Eintrag aus dem Klassenbuch (Schluss): Schule, warum ich dich hasse und liebe
Die einen besuchen sie neun, die anderen zwölf Jahre: Die Schule prägt uns ein Leben lang. Eva Schulz steckt noch mitten drin im Leben zwischen Lehrerzimmer, Spickerschreiben und Banknachbarn. In unserer Kolumne beschreibt sie, was das Schulleben ausmacht.
Hier findest du alle Folgen der Schulkolumne.
In der letzten Folge widmet sich Eva den Dingen, die wir an Schule nie vermissen werden und dem, was an Schule durchaus liebenswert ist.

- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Warum ich mit Chemie nie konnte 14.06.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Für was ist Schwänzen gut? 07.06.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Zettelchen und Bimmel-Bingo 31.05.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Der Elternsprechtag 24.05.2007
- Eintrag aus dem Klassenbuch. Heute: Besser Spicken 17.05.2007
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Auf der einen Seite würde ich schon gerne noch einmal zwei Wochen Schule erleben, auf der anderen Seite bin ich froh, dass ich endlich raus bin und studieren darf.
Es gab da aber noch eine, die mit Schule sehr souverän umgegangen ist: Pippilotta Langstrumpf natürlich, die bei einem ihrer wenigen Besuche in der richtigen Schule von der Traumschule schlechthin erzählt hat: nur zwei Tage pro Jahr, und an denen gab es ausschließlich Süßigkeiten.
Ich vermisse keine Hausarbeiten, keine Diskussionen. Und das schönste ist und bleibt: Wenn ich jetzt ein Buch lese, lese ich es für mich. Nicht für irgendwelche Deutsch- oder Englischleistungs- oder Grundkurse. Sonderne infach weil es mich interessiert. und dann muss ich halt nicht von Thomas Mann "Der Tod in Venedig" lesen, sondern es darf auch "Der Zauberberg" sein. Ich habe keinen Zeitdruck und muss keine fadenscheinigen Interpretationsansätze finden. Ich lese es einfach für mich und auch zwischen den zeilen, aber. Aber ich muss nicht jeden Satz auseinandernehmen. Ich liebe die Literatur, aber ich hasse es, wie damit in der Schule umgegangen wurde.
Und bis auf die Grundrechenarten habe ich von Mathe bisher gar nicht benötigt. Weder integral noch infinitisimal.
Besser ist: Freu dich auf die Zukunft, denn in der Vergangenheit wirst du nicht leben.
so sind die stunden auch leichter auszuhalten.








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21.06.2007 - 19:17 Uhr
AnatolH