit.
neutralität gibts halt leider nicht. selbst wenn man es ernsthaft anstrebt - um neutral sein zu können müsste man allwissend sein, schon, um den standpunkt des neutralen überhaupt bestimmen zu können.
das gute an den öffentlich-rechtlichen ist im idealfall ja, daß dort programme gezeigt werden, die den zuschauer überraschen und ihm intellektuell etwas abverlangen. irgendwann war doch mal die rede von so etwas wie einem bildungsauftrag.
wohin 'mitbestimmungsrecht' des fernsehpublikums führt, das zeigen die privaten doch auf recht eindrucksvolle weise auf: mitbestimmung funktioniert ja nun mal in form von quote, und das scheint zu einer anhäufung von formaten wie 'das model und der freak' zu führen.
ich brauch das hier nicht weiter auszuführen, sondern verweise hiermit gerne auf das zeit-magazin von vorletzter woche und den artikel des sat1-programmdirektors und sein beispiel 'blackout'.
ich weiß nicht, ob das wirklich so eine gute sache ist, wenn auch die öffentlich-rechtlichen auf das breite fernsehpublikum hören - denn dieses besteht nun mal nicht nur aus intellektuellen klugscheissern wie wir hier alle, die meinen, daß sie selber das fernsehen viel besser machen könnten als die sendeanstalten.
uns sollte daran gelegen sein, daß die öffentlich-rechtlichen weiterhin frei und ohne erfolgsdruck agieren können, dort arbeiten schließlich leute, die gelernt haben, wie man fernsehen macht und ich vertraue darauf, daß dabei auch weiterhin interessante formate entstehen.
um dies zu gewährleisten, zahlt man halt gez-gebühren, so doof finde ich die imagekampagne trotz julia hummer nun wirklich nicht. wo ist dein problem?
wenn du an der notwendigkeit wirklich zweifelst, schau dir mal die user-kommentare zu dem 'wie man sich nie bewerben sollte: gez'-text an, da weißt du auch, wer die vier prozent sind, die notorisch die gebühren verweigern. DAS ist dumm. und nicht diese kampagne.
was die restaurant-metaphorik angeht, so benimmt sich die gez vielleicht eher wie ein haufen kellner aus einem restaurant, in dem leute dauernd weglaufen, ohne zu bezahlen. das mißtrauen wundert mich überhaupt nicht.
25.08.2007 - 13:39 Uhr
keinekueche
ich bin mittlerweile der ansicht, daß sich fast die kompletten vier prozent hier im kosmos tummeln.
Es geht darum, daß die GEZ eine halbkriminelle Drückerkolonne ist, die ihr schlechtes Image zurecht hat, es auch nicht durch Kampagnen los wird, mit solchen also nur Geld, welches dann fürs Programm fehlt, herausgeblasen wird.
Die GEZ sollte abgeschafft und die Öffentlich-Rechtlichen steuerfinanziert werden. Durch den wegfallenden Verwaltungsaufwand für die Drückerkolonne würde _einiges_ an Geld gespart, außerdem wäre ein solches Modell nebenbei auch sozial gerechter.
das schlimme an der gez ist, dass man eben nicht für besseres programm zahlt, sondern mit diesen abgaben einen unglaublichen verwaltungapperat finanziert, in dem gelder einfach so verschluckt werden.
"...irgendwann war doch mal die rede von so etwas wie einem bildungsauftrag..."
macht dich das nicht mißtrauisch, daß gremien, in denen v.a. parteienvertreter - also staatstragende instanzen - sitzen, darüber bestimmen was gute kultur, wichtige informationen und richtige bildung ist und was nicht ?
und daß der per zwangsgebühr zahlende zuschauer über deren entscheidungen so gut wie keine kontrolle hat ?
(denn die quote würdest du wohl nicht als maßstab gelten lassen wollen, wenn das mal vermuten darf :)
25.08.2007 - 14:20 Uhr
nestroy
http://www.heise.de/newsticker/foren/go....
Mit besten Grüßen,
moardin
mir ist es lieber, wenn gremien über das fernsehprogramm entscheiden als wenn das softdrinkhersteller und klingeltonfabrikanten tun, wie es ja de facto bei den werbefinanzierten privaten der fall ist.
mißtrauisch macht mich beides.
gottseidank sind wir ja noch denkende menschen und können das, was wir sehen, hinterfragen und auch ablehnen, wenn wir merken, daß es auf irgendeine weise parteiisch ist, die uns nicht paßt. (ist ja auch nix anderes, als wenn man als taz-leser mal die faz in die hand nimmt oder so)
wichtig, daß das angebot da ist, ist es trotzdem.
25.08.2007 - 15:13 Uhr
keinekueche
http://www.stadt-als-beute.de/download/l...
wenn makeine ahnung hat...
natürlich ist abmahnung eine waffe,die deutsche gesetzgebung lädt praktisch dazu ein abmahnungen zu mißbauchen es gibt unzählige beispiele die das belegen also wenn man kein ahnung hat.....
und der ganze rest ...wirst du von der gez bezahlt? wahrscheinlich...
--> bringt doch mal etwas über die ausrottung des wunderbaren und einzigen öffentlich-rechtlichen musikprogrammes im bayerischen repertoire, dem zündfunk, dessen entfaltungsmöglichkeiten immer mehr beschränkt werden und der in seiner sendezeit immer mehr reduziert wird.
siehe auch: zuendfunk-retten.de
viel mehr menschen sollten davon wind bekommen!
das fazit des artikels ist doch, das sei doch eigentlich alles gut und nützlich, man könne es hier und da optimieren und die selbstdarstellung ist etwas ungeschickt, aber sonst....alles kuchengut. ein etwas intellektuellerer approach an die verteidigung der zwangsgebühren.
wären die gez-fahnder auf einem ähnlichen bildungsniveau zuhause würden sie es genauso wie der dirk machen. erstmal empathie, bevor der knüppel rausgeholt wird.
"du, ich find das neue programmschema der ARD auch voll doof, und die haben halt voll viel zu tun mit grundauftrag und so, da ist das mit der zuschauerorientierung halt noch nicht perfekt. aber jetzt denk dir mal, es gäb die öffentlich-rechtlichen gar nicht mehr, das wär doch echt das aller-allerschlimmste überhaupt, oder?"
muss gehn. sportschau fängt gleich an.
DagnyTaggart sagte:
- Das Internet ist für (unzensierte) NAchrichten eh das Medium Nummer 1. Hier kann man sich wesentlich besser und detailiierter informieren.
Was machst du denn wenn im Internet auf einmal 99% der Informationen like Yotube sind.. oder aus einer Hand stammende Presse-Texte??? Und bei den 0,5 Prozent überzogene Blogger und die anderen 0,5%, unabhängig und unaufgebauschte Meinungen wiederspiegeln? Niemand wird sich die mühe machen zu Suchen, wenn der Aufwand zu groß ist.
Und Privatfernsehn?! Von wie vielen Multimedialen Großkonzernen sprechen wir denn hier bitte? Mehr als die hälfte des Deutschen Fernsehnprogramms kommen doch schon aus "einer Hand" und sind nur noch Branchenspezifisch zugeschnitten. Früher oder später ist es wie Saturn und Mediamarkt..... Real und Kaufhof... Nest, Nestle und Nestle? Alles aus einer Hand.
RTL und Prosieben, Sat1 etc. Senden doch nachrichten! Allterdings bestehen sie zu 40% aus Oberflächlichkeit und Werbung (z.B. für neue Kinofilme).
