03.08.2007 - 18:59 Uhr

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Buchmacher entschieden: Benedikt Feiten hat gewonnen

Text: dirk-vongehlen

Der gemeinsame Wettbewerb von jetzt.de und Bod ist entschieden: Der Autor Benedikt Feiten aus Neubiberg hat gewonnen

Update: Hier das Jury-Statement lesen.

Anfang Mai hatte jetzt.de gemeinsam mit dem Marktführer der digitalen Buchproduktion Books on Demand einen besonderen Wettbewerb gestartet: Beim Buchmacher-Wettbewerb suchten wir den besten Autoren, dem wir gemeinsam mit BoD zum ersten eigenen Buch verhelfen können. Das Feedback war beeindruckend. Zahlreiche Autorinnen und Autoren schickten ihre Texte und die gemeinsame Jury aus jetzt.de-Redaktion und BoD war länger als geplant mit der Lektüre der sehr guten Einsendungen befasst.
Jetzt sind wir aber zu einer Entscheidung gelangt und geben bekannt: Benedikt Feiten (25) aus Neubiberg hat mit seinem Expose „35 Schritte“ den Buchmacher-Wettbewerb von jetzt.de und Bod 2007 gewonnen. Wir danken allen Teilnehmern und werden hier über den weiteren Verlauf von Benedikts Buchprojekt berichten.


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CommodoreSchmidtlepp
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04.08.2007 - 12:02 Uhr
CommodoreSchmidtlepp

Ist ja ganz witzig was man über den Herrn Feiten findet wenn man ihn bei Google eingibt:

http://www.sz-jugendseite.de/js-texte.ph...

"Benedikt Feiten (Leonhard- und Ida-Wolf-Gedächtnispreis) Benedikt Feiten, geboren 1982 in Berlin, studiert amerikanische Literaturgeschichte, amerikanische Kulturgeschichte und Kunstgeschichte in München. Er spielt Trompete in einer Jazzband und seit 17 Jahren Cello. Jurybegründung: Selten gelingt es, ein jugendliches Lebensgefühl, das sich aus vagen Sehnsüchten, ungerichteter Rebellion und diffusen Träumen speist, glaubwürdig in Literatur zu verwandeln. Der junge Benedikt Feiten trifft in seinem Romanprojekt „35 Schritte” von Anfang an einen Ton, der durch seine Wahrhaftigkeit überzeugt. Der erste Satz lautet: „Es ist gar nicht so schlimm, in den Blocks zu wohnen.” Die Blocks – das sind Wohnhäuser in München-Giesing. Erzählt wird die Geschichte von Paul, einem Kleinbürgerkind, und James, Sohn eines amerikanischen GI und einer deutschen Mutter. Beide sind um die zwanzig. Eine gemeinsame Vorliebe für Jazz, aber auch der unbedingte Drang, aus den vorgegebenen Verhältnissen auszubrechen, schweißt die beiden zusammen. Früher, als sie sich kennen lernten, gab es ein Spiel: mit geschlossenen Augen so weit wie nur möglich zu gehen. Risikofreude – das ist auch ein Element von Feitens Prosa. Und so hat „35 Schritte” das Potential, eines jener Bücher zu werden, die fesseln – weniger wegen der vordergründigen Handlung, sondern wegen der Stimmung, die sich in ihnen vermittelt. Hier kommt es auf den Sound an. Auf den Rhythmus. Auf das Nicht-dazu-gehören-wollen. Benedikt Feiten fängt präzise die Wirklichkeit jugendlichen Alltags vor dem Hintergrund unterschiedlicher kultureller Herkunft ein. Rau, direkt und ohne in Posen abzugleiten. Und er deutet an, daß sein Blick auf die Welt auch zart, fast poetisch sein kann."

Viel besser aber ist das hier, wo der Gute schon als "Jungautoren aus dem Münchner Umland" gezählt wird. Ist auch interessanterweise direkt ne Seite von der SZ, uahaha.

http://www.sz-jugendseite.de/js-texte.ph...

"Auch für Benedikt Feiten ist das Schreiben mehr als nur ein Prozess am Computer. „Vier Stunden täglich zu schreiben, bringt keine Qualitätsgarantie“, sagt der 23-Jährige aus Neubiberg, der im vergangenen Jahr für sein Roman-Projekt „35 Schritte” den Leonhard- und Ida-Wolf-Gedächtnispreis der Stadt München gewonnen hat. „Wichtig ist, immer etwas zum Schreiben dabei zu haben, falls eine Idee kommt“, sagt er. „Und diese Ideen kann man dann als Munition benutzen, wenn man an der Tastatur sitzt.“"

Ich meine, wenn ich ein Buch vermarkten will, dann würde ich mir natürlich auch jemanden suchen, der schon ein Preis für sein "Expose" bekommen hat, der deswegen schon seit zwei Jahren als "Jungautor" gehandelt wird. Aber hätte der Benedikt sich nicht mit den 3000 Euro von seinem Literaturstipendium ein Buch von BoD machen lassen können?
Das haben sich die Cakes und Commodoreschmidtlepps aber anders vorgestellt, als sie irgendeinen Schmuh zu euch geschickt haben in der Hoffnung das irgendein Schmuh bei diesem Schmuh veröffentlicht wird. Uahaha.

