03.07.2007 - 12:23 Uhr

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1000 Orte, die man sehen muss, bevor man stirbt

Text: roland-schulz

In den Papier-Mittelgebirgen, die in den Buchhandlungen immer gleich beim Eingang liegen, fällt mir in letzter Zeit öfter das Buch 1000 Places to see before you die auf: eine Art Reiseführer der besten Orte (oder für alle Schott´s Sammelsurium-Hasser: Schott´s Reiseziele, üarg). Die Idee ist aber ganz schön: Welche Orte sollte man gesehen haben auf der Welt, bevor man dann eines Tages aus ihr scheidet? Das Buch führt dabei das Brandenburger Tor in Berlin oder Ayers Rock ebenso auf wie der anscheinend vor Ort legendäre "Superdawg"-Hotdog-Stand in Chicago - kann ich nichts dazu sagen, ich kann nur meine fünf Orte aufführen, die ich sehenswert finde in diesem Leben:
1. Die kolumbianische Insel Providencia inmitten der Karibik, wg. allem, was in der Bounty-Werbung so falsch wirkt, dort aber echt ist, incl. Drinks aus Kokosnüssen. 2. New York, Central Park, und zwar weil halt. 3. Wieskirche, Oberbayern - obwohl man ja streng genommen "Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies" sagen muss. Warum? Weil es eine Wahnsinnskirche ist. 4. Den Fluss Mamoré, Bolivien, wg. rosa Flussdelphinen, Totenkopfäffchen und dem Sonnaufgang vom Boot aus. 5. Felsendom, Jerusalem. Weil alle Geschichte an einem Ort steckt, und das spürt man. Wenn ich noch zwei Extrapunkte hinzufügen dürfte, wären es: Tulum in Mexiko, aber da soll es jetzt schlimm sein, und mein Metzger hier in München, der die besten Weißwürste wie auch Debreziner macht (nene, da verrate ich nicht, wo der ist), das ist eher für die kleine Erholungsreise um die Ecke. Und - was sind eure Orte, die man unbedingt gesehen haben muss in diesem Leben? Wo liegen sie, und warum muss man sie sehen?


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Nelson_
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 00:45 Uhr
Nelson_

noch kurz zum beitrag, von wegen "Für mich ist dieser Planet zu kalt.", "Gerade die tropischen Regionen wären das eigentliche Paradies auf Erden"
aus der humanozentrischen sicht heraus, aus der biblischen, die erde hat uns untertan zu sein, macht der standpunkt des autors total sinn. diese sicht teile ich nicht.

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 00:48 Uhr
ein_oxymoron

nelson, ich faende das, was der autor sich wohl als "paradiesische welt" vorstellt, gerade aus humanozentrischer sicht heraus grauenhaft - ich schwitze ab ca. 20 grad.

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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 00:57 Uhr
ein_oxymoron

"Als Skeptiker fällt es mir im Traum nicht ein, Hypothesen und Theorien wissenschaftlich zu diskutieren, denn ich bin kein Klimaforscher und letztlich zu weit entfernt von forscherischer Tätigkeit in diesem Feld." - genau das merkt man diesem text an, und ich bin versucht zu sagen "wenn man keine ahnung hat..". natuerlich werden forschungsergebnisse fuer die allgemeinheit vereinfacht. und zwar hauptsaechlich nicht deswegen, weil die bösen hysterischen umweltschuetzer profit machen wollen (wenn sie so drauf waeren, waeren sie wesentlich besser damit beraten, in die wirtschaft zu gehen), sondern weil die allgemeinheit sonst nichts kapieren wuerde. und es ist eben kein rueckschritt, lieber klare botschaften zu formulieren, als alles so lange zu relativieren, bis niemand mehr durchblickt. wer es genauer wissen will, hat gerade in der heutigen zeit die gelegenheit, sich ueber die details zu informieren und sich ein differenzierteres bild zu machen. der verlinkte text ist fuer mich ein beispiel fuer die protestbewegung gegen die spassbefreiten extrem-ökos.

Nelson_
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 01:00 Uhr
Nelson_

das ist ja persönliche präferenz. er stellt sich wahrscheinlich unter dem paradies eine bounty-szene auf Providencia vor, wo ein hula-mädchen ihm die kokosnuss von der palme pflückt :)

nee, meins wärs auch nicht.

oder, moment.... ;)

ein_oxymoron
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 01:19 Uhr
ein_oxymoron

waeh, tropen. hitze, nervige tiere und eklige krankheiten. nee, danke.