25.08.2007 - 18:44 Uhr
ChrisJumper
Die GEZ ist mit ihren Methoden wirklich ein Sauhaufen. Und ich finde durchaus sollte man darüber, zumindest bei einem Teil entscheiden können was mit diesen Geldern finanziert wird. Zum anderen Teil sind ihre Methoden nicht korrekt. Ich bin da ja sowieso für spezifisches Bezahlfernsehn! Also jeder darf Content produzieren und man sollte es jederzeit abrufen können und Anteile Zahlen, aber die teilweise öffentlichen sind dann halt günstiger, da (subventioniert).
25.08.2007 - 18:46 Uhr
ChrisJumper
kikuju sagte:
das schlimme an der gez ist, dass man eben nicht für besseres programm zahlt, sondern mit diesen abgaben einen unglaublichen verwaltungapperat finanziert, in dem gelder einfach so verschluckt werden.
Das halte ich für ein Gerücht. Natürlich muss man einen Verwaltungs-Apperat mitfinanzieren.. der auch Kontrolliert ob die Gelder "gerecht" Verteilt werden. Aber da ist mir diese Lösung lieber als Korruption oder extremer Lobbyismus. Das man leider nicht Weiß welche Leistungen davon bezahlt werden finde ich auch schrecklich schlimm. Es sollten diese Gelder offen gelegt werden und für jeden einsichtbar.
darum die oligopolbildung in diesem bereich und die geringe neigung zu minderheitenprogrammen mit schwachen quoten, weil es dafür keine refinanzierung gab.
aber genau die von dir beschriebene entwicklung hin zum kleinteiligen, bezahlten content ist jene, die das ändern und die heutige medienlandschaft hinwegfegen wird. anders als du hoffe ich, dass das für zwangsgebühren genauso wie für steuerfinanzierte systeme das aus bedeuten wird. man wird sehen, was die sich einfallen lassen.
der rückkanal ermöglicht aber nicht nur content-genaue abrechnung, sondern auch eine ziemlich individuelle überwachung unseres zuschauerverhaltens. da kann es einem schon gruseln.
25.08.2007 - 19:05 Uhr
kulturgut
Ihrem Auftrag der GRUNDversorgung kommen die Öffis jedenfalls nicht nach. Und eine Fantastillion Spartenkanäle zu schaffen oder für Abermillionen Bundesligarechte zu kaufen, gehört kaum zum Informationsauftrag. Die Öffis haben schon lange das Thema verfehlt - und der eigentliche Skandal ist, dass die KEK das nicht unterbindet, sondern unterstützt.
25.08.2007 - 19:20 Uhr
donnawetta
> doch aller ehren wertes motiv, aus gewissensgründen
> die beteiligung am honorar von johannes baptist
> kerner zu verweigern.#
Ein guter Punkt, Florentinus! Die Weigerung, für Beckmann zu zahlen, nicht zu vergessen. Und, gaaanz schlimm: Tita von Hardenberg.
25.08.2007 - 19:24 Uhr
donnawetta
> nur durch eine solche Einrichtung geben..."
Ja nee, iss klar. Wie wahnsinnig unabhängig die sind, hat sich ja beispielsweise in SachenTour de France gezeigt: Hauptsponsor des deutschen Teams als Tour-Präsentator, (Stasi-belasteter) Sportchef als Moderator von Sponsor-Veranstaltungen und Biografien-Autor und Duz-Freund des Doping-Hauptverdächtigen Ulle, ...
Ich stimm dir zu das dieser Rückschluss aus dem Bezahlprogramm wirklich gruselig ist. Aber man könnte dies ja auch Anonym gestalten. Was aber wahrscheinlich nicht der Fall sein wird da diese Ruckschlüsse einfach zu interessant sind.
Ich für meinen Teil schau eigentlich kein Fernsehn mehr. Sondern lass alles von einem Server in Venezuela aufzeichnen und ziehe mir die Aufnahmen dann übers Internet. So kann man dann auch die blöde Werbung vorspulen und hat die Freiheit zu schauen "wann" man will.
@ All:
Am Rande nur mal eine Blöde Frage: GEZ finanziert die Öffentlich Rechtlichen. Dazu zählen aber nicht nur ARD-Sat1, sondern auch KIKA, 3SAT, ARTE?!?, WDR als Radio "Eins Live" ... und bestimmt noch andere. Oder nicht? Wie schaut es mit Deutschlandradio aus? Sind die nicht auch Öffentlich Finanziert?
Mir kommt es immer so vor das man Unterschätzt was die GEZ zahlt.
Dumm nur das die mit blöden Werbefillmen werben.. statt mit der Leistung die sie erbringen.
innerhalb der Gemeinschaft der Rundfunkteilnehmer?! Ich kann nicht erkennen, wo diese Begriffe angebracht wären, wo ich für schwachsinnige Programme wie Vorabenserien und die Filmförderung per Gesetz zur Kasse gebeten werde.
Nachrichten ok, alles andere kann wohl kaum als verhältnismäßige Aufgabe des so wohl funktionierenden Rechtsstaats gesehen werden. Seit wann ist der Staat für die Unterhaltung der Bürger zuständig - und das zu dem Preis?
donnawetta sagte:
> "...Wirkliche Unabhängigkeit kann es wohl
> nur durch eine solche Einrichtung geben..."
Ja nee, iss klar. .....
*Hust* Da hast du natürlich Recht. Auch nicht zu vergessen sind diese ganzen Product Placement Geschichten in z.b. "Marienhof" (SOAP-QUATSCH). Aber das ist immer noch nicht so schlimm wie bei den "Privaten". Eigentlich war ich vor Jahren auch nicht bereit für diesen Ö-R-Content zu zahlen. Aber dann hat sich Prosieben etc so schlimm entwickelt und ist SO-Schlecht geworden das es mich schon schmerzt wenn ich sehe wie meine jüngeren Verwandten sich diesen Müll reinziehen können!
Die Situation am Fernsehmarkt ist doch wirklich schon schlimm! Noch schlimmer sind derzeit aber die USA oder Groß Brittanien, wo Man aus langweile schon Überwachungskammeras als Fernsehn beobachten kann und dann diverse Übergriffe "live" unter eine Telefonnummer melden kann und vielleicht mitbekommt -übertreibung-an- wie die Person dann von Polizisten zusammen geschlagen wird -übertreibun-aus- ;)
Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis man bei uns zusehen kann welche Einsätze die Polizei in der Nachbarschaft fährt....
Oh noch ein Beispiel. Diese dämlichen Ratespiele, bei denen man anrufen kann und sowieso nix gewinnen. Die gibt es jetzt auch schon mit einer oben ohne Frau auf DSF. Ich möchte nicht das sich sowas auf allen Fernsehsendern durchsetzt.
"bei einer Aussensichtkontrolle haben wir festgestellt dass sie eine HIFI-Anlage, einen Fernseher oder einen Radio besitzen..."
muhahaha hochkantig aus dem Haus geworfen.
96 Prozent? das weiß die GEZ weil ...?
Diesem mafiösem Seilschaften- und Selbstbedienungsapparat ist auf demokratischem Weg absolut nicht beizukommen. Man kann daher nur jedem raten, sich wo es nur geht, den Zahlungsaufforderungen dieses privaten Stasi-Betriebs GEZ zu entziehen, um seiner ablehnenden Stimme in Form einer solchen Zivilcourage gehör zu verschaffen.
Andernfalls werden die Gebühren für Grundversorgungs-Volksmusikabende steigen und steigen und steigen....
