Heartbeats in slow motion.
Jemand hat am Geschwindigkeitsregler gespielt. Leben in slow motion. Alles passiert wie üblich: Wasserrohrbrüche. Zahnschmerzen. Trennungen. Schokomuffins backen. Aufs Wochenende freuen. Ratschläge erteilen. Lieblingsplatten hören. Schlecht schlafen. Zu lange schlafen. Geschichten schreiben. Lügen erzählen. Small-talk führen. Vermissen. Klo putzen. Leben planen. Auf Tanzflächen stolpern. Fragen stellen. Antworten ignorieren. Socken sortieren. Versöhnungen. Job suchen. Angst haben. Cool sein. Termine eintragen. Schnaps trinken. Verdrängen. Verdrängen. Verdrängen. Alles passiert. Und man selbst steht nur daneben und schaut zu. Kissen gegen Wände schmeißen. Tränen in Tempotaschentücher rotzen. Imaginäre Gesichter zerkratzen. Bewegungslos im Schockzustand verharren. Trotzdem und gerade deswegen ganz viel lachen, tanzen, reden, trinken, hoffen, küssen, planen. So war das. Früher. Jetzt. Leben in slow motion. Emotionen verloren. Funktionalität erhalten. Einsicht geübt. Nichts bleibt nichts. Zeit zurückdrehen. Drehen. Drehen. Umdrehen. Den Punkt wieder finden, als man darüber noch Songs hätte schreiben können. Weil alles viel zu schnell passierte. Statt zu langsam.
- Und ich vergesse mich 06.04.2012
- Lebensviereck 03.02.2012
- Über Mädchen 12.11.2011
- AB! (II) 15.09.2011
- AB! 11.08.2011
zum glück gibt es jelly bellys, die helfen über manche träne hinweg.
schön*
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13.07.2007 - 15:16 Uhr
sternli
seit langem das genialste, was ich las.
tolles bild.