03.06.2007 - 19:00 Uhr

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Die jetzt.de-Zockerserie, Teil 2: Politisch korrekte Online-Spiele

Text: christoph-gurk

Wir Langeweilephobiker sind ständig auf der Suche nach Ablenkung. Ob zu Hause, bei der Arbeit oder beim Warten auf die U-Bahn: Nichtstun geht gar nicht, es muss immer was zum Spielen da sein. Glücklicherweise bieten Internet und Handyindustrie abertausende von Waffen im Kampf gegen die Langeweile. jetzt.de stellt in einer kleinen Serie einige davon vor.

Heute: Politisch korrekte Videospiele im Web Der inhaltliche Wert der meisten Videospiele verführt Pädagogen nicht gerade zu Luftsprüngen. Ob das überhaupt wünschenswert ist, sei dahingestellt. Fakt ist, dass im Web eine Reihe von Spielen existiert, die uns die Missstände der - vornehmlich dritten - Welt auf den Schirm rufen. Hier eine galante Übersicht: Ayiti – The Cost of Life www.thecostoflife.org Darum geht’s Familie Guinard lebt auf einer kleinen Farm in Haiti. Mutter Marie und Vater Jean versuchen, die drei Kinder zur Schule zu schicken und die Sippe so gut es geht über die Runden zu bringen. Das Geld ist knapp, und die Guinards brauchen Hilfe: Jedem Familienmitglied muss eine Aufgabe zugewiesen werden, z.B. Schulbesuch, Arbeit in der Rumfabrik, auf der Farm oder als Freiwilliger.
Ziel Vier fiktive Jahre lang soll die Familie gesund und munter bleiben. Gelingt das, zählt am Schluss, wieviel Bildung die Guinards bekommen haben. Sterben beide Eltern, ist das Spiel vorbei. Das Problem Wenig Geld und ein Haufen Ärger: Tropenstürme und Trockenheit bedrohen die Ernte, ständig wird jemand krank, dazu kommen Unruhen und Diebesgesindel. Wer zu hungrig, gestresst oder angeschlagen ist, kann nicht mehr arbeiten – und dann fehlt das Geld für Essen, Schule und Medizin. Bonus Der Vetter aus den USA schickt ab und an ein wenig Geld. Darum geht’s wirklich Bildung ist der beste Ausweg aus der Armut. Trotzdem gehen weltweit über 100 Millionen Kinder nicht zur Schule. Die Wege sind zu lang und zu gefährlich, viele Familien können sich keine Schulgebühren leisten. Bis 2015 sollen alle Kinder in den 189 UN-Staaten zumindest eine Grundschule besuchen können – bis jetzt haben gerade einmal 55 Länder dieses Ziel erreicht.
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