Guten Abend!
wie alt ist julia hummer eigentlich?
ich hab den spot gesehen, wußte aber zu dem zeitpunkt nicht, wer da spricht und dachte so bei mir "eigentlich ne ganz coole vierzehnjährige, aber wieso zahlt die schon selber GEZ?"
Übrigens, seit die GEZ verlangt, dass man für Internetfähige Computer Geld zahlen soll, bzw. die Politik das gemacht hat, ... jetzt lesen die GEZ Leute bestimmt mit. Naja, da sag ich nichts mehr. Scheißhaufen.
26.08.2007 - 08:20 Uhr
farilari
Ich finde, dass die Promis, diese Politiker, die Indendanten auch einmal 7 % ihres Einkommens für eine Sache zahlen sollten, die sie gar nicht nutzen und auch aus Überzeugung nicht nutzen wollen.
Dann würde sich kein Promi mehr für eine Werbung hingeben.
Die Personen, die durch die öffentlichen-rechtlichen Sender groß, berühmt, erfolgreich geworden sind, sollten alle so viel zahlen wie eine Person, die gerade ein paar Euro über Hartz IV liegen.
Dann würden die GEZ sicherlich ein Vielfaches von 7.000.0000.0000 EURO einnehmen!
Mehr als so manche Gesundheitskasse von uns Kranken nimmt, mehr als das kleinste Bundesland verwirtschaften kann, .... und bei der Gestaltung der Medienlandschaft haben wir aufgrund der Unabhängigkeit keinen Einfluss. Doch wer hat den Einfluß? Die Politschwätzer in den Talkshows, die noch kräftiges Honorar dafür bekommen?
Selbst die Linke ist /war für höhere Rundfunkgebühren. Wollten sich natürlich nicht unbeliebt machen. Wo bleibt eigentlich die faire Berichterstattung über das Vorgehen der GEZ auf ARD/ ZDF. Sonst berichten sie, wenn ein Sach Reis in Chiuna umfällt, doch in eigener Sache schweigen sie sich aus. Grundversorgung:
Und der grösste Fehler: Aufgrund der Abmahnung von Homepages haben sie jetzt viele junge User und Freunde eines freien Internet endgültig verloren. Es ist schon mehr als aberwitzig, wenn die ARD auf über 250 Dokumenten uns mit Begriffen wie "PC-Gebühr", "GEZ-Gebühr" versucht hat, den kritischen User klar zu machen, dass sich für die meisten nichts ändert. Doch als die GEZ-Verweigerer, die durch die PC-Gebühr zu einer Zahlung GEZwungen werden sollten, sich zu wehren, werden sie jetzt durch die GEZ abgemahnt.
Es gab schon einmal eine staatliche Einrichtung, welche die Freiheit spürte und versuchte das "T" der deutschen Sprache für sich zu schützen und alles abmahnte. Der Gast im Restaurant mochte nicht einmal ein T-Bonesteak mehr bestellen, weil er befürchtete, dass die Telekom ihn abmahnen könne. So ähnlich soll es uns Kritikern nun gehen, die das Wort GEZ in den Mund nehmen.
Für mich als Herausgeber einer kritschen Homepage war es klar, dass man einen Markennamen nicht beliebig in Verbindung mit anderen Wörtern "beschmutzen" darf, doch das die GEZ nun auch noch "PC-Gebühr" und "Kopfprämie" - also ganz normale Wörter der deutschen Sprache einheimsen will und sogar Kunstwörter, denn "Kopfprämie" gibt es gar nicht, sondern nur ein "Kopfgeld" und dann wohl auch "Kopfgeldprämie", ist schon bedenklich. Irgendwann gehört die Sprache der Industrie!
Wir Kritiker haben also keinen Persilschein von der GEZ erhalten, uns im Internet mit dem Thema GEZ zu beschäftigen.
Dennoch hoffe ich, dass das Internet frei von einem weGEZoll wird und europäische Standards auch in Deutschland wieder eingeführt werden. Es lebe das frei Internet un ddie frei Informationsgesellschaft.
Maul halten - zum Saufen und Fressen und ... GEZ zahlen : Nein danke! so sieht meine Grundversorgung nicht aus!
Persönlich bin ich für einen massiven Umbau der Öffentlich Rechtlichen sowie der Gebührenstruktur und eine Abschaffung der GEZ. Was braucht man zur Grundversorgung mehr als einen TV- und einen Radiosender sowie einen gemeinsamen Internetauftritt. Als Inhalte würde ich lediglich auf Nachrichten, Informationen, Hintergrundberichte und Diskussionen sowie Ratgebersendungen plädieren. Auf dem Internetauftritt sollten nur Programm begleitende Inhalte sein. Das bedeutet Programminformationen. Streamingversionen von TV- und Radiobeiträgen und evtl. noch ein Diskussionsforum und nicht mehr. Die Gebühren sollten pro Haushalt erhoben werden und dürften recht gering sein. Natürlich wäre Werbung & Co. verboten. Wer dann noch mehr wollte müsste eben dafür zahlen. Entweder in Form von Abos, Einzelzahlungen oder Werbung.
Könnte man aber auf jeden Fall auch im Rotlich-Milieu verwenden, so als Kommunikations-Code zwischen Freier und Prostituierten...
Voller Zwangsbeitrag für alle PC-User mit Internetanschluß?
keinekueche sagte:
gottseidank sind wir ja noch denkende menschen und können das, was wir sehen, hinterfragen und auch ablehnen, wenn wir merken, daß es auf irgendeine weise parteiisch ist, die uns nicht paßt. (ist ja auch nix anderes, als wenn man als taz-leser mal die faz in die hand nimmt oder so)
Hier formulierst du ein wunderbares argument FÜR möglichst freien wettbewerb im medienbetrieb, d.h. auch eben ohne die marktverfälschenden ÖR.
:)
der zuschauer WEISS eben sehr genau was ihm gefällt oder nicht.
er ist eben MÜNDIG !
und genau aus dem grund braucht es keinen ÖR der dem zwangsgebührenzahler und damit allen zuschauern vorschreibt was gute und unverzichtbare grundversorgung ist.
oder brennt das thema wirklich so vielen so massiv auf den nägeln? das wär natürlich gut.
farilari sagte:
@keinekueche: damit willst du, dass die allgemeinheit für deine intellektuell anspruchsvollen programme bezahlt. im klartext: die mehrheit soll einer minderheit ermöglichen, ein aus ihrer sicht anspruchsvolles fernsehen zu sehen. das finde ich zutiefst ausbeuterisch und ungerecht.
haha geil
was ist das denn für ein argument
du sagst selber, daß die mehrheit der fernsehzuschauer nix in der birne hat, ja? mein reden, aber ich glaube, daß es daran liegt, daß sie nicht gefordert werden. die privaten servieren der 'mündigen' (@nestroy) fernsehgemeinde, die per quote entscheidet, was erfolgreich ist und was nicht, unterhaltung auf dem kleinsten gemeinsamen niveaunenner. die spirale ist nach unten offen.
gerade daher sind die vom markt unabhängigen öffentlich-rechtlichen doch wichtig! für das gegengewicht!
wer dem staat nur wenig mehr zutraut als offensichtliche gewalt und betrug etc zu bekämpfen, wer es ihm zutraut, dass er in großem umfang inhaltliche richtlinien für geist und kultur einer bevölkerung bestimmen oder auch nur fördern kann, der setzt eine eigendynamik in gang, die immer nur auf totalitarismus hinauslaufen kann.
selbst wenn wir jetzt eine ganze weil relativ viel glück hatten - der staat ist etwas hochgefährliches, eben deshalb, weil er hoheitliche macht besitzt, also gewalt und zwang verwaltet. das unterscheidet ihn von allen gefahrenquellen aus dem privaten bereich. und es wird nicht weniger harmlos, wenn er seine macht durch parastaatliche institutionen tarnt.
