Ist Sexismus weniger schlimm als Rassismus? "Die Antwort" von Alice Schwarzer
Angestrichen:
Vergewaltigung, Folter und Frauenmord grassieren seit Jahrzehnten in Popkultur, Film und Werbe- beziehungsweise Modefotografie. Würden solche Fotos, Filme und Texte zum Beispiel mit Schwarzen inszeniert – also der augenrollende Neger mit dem Rhythmus im Blut, der gerne seinem Herrn dient und vom Ku-Klux-Klan ganz sexy aufgehängt oder von Glatzen dekorativ zusammengeschlagen wird –, dann kämen solche Bilder selbstverständlich gar nicht erst auf den Markt, sondern würden schon vorab als «rassistisch» indiziert, beziehungsweise sie wären nur illegal zu konsumieren. Aber in dem Fall sind es ja nur Frauen, und das hat bisher bestenfalls ein paar Feministinnen und Gleichgesinnte empört.

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Dennoch gibt es Parallelen zwischen der Diskriminierung, die jemand wegen seines Geschlechtes oder der Diskriminierung, die jemand wegen seiner "Rasse" erfährt. Sexismus ist sicherlich ein ernstzunehmendes Phänomen. Trotzdem sollte man bei den jeweiligen Gewaltverhältnissen die Dimensionen nicht aus den Augen verlieren.
Alles, was auf -ismus endet, ist gleichwertig schlecht, wie kann man denn da nach weniger und mehr schlimm differenzieren?
Die Auszüge, die ich dort las, fand ich gut. Frau Schwarzer bleibt zeitgemäß. Haupsächlich geht es in der Publikation aber um Islam vs. Rechte von Frauen, behaupte ich.
"vom Ku-Klux-Klan ganz sexy aufgehängt oder von Glatzen dekorativ zusammengeschlagen wird –, dann kämen solche Bilder selbstverständlich gar nicht erst auf den Markt"
Es würde wahrscheinlich auch kein Farbiger auf die Idee kommen, mit dem Ku-Klux-Klan Bilder zu machen. Frauen machen diese Bilder aber, um Karriere zu machen, um Geld zu verdienen oder aus welchen Gründen auch immer. Die Geister die ich rief !! Nun machen Frauen, was ihnen die Emanzen immer empfohlen haben und machen Karriere - mit Bildern, verdienen Geld - mit Pornos und nun ist auch nicht gut ? Vielleicht müßte Frau Schwarzer zunächst mal ihre Schäflein, nämlich die Frauen allgemein, zu mehr Pflichtbewußtsein erziehen. Denn um Bilder, Werbung, Filme und ähnliches mit Gewalt gegen Frauen zu erstellen braucht Mann ... ja genau Frauen. Sind nun die Männer schlecht, die diese Bilder machen oder die Frauen, die erlauben, dass man sowas mit ihnen macht ? Wer rennt denn in die Buschido-Konzerte und kauft die CDs ? Nur Männer ?
Sie machen es sich zu einfach Frau Schwarzer. Wenn selbst nicht alle Frauen an Ihrer Emanzopationsbewegung mitziehen, dann sollten Sie vielleicht einmal die ganze Strategie überdenken. Vielleicht handeln Sie ja gegen die Interessen zumindest eines Teiles der Frauen ? Aber Selbstkritik paßt nicht zur Emanzipation !
Digital_Data
und mrbrightside hat recht.
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03.06.2007 - 19:07 Uhr
spaetschicht