Aber
Text: haruki
Es waren die hohen Decken. Der Stuck. Die Geräusche die seine Füße beim tanzen auf dem Parkett hinterließen. Wir hörten seine alten Platten. Immer wieder ‚life on mars’ und ‚no, je ne regrette rien’ Die Lieder waren zu groß für uns beide. Wir konnten sie nicht tragen wie die Songs aus dem Radio wenn wir in seinem Bett lagen. Die waren nicht so von Bedeutung. Sie waren Ok und lösten sich ab. Wie die Tapete im Bad. Aber ich lag bei ihm. Sah der Sonne zwischen meinen Fingern zu. Aber es war wichtig, auf seine Weise. Aber ich küsste ihn gern, es war besser.
Wie werde ich in deinem Buch heißen. Wollte er immer wieder wissen.
Ich werde kein Buch schreiben. Erklärte ich ihm immer wieder.
Warum nicht?
Ich kann keine meiner Geschichten zu Ende schreiben. Irgendwann vergesse ich was ich schreiben wollte und warum es wichtig war.
Ich hatte aufgehört zu tanzen und sah vom Fenster aus auf die Kreuzung, blies meinen Rauch in die Wolken.
Vielleicht war es der Wein oder die Hitze. Es kann das schlechte Fernsehprogramm gewesen sein oder die Art wie seine Boxershorts zu sehen war, aber irgendwie wusste ich, dass er auch wegen mir ging.
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17.07.2007 - 08:57 Uhr
Kudoman