"...aber ich glaube, daß es daran liegt, daß sie nicht gefordert werden..."
reden wir über kinder oder erwachsene menschen ?
und: wer legt denn fest was NIVEAU hat und was nicht ?
du ? eine selbsternannte elite ? oder der zuschauer ?
26.08.2007 - 17:29 Uhr
nestroy
DU hast ein bestimmte, ganz persönliche vorstellung darüber was gutes fernsehen ist und was nicht. (völlig legetim)
weil du aber befürchtest, daß die masse nicht deine ansprüche teilt, bist du dafür, daß eine instanz, die dies zufällig EHER tut, besondere befugnisse haben soll.
die befugniss eine von allen zu leistende zwangsabgabe zu erheben und damit aber ein vom votum der beitragszahler/zuschauer weitgehend befreites programm zu gestalten.
findest du das wirklich gerecht ?
wenn ich mir angucke, was das mündige publikum durch zustimmende quoten so alles in der fernsehlandschaft ansiedelt, kann ich aber nun mal nicht davon ausgehen, daß die mehrheit besonders anspruchsvoll sei.
allerdings bin ich doch gar nicht diejenige, die danach schreit, das fernsehen gestalten zu wollen. das würde ich gar nicht wollen. ich plädiere lediglich dafür, in öffentlich-rechtlichen programmen ein wenig klingeltonfreie markt-unabhängigkeit zu bewahren. den anmaßenden gestaltungswillen zeigen hier andere, die sagen, daß sie nur für das zahlen wollen, was sie sich ausgesucht haben.
ach, ist eigentlich auch egal, was reg ich mich so auf. windmühlen.
euch weiterhin viel spaß mit niedrigniveau-konsensfähigen models und freaks.
entweder du argumentierst, dass ein "niveauvolles" staatliches fernsehen notwendig ist, das nicht dem markt ausgesetzt ist. dann willst du der mehrheit, die eben auf dsds und so zeug steht, indirekt vorschreiben, was sie anschauen soll, weil das einen erziehungseffekt haben soll. dafür sollen sie bitte zahlen, auch wenn es sie gar nicht interessiert, und sie es ohnehin nicht anschauen.
oder du bist ein wenig egoistischer und willst selbst diese besseren sendungen sehen. dann verlangst du von der mehrheit, die eben etwas anderes sehen will (und wofür dann werbekunden zahlen), dass sie für deine wünsche bezahlen soll. marktunabhängigkeit bedeutet in diesem fall ja schlicht, dass alle dafür bezahlen, was eine minderheit sehen will. sonst könnten sich die entsprechenden formate am markt durchsetzen. und wo ist hierfür die legitimation, das frage ich mich.
aber was rede ich. das will dir wohl nicht in den kopf hinein.
GEZ-Gebühren machen schon Sinn, finde ich. Stellt euch vor es gäbe nurnoch Pro7 und RTL2. Mein Gott, das Volk würde total verdummen! RTL2 bringt in den Nachrichten so wichtige Dinge wie "Dieter Bohlen hat sich den kleinen Finger beim Nasenbohren verstaucht, aber Mark Medlock war da und hat ihm die Schmalzlocken gestützt." Gott, echt wahr. Da zahl ich lieber GEZ-Gebühren und kuck mir auch in 30 Jahren noch die Tagesschau an.
Schliesslich habe ich eine Vorrichtung zum Empfang von Druckerzeugnissen am Haus hängen!
aber gut, jeder darf sein geld für jeden mist ausgeben, soll andere nur in ruhe lassen, die darauf keine lust haben.
Schliesslich habe ich eine Vorrichtung zum Empfang von Druckerzeugnissen am Haus hängen!"
Köstlich! :-D
Zum thema Gebühren: ich habe keine Ahnung unter welcher Nummer bei mir ARD, ZDF und die dritten gespeichert sind, wenn überhaupt. Ich habe nicht EINMAL einen dieser Sender eingeschaltet und muss trotzdem die Gebühren zahlen. Und Werbung haben die trotz Gebühren auch noch wie ich höre - was soll das denn? Blanker Unsinn, gehört definitiv abgeschafft.
Reckless sagte:
....Da war ja die "Schon gezahlt?" Werbung mit dem fiesen Ghetto-Blaster-Träger noch besser....echt wahr....
Nichts gegen den Typen, der war gut.
Natürlich waren auch diese Spots für den Arsch, da sie nichtmal annährend ihr Ziel erreicht haben, aber wenigstens witzig.
27.08.2007 - 10:44 Uhr
_xxx_
Köln :)
de facto gibt es schon seit beginn des jahres eine internet gebühr ,verbirgt sich hinter dem schwammigen begriff "gebühr für neuartige empfangsgeräte".
ynwa sagte:
....verbirgt sich hinter dem schwammigen begriff "gebühr für neuartige empfangsgeräte".
Demnächst werden die Abrechnungen der Zahnärztlichen Vereinigung mit der GEZ-Datenbank abgeglichen.
Jede Metallplombe führt dann zu einem Gebührenbescheid!
ynwa sagte:
@_xxx
de facto gibt es schon seit beginn des jahres eine internet gebühr ,verbirgt sich hinter dem schwammigen begriff "gebühr für neuartige empfangsgeräte".
Der rechnungsbetrag hat sich aber doch nicht erhöht, soweit ich mich erinnern kann.
Aber das wird auf alle Fälle boykottiert. Also irgendwo gibt es Grenzen. Im äußersten Fall stöpsle ich den rechner aus, fertig. Unverschämte Blutsauger.
farilari sagte:
keinekueche:entweder du argumentierst, dass ein "niveauvolles" staatliches fernsehen notwendig ist, das nicht dem markt ausgesetzt ist. dann willst du der mehrheit, die eben auf dsds und so zeug steht, indirekt vorschreiben, was sie anschauen soll, weil das einen erziehungseffekt haben soll. dafür sollen sie bitte zahlen, auch wenn es sie gar nicht interessiert, und sie es ohnehin nicht anschauen.oder du bist ein wenig egoistischer und willst selbst diese besseren sendungen sehen. dann verlangst du von der mehrheit, die eben etwas anderes sehen will (und wofür dann werbekunden zahlen), dass sie für deine wünsche bezahlen soll. marktunabhängigkeit bedeutet in diesem fall ja schlicht, dass alle dafür bezahlen, was eine minderheit sehen will. sonst könnten sich die entsprechenden formate am markt durchsetzen. und wo ist hierfür die legitimation, das frage ich mich.aber was rede ich. das will dir wohl nicht in den kopf hinein.
sehr schön, du hast es am besten auf den punkt gebracht !
:)
und es lohnt sich nicht, deshalb einen riesenaufstand zu machen, nur aus prinzip - weil dann müsste man sich gegen unzählige andere arten von staatlicher abzocke auch wehren, aus prinzip. dann hätte man gar nichts mehr anderes zu tun.
Alleine deshalb die Hände in den Schoß legen, weil man nicht 100% bei allen Sachen die schieflaufen was tun kann....kann es ja auch nicht sein.
Jeder in dem Bereich wo er sich betroffen fühlt, und es würde sich eine Menge tun.
So aber teilen viele Bürger diese Meinung....und der Staat breitet sich immer weiter aus :-(
man muss dagegen publizistisch arbeiten und am bewusstsein der anderen. man darf zb etwas erwidern, was wir ja auch tun, wenn sie sagen ihnen wären die öffentlich-rechtlichen hoch und heilig. nein, das sind sie eben nicht. sie sind überflüssig.
auf der anderen seite...wie gesagt, das wird sich sowieso alles ändern, fast von selbst.
