12.06.2007 - 19:00 Uhr

0 10 Über Twitter weiterempfehlen

„Digitales Freiwild“: Warum sich Lehrer im Internet verfolgt fühlen

Text: peter-wagner

Verletzende Videos und Beleidigungen im Internet: In Großbritannien planen Regierung und Lehrer gerade eine Kampagne gegen das Mobbing von Lehrern im Internet. Nun klagen auch deutsche Lehrer über diffamierende Videos im Internet. "Lehrer sind kein digitales Freiweild!" sagt der Vorsitzende des Philologenverbandes. Er fordert Rückendeckung von der Politik und kritisiert unter anderem Internetseiten wie spickmich.de

In in den USA oder in Kanada ist das Phänomen „Cyberbullying“, die Diffamierung einzelner Personen im Internet schon länger als Problem bekannt. Bisher wähnte man vor allem Schüler betroffen, die von ihren mies-meinenden Kollegen in YouTube-Videos ins Visier genommen und etwa in peinlichen Situationen gezeigt wurden. Seit kurzem melden sich aber immer mehr Lehrer zu Wort und berichten über Verunglimpfungen. Chris Keates etwa von der größten britischen Lehrergewerkschaft berichtet von „unsagbarem Leid“, dem manche Kollegen ausgesetzt seien. Sein Verband hatte für wenige Tage eine Internetseite geöffnet, auf der Lehrer ihre Cyberbullying-Erfahrungen berichten sollten. Fast 100 Lehrer meldeten sich zu Wort. Keates berichtete von einem Lehrer, dem die Hose heruntergezogen worden sei – Schüler filmten die Szene und stellten sie online. Die britischen Lehrer forderten schließlich Rückendeckung von Seiten Politik.
"Systematische Verletzung der Persönlichkeit": Viele Lehrer fühlen sich von ihren Schülern diffamiert. Der Deutsche Philologenverband schlägt nun Alarm. (Foto: dpa) Während sich auf der Insel die Regierung des Problems bereits angenommen hat und eine Kampagne „Anti-Lehrer-Mobbing“ lancieren will, sehen sich die deutschen Pädagogen im Stich gelassen. Jetzt meldete sich der Deutsche Philologenverband zu Wort und beklagte, dass die Diffamierung von Lehrern im Internet „beängstigende Ausmaße“ annehme. „Die Diskussion ist mit Verzögerung jetzt auch bei uns angekommen“, sagt Verbandschef und Lehrer Heinz-Peter Meidinger im Gespräch mit jetzt.de. „Es gibt wohl keine einzige weiterführende Schule, die nicht schon Erfahrungen mit dieser Art des Mobbings gemacht hat.“ Meidinger spricht von Hinrichtungs-Videos, in denen Lehrerportraits in Filmdateien kopiert würden. Dann tauche eine Waffe im Vordergrund auf, mit der der Kopf vom Körper geschossen würde und dann durch den Raum rolle. Meidinger spricht von Fällen, in denen Bilder von Lehrern auf Internetseiten geladen und mit beleidigenden Kommentaren versehen wurden, er erzählt von Lehrergesichtern, die in pornographische Fotos kopiert worden seien. Nicht an die Öffentlichkeit „Bundesweit wissen wir von mehreren Dutzenden Fällen“, sagt der Vorsitzende des Philologenverbands. „Viele Kollegen wollen, dass das intern an der Schule geregelt wird oder erfahren vielleicht nicht, dass sie im Netz gemobbt werden. Deshalb glauben wir, dass jene, die sich an unsere Rechtsschutzstellen wenden nur die Spitze des Eisbergs ausmachen.“ Deshalb will er nun das Thema öffentlich machen und Eltern, Politiker und vor allem die Schüler sensibilisieren. Ein Vorgehen, das verbandsintern für einige Diskussionen sorgte. „Manche Kollegen sagten: ´Geht nicht damit an die Öffentlichkeit! Das provoziert Nachahmer!`Aber ich bin da Realist. Es gibt keinen Jugendlichen, der nicht weiß, was im Netz gemacht wird oder möglich ist.“ Viele Eltern zudem, so Meidinger, wüssten schließlich nicht, was ihre Kinder im Netz anstellten. Er berichtet von Fällen, in denen Schüler überführt und vom Schuldirektor zur Rede gestellt worden sein und am Ende nur einen Wunsch hatten: `Bitte zeigt den Videoflash meinen Eltern nicht!