Und, wenn es so gut ist, warum wartet Herr Feiten nicht auf nen richtigen Verlag, was sicher empfehlenswerter ist, Gedenk der Tatsache, dass man keinen Müden Cent für dieses Machwerk bekommt und es äußerst schwierig ist einen schon einmal erschienenen Roman wieder zu veröffentlichen, bei einem anderen Verlag zumindest.

Jetzt bin ich ja noch gar nicht auf den Eindruck eingegangen der Entsteht, nämlich das es alles Schiebung sein könnte, uahah, aber dazu hab ich keine Lust mehr ;)

MfG

Der Commodore

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04.08.2007 - 12:03 Uhr
CommodoreSchmidtlepp

Ah geil, eure Webseite ist ein heiß programmierter Scheiß.
Ach und wie schlecht müssen denn bitte die anderen Exposes gewesen sein, wenn ihr auf ein zwei Jahre altes zurückgreifen müsst?

SemiChaos7
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04.08.2007 - 12:27 Uhr
SemiChaos7

Nanana, sehr geehrter Commodore!

Mein Exposé war gar nicht mal so schlecht, wage ich mutig zu behaupten. Es mangelte dem Exposé lediglich an Dramatik, weil ich in meinen Romanen stets zum Heiteren tendiere. Hinzu kommt die Tatsache, dass mein "Werk" noch keine zwei Jahre alt ist und auch keinem Verlag vorgeschlagen worden ist. ;-)

Da ich eine mittelschlechte Verliererin bin, muss auch ich mich hier ein wenig auslassen. Fälschlicherweise ging ich davon aus, dass dies eine Art Nachwuchsautoren-Wettbewerb ist. - Wohl zu viel hinein interpretiert.
Wie ich sehe, irrte ich mich in dieser Annahme. Letztendlich war der Gewinner jemand, dessen Idee bereits irgendwo geprüft worden war. (Es ist mir ebenfalls schleierhaft, wieso jemand, der öffentliche Anerkennung gefunden hat, sein Werk nicht direkt an eine Agentur oder einen Verlag geschickt hat. )


Nichtsdestotrotz gratuliere ich Benedikt zu seinem Sieg!

molukawai
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04.08.2007 - 16:58 Uhr
molukawai

Hört sich an, als hätte der Sieger des Wettbewerbs schon lange festgestanden. Das erklärt dann auch die bemerkenswert kurze Zeitspanne zwischen Einsendeschluß und Verkündung des Gewinners.

emilykane
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05.08.2007 - 12:44 Uhr
emilykane

Commodore ist neidisch - und ein schlechter Verlierer!

ruebezahl
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05.08.2007 - 15:07 Uhr
ruebezahl

mehr als nur schade, dass es keinerlei begruendung fuer die entscheidung gibt und andere mitbewerber gar nicht vorgestellt werden.
ueblicherweise mag man zb beim sport, dass man die kandidaten zu sehen bekommt und die entscheidung nachverfolgen kann. hier aber ueberhaupt nicht. diese art wettbewerb ist daher unsinn.

TheVoiceInsideYourHead
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06.08.2007 - 11:53 Uhr
TheVoiceInsideYourHead

das ganze fühlt sich tatsächlich sehr merkwürdig an.
ich dachte, über denjenigen, der hier eine chance bekommen sollte, wäre nicht so viel über google zu finden.
schade.

dirk-vongehlen
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06.08.2007 - 11:59 Uhr
dirk-vongehlen

Die Jury wird sich im Laufe der Woche nochmal ausführlich zu der Entscheidung äußern. Ich sehe nicht, warum die Tatsache, dass jemand bei Google zu finden ist, gegen den Gewinn des Wettbewerbs spricht.

CommodoreSchmidtlepp
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06.08.2007 - 13:18 Uhr
CommodoreSchmidtlepp

Genau Dirk,

es war auch das Hauptargument der Kritik, dass man bei Google etwas über Herrn Feiten findet.