27.08.2007 - 14:32 Uhr
kulturgut
Die Übereinstimmung einzugestehen kollidiert aber mit Deinem Alleinvertretungsanspruch *schmunzel*
meine position: selbstverständlich, ich würde das bei dem thema sogar als meine moralische pflicht betrachten, zu lügen. auch wenn er mir sonst gar nicht so sympathisch wäre.
keinekueche sagte:
haha geil
was ist das denn für ein argument
du sagst selber, daß die mehrheit der fernsehzuschauer nix in der birne hat, ja?
Und Du willst etwa sagen, dass das Programm der OR irgendetwas ist für Leute, die was in der Birne haben? Was denn, Musikantenstadl oder Aktenzeichen XY? Hau mir bloß ab. Das schauen sich nicht mal meine Großeltern an, ganz zu schweigen von so Glanleistungen wie Traumschiff, Verbotene Liebe etc.
Es geht hier darum, dass wir für eine nichtexistente "Leistung" bezahlen, die von der Mehrheit gar nicht in Anspruch genommen wird, punkt. Das ist kriminell in meinen Augen. Und mit der Erhaltung der Infrastruktur kann man es sicherlich auch nicht begründen, das ist eine dumme, scheinheilige Ausrede für Abzocke und sonst nichts. Und was die Internetgebühren angeht, da platzt einem der Kopf wenn man nur versucht daran zu denken, dümmer gehts nicht mehr.
Mann wird ja nicht gerade vor die Wahl gestellt.
Für alles muss man bezahlen nur weil ein Radio vorhanden ist.
Hat man zb. eine Stereo Anlage, muss man für das Radio bezahlen.
Alles gibt es mit Radio, aber kaum ohne.
Bezahlen dafür das man Geräte besitzt mit denen man Fernsehen oder Radiohören könnte?!
Das Beispiel ist jetzt vielleicht nicht das beste, aber
wären Leute die im Besitz von Waffen sind automatisch
Mörder, weil sie mit den Waffen vlt. jemanden umbringen könnten.
Bei der Werbung mit dem Mädel werden die Tatsachen total verdreht.
Normalerweise muss man die Brötchen kaufen sobald man sie auf dem
Teller hat. Wenn man aber keinen Hunger hat und die Brötchen
wieder in die Theke legt muss man trotzdem bezahlen
denn es liegen krümel auf dem Teller.
Mann könnte die Brötchen ja gegessen haben.
-.-#*%$ Verein!!!!!
und das mit dem Internet, daß einfach so hinter dem Rücken der Leute
entschieden wurde.
Internet ist doch kein Fernsehsender in dem Sinne wie zb Ard u. Zdf.
Nur weil die möglichkeit besteht, man könnte ja fernsehgucken.
Mit I-net mach ich doch was anderes als Fernsehen
Und die Radiosender die man mit Inet hört kommen aus dem ausland.
Damit haben die öffentlich rechtlichen überhaupt nichts zu tun.
Also verlangt die Gez Geld für nichts!!!!!
Kann man dagegen denn nichts machen.
27.08.2007 - 19:09 Uhr
Der_Unsinner
"dann willst du der mehrheit, die eben auf dsds und so zeug steht, indirekt vorschreiben, was sie anschauen soll, weil das einen erziehungseffekt haben soll. dafür sollen sie bitte zahlen, auch wenn es sie gar nicht interessiert, und sie es ohnehin nicht anschauen."
nein, will ich ja gar nicht.
ich dachte, ich könne EUCH, die ihr hier jetzt.de lest und denen ich ein bisschen niveau unterstelle, vor augen führen, daß ein mehr anspruch in der unterhaltung wünschenswert ist, da ja auch hier die mehrzahl der user keinen sinn darin sieht, für eine gute sache zu bezahlen.
aber wenn ihr auch zu der dsds-mehrheit gehört, dann hab ich da wohl was falsch verstanden.
ist mir aber eigentlich auch wurscht, ich guck eh nie fern.
weniger fremdgehen wäre auch schön, aber trotzdem forderst du keine staatliche treue-kontroll-behörde, oder?
aber der hammer: "ist mir aber eigentlich auch wurscht, ich guck eh nie fern." dann lässt es sich natürlich kompetent über die niveau-unterschiede zwischen den medienanbietern referieren.
das ist halt so ne knochentrockene, starr bildungsbürgerliche vorstellung von hohem und niedrigem anspruch mit lauter überkommenen klischees, von gut und schlecht, von kollektivtauglich und kollektivschädigend, von der notwendigkeit zur erziehung der dummen masse, da kommt man nicht gegen an.
und du willst mir schwarz-weiss-denken vorwerfen.
und nein, ich werfe dir das gegenteil vor: verteidigung des alles verschlingenden ÖR-tiefgrau, dem die privaten oligopole in einer obrigkeitlich durchregulierten koexistenz (meist) wohlig assistieren.
die alternative dazu ist nicht ein alleiniger verbleib der privaten oligopole, sondern eine (heute auch technisch leicht mögliche) erhebliche absenkung der markteintrittshürden für kleine anbieter, was auch im anspruchsvollen segment vielfalt und wettbewerb bedeutet.
eine schau !
:)
ich finde, der vergleich hinkt. denn das besteck liegt im restaurant rum, waehrend ich mir einen fernseher oder ein radiogeraet schon aktiv besorge, und das wohl kaum nur als accessoire fuer meine wohnung, oder?
keinekueche sagte:
ich dachte, ich könne EUCH, die ihr hier jetzt.de lest und denen ich ein bisschen niveau unterstelle, vor augen führen, daß ein mehr anspruch in der unterhaltung wünschenswert ist, da ja auch hier die mehrzahl der user keinen sinn darin sieht, für eine gute sache zu bezahlen.
Und ich frage Dich, was ist an den ÖR gut? Dazu hätte ich bitteschön eine Begründung. Weniger als 5% des Programms bei ARD/ZDF kann man sich überhaupt zumuten, geschweige denn es gut finden. Die Gebühren fließen größtenteils in Volksmusik, Sportschau und hirnverbrannte Soaps und co., sei es Verbotene Liebe oder Traumschiff oder sonst so was.
Also, von welcher Qualität redest Du bitte?
es geht darum, dass erwachsene menschen nicht mit zwang, auch wenn er nur in form einer minimalen zwangsabgabe stattfindet, von anderen erwachsenen zu irgendwas erzogen werden dürfen. das ist alles.
auf einheitliche qualitätsmaßstäbe werden wir uns kaum einigen können.
natürlich gibt es auch jede menge schrott, wie den affen charly, verbotene liebe, volksmusik und und und. aber 1. ist fernsehen ein massenmedium, dass viele geschmäcker erreichen soll und 2. ist mein geschmack eben nicht der geschmack aller menschen.
aber richtig ist auch: ard und zdf könnten sich noch besser gegenüber den private profilieren, was die qualität angeht.
28.08.2007 - 12:19 Uhr
siegstyle
kulturgut sagte:
_xxx_: auf die frage nach der qualität würde ich mich gar nicht erst einlassen. da verstehen wir alle was anderes drunter.
Da sich aber das Programm bis auf sehr wenige Sendungen kaum von den Privaten unterscheidet (inklusive Werbung, die bei den ÖR verboten werden sollte aufgrund der Gebühren!), ist die Diskussion über Qualität gar nicht notwendig.
es geht darum, dass erwachsene menschen nicht mit zwang, auch wenn er nur in form einer minimalen zwangsabgabe stattfindet, von anderen erwachsenen zu irgendwas erzogen werden dürfen. das ist alles.
