Natürlich zahl ich - eine neue nervige GEZ-Kampagne
Die Gebühreneinzugszentrale hat sich was Neues ausgedacht, um die Bevölkerung von Rundfunkgebühren zu überzeugen. Die Kampagne geht am eigentlich Problem weit vorbei
Es ist schon eine ganze Weile her, dass man sich gesehen hat. Man jagte in alten Autos durch die Stadt, sie saß auf der Rückbank und trug einen Cowboyhut. Ja, es war eine wilde, gute Zeit damals. Alle Jungs waren ein bisschen in sie verliebt. Dann erzählte irgendwer, sie mache jetzt Musik. Man selber quälte sich mit Seminararbeiten und sie war unterwegs mit umgehängter Gitarre. Das passte. Was nicht so recht passt: Dass man sich jetzt wieder trifft. An einem verregneten Montagmorgen auf dem Weg zum Zahnarzt steht sie plötzlich da und sagt: „Die Fahrscheine bitte.“ Und es ist kein Witz: Julia Hummer, das Mädchen aus wilden Zeiten, macht jetzt Werbung für die Gebühren-Einzugszentrale (GEZ).
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Dann mal die Pressemitteilung der GEZ zu dieser Kampagne:
"GEBÜHRENEINZUGSZENTRALE DER ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN
RUNDFUNKANSTALTEN IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
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Informationen zur GEZ-Kampagne „Natürlich zahl’ ich.“
Die Strategie
Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) startet eine Gebühren-Informationskampagne mit dem
Slogan „Natürlich zahl’ ich.“. Diese wendet sich erstmals nicht nur an die Zielgruppe der
Nichtanmelder, sondern auch an alle zahlenden Rundfunkteilnehmer. Damit findet ein
Richtungswechsel in der Kommunikationsstrategie der GEZ statt. Die reine Pflichtenargumentation
wird um Informationsbestandteile, wie die Vielfältigkeit der Programme und
die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender, ergänzt.
Zudem findet eine gezielte Ansprache der Selbständigen, Gewerbetreibenden und
Mittelständlern statt, von denen bisher nur ein Drittel Rundfunkgeräte angemeldet hat.
Auch für die Zielgruppe der türkischen Rundfunkteilnehmer wurde ein eigenes Kampagnen-
Motiv entwickelt.
Die Inhalte
Die Gebührenzahler stehen zum ersten Mal im Mittelpunkt einer GEZ-Kampagne. Sie geben
in den einzelnen Motiven als bekennende Zahler der Rundfunkgebühren das Statement
„Natürlich zahl’ ich.“ ab. Mittels bekannter Persönlichkeiten, wie dem Hip-Hopper
Samy Deluxe, sowie Musik-TV Moderatoren, wie Caroline Korneli und Klaas Heufer-Umlauf,
aber auch durch normale Bürger, die in ihren Alltagssituationen und Berufen dargestellt werden,
werden positive Identifikationsfiguren geschaffen. Aus deren Bekenntnis wird ein
Selbstverständnis, dem sich auch die Gebührenverweigerer und bewussten Nichtanmelder
nicht entziehen können.
Die Botschaft
Die Botschaft der Kampagne vermittelt Werte wie Fairness, Gerechtigkeit und Solidarität
innerhalb der Gemeinschaft der Rundfunkteilnehmer.
Seite 2 Informationen zur GEZ-Kampagne „Natürlich zahl’ ich.“
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Die Ziele
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist „von allen für alle“. Mit der neuen Werbekampagne wird
der Sinn der Rundfunkgebühren erläutert und dargelegt, warum die Gebührenpflicht für alle
gerecht ist. Die gegebenen Informationen sollen in erster Linie die Gebührenakzeptanz positiv
beeinflussen. Nichtanmelder sollen auf eine für die GEZ innovative Art der Ansprache
zum Anmelden der Rundfunkgebühren bewegt und somit zu einem Teil eines funktionierenden
und gerechten Systems werden.
Die Kreativagentur
Die Kampagne wird mit der Münchner Werbeagentur Xynias, Wetzel durchgeführt. Diese
hatte sich im Jahr 2006 gegen sieben Konkurrenten in einem Wettbewerb durchgesetzt."
Du siehst Dirk, es geht gar nicht nur um die 4% sondern um alle Gebührenzahler. Und was hast Du gegen "Werte wie Fairness, Gerechtigkeit und Solidarität"?
Cheers!
Der Commodore
24.08.2007 - 20:23 Uhr
CommodoreSchmidtlepp
Nochmal Cheers!
sehr schön.
oceano_mare sagte:
ich zahle die gebühren nicht, also was solls`?
Super, ganz tolle Einstellung!
Ich finde den Artikel gut. Natürlich soll (und ich hoffe auch will) man zahlen. Aber es wäre eben schön, sein Geld besser angelegt zu wissen, und nicht ständig des Betrugs bezichtigt zu werden...wobei mir die komische Julia ans sich, ziemlich egal ist. Ich hab die Frau noch nie gesehen..
Natürlich ärgere ich mich auch darüber, dass ich eben nicht mitbestimmen kann, wofür die Gebühren genutzt werden und das wird mir mit jedem Hansi Hinterseher Auftritt klar. Auf der anderen Seite verfliegt dann der Ärger ganz schnell, wenn ich in die funkelnden Augen meiner lieben Omama schaue, die ein paar glückliche Minuten hat, wenn der Hansi im Fernsehen auftaucht. Dann sorgen die Gebühren eben auf die Weise für ein tolles Programm in meinem Leben.
ps. Es ist schön, dass es die Julia gibt.
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24.08.2007 - 20:05 Uhr
spaetabends