10.08.2007 - 19:00 Uhr

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Wer wird Webmillionär? Die wichtigsten Startups (Teil 2)

Text: eva-bader

Mit kleinen Ideen zum großen Geld - die Fortsetzung unsere Startup-Favoriten (Hier geht es zu Teil 1)

greenmiles.de
Worum geht es in Eurem Angebot? Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit, aktiv und eigenverantwortlich Beiträge zum Klimaschutz zu leisten. Grundsätzlich gilt es, CO2-Emissionen zu vermeiden z. B. durch effiziente Geräte im Haushalt oder spritsparendes Autofahren. Emissionen, die sich nicht mehr vermeiden lassen, können dann bei uns über die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes an einem anderen Ort kompensiert werden. Alle unsere Projekte sind dabei nach Standard des Kyoto Protokolls erarbeitet und bei den Vereinten Nationen registriert. Der TÜV-Nord überprüft regelmäßig die Erfüllung der beauftragen Emissionsreduktionen. Somit hat der Kunde die Sicherheit, klimaneutral zu reisen. Was ist daran neu? Wir versuchen die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen massiv zu mindern, durch die Einführung marktfähiger Produkte im Bereich Klimaschutz deutlich voran zu bringen. Mobilität gehört nun mal zu unserem moderne Leben. und nicht jeder kann gleich morgen seinen Wagen verkaufen und auf ein 3-Liter-Auto oder sogar ein Fahrrad umsteigen. Das 1 Liter Auto ist noch in weiter ferne. Hier bieten wir kurzfristig und mittelfristig eine Lösung. Mit der Fokussierung auf UN-Klimaschutzprojete, der TÜV-Zertifizierung und dem Angebot der Emissionsreduktion von 4 Verkehrsmitteln (Flug, Bahn, Auto und Bus) haben wir ein transparentes und glaubwürdiges Angebot geschaffen, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Weitere Produkte sind bereits in der Entwicklung. Wie groß ist euer team? Wieviele Gründer gibt es? Wo sitzt ihr? Am Anfang waren wir zu zweit, mittlerweile ist das Team deutlich gewachsen. Da auch externe Firmen wie z. B. Agenturen mit ins Risiko gegangen sind, sind je nachdem wie man rechnet sind bis zu 10 Leuten mit greenmiles befasst – allerdings nicht alle Vollzeit. Zum letzten Teil der Frage: in der Regel auf Stühlen, nein Spaß beiseite, wir haben unser Büro zurzeit im Herzen von Ottensen, einem belebten Stadtteil in Hamburgs Westen. Woher kommt euer Kapital? Das Kapital zum Start kam im Wesentlichen aus zwei Quellen, zum einen von Business Angels zum anderen vom Hamburger Existenzgründungsprogramm, das sog. Gründerjobs vergibt. Wieso habt ihr euch für die Variante Startup entschieden? Ich habe seit 2000 im Bereich Klimaschutz und Klimapolitik gearbeitet, d.h. zur Berechnung der CO2-Reduktion verschiedener Projekttypen geforscht zur Ausgestaltung des internationalen Klimaregimes promoviert. Das Wissen habe ich dabei auch immer auf reale Klimaschutzprojekte anwenden können und auch Regierungen in Entwicklungsländern beim Aufbau der nationalen Genehmigungsbehörden für diese sog. CDM-Projekte beraten. Irgendwann kam mir die Idee, dass ich diese Erfahrungen in marktfähige Produkte umsetzen könnte. Nach der Geburt meiner Tochter im letzten Herbst wurde mir dann klar: "Jetzt musst Du was sinnvolles machen" und das ließ sich am Besten in einer eigenen Firma umsetzen. Wenn es uns gelingt, die Kraft der Märkte zum Zweck des Klimaschutzes einzusetzen, werden wir signifikante Fortschritte bei der Emissionsreduktion machen. Wollt ihr damit Millionäre werden? Zunächst einmal wollen wir Klimaschutz in marktfähige Produkte übersetzen und das Geschäft dann wirtschaftlich betreiben. Bei der Vermarktung der Produkte leisten wir dabei einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung bezüglich der Problematik des Klimawandels in Unternehmen und bei den Verbrauchern. Dieser Aspekt der Klimarahmenkonvention wird m. E. bisher viel zu wenig beachtet. Was am Ende finanziell genau rauskommt, werden wir sehen. Was würdet ihr gerne in fünf/zehn jahren über euer Startup sagen können? greenmiles hat das Thema "menschlich verursachter Klimawandel" in die Köpfe der Leute getragen und eine Bewegung zum Klimaschutz initiiert. greenmiles ermöglicht es den Menschen, mit unseren Produkten und durch unsere Informationen klimaverträglich zu leben. Den Pfad zur „berühmten“ nachhaltigen Entwicklung haben wir ein deutliches Stück gangbarer gemacht. Wie verdient Ihr Geld? Für jede Tonne CO2, die wir kompensieren, behalten wir eine Marge ein, die hilft unsere Fixkosten zu finanzieren. Darüber hinaus bekommen wir von Unternehmen, die einen weitergehenden Beratungsbedarf zum Thema "Klimaschutz" haben und an unserer Expertise interessiert sind, Beratungshonorare. Macht Ihr bereits Umsatz? Wieviel? Ja, Umsatz haben wir bereits im ersten Monat gemacht, in dem wir online waren. Genaue Zahlen möchte ich an dieser Stelle nicht nennen, nur soviel: Die Zahlungsbereitschaft von Unternehmen, für die wir auch Produkte anbieten, ist derzeit noch größer als die der Endkunden. Aber das wird sich im Laufe der Zeit ändern, es wird mehr und mehr Mischformen geben.... Wieviele User habt Ihr bereits? Die Userzahlen schwanken stark über Tageszeit und Wochentag. Interessant ist, wie intensiv der Entfernungsrechner genutzt wird. So wie es derzeit aussieht, werden immer wieder auch mal die Emissionen verschiedener Verkehrsmittel mit einander verglichen. Wieviele User wollt Ihr in einem halben Jahr haben? 5000 Welches andere deutsche Startup gefällt euch/nutzt Ihr selber? Die Idee von Syntops, sich täglich eine individuelle Zeitung erstellen zu lassen, finde ich hoch spannend.
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