G8 am Ende: Zwei Polizisten erzählen von ihrer Woche
Blockaden, Vorträge, Demonstrationen: Eine Woche voller Proteste gegen den G8-Gipfel geht heute in Rostock zuende. "Wir haben unser Ziel übertroffen, wir waren mehr als 12 000 Menschen auf der Straße und ihr seid super", so feierten die Organisatoren auf der Abschlusskundgebung ihre Aktionen. Nicht nur die Demonstranten machen sich auf den Weg nach Hause, auch für die Polizisten geht eine anstrengende Woche zuende.
René Günther, 28, und Angela Kuphal, 34, stehen in der Mittagssonne am Hafen und warten auf die Abschlusskundgebung. René Günther und Angela Kuphal sind Polizisten und tragen über ihrer Polizeiuniform die signalgelben Westen des Anti-Konflikt-Teams. „Wenn ich nicht als Konfliktschlichterin unterwegs bin, arbeite ich nur in Zivil“, sagt Angela Kuphal. Seit dem 25. Mai ist sie schon in Rostock im Einsatz, um bei Konflikten zwischen Polizei und Demonstranten zu vermitteln. „Das waren anstrengende zwei Wochen“, sagt auch René Günther. Die beiden waren täglich 16 bis 17 Stunden im Einsatz. Gestern standen sie bei einer der Blockaden der Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm zwischen Anwohnern, Polizei und Demonstranten. Die Anwohner wollten an der Blockade vorbei zu ihren Häusern. Die Demonstranten wollten die Straße nicht verlassen. „Ich glaube, da haben wir ganz gut zu einer Lösung beitragen können“, sagt René Günther. "Nach langen Diskussionen sind die Blockierer aufgestanden, um die Anwohner durchzulassen."

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am Anfang hat die Polizei ja noch bestritten, überhaupt Zivilpolizisten einzusetzen. Das steigert nicht gerade ihre Glaubwürdigkeit und bestätigt doch eher die Demonstraten in ihrer Aussage, dass die Polizei Falschmeldungen rausgibt
Ich betrachte die Bullen ja sonst immer als Leute, die auch nur ihren Job machen (weil sie halt Geld verdienen müssen, wie alle), aber was ich bei den Protesten gesehen und erlebt hab, tut mir leid, das war jedenfalls keine Deeskalation. Und was die über die rostock Demo sagen, ist auch allenfalls die halbe Wahrheit.
10.06.2007 - 15:23 Uhr
puppenspieler
andererseits hat es mich bei der blockade überrascht, dass die polizei versprach diese nicht in der nacht zu räumen und sich daran hielt, selbst lagerfeuer am straßenrand erlaubt wurden und die polizisten am nächsten morgen ohne helm und nur noch vereinzelt in kleineren gruppen herumstanden....naja.. es gab eben negatives und positives am verhalten der polizei...es gäbe noch vieles zu berichten.. letztendlich glaube ich aber, dass die polizei oftmals nicht eingriff bzw. eingreifen konnte, weil sie von den menschenmassen bzw. "der lage" total überfordert war.
außerdem möchte ich zwei zitate aus dem obigen text nebeneinanderstellen:
„Wenn ich nicht als Konfliktschlichterin unterwegs bin, arbeite ich nur in Zivil“, sagt Angela Kuphal.
Angela Kuphal vertritt ein demokratisches Verständnis von der Arbeit der Polizei.
ich weißn icht recht!!! ich wurde selbst mal von einem zivilbeamten festgenommen, der sich nur mit einem kleinen polizei-schlüsselanhänger ausgewiesen hat, und anschließend direkt zur gewaltanwendung überging...
10.06.2007 - 19:09 Uhr
wiedemauchsei
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10.06.2007 - 13:29 Uhr
Lycana