auf einem dach.
Sie sah mich an. Auf der Dachterrasse, über die Wolken hinweg. Das Erdbeereis war geschmolzen und sickerte in die Blumerde. Sie sprach von Kaninchen und einem Loch ohne Boden. Für die Hexen von damals. Ich folgte den Flugzeugen am Himmel und wollte in keinen von ihnen sitzen. Sie fragte allerlei und ich erzählte ihr. Von Igeln auf der Straße und konkreter Poesie. Ich war bei ihr, denn mein Wohnungsschlüssel lag in meiner Wohnung auf der Waschmaschine. Ich wusste nicht mehr wer ihn dort hingelegt hatte, aber ich wusste, dass man meine Tür mit Kreditkarten nicht knacken kann. Das sollte mich eigentlich beruhigen, aber ich musste meine Augen schließen um mein Herz nicht mehr schlagen zu hören. Sie war eine gute Idee. Besser als unter meiner Haut spazieren zu gehen. Für den Rest der Nacht, bis irgendwer kommen konnte der einen zweiten Schlüssel besaß. Jetzt war ich bei ihr und dachte an ihn. Wäre ich auf meinem Bett mit den Tasten unter meinen Fingern gewesen, ich hätte poetische Bausteine gefunden und sie gefugt. Etwas von Sehnsucht und Zeit auf Gedankentischen. Ja, so wäre es gewesen, ich hätte es Sehnsucht genannt und um es leichter zu machen auch über Colorado und Plastikweihnachtsbäumen geschrieben. Aber sie stand in der Küche für mich und teilte auch Kuchen. Ich fühlte mich, wie im Sommer auf einer Dachterrasse und der Trick an diesem Abend war, dass ich genau dort war und darauf wartete, dass Peter mit Bier kommen würde. Und irgendwann in der Nacht, wenn die Stadt sich verlassen hat, dann rufe ich ihn an und sage ihm etwas romantisches, dachte ich mir.- Strandgedanken 20.08.2008
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09.06.2007 - 17:45 Uhr
elsa14