Mama, mein Zimmer ist nachts so finster
« Viens, mon coeur, es ist schon spät, »so sagt maman, „die Zahnbürste ist auch schon müde.
Sogar Frère Jacques schläft schon lang
Und du kennst ihn ja, weißt, wie lang er schläft.“
« Mais je veux, » entrüst ich mich,
denn die Nacht scheint so verheißungsvoll,
als berge sie hundert Abenteuer.
Wir streiten, sie gewinnt
die Oberhand
und ich gebe nach, bin der Klügere im Haus.
Bin ich wirklich so klug?
Nein, aber unterlegen, sie ist der Boss
und so schlaf ich ein, in unversöhnlichem Trotz.
Unversöhnlich – bis zum nächsten Morgen,
maman, die mich weckt, « Viens, mon coeur,
depêche-toi, es ist schon spät. »
„Spät?“ Ich bin hellwach. „Um sieben Uhr früh?“
Maman, wie sie lacht, mir Frühstück macht,
mich knuddelt und küsst, dann zur Schule schickt.
Alle hassen Französisch, warum eigentlich?
Ich hatte es nie, grâce à ma douce maman.
« Je n’écoute pas, » antwortest du auf deutsche Fragen, « tu me prends la tête ! »
« Et toi la mienne ! », sagt mein trotziges Ich,
Du lachst und lachst und sagst, « Je t’aime. »
So war das damals, wir stritten uns viel.
Waren uns gleichzeitig alles und nichts.
« Désolée maman », das sag ich jetzt und « merci, maman, pour être ma mère. »
Würdest du jetzt sagen, « Viens, mon coeur », nur einmal, nur ein einziges Mal,
so spränge ich auf und ginge zu Bett,
kein Wort der Widerrede vernähmest du,
sondern sängest, Doucement, doucement für mich
und ich würde nicht sagen, dass du nicht singen kannst,
denn ich kann es auch nicht, dennoch tu ich es,
singe weiter, doucement s’en va le jour,
und weine, dabei denke ich:
In a perfect world, this could never happen.







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07.08.2007 - 11:23 Uhr
frau_liebe
irgendwo tief drinnen berührt er mich.