kulturgut
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04.07.2007 - 07:08 Uhr
kulturgut

oxy: es war mir klar, dass du auf diese aspekte abhebst. mal abgesehen davon, dass die zahl der klimaskeptischen klimaforscher durchaus beträchtlich ist, baust du ein vollkommen falsches szenario auf: da die forscher, dort die wirtschaft, die andere interessen hat = gleich beweis für die unabhängigkeit der forschung. nein, ein beträchtlicher teil des big money setzt längst ebenfalls auf klimaangst und wünscht diese zu fördern, und gerade die ganz großen könnten die negativszenarien zum teil mit hervorgebracht haben. die vermeintlich klaren botschaften, von denen du sprichst, sind in der regel nichts anderes als klare lügen - über die motive lässt sich nur spekulieren. ich will aber natürlich mal annehmen, dass die wissenschaft ausschließlich aus egofreien engelhaften wesen besteht, die wider den interessen der eigenen existenz ausschließlich für den erkenntnisgewinn tätig sind.

tatsache ist jedenfalls, dass klimaskeptiker keine oder nur geringe forschungsmittel generieren können und es sehr mutig ist zu behaupten, erst sei ein klimakonsens dagewesen und dann hätten die mittel für die skeptische richtung gefehlt. es ist genau umgekehrt. am klimakatastrophismus hängen mächtige politische, wirtschaftliche und publizistische interessen - und die wird so schnell nichts stoppen. ich glaube kaum, dass einzelne wissenschafler oder institute es sich derzeit leisten können, da in größerem umfang auszuscheren. das aber als beweis für die richtigkeit der thesen anzusehen ist unsinn.

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04.07.2007 - 07:32 Uhr
kulturgut

ach und nochwas: jede zeit und jede kultur hat ihre irrtümer und moden, die die wissenschaft der jeweiligen zeit mit einschließt - ich halte den klimakatastrophismus zwar für schädlich, aber bei weitem nicht für den schädlichsten irrtum der menschheitsgeschichte. auch das wird sich überleben.

für mich ist die ökologische frage in hinsicht auf mein persönliches verhalten irrelevant und ich rate jedem, niemals aus ökologischen gründen irgendetwas zu sparen. ich finde es halt nur zu komisch und gleichermaßen faszinierend, wie solch eine reine propaganda-sache das bewusstsein mindestens einer generation prägt, aber wenn sie sich das leben und reisen, wie du so schön sagst, in der praxis wider ihren offiziellen bekenntnissen trotzdem nicht vergällen lassen ist ja alles in ordnung.

leider gibt es auch menschen, die das nicht so gesund wegstecken können, die sowieso unter irgendwelchen psychosen leiden und für die das wie eine bestätigung wirkt, dass alles menschliche sein und werden vom baldigen untergang bedroht ist. für gesunde menschen sind apokalyptische szenarien nur ein ansporn, die waren ja auch (mit goutierung der jeweils gültigen wissenschaftsmoden) immer schon begleiter der menschheitsgeschichte. ein wachsender teil der menschen heute, vor allem in der westlichen welt, aber ergeben sich vollständig diesem düsteren untergangswahn, und die tun mir halt leid.

diedrossel
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 09:27 Uhr
diedrossel

das sind die gleichen wissenschaftler, die inzwischen öffentlich eingeräumt haben, dass sie zum fälschen von statistiken gezwungen wurden, weil papa bush und seine spießgesellen sonst die forschungsgelder eingefroren hätten. sweet neocons. immer eine verlässliche quelle für lügen.

femme_d_argent
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 09:34 Uhr
femme_d_argent

und weiter geht die wilde propagandafahrt

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

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04.07.2007 - 14:39 Uhr
eisengrau

kulturgut sagte:
ein spezieller fall sind belowlee und eisengrau. ob die wirklich reisen für so unwichtig halten und sich tatsächlich weiterhin ausschließlich regional bewegen würden, wenn sie finanziell besser gestellt wären - darüber lässt sich nur spekulieren.


Darüber kann ich selber nur spekulieren. Tatsache ist, ich habe auch schon Auslandsreisen unternommen, aber auch schon Reisen abgesagt, die mir bezahlt worden wären (nach Singapur zum Besipiel, weil ich erstens kein Asienfan bin und zweitens schwüle Hitze einfadch nur unerträglich finde).
An Gelegenheiten mangelt es also nicht, und wenn, ist höchstens der Zeitmangel der Grund.


Aber Reisen ist für mich auch was anderes, als nur ins Flugzeug zu steigen und woanders wieder heraus, und dann Dschungeltapete hoch und Tempeltänzerinnen an.
Reisen hat für mich etwas mit dem buchstäblichen Er-fahren von Wegen zu tun, und mit dem Hinter-sich-lassen von Vertrautem.

Das hab ich in Niederbayern, wenn ich versuche, einen Monat unter "Waldlern" zu leben, unter Umständen eher, als wenn ich nach Fuerteventura fliege, und als erstes mein halbes Stadtviertel an der Strandbar treffe.

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