Das funktioniert doch eh nicht, ich kenne keinen Erwachsenen, der sich erziehen lässt. Höchstens wird er gefiltert/gezielt informiert, um irgendeine Politik zu unterstützen (siehe Krieg in ex-Yu als ein sehr gutes Beispiel des gezielt einseitigen Informierens zu zwecken einer Politkampagne). Das verstehe ich aber nicht als Erziehung, sondern schlicht Propaganda.
und weil du es tust sollen andere es auch tun müssen ?
und: schon mal was von videotheken gehört ?
28.08.2007 - 23:47 Uhr
keinekueche
aber mit so einer haltung eckt man an, das war mir schon klar. geiz ist ja ganz geil und so.
es geht um die gefahr für uns alle, wenn das herrschende mediensystem inhaltlich nichts anderes kann als die politsystemischen grundlagen zu festigen. auch die schärsten kabarettisten, die das öffentlich-rechtliche universum hervorbringt, wirken nur auf noch mehr systemtreue hin.
und auch die sogenannten privaten assistieren dieser sich selbst reflektierenden systemaffirmation.
darum ist nicht das zahlen von GEZ-gebühren ein gemeinnütziger akt.
sondern das genaue gegenteil ist gemeinnützig: die fortgesetzte, beständige, scharfe, unerbittliche öffentliche kritik an dem öffentlich-rechtlichen system an sich und seinen grundlagen.
und natürlich das vermeiden von zahlungen mit allen mitteln, auch dem der lüge, die dem individuum ohne zu große persönliche gefährdung zur verfügung stehen.
[Die Höhe des Anteils der Landesmedienanstalten beträgt 1,9275 vom Hundert des Aufkommens aus der Grundgebühr und 1,8818 vom Hundert des Aufkommens aus der Fernsehgebühr].
dass hat natürlich nichts mit der wahrung von vielfalt und jugendschutz zu tun, wie die verschiedenen institutionen der medienkontrolle lammfromm vortäuschen. sondern mit einem obrigkeitsstaatlichen, äusserst autoritären begriff von erziehung der dummen, ungebildeten massen. aber gerade das gefällt ja vielen hier .
nur gut, dass es nicht mehr so gut funktioniert.
29.08.2007 - 09:56 Uhr
kulturgut
OK, so gesehen hast Du natürlich recht!
da es um ein moralisches problem geht [fernsehen ohne dafuer zu bezahlen nutzt naemlich eine leistung ohne die verienbarte gegenleistung], finde ich die kontrollen nur in meinem sinne - im sinne desjenigen, der brav und gerne zahlt, zb. fuer deutschlandfunk.
martin-hagen.blogspot.com/2007/08/gez-argumentiert-gegen-sich-selbst.html
danke für den link zu dem spiegelartikel. gefällt mir das konzept welches sich da ausgedacht wurde.
diese für und wider diskussion hier um qualitäten finde ich müßig.
fakt ist: das system der abrechnung, bzw. pauschalabgabe ist nicht zeitgemäß.
die neuregelung hat auch erstmal gewerbetreibende oder selbständige getroffen,privathaushalte die bereits ein gerät angemeldet haben sind davon nicht betroffen (so dreist waren sie dann doch nicht ) ist für mich aber nur eine frage der zeit bis man trotzdem für seinen zweit oder drittrechner zahlen muss.
Für Dich schwer vorstellbar, aber doch möglich, meinst Du nicht auch? *g*
Nur weil Du das Gefühl nicht hast, heißt es noch lange nicht das der Generalverdacht nicht da ist. (Um ehrlich zu sein....ich kann nicht nachvollziehen wie ein erwachsener Mensch der etwas nachdenkt diesen Generalverdacht nicht bemerkt!)
aber da kann man dann nur mit der solidargemeinschaft argumentieren. ich nutze auch keine stadien, deren bau wird aber auch mit meinen steuergeldern finanziert. so funktioniert das.
und freie medien, die finanzieren halt auch alle, egal ob sie sie dann nutzen oder nicht.
Und obwohl ich öffentlich rechtliche Sender konsumiere, obwohl ich sehr oft zum Fussball pilgere.....ichg finde die Subvensionen und Zwangsgebühren nicht richtig.
Und selbst wenn, die Ausmasse die unsere "Grund"versorgung angenommen hast, kannst Du die wirklich noch rechtfertigen???
es gilt, eine balance zu halten: auch die oeffentlich-rechtlichen kommen am markt nicht umhin.
dass auch seichte formate laufen, gerade zur prime-time, rechtfertigte eine ZDF-redakteurin mir gegenueber mal so, dass auch das ein verantwortungsvoller umgang mit den oeffentlichen geldern sei, denn sonst wird es nischenprogramm, und da kann es dann wieder nicht aufgabe der oeffentlichkeit sein, so etwas zu finanzieren.
Allein in Hessen, also einem Bundesland habe ich HR1, HR2, HR3, HR4, HRinfo, YouFM http://www.hr-online.de/website/radio/ho...
6 Radiosender, dazu natürlich noch den regionalen TV-Sender HR.
Allein in meinem Bundesland!
Wenn Du das kein schlimmes Ausmass nennen möchtest, Deine Meinung. Grundversorgung definiere ich anders.
ZWANGSGEBUEHR - wenn ich das wort schon hoere! niemand zwingt dich, zu zahlen. ausser, du willst das programm hoeren und sehen. dann reg dich aber auch auf, dass dir der baecker fuer dein taeglich brot eine zwangsbeguehr abnimmt. mann.
Die zahlen trotzdem, obwohl sie nichts vom bezahlten Angebot nutzen. Nur weil sie es nutzen KÖNNTEN!
Wenn das keine Zwangsgebühr ist, was dann?
Und was den Luxus angeht, sorry....zwischen GRUNDversorgung und Deinem luxeriösen Ausmass liegen nunmal Welten.
Egal wie Du Dich windest :-)
ich studiere auch nicht mehr, und trotzdem werden von meinen steuergeldern unis betrieben. ich freu mich da drueber. ich jammer da keineswegs.
wer klassikradio hoeren will, muss halt GEZ-gebuehren bezahlen. ganz einfach. wer in einem konzert eigentlich nur sein lieblingslied hoeren will, muss auch den eintritt fuer das ganze koznert zahlen. wo kaemen wir denn da hin?
Und schwupps sind wir bei den zig Millionen die für Fussballrechte rausgefeuert werden, obwohl viele das garnicht interessiert!
Obwohl ich Fussballfan bin, halte ich das für falsch.
Wer Fussball sehen will, und zwar mehr als 10 Minuten, der soll selbst dafür löhnen, und nicht das Geld anderer Leute in Anspruch nehmen.
"...muss halt GEZ-gebuehren bezahlen. ganz einfach...."
Jep, Du machst es Dir einfach. DU findest es gut, also müßen eben alle löhnen. Solidarität absurd!
Das Konzertbeispiel wäre nur stimmig, wenn ich eine gewisse Summe für Konzerte bezahlen würde, egal ob ich reingehe oder nicht. (In Wirklichkeit passiert dies teilweise, aber das führt zu weit)
Das Problem bei diesen Sachen:
Menschen meinen zu wissen was gut für andere ist!
Und setzen Zwang ein um diese Menschen zu beglücken. Ich nehme Menschen die Entscheidung was sie mit ihrem Geld machen wollen.