` „Die Videos waren so brutal, dass manche Kinder Angst hatten, dass das Bild, das ihre Eltern von ihnen haben zerstört würde“, berichtet Meidinger aus dem Gespräch mit einem Kollegen. Ob man dem Mobbing via Netz tatsächlich Einhalt gebieten kann – Meidinger zweifelt. „Man wird das weder juristisch noch politisch lösen.“ Er hofft auf Aufmerksamkeit, auf Verständnis bei Eltern und in der Politik. Diese Woche zum Beispiel soll das Thema auch auf der Kultusministerkonferenz in Berlin angesprochen werden. Meidinger will auch Portale wie www.spickmich.de bei der Ehre packen. Die Seite wird von vier Studenten in Köln verantwortet und bietet Schülern die Möglichkeit, ihre Lehrer zu bewerten. „Das ist ja auch eine clevere Idee“, so Meidinger. „Auch wenn man darüber streiten kann, ob Schüler wirklich in der Lage sind, Noten zu geben. Aber Bewertungskriterien wie `Wie sexy ist dein Lehrer?`, unter denen dann `Der stinkt` oder ´Hat Hängehintern` steht - das geht ins Lehrermobbing rein.“ Keine Diffamierungen Bei spickmich.de nimmt man die Kritik des Philologenverbandes zunächst gelassen. „Das ist noch harmlos“, sagt Bernd Dicks, 24, einer der vier Jungs, die die Arbeit rund um die Bewertungshomepage machen. „Bei anderen Verbänden werden wir sogar in einem Atemzug mit gewaltverherrlichenden Videos genannt.“ Dann bemüht sich Dicks, die vermeintlichen Scherben aus dem spickmich-Kosmos zu kehren. „Wir haben keine lehrerbeleidigenden Videos. Es gibt keine Diffamierungsmöglichkeiten. Wenn in unserer Schülercommunity etwas Beleidigendes gemeldet wird, kümmern wir uns, prüfen das, löschen gegebenenfalls oder erstatten Anzeige. Aber wenn es Lehrer gibt, die sagen, ne Note 3 ist eine Beleidigung, dann ist es schwierig, die Grenzen zur Diffamierung zu ziehen.“
Screenshot der Startseite von www.spickmich.de Dicks, der beim Telefonat mit jetzt.de die Verlautbarung des Philologenverbandes vor sich liegen hat, zitiert die „Systematische Verletzung von Persönlichkeitsrechten“, die dort unter anderem auch in Verbindung mit spickmich.de gesetzt wird. „Haben die sich das genau angeguckt? Die Lehrer haben im Schnitt eine 2,9. Die Schüler finden sie also nicht schlecht, die meisten haben auch eine eins oder zwei vor dem Komma! Und Herr Meidinger hat sich die Sexy-Kategorie nicht genau angeguckt. Wir wollen dort das Auftreten des Lehrers bewerten.“ Dicks spricht von der Vorbildfunktion und findet es deshalb vernünftig, wenn auch die Kleidung eines Lehrers betrachtet wird, wenn kleidungsmäßig verlotterte Pädagogen einen Spiegel vorgehalten bekämen. „Wir müssen das Ganze in die Sprache der Schüler stellen“, so Dicks. „Außerdem hat diese Rubrik nur zu fünf Prozent Einfluss auf die Gesamtnote. Viel wichtiger ist die Motivation. Die macht 25 Prozent der Note aus.“ Bernd Dicks spricht von der heilsamen Wirkung des Feedbacks, das viele Lehrer nicht gewohnt seien. Er zitiert aus einer Mail, in der eine Schülerin von der wundersamen Wandlung des Physiklehrers berichtet, der, entsetzt von seiner Durchschnittsnote 4,8, seinen Unterrichtsstil änderte. Zum Guten, wie es die Schülerin beschrieb. Mobbing - ein generelles Thema „Ich glaube“, sagt Dicks, „je besser das Verhältnis ist, das die Lehrer zu den Schülern haben, desto weniger Probleme gibt es. Durch das große Tamtam erreicht man doch nichts. Man muss mit den Schülern kommunizieren. Und nicht aus dem Imperativ heraus: Ich Chef, Du nix!“ Heinz-Peter Meidinger sieht das Problem aus einer anderen Richtung. „Die Jugendlichen haben Macht durch ihre Möglichkeiten.“ Die nutzen sie nun, indem sie die Rollen verkehren: sie bewerten ihre Lehrer, sie stellen sie mit Techniken bloß, die vielen Pädagogen immer noch fremd sind. Die Pädagogen sehen sich plötzlich Angriffen ausgesetzt, gegen die sie sich nur schlecht wehren können. „Ich hoffe“, sagt Meidinger, „dass das wieder ins Lot kommt.“ Letztendlich könnte die Mobbing-Debatte beiden Seiten nützen. "Auf einen Lehrer-Mobbingfall kommen 20 Schüler-Mobbingfälle", so Meidinger. „Allein deshalb müssen wir das Ganze generell zum Thema machen.“