Dieser ganze Wettbewerb wirkt im Nachhinein wie so vieles beim "neuen" jetzt.de wie eine Farce. Da wird erst mit großem tamtam eine eher zweifelhafte "Kooperation" zwischen jetzt.de und BOD angekündigt, die sich aber ziemlich schnell als offensichtlicher nicht gehen könnende Werbenummer entpuppt.
Dies wird einer Hausmitteilung "Mit unserer neuen Kooperation kostenlos zu deinem eigenen Buch" angekündigt. Die Überschrift suggeriert, hier würde es tatsächlich um Unterstützung beim Herausbringen eines Buches gehen. In Wirklichkeit ist es aber einfach nur Werbung für ein neues Angebot von BOD, in dem es möglich ist eine einmal eingeschickte PDF ohne Lektorat, ohne ISBN ohne
irgendetwas von BOD auf Wunsch drucken zu lassen.

Das Du lieber Dirk diese Geschichte nicht problematisch findest ist natürlich verständlich, warum auch, hast Du ja in der 38 Kommentare starken Diskussion mehr als einmal deutlich gemacht, dass Du als Chefredakteur einer Redaktion und Verantwortlicher im Sinne des Presserechts eine Verquickung von Werbung und Redaktionellen Inhalten in KEINER WEISE Problematisch findest.

Und das war nur die Vorgeschichte zu diesem so genannten Wettbewerb.

Dann wird dieser Wettbewerb ausgeschrieben, der natürlich auf große Resonanz stößt, spricht er doch den Wunsch vieler Menschen in unserem Alter an, ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Diesmal scheint es sogar echte Unterstützung zu geben, von der Frankfurter Buchmesse ist die Rede. Ich weiß nicht wie viele Einsendungen ihr bekommen habt und ich weiß nicht wie viele davon richtig schlecht waren. Ich kann mir aber vorstellen, dass nicht wenige jetzt.de User gehofft haben, durch ihre Mitgliedschaft bei jetzt.de einen wie auch immer gearteten Bonus zu haben, was auch immer. Man hatte zumindest zeitweise den Eindruck es gehe euch tatsächlich darum, jemandem aus dem Kosmos diesen zweifelhaften Deal zuzuschustern.

Frau Kampl betont

judith-kampl sagte:

[...]

BoD und jetzt.de machen diesen Wettbewerb, weil wir wissen, dass ihr alle super Texte schreibt und wir uns freuen würden, einen/eine von euch zu unterstützen und im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse mit seinem/ihrem Buch vorstellen zu dürfen.

[...]

Die Judith.


Dieser Eindruck kam also nicht von ungefähr.

Was aber passiert ist, ist folgendes: Ihr gebt ohne irgendeine Begründung, ohne zweit und Drittplatzierten zu nennen, ohne kleine Vorstellung des Gewinners wie für so ziemlich jeden Wettbewerb dieser Art üblich, einfach den Namen des Autors und den Namen des Exposes bekannt. Wenn man dann liest, dass dieser Junge Mann bereits vor zwei Jahren für das selbe Expose einen Preis gewonnen hat der mit 3000 Euro dotiert war und zwar in München, dann stößt das auf. Wenn eine Seite auf der man das liest eine Seite der SZ ist, stößt das noch mehr auf. Sprich: Das Expose war Menschen die in welchem Zusammenhang auch immer zum SV standen seit zwei Jahren bekannt. Wenns so geil war, warum ist der SV nicht damals auf den jungen Herrn Feiten zugegangen und hat gesagt: Guter Mann, das bringen wir wie auch immer raus. ???

Ich denke, dass frustriert alle jetzt.de User die sich in irgendeiner Art und Weise für diesen Wettbewerb angestrengt haben. Das ein zwei Jahre altes Expose, von einem Typen den hier niemand kennt, veröffentlicht wird.

Das sieht und das musst Du lieber Dirk einfach einsehen, denn Du bist ja nicht blöd und Du hast ja wahrscheinlich auch mal irgendwas mit Medien studiert, einfach nach Schiebung aus und ist es wahrscheinlich auch. Ich meine es ist alles wunderbar, macht euren Kram, aber wundert euch nicht bei diesen himmelschreienden, handwerklichen Fehlern was PR und Präsentation angeht, dass die meisten User es einfach abartig peinlich finden.

Aber darin lieber Dirk, siehst Du ja wahrscheinlich auch kein Problem, ist ja alles bingobongo.


MfG

Der Commodore

WieJetztAber
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Mag ich Mag ich nicht

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06.08.2007 - 14:03 Uhr
WieJetztAber

lieber commodore, als nichtteilnehmender beobachter sag ich dir: diffamierungen des wettbewerbs und des gewinnertextes in der form erscheinen mir völlig haltlos. was weisst du denn über den siegertext? solange du keine zeile gelesen hast, lesen sich deine argumente wie hirngespinste. bleib mal locker und mach dem kosmos alle ehre. ich sehe auch keinen sinn darin, sich im nachhinein über die bedingungen eines wettbewerbs aufzuregen, auf dessen teilnahme man sich vorher bereitwillig eingelassen hat.

warte besser mal den siegertext ab und bleib sportlich.

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ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.