Und dabei fühlen sich diese Menschen noch schön überlegen, beglücken sie doch andere, "dumme" Menschen mit Niveau :-(
die einen möchten glauben, dass einem staat wie dem unseren grundsätzlich vertraut werden kann. wenn sie kritik an der GEZ üben, dann vor allem an den gebühren und der art, wie sie erhoben werden.
die anderen, zu denen ich gehöre, haben wohl verständnis für diesen wunsch, halten einen staat aber stets grundsätzlich für eine gefährliche sache. weil "staat" immer bedeutet, dass eine funktionselite behauptet, im sinne des kollektivs zu handeln, und niemand unterscheiden kann, wo die eigeninteressen der funktionseliten aufhören und die echte sorge um die menschen anfängt. und selbst, wenn eine echte sorge für die menschen da wäre, dieses gewaltige fehleinschätzungen zur folge haben kann, ja vielleicht sogar haben muss.
darum muss ein staat aus der sicht der zweiten gruppe immer klein gehalten werden. und auf keinen fall auf die meinungsbildung von menschen einwirken oder sonstwie erzieherisch tätig sein dürfen.
in politischen diskussionen sind die befürworter des erziehenden, die meinungsbildung regulierenden staates fast immer in der mehrheit. im alltäglichen leben allerdings wehren sich auch diese befürworter energisch gegen diese art der bevormundung, und das macht mir hoffnung.
und natürlich ist das utopisch, aber utopie kann die vorbereitung der realität sein. ich halte die entwicklung hin zu einem minimalstaat im sinne von robert nozick ("anarchy, state and utopia"), also einem, der nur noch ein minimum an öffentlichen aufgaben hat und den größten teil davon privatisiert, für unvermeidlich. auch wenn die ideologische front dagegen die nächsten jahre erstmal wieder stärker wird. ganz einfach weil die menschen diese minimalstaatlichkeit zwar theoretisch nicht wünschen, aber praktisch trotzdem in diese richtung handeln.
Ich will eben nicht "das" programm hören, das ARD und ZDF anbieten. Ich will mit einem Fernseher DVDs sehen, zum Beispiel. Zahlen muss ich dennoch, weil man mit dem Fernseher ARD und ZDF empfangen könnte. Man denke an die Absurditäten, wie viel Geld Unis aufeinmal für Fernseher zahlen müssen, die sie für Lehrveranstaltungen nutzen -- um DVDs, etc., zu zeigen.
Im Internet will ich mich auch bewegen, emails schreiben, etc. Dann stellen ARD und ZDF auf einmal ihren Mist rein, und prompt soll ich für die *Möglichkeit* diese Seiten anzuschauen, zahlen. Die Seiten der FAZ kann man teilweise nur mit Abo ansehen. Dafür zahle ich gerne, denn das weiß ich zu schätzen. Müsste man für tagesschau.de zahlen -- never. Die "Grundversorgung", die das öffentlich rechtliche Fernsehen anbietet, geht so weit über das, was *staatlicherseits* vielleicht erforderlich wäre hinaus, dass dies keinesfalls mehr gerechtfertigt ist. Es würde m.E. ausreichen, wenn meinetwegen sogar zwangsweise alle Sender zu bestimmten Zeiten *sehr* kurz wichtige *staatliche* Nachrichten, beispielsweise über neue Gesetze, Steuerrechtliche Änderungen, Wahlen, ausstrahlen würden. Hieran, aber auch nur hieran, kann der Staat ein berechtigtes Interesse haben. Der Rest soll privat entschieden werden.
Von den Methoden der GEZ fangen wir besser mal gar nicht an zu reden.
die verunmöglichung des empfanges öffentlich-rechtlicher sender würde aber nicht als zwangsgebührenbefreiend anerkannt, auch nicht wenn ein renommierter hersteller eine technisch zuverlässige lösung auf den markt bringen würde.
Außerdem fand ich den Hip-Hopper mit der GEZ-Kette viel lustiger.
Sonst kann ich an der GEZ nix bemängeln, und würde ja auch Gebühren bezahlen, habe aber leider keinen Fernseher oder Computer...
hahaha. gut zu wissen. ich werde das jedenfalls bestätigen, falls mich jemand fragt: kukatz und solches zeug? nicht doch ;)
man muss auch kfz-steuer bezahlen, wenn man ein auto hat, selbst wenn man nicht damit fahren wuerde. und ein gericht im restaurant, selbst wenn man es nur anschauen, nicht aber anruehren oder essen wuerde. ich seh das problem nicht.
"Es würde m.E. ausreichen, wenn meinetwegen sogar zwangsweise alle Sender zu bestimmten Zeiten *sehr* kurz wichtige *staatliche* Nachrichten, beispielsweise über neue Gesetze, Steuerrechtliche Änderungen, Wahlen, ausstrahlen würden." - das ist sie genau: die TAGESSCHAU! und den ganzen tag lang deutschlandfunk. und heute und heute journal und alle nachrichten auf allen oeffentlichen sendern.
die neutralitätsanmassung resultiert aus der vorgeblichen scharfen trennung zwischen öffentlich-rechtlichem apparat und staat, die natürlich faktisch erstunken und erlogen ist. und es wird mit dieser rechtfertigung zudem ein ausgedehntes unterhaltungs- und hintergrundinformationsprogramm finanziert, dass die meinungsbildung in deutschland auf ähnlich tendenziöse art schädlich beeinflusst. 100x schlimmer als es die BILD-zeitung je könnte.
Niemand, nichtmal unser Staat zwingt Dich ein Auto das Du besitzt um z.B. auf der Rückbank zu knutschen oder hinter Deinem Haus im Garten rumzukurven "anzumelden".
Du kannst es besitzen und gut is.
Erst wenn Du auf die Straße fährst muß Du angemeldet sein.
Unterschied zur GEZ:
Der Staat unterstellt Dir nicht "Du hast ein fahrbereites Auto, Du könntest auf die Straße fahren!"
Die GEZ tut genau dies, indem sie Geld verlangt weil man etwas könnte.
Jetzt klarer? :-)
Wenn jemand bezahlen will, warum nicht. Nur bitte nicht so falsche Vergleiche die die Sache falsch wiedergeben.
das ganze ist einfach das ergebnis des umstandes, dass unser staat seinen einfluss auf das mediengeschehen mit selbstkontrollierender instanzentrennung verschleiern möchte.
man muss auch kfz-steuer bezahlen, wenn man ein auto hat, selbst wenn man nicht damit fahren wuerde. und ein gericht im restaurant, selbst wenn man es nur anschauen, nicht aber anruehren oder essen wuerde. ich seh das problem nicht.
-- Ein alberner Vergleich. Ein, wie mulio schon sagte, fahrbereites Auto kann man wohl zu nichts anderem gebrauchen, als um zu fahren. Einen Fernseher oder gar einen Internetfähigen Computer kann man noch zu ganz anderen Dingen gebrauchen. Wenn ich ein Gericht im Restaurant bestelle, dann genau dieses, das ich warum auch immer will. Wenn ich einen Fernseher kaufe, dann will ich nicht gleich ARD und ZDF mitkaufen *müssen*.
"Es würde m.E. ausreichen, wenn meinetwegen sogar zwangsweise alle Sender zu bestimmten Zeiten *sehr* kurz wichtige *staatliche* Nachrichten, beispielsweise über neue Gesetze, Steuerrechtliche Änderungen, Wahlen, ausstrahlen würden." - das ist sie genau: die TAGESSCHAU! und den ganzen tag lang deutschlandfunk. und heute und heute journal und alle nachrichten auf allen oeffentlichen sendern.