Neue Magazin-Texte:

Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!

Textoptionen
Mehr Texte von
peter-wagner
Mehr Texte zum Label
Redaktionsblog
Text Freunden empfehlen Text drucken Text melden
Der Text gefällt Dir?
Lesenswertpunkt schenken
Fehler gefunden?
Report an Error
Hier bei jetzt.de anmelden,
Texte schreiben und kommentieren.
10 Kommentare

speichern
berlinoid
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2007 - 20:38 Uhr
berlinoid

Was bitte ist ein Videoflash? Ist das wieder eine von diesen gefährlichen bewußtseinserweiternden Drogen, die man in Form von Löschpapier auf jedem Schulhof kaufen kann?

spaetabends
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2007 - 23:11 Uhr
spaetabends

meinprof.de für Schüler. Und die gleiche Diskussion. Auch hier wollen die Lehrer am liebsten das Internet verbieten, anstatt sich mit den neuen Umständen zurecht zu finden.

soylentyellow
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2007 - 23:25 Uhr
soylentyellow

Vielleicht ein Flash Video?

andrku
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

12.06.2007 - 23:30 Uhr
andrku

Ja, die selbstherrliche Stellung vieler Lehrer und erst recht der Profs ist in Gefahr! Verbietet das Internet, macht Millionen teure Gegenkampagnen von unseren üppigen Steuergeldern. Das bringt zwar nix, aber die Damen und Herren fühlen sich vielleicht wieder etwas ernster genommen :-)

Nein, im ernst, dort wo eindeutig Rechte verletzt werden (Hose runterziehen, Mordaufforderungen, usw.) sollte halt mal ein ernstes Elterngespräch angesetzt werden im Extramfall die Justiz.

Den Rest hat es schon immer gegeben, das Getuschel auf dem Pausenhof, Zettelchen mit fiesen Bemerkungen, Toillettensprüche über die blödesten Pädagogen... der einzige Unterschied zu damals ist der, dass jetzt der Lehrer und auch seine Kollegen jederzeit Zugriff darauf nehmen können.

Also liebe Schüler, die Einrichtung eines passwortgeschützten Forums ist leicht bewerkstelligt und spart uU jede Menge Ärger!

Bewertungsportale sind dagegen zu begrüßen. Da die deutschen Kultusminister offensichtlich hinter dem Mond leben und Schüler nach wie vor als feedbackfreies Trichtervieh betrachten ist eine Belebung in diesem Bereich durchaus angebracht.

