kopfchaos II
Text: mouton
Ich muss schreien, schreien und rennen, rennen und schreien, rennen, rennen, rennen, bis ich irgendwo ankomme oder auch nicht, vielleicht komm ich nie irgendwo an, nur laufen, laufen, laufen, bis alles besser ist, bis ich vor dir steh und du vor mir stehst und wir beide zusammen rennen und rennen und rennen und manchmal schreien wir auch, hört ihr uns, wir schreien ganz laut, dass wir hier sind, jetzt schon ein jahr und dass man uns nicht kaputt machen kann, nein, nein uns nicht, aber vielleicht komme ich auch nie bei dir an, sondern immer nur bei ihm, bei ihm, bei ihm, den ich nicht verletzen will und es schon getan hab, also hilft nur noch rennen, laufen durch wüste und durch die arktis, bis meine beine taub sind und meine lippen, bis ich nicht mehr rennen kann, bis ich nicht mehr schreien kann, bis alles vorbei ist, bis ich zusammen sinke irgendwo zwischen pinguinen und denen werd ich meine geschichte erzählen, ich werde erzählen, dass die einzige erste liebe hält und hält und hält, auch wenn sie eigentlich kaputt ist und dass man sie nicht vergisst, obwohl man längst eine neue liebe hat, die einem so viel gibt, mit dem man irgendwann nichts mehr anfangen kann, bis man nur noch rennen, rennen, rennen will und dann hier landet in der kälte zwischen pinguinen, denen man eigentlich gar nicht erzählen muss, wie lange die liebe hält, denn pinguine haben ein leben lang die gleiche liebe.
["Ich liebe dich."
-ich muss jetzt los
"Ich liebe dich"
-ich weiß]
Neue Texte zum Label 'erleben':
Textoptionen