Genau, und darum gibt es auf ARD und ZDF ja nur die Tagesschau, bzw. heute; und es gibt nur den Deutschlandfunk, der ja alles andere als nur kurze Nachrichten sendet. Nachrichten über Sport hätten da beispielsweise nichts zu suchen, ebensowenig Börsennachrichten oder allerlei anderes. Unwetterwarnungen, die schon. Aber das könnte man ja mit quasi "Zwangsnachrichtensendungen" oder im Notfall Einblendungen auf den Privaten Sendern erledigen. Dazu braucht es keine ARD und ZDF, die Millionenbeträge für Talkshowmacher und Fußballrechte ausgeben.
mit solidarität hat das aber nichts zu tun, eher schon mit einem gemeinen wesen ;) wenn das, was der journalist produziert, auf dem freien markt ankommt, dann würde er auch ohne ÖR-system keine probleme haben.
11.09.2007 - 10:12 Uhr
kulturgut
deine journalisten wollen ihr weltbild, ihren idealismus, ihre sachen mit geklautem geld unters volk bringen, das ihnen niemand freiwillig geben würde - oder etwa doch?
wenn du das gerne mitfinanzierst, sei es dir ja überlassen. aber man soll es nicht anderen aufzwingen. ard und zdf für diejenigen, die es wollen, das ist ok. wer aber nur dvds sehen will, nur die privaten sender, oder im internet eben andere sachen machen will, der sollte nicht für ard und zdf zahlen müssen.
genauso wenig die quotenermittlung zu aufteilung des kuchens.
da sind doch technisch schon ganz andere, genauere dinge möglich.
aber es ist so verdammt einfach etwas zu pauschalisieren, aber die angst, es könnte in wirklichkeit ganz anders aussehen mit dem nutzungsverhalten der bürger...lässt solch ein system so lange überleben. das ist eigentlich richtig freche abzocke.
Diese Meinung lasse ich ihnen auch, problematisch wird es erst wenn Leute zahlen müßen die diese Meinung nicht teilen.
der neue werbespot ist absolut scheisse, weil die aufgeführten vergleiche überhaupt nicht treffend sind. nicht zahlen kann man noch ehesten mit schwarzfahren vergleichen( was ich übrigens auch tue). von unabhängigen medien braucht man gar nicht erst zu sprechen, da das fernsehen eh nur noch als massenpropaganda missbraucht wird. Leute, die ihre fernsehgebühren bezahlen, sind für mich die neuen sklaven dieser welt. genauso wie diese dumme julia, die sich der gez verkaufen muss, nur damit sie über die runden kommt.
allerdings sollte man etwas kulanter sein mit den menschen, denen es finanziell nicht so einfach ist, diese 15 euro im monat zusätzlich zu blechen. etwa arbeitnehmern mit geringem einkommen, rentnern mit niedriger aussteuer oder studenten, die kein bafög beziehen und jobben.
Aber damit habe ich ein Problem:
"Es hängt offenbar von deren Laune (oder Vernunft?) ab, ob sie ihr Programm konsequent und wirklich hervorragend fürs Web aufbereiten ..."
Warum müssen die öffentlich rechtlichen unser Geld für web-aufbereitete Inhalte zum Fenster hinaus werfen? Das hat meiner Ansicht nach nichts mehr mit einer Grundversorgung zu tun! Wer glaubt, so etwas haben zu müssen, sollte dafür auch extra bezahlen. Genau deswegen steigen die Gebühren auch von Jahr zu Jahr. Mittlerweile könnte ich für das gleich Geld auch ein schönes Premiere Abo kriegen. Also Grundversorgung ja, aber die sollte sich bitte auch wirklich auf TV und Hörfunk beschränken.
23.10.2007 - 12:27 Uhr
muc_jetzt
Aber damit habe ich ein Problem:
"Es hängt offenbar von deren Laune (oder Vernunft?) ab, ob sie ihr Programm konsequent und wirklich hervorragend fürs Web aufbereiten ..."
Warum müssen die öffentlich rechtlichen unser Geld für web-aufbereitete Inhalte zum Fenster hinaus werfen? Das hat meiner Ansicht nach nichts mehr mit einer Grundversorgung zu tun! Wer glaubt, so etwas haben zu müssen, sollte dafür auch extra bezahlen. Genau deswegen steigen die Gebühren auch von Jahr zu Jahr. Mittlerweile könnte ich für das gleich Geld auch ein schönes Premiere Abo kriegen. Also Grundversorgung ja, aber die sollte sich bitte auch wirklich auf TV und Hörfunk beschränken.
ob das modell "gebühren zahlt jeder, der (mind.) ein gerät besitzt" sozial gerecht und zeitgemäß ist, muß an anderer stelle diskutiert werden. hier geht es um die ziemlich monströsen (im vgl. zu ihrem staatl. auftrag) aufwendungen der gez für werbekampagnen.
teils lustig hin oder her - die gez gefällt sich leider mittlerweile immer mehr in tätigkeitsfeldern, in denen sie nichts verloren hat.
Grossteil der Nichtzahler kriminalisiert. Wenn dann auch noch
öfter der Gerichtsvollzieher vor der Türe steht, stellt das schon
eine Bedrohung dar.
http://www.dafuer-zahl-ich-nicht.de/
... und seine Folgen:
(Pressemitteilung:)
Der Norddeutsche Rundfunk hat am Dienstag mit sofortiger Wirkung
seinen freien Mitarbeiter Holger Kreymeier entlassen. Kreymeier ist
Moderator und Produzent des satirisch-kritischen Online-Magazins
„Fernsehkritik-TV“ (www.fernsehkritik.tv) und damit auch
verantwortlich für die derzeit laufende Kampagne „Dafür zahl’ ich
nicht!“ (www.dafuer-zahl-ich-nicht.de), welche die zunehmende
inhaltliche Verflachung bei ARD und ZDF hinterfragt.
Kreymeier zu seiner Entlassung: „Der Norddeutsche Rundfunk erweist
sich als vollkommen kritikresistent. Ich habe in meiner Kampagne weder
zu einem Gebühren-Boykott aufgerufen noch das öffentlich-rechtliche
System in Frage gestellt, sondern mich auf inhaltliche Punkte
konzentriert. Die Kampagne ist eine FÜR öffentlich-rechtliches
Fernsehen - und zwar so, wie es durch den Rundfunkstaatsvertrag
formuliert ist. Ich komme mir ein bisschen wie die Elke Heidenreich
des Norddeutschen Rundfunks vor. Es tut mir in der Seele weh zu sehen,
in welche Richtung sich ARD und ZDF entwickeln. Aber die Entscheidung
des NDR vom Dienstag zeigt mir, dass das öffentlich-rechtliche System
am Ende ist.“
Kreymeier hat für die Multimedia-Abteilung des Senders gearbeitet.
Außerdem hat er Untertitel für gehörlose Zuschauer getextet.
Kreymeier: „Ich habe darin nie einen Widerspruch zu meinen Tätigkeiten
im Internet gesehen, denn meine Arbeit beim NDR hat sich zu keinem
Zeitpunkt mit den Inhalten des Fernsehprogramms überschnitten.“
Kreymeier weiter: „Ich werde mich jetzt ganz auf meine eigene kleine
Firma Alsterfilm konzentrieren. Wer im Raum Hamburg die Dienste einer
Filmproduktion oder eines Journalisten braucht, soll sich gern melden.
Ob ich weiterhin GEZ-Gebühren zahle, werde ich demnächst entscheiden.“








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24.08.2007 - 20:05 Uhr
spaetabends