Mfg
AKu

silanea
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.06.2007 - 09:22 Uhr
silanea

Ich bitte darum, die Artikelüberschrift zwischen "sich" und "Lehrer" um "einige" zu ergänzen. Der neuerdings inflationäre Gebrauch des Buzzwords "Cyberbullying" ändert nichts daran, dass es sich hier um Einzelfälle handelt.

Bewertungsportale sind dagegen zu begrüßen. Da die deutschen Kultusminister offensichtlich hinter dem Mond leben und Schüler nach wie vor als feedbackfreies Trichtervieh betrachten ist eine Belebung in diesem Bereich durchaus angebracht.

Kann ich als angehender Lehrer nur unterschreiben. Nichts ist für uns wichtiger als Feedback. Das Referendariat ist im Allgemeinen ein schlechter Witz, von den Praktika mal ganz zu schweigen - Ausnahmen bestätigen die Regel -, vernünftige Betreuung durch erfahrene Lehrkräfte ist durch die angespannte Personalsituation in den meisten Fächern zeitlich oft einfach nicht drin. Und wenn man dann mal Feedback erhält, beschränkt es sich notwendigerweise auf die Perspektive des Kollegen. Das Urteil der Schüler bleibt da aussen vor.

Dass sich viele Kollegen gegen die Benotung durch Schüler wehren liegt meiner Einschätzung nach oft daran, dass die Lehrer Angst davor haben, das "Monopol" auf die Bewertung von Leistungen zu verlieren. Lehrer sprechen Schülern gerne pauschal die Fähigkeit ab, didaktische Leistungen einschätzen zu können. Dass sich jeder in seiner eigenen Schulzeit selber über unfähige oder langweilige Lehrer aufgeregt hat, wird da gerne vergessen.

jensp
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.06.2007 - 09:42 Uhr
jensp

in einer gesellschaft, in der einzelne durch (mehr oder weniger willkürliche) notengebung über das leben eines anderen menschen entscheiden dürfen und sich dabei nicht mal einer eigenen bewertung stellen müssen, bricht sich der frust auf diese weise bahn, weil es keine anderen möglichkeiten gibt, schlechte lehrkräfte und dozenten zu beurteilen, weil den jungendlichen die fähigkeit abgesprochen wird, leistungen anderer objektiv zu beurteilen, dass auch sie selbst subjektiv beurteilt werden, fällt dabei nicht ins gewicht. beleidigungen und mobbing sind natürlich scheisse.

kaetae
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

13.06.2007 - 10:35 Uhr
kaetae

lustig echt, dass jensp und silanea genau das ansprechen, was der gute herr meidinger im interview sogar sagt. "„Das ist ja auch eine clevere Idee“, so Meidinger. „Auch wenn man darüber streiten kann, ob Schüler wirklich in der Lage sind, Noten zu geben. [...]" war euch wahrscheinlich eh bewusst, aber ich wollts noch mal rausgestellt haben ;)
gut dass ich nich wie geplant lehrer geworden bin. ich wär jeden tag heulend heimgekommen ;)

ich_schlampe_bin_muede
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

14.06.2007 - 17:25 Uhr
ich_schlampe_bin_muede

Recht gerissen, die Rhetorik der "Spickmich"-Macher, aber trotz aller Blenderei dennoch durchsichtig. Der Protest des Philologenverbandes richtet sich ja nicht darauf, dass irgendwelche Schulnoten verteilt werden. Der Protest richtet sich dagegen, dass Lehrer, ohne gefragt zu werden, mit vollem Namen im Netz sichtbar gemacht und mit diffamierenden Kommentaren versehen werden.

Die Reaktionen hier unter den Kommentaren sind schon interessant: Nehmen wir mal an, es gäbe eine Seite "Busfahrertest.de" und über den Linienbusfahrer Hans Hugendubel würden da Kommentare gemacht wie "der fährt ständig besoffen" oder "der stinkt". Kein Mensch würde den Kopf schütteln, wenn Hans Hugendubel dagegen mit einer Unterlassungsklage vorginge.

Nur Lehrer dürfen das nicht. Wenn sich Lehrer gegen Beleidigungen wehren, dann "schmollen" sie oder "wollen das Internet verbieten.

Ist schon seltsam, nicht wahr, was Lehrer so alles nicht dürfen?

Die redaktionellen Eingriffe bei Diffamierungen, die der gute Bernd Dicks da so schön als löbliche Vorgehensweise von Spickmich herausstreicht, sind schließlich überhaupt erst auf juristischen Druck durch den Philologenverband durchgesetzt worden, also nichts, womit mit Spickmich jetzt angeben sollte.

@jensp Können wir es vielleicht mal ein bisschen tiefer hängen? Die Notengebung durch einzelne Lehrer wirkt wirklich nicht so schrecklich lebensentscheidend. Sie ist in ein recht rigides Vorschriftenwerk eingezwängt, es gibt Zulassungskonferenzen und bei Abschlussprüfungen Zweit- oder sogar Drittgutachten. Widersprüche sind möglich.

Die subjektiven Entscheidungsmöglichkeiten, die ein noch so beliebiger Personalchef über Lebenschancen hat, sind ungleich größer.

Aber zu Unholden stilisiert werden natürlich die Lehrer. Seltsam, nicht wahr...?

jensp
Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.06.2007 - 09:57 Uhr
jensp

"Nehmen wir mal an, es gäbe eine Seite "Busfahrertest.de" und über den Linienbusfahrer Hans Hugendubel würden da Kommentare gemacht wie "der fährt ständig besoffen" oder "der stinkt". Kein Mensch würde den Kopf schütteln, wenn Hans Hugendubel dagegen mit einer Unterlassungsklage vorginge."
nun, der busfahrer entscheidet aber nicht über die berufliche zukunft seiner fahrgäste, darum ist das beispiel falsch. ausserdem ist es durchaus gerechtfertigt, den busfahrer, sofern es keine anderen wege gibt, öffentlich dazu zu kritiseren, wenn er betrunken bus fährt, damit bedroht er die gesundheit seiner fahrgäste.

"@jensp Können wir es vielleicht mal ein bisschen tiefer hängen? Die Notengebung durch einzelne Lehrer wirkt wirklich nicht so schrecklich lebensentscheidend. Sie ist in ein recht rigides Vorschriftenwerk eingezwängt, es gibt Zulassungskonferenzen und bei Abschlussprüfungen Zweit- oder sogar Drittgutachten. Widersprüche sind möglich."

toll, wie du die theorie rezitierst, ich hab in der praxis aber ganz andere sachen erlebt, lehrer die schüler verletzt haben sind einfach nur an andere schulen versetzt worden, wo sie dasselbe wieder taten, lehrer die ihre schüler absichtlich schlecht benotet haben, damit diese eine bestimmten abschluss nicht geschafft haben, lehrer die schüler psychisch blossgestellt haben, so dass schüler in behandlung mussten usw. gegen all diese dinge sind SV und eltern vorgegangen und es ist nichts passiert.

das sind genauso einzelfälle wie die gehypte "internet-lehrer-mobbing"-diskussion, aber der schüler ist seinem lehrer hilflos ausgeliefert und deshalb bricht sich dieser frust in inakzeptabler weise bahn. das heisst aber nicht, dass es nicht einer bewertung von unten nach oben bedürfte und die autoritätsgläubigkeit in dem bereich endlich durchbrochen gehört.

Melden!
Zitieren
Mag ich Mag ich nicht

0

15.06.2007 - 09:59 Uhr
jensp

"Die subjektiven Entscheidungsmöglichkeiten, die ein noch so beliebiger Personalchef über Lebenschancen hat, sind ungleich größer."

ein personalchef trifft keine entscheidungen bezüglich deiner karriere. die treffen vorgesetzte oder das management, der personalchef hat damit nichts am hut, der gibt dir auch keine noten, das macht auch der vorgesetzte. auch wieder ein beispiel, das mit dem thema nichts zu tun hat.


Speichern
Mehr lesen:

Jetzt-Mitglied

peter-wagner unbekannt

peter-wagner

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.


München